ferienarbeit

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von anett28 - 18.07.10 - 09:56 Uhr

hallo zusammen

ich hab mal eine frage an euch, hoffe ihr könnt mir weiter helfen.

meine tochter 15jahre macht zur zeit einen ferienjob in einem ferienlager in der küche.
sie wußte das es streßig wird, aber nicht so schlimm, denn sie war gestern fix und feritig.
ich habe von einer mitarbeiterin erfahren, dass sie den ganzen tag an der spüllmaschine steht und von 700 personen das geschirr abwaschen muß.

wißt ihr was zulässig ist und was nicht ?

sie hat 30min pause bei einer arbeitszeit von 6 1/2 stunden.
die arbeitsdauer geht vom 17.07.-23.07. durchgehend.

für eure tips sag ich schon mal danke.


grüße anett

ps. diesen job hat die lehrerin aus ihrer schule vemittelt, da die kids nächstes jahr mit der lehrerin nach frankreich fahren wollen und die eltern nicht fragen sollen wegen den reisekosten.

Beitrag von susanne85 - 18.07.10 - 10:20 Uhr

hallo,

die arbeitszeit und auch pause ist okay. allerdings kann ich dir nicht sagen ob der job wirklich kindgerecht ist.

trotzdem würde ich dir echt raten, lass sie die zeit bis zum 23.7 ! machen. das ganze geht ja nicht besonders lang und ist eine hervorragendes! training für deine tochter.

auch sieht sie so das es besser ist eine ausbildung und co zu machen. klingt vielleicht blöd aber lass sie ruhig mal sehen wie hart das leben ist.

sie hat ja danach frei..

lg

Beitrag von elsa345 - 18.07.10 - 11:18 Uhr

Hallo,
ich finde susanne hat recht. Ich würde aber auch wenigstens die Hälfte der Klassenfahrt bezahlen, wenn sie es denn durchzieht.
Natürlich ist das Kind am ersten Tag fertig, es ist eine ungewohnte Arbeit. Aber nicht übermäßig schwer. Denke nur mal dran, was die meisten Kinder ausserhalb unserer reichen Welt in diesem Alter schuften müssen. Deine Tochter wird es überleben und am Ende unheimlich stolz drauf sein, nimm ihr diese Erfahrung durch Dein Veto nicht!!! Ausserdem kannst Du ihr sehr deutlich vor Augen führen, wozu fehlende Ausbildung im Leben führen kann. ;-)
Unsere (auch 15) muß in diesen Sommerferien 4Wochen Praktika in unterschiedlichen Betrieben machen. Sie hätte sich das ersparen können, hätte sie schon mal eins in den Osterferien gemacht oder sich in der Schule mal zusammen gerissen und bessere Noten gehabt. Nun hat sie den Salat, tut mir auch manchmal leid, aber eine gute Lehrstelle bekommt sie nur dadurch.
Das Leben ist kein Ponyhof :-p
Gruß

Beitrag von susanne85 - 18.07.10 - 11:39 Uhr

hallo

ich stimm dir zu!

Das leben ist kein ponyhof. und mit 15 steht man in der 9. klasse. viele gehen bald in ausbildung und haben keinerlei ahnung was sie erwartet. so ein bisschen arbeitsluft schnuppern ist gut!!!!

Praktikas sind gut! Viel spass deiner tochter und glück!

Auch möchte ich zustimmen. Ich würde ihr die hälfte es Geldes übergeben. Vielleicht auch als zusätzliches Taschengeld für ihre Fahrt..

Beitrag von elsa345 - 18.07.10 - 11:46 Uhr

Na ja der Spaß hält sich in Grenzen, aber selbst schuld. Wir wollen nur das Beste (oh Gott, wie meine Großmutter#zitter) und sie soll eben nicht ein Leben an der Spülmaschine verbringen müssen. Ausserdem wollen wir mal ehrlich sein, gerade las ich hier: "15jährige schwanger", also das geht ja auch schon. Da sollten 6,5h Arbeit erst recht möglich sein.;-)
Gruß

Beitrag von ayshe - 18.07.10 - 12:10 Uhr

##
Das Leben ist kein Ponyhof
##
Nein, aber es gibt das Jugendarbeitsschutzgesetz, und das ist einzuhalten.

Beitrag von elsa345 - 18.07.10 - 14:32 Uhr

Da spricht ja auch nichts gegen, oder? Dann muß das Mädchen eben hingehen und das sagen. Mutti sollte sich aus sowas raushalten.

