Hallo 
Da ich nach einem Bewerbungsgespräch gerade ganz alleine zu Hause sitze, aber irrsinnigen Redebedarf habe, wende ich mich mit meinen Erlebnissen mal an euch.
Vorweg sei gesagt, dass ich seit geraumer Zeit auf Arbeitsuche bin und mich laufend für meiner Berufserfahrung entsprechende Ausschreibungen, sowie auch auf berufsfremde Stellengesuche hin fleißig bewerbe.
Langsam jedoch verlässt mich mittlerweile mein Ehrgeiz und die Hoffnung, nachdem mir in regelmäßigen Abständen Absagen zu hoffnungsvollen Arbeitsstellen ins Haus flattern und wenn es denn dann seltenerweise mal zu einem Bewerbungsgespräch kommt, ich entweder noch vor dem Gesprächstermin einen Anruf erhalte, oder -so eben- ich in dem persönlichen Gespräch vor Ort gesagt bekomme, sie wären zwar äußerst beeindruckt von meinen Bewerbungsunterlagen und EIGENTLICH wäre ich mit meinem Lebenslauf eine eindeutige Wunschkandidatin, ABER... -so habe ich heute bereits zum !dritten! Mal gesagt bekommen- ...würde mich der (jeweilige) Job eher nicht glücklich machen und an sich wär ich wohl fast schon überqualifiziert! 
HALLO?!
Würde ich nicht interessiert sein, hätte ich mich nicht beworben, und wie ich mir meine (Frei-)Zeit privat einteile, sei doch bitte einzig und alleine MIR überlassen - so meinte mein Gesprächspartner von heute, dass der umworbene Job mich voll und ganz auslaste und ich in dieser Position (Ass.d.GF) große Verantwortung zu tragen hätte.
Ja, mein Gott, das ist mir durchaus bewusst und ich bin der Meinung, das solle schon MIR überlassen bleiben, ob ich mir dies zutraue oder nicht, sofern ich seine absolute Wunschkandidatin bin... Ich versteh's einfach nicht! Ich will doch einfach nur arbeiten und Geld verdienen und mir keine Sorgen mehr machen müssen 
Er meinte, er überlege es sich in den nächsten zwei Wochen, allerdings habe ich ein schlechtes Bauchgefühl... 
So, das musste ich jetzt einfach mal loswerden! Danke für's Zuhören - und wer es versteht, der soll mich bitte aufklären, weil ich inzwischen verzweifle.
Lg
das gibt es doch nicht... (Frustposting)
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Beitrag von bellababe84 - 21.07.10 - 10:47 Uhr
Beitrag von derhimmelmusswarten - 21.07.10 - 11:27 Uhr
Das ist hart. Ich hätte dem Chef das genauso ins Gesicht gesagt! Und dann mal geguckt, wie er darauf reagiert! Unmöglich. Warum laden die einen ein, um einem dann sowas zu sagen?! Tröste dich. Ich habe 2003/2004 mal über 300 erfolglose Bewerbungen geschrieben, habe aber nun nach 3 Bewerbungen direkt 2 Zusagen bekommen. Vielleicht wartet was anderes auf dich
Beitrag von risala - 21.07.10 - 11:30 Uhr
Hi,
das kenne ich!
Ich war 2x fast 1 Jahr arbeitslos und musste mir bei Stellen, die mir wirklich Spaß gemacht hätten immer anhören, dass ich zwar "eigentlich" passe aber überqualifiziert wäre und sie deshalb nicht sicher sind, ob ich glücklich werden würde.
- also eigentlich hatten sie Angst, dass ich mich weiter bewerbe und nach kurzer Zeit eine andere Stelle annehmen würde... Wofür habe ich dann in vielen Fällen in etwa geschrieben "mein Wunsch ist es in diesen Bereich zurückzukehren, weil...etc."?
Naja, letztlich habe ich immer eine Stelle bekommen. Einmal deshalb, weil ich nach der o.g. Aussage (im Vorstellungsgespräch) direkt gefragt habe, ob der AG befürchtet, dass ich weiterhin nach (seiner Meinung nach) besseren Stelle suche und er dann eine neue Ausschreibung nach kurzer Zeit machen muss. Muss man halt geschickt formulieren - und ich hatte den Nagel auf den Kopf getroffen. Habe auch ganz klar dann gesagt, dass mir eine Anstellung - die subjektiv gesehen vielleicht geringer qualifiziert ist- wichtiger ist, als weiter arbeitslos zu sein und nur hoffen zu können. Schließlich muss ich eine Familie ernähren (bin Hauptverdiener). Damit habe ich auch meinen derzeitigen AG überzeugt - er hatte Bedenken, dass ich wg dem geringeren Gehalt weiter suche, mir aber dann trotzdem eine Chance gegeben - nach mittlerweile 3 Jahren hat er keine Bedenken mehr und ich habe sogar im Frühjahr eine Gehaltserhöhung bekommen
.
Also, immer weiter bewerben, bei Freunden umhören, etc. - das klappt schon irgendwann.
Ach so: Vorstellungsgespräche, die ich mit gutem Gefühl verlassen habe waren noch nie erfolgreich! Immer/oft nur die, bei denen ich dachte "was hast Du denn da verzapft".
Drücke Dir die Daumen, dass Du bald eine Anstellung bekommst!
Viele Grüße
Kim
Beitrag von bellababe84 - 21.07.10 - 11:49 Uhr
Hallo nochmal
Erstmal danke ich euch beiden für eure Antworten 
Ich versteh es eben auch nach wie vor nicht und hätte ich es langsam nicht schon ziemlich eilig, da meine Arbeitslosenunterstützung bald wegfällt, wär es auch keine sooo große Problematik für mich, gezwungenermaßen noch weitere zwei Wochen auf die Antwort zu warten.
