Hallo..
wir (mein Mann und ich ) sind ja mitten in der Bauplanung.. bzw. wir erkundigen uns nun, was für uns in Frage kommt.
Immer mehr sind wir dabei, uns für einen schlüsselfertiges Haus zu entscheiden...
Jetzt wollte ichmal hören, was Ihr mit schlüsselfertigen Bauträgern gemacht habt..
1. Hat alles reibungslos funktioniert?
2. Wurde alles gut durchgedacht?
3. Was sind an extra Kosten "drauf" gegangen? (also die Kosten vom angebotenden Hauspreis darüber hinaus)
4. Würdet Ihr es wieder machen oder lieber davon abraten?
5. Würdet Ihr dennoch ein Sachverständigen dazuziehen, um die Bauleistungsbeschreibung und auch später die Übergabe überprüfen zu lassen? Und wenn ja - wo bekommt man diesen her??
6. Was sollte man noch auf der "hohen Kante" liegen lassen bevor man anfängt das EK zu ermitteln? Wieviel Puffer noch z.H. liegen haben??
7. Mußtet Ihr viele Dinge während der Bauphase überprüfen?? Also auf der Baustelle? Wir sind nicht so wirklich Handwerklich begabt und haben wenig Ahnung davon... deswegen würden wir auch gern "bauen lassen"...
Soviele Fragen...
Berichtet mal, was für Erfahrungen Ihr gemacht habt...
Vielleicht kann mir der ein oder andere noch einen Tipp mitgeben...
Würde mich echt freuen.. vielleicht hat der ein oder andere noch einen tollen Tipp!
LG
Therese
Eure Erfahrungen beim Schlüsselfertigem Bauen!!!
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Beitrag von toe - 18.07.10 - 10:21 Uhr
Beitrag von susannea - 18.07.10 - 10:58 Uhr
5. Würdet Ihr dennoch ein Sachverständigen dazuziehen, um die Bauleistungsbeschreibung und auch später die Übergabe überprüfen zu lassen? Und wenn ja - wo bekommt man diesen her??
Ja, würde ich beim nächsten mal sicher machen, genauso wie ich immer einen Rechtsanwalt in der Hinterhand haben würde.
6. Was sollte man noch auf der "hohen Kante" liegen lassen bevor man anfängt das EK zu ermitteln? Wieviel Puffer noch z.H. liegen haben??
Einiges wenn man wirklich fertig werden will, zumal einfach diverse Kosten nachträglich auftauchen und dann auch beim Einziehen immer noch das ein oder andere dazu kommt.
zusätzlich ist bei uns die Baufirma Pleite gegangen, so dass wir einiges noch so zahlen mussten!
7. Mußtet Ihr viele Dinge während der Bauphase überprüfen?? Also auf der Baustelle? Wir sind nicht so wirklich Handwerklich begabt und haben wenig Ahnung davon... deswegen würden wir auch gern "bauen lassen"...
Ja, mussten wir. Jeder Bauschritt muss von einem oder einem Sachverständiger abgenommen werden, ansonsten würde ich niemals mehr jemandem Geld geben!
Beitrag von r.le - 18.07.10 - 14:13 Uhr
Hallo Therese,
dann wollen wir doch mal . . . 
Wir haben das Ganze vor einigen Jahren mit dem Neubau einer Doppelhaushälfte vom Bauträger hinter uns gebracht.
<1. Hat alles reibungslos funktioniert?>
Reibungslos wird ein solches Vorhaben niemals funktionieren, egal ob man baut oder bauen lässt. Wichtig ist, dass die auftretenden Probleme in einer angemessenen Zeit und zur Zufriedenheit aller gelöst werden. Das war bei uns im Großen und Ganzen der Fall.
<2. Wurde alles gut durchgedacht?>
Bei uns absolut. Das Haus war schon grundsätzlich sinnvoll geplant, dennoch hat es uns noch einiges an Gedanken gekostet, um alles auf unsere Bedürfnisse zuzuschneiden. Hier hat auch der Bauträger gut mitgespielt. Achte darauf, dass alle Umplanungsleistungen kostenlos sind, frage auch nach Dingen, die schwer umsetzbar erscheinen.
<3. Was sind an extra Kosten "drauf" gegangen? (also die Kosten vom angebotenden Hauspreis darüber hinaus)>
Wir haben zusätzlich zum Grundpreis noch mal 30% für Extras gebraucht (z.B. Gaube, zusätzliche Elektroinstallation, zusätzliche Fenster etc.)
<4. Würdet Ihr es wieder machen oder lieber davon abraten?>
Mit einem seriösen Bauträger und externem Sachverstand immer wieder: Externe Leistungen waren die Prüfung des Kaufvertrages durch die Verbraucherzentrale und Baubegleitung durch den Verband Privater Bauherren.