Beitrag von ayshe - 19.07.10 - 10:48 Uhr

Erstmal war ja die Frage nach dem Recht überhaupt.
Aber ja, da gebe ich dir recht, das sollte die Tochter selber ansprechen.

Beitrag von arienne41 - 18.07.10 - 10:31 Uhr

Hallo

Sie steht an der Spülmaschine?

Ich hab auch mal in der Jugendherberge an einer Industriespülmaschine gestanden und muß sagen das ich die arbeit leichter und besser fand als alles einzudecken oder das Geschirr zu holen.

Ich würde meinem Kind aber die hälfze des Geldes überlassen und nicht alles für die Klassenfahrt nehmen.

Beitrag von marion0689 - 18.07.10 - 11:12 Uhr

6 1/2 Stunden mit 30 min Pause sind völlig ok.

Ist ja auch nur eine Woche. Ich habe auch mal in einem großen Festsaal in der Küche an der Spülmaschine gearbeitet und fand es auch leicher und weniger anstregend als das Kellnern.
Habe mich letztendlich aber fürs Kellnern entschieden, weil ich den Kontakt mit den Kunden irgendwie brauch.


Ich würde es weiter machen lassen, ihr aber zur Klassenfahrt was dazusteuern und ihr das hart verdiente Geld überlassen ( zumindest teilweiise ) damit sie sich für ihre Arbeit belohnen kann.

lG

Beitrag von ayshe - 18.07.10 - 11:17 Uhr

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/jarbschg/gesamt.pdf

Beitrag von ayshe - 18.07.10 - 11:46 Uhr

##
sie hat 30min pause bei einer arbeitszeit von 6 1/2 stunden.
##
Bei über 6 Stunden muß eine Stunde gewährt werden.


§ 11 Ruhepausen, Aufenthaltsräume
(1) Jugendlichen müssen im voraus feststehende Ruhepausen von angemessener Dauer
gewährt werden. Die Ruhepausen müssen mindestens betragen
- 7 -
1. 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb bis zu sechs Stunden,
2. 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden.
Als Ruhepause gilt nur eine Arbeitsunterbrechung von mindestens 15 Minuten.
(2) Die Ruhepausen müssen in angemessener zeitlicher Lage gewährt werden, frühestens
eine Stunde nach Beginn und spätestens eine Stunde vor Ende der Arbeitszeit. Länger als
viereinhalb Stunden hintereinander dürfen Jugendliche nicht ohne Ruhepause beschäftigt
werden.


##
die arbeitsdauer geht vom 17.07.-23.07. durchgehend.
##
Hiernahc berechnet sich die erlaubte stundenzahl:

§ 4 Arbeitszeit
(1) Tägliche Arbeitszeit ist die Zeit vom Beginn bis zum Ende der täglichen
Beschäftigung ohne die Ruhepausen (§ 11).
(2) Schichtzeit ist die tägliche Arbeitszeit unter Hinzurechnung der Ruhepausen (§ 11).
(3) Im Bergbau unter Tage gilt die Schichtzeit als Arbeitszeit. Sie wird gerechnet vom
Betreten des Förderkorbs bei der Einfahrt bis zum Verlassen des Förderkorbs bei der
Ein Service des Bundesministeriums der Justiz in Zusammenarbeit mit der juris GmbH -
www.juris.de
- 4 -
Ausfahrt oder vom Eintritt des einzelnen Beschäftigten in das Stollenmundloch bis zu
seinem Wiederaustritt.
(4) Für die Berechnung der wöchentlichen Arbeitszeit ist als Woche die Zeit von Montag
bis einschließlich Sonntag zugrunde zu legen. Die Arbeitszeit, die an einem Werktag
infolge eines gesetzlichen Feiertags ausfällt, wird auf die wöchentliche Arbeitszeit
angerechnet.
(5) Wird ein Kind oder ein Jugendlicher von mehreren Arbeitgebern beschäftigt, so
werden die Arbeits- und Schichtzeiten sowie die Arbeitstage zusammengerechnet.

