Huhu!
Bin gestern in einer neuen Firma angefangen.
Ich muss dort morgens für 2 Std arbeiten und abends dann nochmal 4 Std.
Passte für mich super da wir so keine Tagesmutter brauchen weil mein Mann dann wieder da ist...
Die Stunden abends mache ich als Urlaubs- /Krankheitsvertretung aber dauerhaft, d.h. ich soll diese Std, wenn ich es richtig verstanden hab, immer machen und dann gerad den vertreten der nicht da ist. So ein Springer sozusagen und dass morgens bleibt aber immer gleich.
Nun zu meiner Frage: ich habe heut morgen den Arbeitsvertrag vorgelegt bekommen und der ist für geringfügig Beschäftigte und darin aufgeführt sind nur die 2 Std morgens eben auf 400EuroBasis. Ich hab dann nachgefragt warum die Std abends da nicht mit drin sind und da meinte meine Chefin dass das ja nur als Urlaubsvertretung wäre und darüber müsste man dann keinen Vertrag abschliessen.
Ach so, die Std die ich arbeite soll ich übrigens immer auf einem Stundenzettel notieren und die werden dann am Monatsende ausgerechnet.
Ist dass denn wirklich alles ok so? Also ich komme defintiv über 400 Euro. Soll ich den Arbeitsvertrag nun so unterschreiben oder lieber nicht???
Arbeitsvertrag für geringf. Beschäftigte,arbeite aber mehr..*frage*
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Beitrag von luc224 - 20.07.10 - 13:29 Uhr
Beitrag von dasthes - 20.07.10 - 13:40 Uhr
Das klingt irgendwie nach Ausbeute.
1. Variante :
Rechnen wir mal, du bekommst nicht ganz 400 € (werden noch 2 % Abgaben fällig, die auf dich umgelegt werden) für 2h * 20 Tage = 40, also bekommst du 10 €/ h Brutto klingt ja schon gut.
Die zusätzlichen Urlaubsvertretungen werden auf ein Zeitkonto geschrieben und wenn du dann mal aufhörst, kriegst du die 400 € jeden Monat weiter bis du auf 0 bist.
2. Variante :
30h/Woche = 120h/Monat auf 400 € - Basis (bekommst 360 € raus)
wären ein Bruttostundenlohn von 3,33 €
Ehrlich klingt zwar gut con der Zeitverteilung, aber entweder handelst du aus, das sie dir die zusätzlichen Stunden gleich mitbezahlen oder lässt es bleiben.
Beitrag von luc224 - 20.07.10 - 13:44 Uhr
Also ich bekomme 8,40 Euro die Std...dass steht im Vertrag und wenn ich es richtig verstanden hab bekomm ich alles ausgezahlt..
Beitrag von lisasimpson - 20.07.10 - 14:58 Uhr
dann kannste 47 stunden arbeiten um nicht über die 400 rauszukommen.
sind also deine 2 stunden plus 7 stunden im MONAT, die du als krankheitsvertretung arbeiten kannst..
alles andere geht nicht..
lisasimpson
Beitrag von birti - 20.07.10 - 15:18 Uhr
Hallo Dasthes,
Variante 1 dürfte auch nur im Rahmen einer (geheimen) Absprache zwischen Chefin und Luca möglich sein, denn es ist sicherlich rechtlich nicht möglich, ein Zeitkonto aufzubauen, dass von vornherein doppelt so hoch ist wie die vereinbarte und bezahlte Arbeitszeit (zumindest in einer normalen, saisonunabhängigen Beschäftigung).
b.
Beitrag von birti - 20.07.10 - 15:14 Uhr
"...und da meinte meine Chefin dass das ja nur als Urlaubsvertretung wäre und darüber müsste man dann keinen Vertrag abschliessen. ..."
Deine Chefin hat mit ziemlicher Sicherheit vor, dich 20 Stunden pro Woche schwarz arbeiten zu lassen. Im Falle einer Lohnsteuerprüfung kann sie dann einen gültigen Arbeitsvertrag vorlegen über 400 € für 10 Stunden/Woche.
Bei 400 € darfst du bei 8,40 pro Std. 47 Stunden im Monat arbeiten. Danach besteht Sozialversicherungspflicht.
Solltest du mit dem Gedanken spielen, auf diesen Deal einzugehen, solltest du dir aber überlegen, auf was du verzichtest. Andere ziehen aus einer Tätigkeit, die 30 Stunden pro Woche ausmacht Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung (die ist sicherlich für fast jeden interessant), sowie eine eigene Krankenversicherung.
Generell ist zu überlegen, ob man seine Arbeitskraft (immerhin auch ein Kapital, das es zu pflegen gilt) jemanden anvertrauen sollte, der von vornherein mit Mauscheleien beginnt und dich noch nicht einmal anständig darüber aufklärt.
b.
Beitrag von sassi31 - 20.07.10 - 16:01 Uhr
Hallo,
ich würde mir das gut überlegen. Klingt für mich nicht so, als ob das alles dort fair ablaufen wird.
Wenn du jede Woche 30 Stunden arbeitest, dann ist das kein Mini-Job mehr, sondern ein ganz regulärer Teilzeitjob. Da würde ich auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung pochen.
Wie sieht es denn überhaupt mit der Urlaubsregelung für dich aus?
Gruß
Sassi
Beitrag von uns_uwe - 20.07.10 - 16:23 Uhr
Da sind eindeutig zuviele Unwägbarkeiten:
Vertretung aber dauerhaft, immer machen und gerade vertreten (als Springer), sozusagen, Urlaubsvertretung.
Da kann man leider keine verläßliche Aussage machen was gemeint ist und wie es abgewickelt werden soll.
Mit 10 Wochenstunden (sofern die 2 Stunden an 5 Wochentagen anfallen) und einem Stundensatz von 8,40 liegst Du schon relativ dicht an der 400,- Euro Grenze. Fraglich ist ob es eine tarifliche Einmalzahlung (Weihnachtsgeld) gibt, das hier auch eingerechnet werden müsste.
Von dem her ist nicht viel Spielraum für zusätzliche Vertretungsstunden.
Entweder die werden aufgeschrieben, damit Sie mal abgefeiert werden können. Oder Du kannst in 2 Monaten die 400,- Euro Grenze überschreiten (als Vertretung).
Das sind die Varianten.
Sofern Du nachweisen kannst, dass Du angeordnete Mehrarbeit geleistet hast, dann steht Dir natürlich die Vergütung zu. Egal welche Stundenzahl im Vertrag steht.
Eventuell könnte daraus sogar ein "Gewohnheitsrecht" werden.