<5. Würdet Ihr dennoch ein Sachverständigen dazuziehen, um die Bauleistungsbeschreibung und auch später die Übergabe überprüfen zu lassen? Und wenn ja - wo bekommt man diesen her?? >
Ja, siehe 4.
<6. Was sollte man noch auf der "hohen Kante" liegen lassen bevor man anfängt das EK zu ermitteln? Wieviel Puffer noch z.H. liegen haben?? >
Das ist pauschal schwer zu sagen, da jede Finanzierung eine individuelle Angelegenheit ist. Ich hatte auf meine persönliche Höchstgrenze noch 10% draufgerechnet, das hat gut funktionier. Einige Arbeiten (z.B. Einfahrt, Terrasse, Bodenbeläge im Keller) hatte ich bewusst nach hinten geschoben, und erst nach Einzug erledigt, um etwas finanzielle Luft zu haben.
<7. Mußtet Ihr viele Dinge während der Bauphase überprüfen?? Also auf der Baustelle? Wir sind nicht so wirklich Handwerklich begabt und haben wenig Ahnung davon... deswegen würden wir auch gern "bauen lassen"...>
Auch beim Bau mit Bauträger sollte man immer präsent sein. In der Rohbauphase waren wir wöchentlich, in der Ausbauphase nahezu täglich kurz auf der Baustelle. Nach dem Abschluss wichtiger Bauphasen bin ich mit dem Baubegleiter kurz durch.
Das ist schließlich der wichtigste Tipp, den ich Euch geben kann:
Auch als Laie fällt einem einiges auf, insbesondere, wenn man mitgeplant hat.
Bei uns hatte der Bauleiter einige Male den Standardplan im Kopf, so dass die eine oder andere Wand noch versetzt oder geändert wurde. In der Rohbauphase waren wir wöchentlich, in der Ausbauphase nahezu täglich kurz auf der Baustelle.
Nach dem Abschluss wichtiger Bauphasen bin ich mit dem Baubegleiter kurz durch. Geht das Haus immer wieder in Gedanken durch. Oft fallen einem Kleinigkeiten ein (z.B. Position von Heizkörpern, Steckdosen oder auch Türanschlagsrichtungen). Wenn Änderungen vor der Realisierung angemeldet werden, ist dies meist kein Problem. Nachträglich Änderungen sind oft komplizierter und damit teuer.
Viel Spass (ja, das macht es auch) und gute Nerven (die braucht Ihr) wünscht
Ralf
Beitrag von wemauchimmer - 18.07.10 - 15:28 Uhr
Hi Therese,
1. Im Großen und Ganzen ja.
2. Ja. Natürlich ist jedes Haus ein Unikat und an irgendwelchen Details kann es schon mal sein, daß sich ungeplante Änderungen ergeben.
3. Bei uns ca. 11500€ Elektrik, 8000€ Bäder, 4000€ sonstige Änderungen (z.B. Schiebetür, Kellergitter, so'n Kram). Inkl 16% MWSt seinerzeit.
4. Na klar. Ich kenn aber auch Leute, die nicht sehr glücklich mit ihrer Baufirma sind. Es ist also kein Selbstläufer, sondern man muß den richtigen Partner haben. Unsere Baufirma war eher klein.
5. Nein, wir sind nur einmal mit einem Bekannten, der vom Bau ist, durch den rohbau gegangen, um nicht den totalen Blindflug zu machen. Ansonsten Augen auf. Na und einem von den Subs musste man auch genau auf die Finger gucken. Aber sowas merkt man.
6. Du musst alles einsetzen, nachdem Du realistisch die Kosten ermittelt hast. Es ist Unsinn, einen höheren Kredit aufzunehmen und gleichzeitig noch Mittel auf der hohen Kante zu haben. Es besteht auch das Risiko, daß Du dann zu teuer baust, denn die Verlockungen von Sonderausstattungen sind sehr, sehr groß.
7. Wir waren sehr oft da, da wir in der Nähe der Arbeitsstelle gebaut haben, und das ist sicher nicht schlecht. Manchmal kannst Du Fehler, die nun mal passieren, sehr früh erkennen und dann tut es niemand weh, sie zu korrigieren. Natürlich schaffen sie es auch ohne Dich...
LG
Beitrag von helly1 - 18.07.10 - 21:09 Uhr
Hallo:
zu 1) ja
zu 2) ja, da vorab auch mehrfach Gespräche mit diversen Leuten (Architekten der Baufirma, Innenarchtiekten etc. ) stattfanden
zu 3) nichts, außer die normalen Baunebenkosten; ansonsten das, was wir als "Luxus" für uns wollten, aber nicht mussten)
zu 4) mit dieser Firma immer wieder
zu 5) wir hatten keinen, dafür den "Mercedes" unter den Bauträgern
zu 6) weiß ich jetzt spontan nicht mehr
zu 7) waren täglich da, aber mehr aus Neugierde, haben 500 m Luftlinie gebaut
LG helly