Beitrag von lisasimpson - 18.07.10 - 13:19 Uhr

hm- ich bin mir nicht sicher, ob das hier alles so gültig ist.
es ist ein ferienlager mit Selbstversorgung (nehem ich malan).

ich habe das erste mal ne ferienfreizeit betreut als ich 16 jahre alt war. zusammen mit meine m17 jährigen freund und zwei "erwachsenen" habe nwir 14 tage am stück 45 kinder in alter von 7 bis 10 jahren betreut- tag und nacht.

das kann man nicht mit normalen arbeitsverhältnissen oder zeiten vergleichen.
es gab dafür auch kein "gehalt" sondern sowas wie ne aufwandsentschädigung...

ich denke 6,5 stunden sind für 7 tage durchaus auszuhalten..
vielleicht sollte sie allerdigns mal sagen, daß sie nicht die ganze zeit die gleiche eintöige arbeit machen möchte und um eine abwechslung bitten- das geht eher an die TE:)

lisasimpson

Beitrag von ayshe - 19.07.10 - 10:49 Uhr

##
es ist ein ferienlager mit Selbstversorgung (nehem ich malan).
##
Echt? Ich bin von einem normalen Job ausgegangen #kratz

Beitrag von lisasimpson - 19.07.10 - 10:51 Uhr

das hier schreibt die TE:
"meine tochter 15jahre macht zur zeit einen ferienjob in einem ferienlager in der küche"

Beitrag von ayshe - 19.07.10 - 10:51 Uhr

Also ich hatte es so verstanden, daß ihr Job eben in einem Ferienlager ist, genauso als wenn es zufällig im Gartenbau oder sonstwo wäre.

Beitrag von vwpassat - 18.07.10 - 20:02 Uhr

Sag Deiner Tochter, dass sie jetzt im richtigem Leben angekommen ist und nicht rumjammern soll.

Wenn ihr jetzt schon das bißchen Spülmaschine einräumen zuviel ist, von was will sie dann später mal leben?

Beitrag von elsa345 - 18.07.10 - 20:36 Uhr

Ob das kind gejammert hat, wissen wir nicht. Ich glaube eher, die Mama hat gesehen, daß das Kind fertig ist und da hat sie das Mitleid gepackt.

Beitrag von ayshe - 19.07.10 - 10:52 Uhr

Es ist kein Fehler nach der rechtlichen Vorgabe zu fragen.

Beitrag von anett28 - 18.07.10 - 22:47 Uhr

hallo,

danke für eure antworten, worüber ich mich sehr gefreut habe.

natürlich werde ich zu ihrer reise etwas dazu geben und ihr wirklich hart verdientes geld kann sie zum teil auch für sich behalten, dass haben mein mann und ich uns schon so ausgemacht.

nur ich möchte hier noch mal betonen, dass sie nicht die gewöhnliche spüllmaschine wo nur einpaar gedecke rein passen, sondern in diesem feriendorf befinden sich zur zeit 700 personen. und das finde ich zu beachten. sie steht den ganzen tag an der maschine kaum sind sie mit dem frühstück fertig, fängt das mittag an und wenn ich sie dann um 14.00 uhr abholen will ist sie meist noch nicht fertig.

ich bin sehr stoltz auf sie, dass sie es durch ziehen will


grüße anett

Beitrag von vwpassat - 19.07.10 - 09:59 Uhr

Das ist schon klar, dass es keine Spielzeugspülmaschine ist!

Dein Problem versteh ich trotzdem nicht.

Ich hab mit 14 von früh um 9 bis abend 8 Strohballen eingelagert. Und das nicht 1 Woche, sondern 3.

Beitrag von nele27 - 19.07.10 - 10:46 Uhr

Ach deswegen bist Du so komisch geworden...


#rofl