Hallo Leute,
lt. Medienberichten soll ein bundesweites Umschulungsprogramm für Männer zum Erzieher aufgesetzt werden (vom Bundesfamilienministerium), das in 2011 starten soll, um die bis zu 40.000 fehlenden Erzieher bis 2013 auszubilden.
Kann mir jemand sagen, wo man sich ggf. über die Voraussetzungen, um an so einem Programm teilnehmen zu können, informieren kann?
Danke + LG
Nusch
Bundesweites Umschulungsprogramm für Männer zum Erzieher
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Beitrag von nusch - 20.07.10 - 11:48 Uhr
Beitrag von derhimmelmusswarten - 20.07.10 - 12:13 Uhr
Vielleicht direkt beim Bundesfamilienministerium?
Beitrag von nusch - 20.07.10 - 12:52 Uhr
Hi,
danke. Auf der Internetseite habe ich nur eine Studie zu Männern in Erziehungsberufen gefunden, die allerdings zeitgleich mit den heutigen Medienberichten eingestellt wurde.
Mindestens habe ich daraus schon entnehmen können, dass neben "Langzeitarbeitslosen" auch "Umschulungsinteressierte" angesprochen sind.
LG
Nusch
Beitrag von derhimmelmusswarten - 20.07.10 - 13:10 Uhr
Ich würde einfach mal eine Email hinschreiben und um die Emailadresse eines Ansprechpartners zu diesem Thema bitten.
Beitrag von nusch - 20.07.10 - 13:21 Uhr
Ich glaub, das mach ich mal - danke!
Beitrag von manavgat - 20.07.10 - 14:21 Uhr
Ich frage mich, ob das rechtssicher ist, diese Umschulung nur für Männer anzubieten. Was, wenn eine Frau sich bewirbt? Bei Ablehnung ist das ein klarer Verstoß gegen die EU-Richtlinie.
Welcher Kerl ist so blöd und wählt einen Beruf, der so schlecht bezahlt ist und so wenig Aufstiegschancen bietet? Wir haben deshalb kein qualifiziertes Personal in ausreichender Menge, weil es eben so ist.
Diese Schröder kann man in der Pfeife rauchen.
Das war jetzt zwar keine Antwort auf Deine Frage, aber sollte dieses Programm kommen - was ich nicht glaube, das ist sicher nur heiße Luft - dann wäre der Ansprechpartner das Arbeitsamt.
Gruß
Manavgat
Beitrag von hauke-haien - 20.07.10 - 15:13 Uhr
Du behauptest also, Frauen, die als Erzieher arbeiten sind "blöd" und unqualifiziert!
Wenn das mal nicht diskriminierend ist!
Beitrag von manavgat - 21.07.10 - 10:43 Uhr
Frauen sind (statistisch gesehen), was die Berufswahl anbelangt, leider reichlich blöd.
Wie sonst kannst Du es erklären, dass Frauen freiwillig eine 3-jährige Ausbildung machen, bei der von vorne herein klar ist, dass es nur einen Hungerlohn und keine Aufstiegschancen gibt?
Manavgat
Beitrag von zeitblom - 21.07.10 - 10:51 Uhr
"Frauen sind (statistisch gesehen), was die Berufswahl anbelangt, leider reichlich blöd. "
Oft auch, was die Männerwahl betrifft.... man möchte hoffen, das dies durch andere Intelligenzleistungen kompensiert wird.
Beitrag von nusch - 20.07.10 - 15:38 Uhr
Hallo Manavgat,
was verdient denn ein (Mann als) Erzieher in einer Kita? Kommen dabei 1.000 EUR netto raus?
Also mich interessiert das brennend, weil mein Mann
a) supergut mit Kindern klarkommt (er ist immer derjenige, der sich mit den Kindern beschäftigt und die Kinder beschäftigt, wenn alle anderen Eltern miteinander quatschend rumstehen und hoffen, dass sich die Kinder alleine miteinander beschäftigen);
b) sein Job keiner ist, den er bis zur Rente wird machen können (körperlich zu belastend) und ihn natürlich auch nicht ausfüllt.
Ob das nun rechtlich haltbar ist, so etwas nur Männern anzubieten, ist für mich momentan zweitrangig.
LG
Nusch
Beitrag von jdasweety79 - 21.07.10 - 07:26 Uhr
Moin Nusch,
mein Mann hat grad seine Ausbildung zum staatl. anerkannten Erzieher beendet und war nun auf Arbeitssuche. Er hat sich von Kita bis Heim beworben. In einer Kita bekommt man selten eine Vollzeitstelle, von 1000 netto kann man da wohl nur träumen, bei 23h/Woche.
Er hat jetzt einen Arbeitsplatz in der Heimbetreuung gefunden und da verdient man in Vollzeit +Plus Schichtzulagen soviel, das man eine Familie davon ernähren kann und auch noch was zur Seite legen kann.
Achja wir leben in Schleswig-Holstein.
Gruss Sweety
Beitrag von nusch - 21.07.10 - 09:51 Uhr
Guten Morgen Sweety,
danke für Deine Info.
Mein Traum: mein Mann arbeitet 25 Stunden und ich auch 25 Stunden und damit können wir uns finanzieren und endlich auch mal mehr Familie sein ...
LG
Nusch
Beitrag von lisasimpson - 20.07.10 - 15:04 Uhr
da krieg ich wieder mal das große kotzen...
wie kann man so dämliche ideen haben- warum sollten männer nur 2 jahre brauchen für ne Umschulung, bei der die ausbildung regulär 5 jahre dauert?
warum sollten männer nun vermehrt in einen beruf wechseln der aufgrund der übelen bezahlung bisher nicht attraktiv für sie war?
warum sollten wir unserer erzieher noch merh verramschen, noch schlechter ausbilden, noch merh einfach so auf den Markt "werfen"..
warum wollen wir nicht gute, qualifizierte, engagierte, gut bezahlte Erzieher?
zu deiner frage: sollte ds so kommen wird es sicehr eine maßnahme der AA, denke ich, oder?!
lisasimpson
Beitrag von willnix - 20.07.10 - 15:58 Uhr
Ist doch ne super Idee!!!!!