Leider scheitert es in meinem Fall eher nicht an der Bezahlung, da dem Geschäftsführer durchaus bewusst ist, mit welchen wichtigen Aufgaben frau in dieser Position konfrontiert ist und demnach das Gehalt äußerst kulant ansetzt, allerdings ist er sich wohl nicht sicher, ob ich der Anforderung -zeitlich gesehen- gewachsen wäre, da ich -ursprgl. ein Hobby- eine Leidenschaft von mir einige Stunden am Wochenende nebenbei ausführe...
Er meinte halt, er brauche 100% einsatzbereite Mitarbeiterinnen, die während der Dienstzeiten und auch darüber hinaus noch flexibel wären und ich befürchte, dass ihm mein Vorhaben offensichtlich ein Dorn im Auge ist
...und er es nun geschickt umschreiben wollte - daher mein schlechtes Bauchgefühl 
Abgesehen davon hatte ich bisher (leider) immerzu ein korrektes Bauchgefühl, wenn es darum ging, ob ein Gespräch positiv oder negativ für mich verlaufen ist 
Was soll ich bloß tun? Abwarten und Tee trinken oder weiter auf Biegen und Brechen hin bewerben? Ach ich bin ratlos und deprimiert...
Beitrag von muggles - 21.07.10 - 11:59 Uhr
Aus reiner Neugierde: Was fuer ein Hobby ist es denn?
Claudia
Beitrag von bellababe84 - 21.07.10 - 12:08 Uhr
Visagistin/Stylistin, also nichts, das dem "eigentlichen" Job gefährlich werden könnte...
Beitrag von muggles - 21.07.10 - 13:02 Uhr
Daran kann es also nicht liegen.
Beitrag von ja-frager - 21.07.10 - 13:23 Uhr
oft ist es aber auch so, dass sie ja nicht nur einen einladen, sondern drei oder eben weitaus mehr. voraussetzung ist, dass ALLE lebensläufe exakt passen, sonst würden sie sie ja nicht einladen. aber es kann eben nur einen richtigen geben. und wie soll man das den anderen dann klarmachen, dass der eine eben einen tick besser war als man selbst. oder einfach vom menschlichen her besser gepasst hat. manche chefs wollen eine freundschaftliche kollegin, mit der man auch mal ein bierchen trinken kann, andere eine neue zum xxxxx
oder eben genau eine, die so stockhässlich ist, dass es da keine verwicklungen am arbeitsplatz gibt... das kann man schlecht dem bewerber ins gesicht sagen, also suggeriert man ihm, dass es für ihn selbst besser wäre... 
komisch ist aber, dass du auf viele bewerbungen keine reaktion oder nur eine absage bekommst? hast du deine bewerbungen mal checken lassen? ich komm ja aus demselben bereich und im internet bin ich überrascht, dass bürokaufleute so stupide fehler machen, wie rechtschreibungsfehler, ungünstige formulierungen etc. oder die bewerbungen sind zu auffällig...
ich drück auf jeden fall die daumen, dass es noch klappt bei dir!
ps: vielleicht mehr auf initiativbewerbung setzen???
Beitrag von bellababe84 - 21.07.10 - 17:05 Uhr
also mir ist durchaus bewusst, dass man grundsätzlich nicht alleine um eine Arbeitsstelle kämpft, allerdings wurde mir heute von besagtem Geschäftsführer berichtet, dass weit mehr als 100 Bewerbungen auf diese eine Stellenausschreibung eingetroffen sind, wobei meine letztendlich zu den 5 interessantesten selektiert wurde und diese Bewerber nun nach und nach zu einem Gespräch eingeladen werden...
Auch wurde ich von ihm schwerstens gelobt für meine herausragende Bewerbung, die unter all den Bewerbern wohl mit Abstand die professionellste und beste gewesen war
.
Jedenfalls war mein Gesprächspartner bis zu dem Zeitpunkt schwerstens von mir beeindruckt, an dem ich von meinem "Hobby" und meinem Vorhaben begonnen habe zu erzählen 
Warum wird es mir eigentlich sooo schwer gemacht?? Ich will doch eigentlich nur arbeiten!
Beitrag von kleiner-bengel - 21.07.10 - 17:05 Uhr
die verdienen dich einfach nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
kopf hoch, nicht aufgeben und es ein bisschen sportlicher sehen!! jeder der will, bekommt eine arbeit auch wenn es ein bisschen dauert!!
toi toi toi
Beitrag von bellababe84 - 21.07.10 - 18:06 Uhr
hm, danke!
...ich versuch ja schon, es mittlerweile nimmer so schwer zu nehmen...
Beitrag von salem511 - 21.07.10 - 20:47 Uhr
Hallo,
Einer Bekannten wurde mal in einem Bewerbungsgespräch gesagt, sie würde ja gut ins Team passen, aaaaaber..... sie wäre ja überqualifiziert und daher nicht geeignet. Überqualifiziert ist sie wirklich dafür, aber das hätten die ja auch schon aus der Bewerbung raussehen können.
Ihre Antwort darauf war: "Gut, wenn Sie sich mit weniger zufrieden geben wollen, kann man da wohl nichts machen." Aufgestanden, verabschiedet und raus. Zwei Stunden später kam der Anruf, sie hatte den Job.
LG
Salem
Beitrag von bellababe84 - 21.07.10 - 21:40 Uhr
cool
...tja, wenn man in diesen Situationen bloß immer einen kühlen Kopf bewahren könnte...
...andererseits könnte man es sich mit so einem Spruch halt schon im Vorhinein so richtig verscherzen, sofern man ihn dem falschen Gesprächspartner an den Kopf wirft...