Meine Frau ist gelernte Erzieherung, welche 10 Jahre wg. Kinderbetreuung aus dem Job raus ist und bekommt deshalb nur Absagen.
*Ironie off*
Beitrag von lisasimpson - 20.07.10 - 20:19 Uhr
siehste mal- wenn sie ein mann wäre könnte sie sich ja nochmal umschulen lassen
also wirklich - blödsinn
lisasimpson
Beitrag von zeitblom - 21.07.10 - 10:20 Uhr
"5 jahre "??? wow, ich bin beeindruckt... und belustigt....
Beitrag von lisasimpson - 21.07.10 - 10:29 Uhr
wieso belustigt?
lisasimpson
Beitrag von zeitblom - 21.07.10 - 10:37 Uhr
weil ich 5 Jahre Ausbildung für eine "Kindergärtnerin" lächerlich lang finde...
Beitrag von lisasimpson - 21.07.10 - 10:50 Uhr
es gibt keine ausbildung zur Kindergärtnerin.
Es geht um eine umfassende Ausbildung für Erzieher.,
diese gliedert sich hier in bayern in 2 jahre Vorpraktikum (unter umständen auf ein jahr zu reduzieren) mit fachlicher begleitung, auf 2 jahre Fachakademie für Sozialpädagogik und ein Jahr Berufspraktikum (wieder unter anleitung von arbeitsstelle und schule)
Ich persönlich finde es wichtig, daß diejenigen, die unsere Kinder über viele stunden des tages erziehen (und nicht nur ein kind, sonder neine gruppe von kindern, kinder mit unterchiedlicehn background) eine fachlich fundierte ausbildung haben. Daß sie viele Idee an der hand haben, den Alltag in einer gruppe zu gestalen, daß sie lernen konnte die Bedüfnisse von einzelnen und der gruppe gleichzeitig im auge zu haben.
allerdigns geht es eben nicht nur um eine Ausbildung zur Kindergärtnerin.
Erzieher arbeiten sowohl i nder kinder- und Jugendpsychiatrie, in der Jugendhilfe, in der behindertenhilfe, in krippen, kindergärten, in der freizeitpädagogik und verhermt in der betreuung nach der schule - in ganztagesschulen oder schulen mit angebot an ganztagsbetreuung.
Lächerlich finde ich das ehrlich gesagt nicht.
Ich finde die bezahlung lächerlich, die anerkennung in der gesellschaft (wie man an deinem beitrag sehen kann) und die idee, mal schnell ein umschulungsprogram zu entwerfen..
aber sicher nicht eine möglichst fundierte ausbildung (die leider trotzdem oft zu wünschen übrig läßt)
lisasimpson
Beitrag von zeitblom - 21.07.10 - 11:10 Uhr
Ich habe nichts gegen Lernen, im Gegenteil... doch dient meiner Meinung solch lange Ausbildung (oder die von Grundschullehrern) mehr ihrem Ego (und das ihrer Arbeitgeber). Gesunder Menschenverstand, Geduld und Einfühlungsvermögen sind für gute Erzieher wertvoller als die ganze Theorie, die eh sich rückblickend vielfach als Unsinn erwiesen hat.....
Beitrag von lisasimpson - 21.07.10 - 11:22 Uhr
das sehe ich ein bißchen anders.
liegt aber vielleicht auch daran, daß ich in arbeitsfeldern mit erziehen zusammengearbeitet habe, wo Geduld und Einfühlung nicht immer das einzige waren.
verschiedene theorien kennezulernen und sich seltb und die eigenen einstellungen kennenzulernen (die wir ja unbewußt alle haben- die sich uns aber nicht immer erschließen) unsere Vorannahmen, unser denken über ds leben und dsa was notwendig ist als kind zu erlernen,
kompetenzen im umgang mit eltern, mit anderen fachkräften und andern diszilpinen, ideen was zu tun ist, wenn Kinder auffälligkeiten zeigen, wer wann für was zuständig ist, beratungen für eltern anzubieten, elternabende zu gestalten, vorschulthemen bearbeiten usw.
Mit Behinderungen umzugehen, Schwierigkeiten zu erkennen, probleme in der interatktion zu kennen und zu wissen wie darauf zu reagieren ist. Kindern mit massiven Verhaltensauffälligkeiten zu begegnen, mit den Eltern dieser kinder zu arbeiten, sie in die Gesellschaft "zurückzuführen", menschen über tag und nacht in unterschiedlichen institutionen zu betreuen, mit konflikten klar zu kommen, verantwortung zu tragen und und und....
ich denke nicht, daß Geduld und spucke da immer ausreichen (auch wenn sie unabdingbar sind)
lisasimpson
Beitrag von inblack - 20.07.10 - 20:01 Uhr
Vielleicht steht hier was:
http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationen,did=150286.html
http://www.koordination-maennerinkitas.de/
Beitrag von nusch - 21.07.10 - 09:58 Uhr
Danke auch Dir, inblack.
Den ersten Link kannte ich schon, im zweiten steht im Prinzip dasselbe.
In beiden leider aber keine Ansprechpartner, falls man diese Umschulung zum Erzieher machen möchte.
Ich werde wohl das Bundesministeirum einmal anmailen und bei der AA nachfragen.
LG
Nusch
