Hallo!
Ich hab da mal eine Frage an alle Hausbesitzer und Nichthausbesitzer:
Warum muss man denn unbedingt ein Haus kaufen oder bauen, wenn
-man kein EK hat
-monatlich hart sparen muss die nächsten gefühlten 30 Jahre
-keine Krisensicheren Jobs hat
etc.
Ich wunder mich nur immer wieder, dass manche unbedingt ein Haus brauchen, aber überhaupt keine Vorraussetzungen dafür erfüllen, oder nicht weiterdenken als bis zu dem Punkt "Seht her, ich hab ein Haus!!!"...
Ich sehe es an so vielen Fällen in meiner Familie oder im Bekanntenkreis:
-meine Eltern haben ein Haus gekauft, mein Vater hat MS und jetzt müssen sie es wieder verkaufen
-meine Großeltern haben Ende der 60er ein rießen Haus gebaut, brauchen jetzt täglich Hilfe in Haus und Garten, die Kosten sind genauso hoch wie ne schöne Wohnung zur Miete, das Untergeschoss können sie nichtmehr nutzen, weil Oma ein kaputtes Knie hat und Opa nen kaputten Rücken
-meine Tante hat ein Haus gekauft, Onkel ist Arzt, er hat ein lukratives Angebot im Ausland angenommen, Haus muss verkauft werden
-Uroma (mittlerweile verstorben) hatte ein rießen Haus, das am Ende total zugemüllt war, weil sie sich nichtmehr drum kümmern konnte, sie musste ins Heim, das Haus musste verkauft werden um das Heim zu finanzieren.
Ich meine, es gibt viele Gründe die für ein Haus sprechen, aber was ist im Alter?
Warum muss es auf biegen und brechen ein Haus sein, auch ohne Rücklagen o.ä.?
lg
Katharina
Hauskauf...warum?
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Beitrag von motte1986 - 22.07.10 - 11:56 Uhr
Beitrag von nele27 - 22.07.10 - 12:07 Uhr
Hi,
habe weiter unten schon geschrieben, in welchen Fällen es sinnvoll sein kann, lieber schneller ohne EK zu kaufen als erst ewig zu sparen. Da gibts durchaus Fälle, in denen das sich lohnt.
Gründe für ein Haus, die nicht Prestige sind, gibts genug. Wir schauen auch gerade und garantiert nicht, weil ich unbedingt damit rumprollen muss 
1. Wenn Du zB in einer Gegend lebst, in der die Miete extrem teuer und weiter ansteigend sind, kann sich das lohnen (wir wohnen in Hamburg und haben nicht vor, noch ewig diese superteuren Buden zu mieten). Klar ist der Kaufpreis dann auch höher als zB in Sachsen-Anhalt, aber es rechnet sich durchaus.
2. Wenn man viel selbst machen kann (renovieren, Instand halten) kann man durchaus gegenüber den Mietzahlungen einen guten Gewinn machen, da die Immobilie uU sehr viel mehr Wert ist als der Kaufpreis, nachdem ein geschickter Mensch Hand angelegt hat.
3. In einer Gegend wie Hamburg ist es im Zweifelsfall auch kein riesen Problem, die Hütte wieder loszuwerden. Dort herrscht Wohnraumknappheit.
Wo ich Dir allerdings rechtgebe: Nur um ein Haus zu haben, wenn Miete und Altervorsorge unterm Strich günstiger sind, würde ich es auch nicht machen.
Und ich würde mich nicht so verschulden, dass Urlaub etc. für 10 Jahre gestrichen sind.
Wir suchen gerade nach Objekten aus Zwangsversteigerungen, aber wir haben Zeit
Muss man auch, man weiß ja nie, was wann inseriert wird.
LG, Nele
Beitrag von andalucia05 - 22.07.10 - 12:32 Uhr
Hallo,
ich finde die Aussagen teilweise sehr vage. In einem Ort, in dem die Mieten extrem hoch sind, sind die Kaufpreise für Immobiliein tendenziell auch sehr hoch! In einem lukrativen Stadtteil, meinetwegen in Hamburg, ist es nicht einfach eine gute Immobilie zu finden, die man ohne Eigenkapital finanzieren könnte, da sollte man schon SEHR viel monatliches Einkommen haben, wobei es sellten der Fall ist, dass jemand monatlich sehr viel zur Verfügung hat und null Eigenkapital!? Ob die Verkaufspreise steigen, weiss man nie vorher, es gibt Tendenzen, die müssen sich allerdings nicht bewahrheiten!
Die Instandhaltungskosten eines Hauses sind meistens höher als der Anteil dafür in den Mietkosten. Man ist für alles selber verantwortlich. Die Aussage, dass man in seinem Haus tun und lassen kann, was man möchte, ist soweit richtig, aber nur bis zum Gartenzaun!
Es gibt genug Fälle, bei denen sich der Eigentumserwerb lohnt, aber ich bezweifle, dass es sich hierbei um die Normalofamilien handelt, die es sich vom Munde absparen!
LG, andalucia
Beitrag von nele27 - 22.07.10 - 12:40 Uhr
Die Kombi älteres Haus günstiger kaufen, selbst sanieren und bewohnen statt super teure Mieten zu bezahlen kann sich durchaus lohnen.
Ich habe es gerade aus altuellem Anlass genau ausgerechnet und weiß daher genau, unter welchen Konditionen es für uns günstiger ist als Miete.
Natürlich muss man das streng durchkalkulieren - es ist nicht in jedem Fall günstiger.
Kein Eigenkapital und trotzdem die Fähigkeit, hohe Raten zu bezahlen hat man, wenn man beispielsweise lange studiert hat und dementspürechend nichts sparen konnte, aber nun einen hoch bezahlten Posten hat.
Da reichen dann wenige Monate, um sich Kaufnebenkosten anzusparen (die die meisten Banken ja erwarten) und dann loszulegen uU mehr als ewig die Miete zu zahlen.
Übrigens sind die Mieten überall in HH teuer... nicht nur im Reichenviertel (das plane ich eh nicht ein). Die Immobilienpreise auch, aber uU nicht so extrem wie die Mieten (nach der Rechnung für die Viertel, in denen ich verglichen habe).
LG
Beitrag von andalucia05 - 22.07.10 - 12:59 Uhr
Ich denke nicht, dass man bei gleichem Standard(!) beim Kauf günstiger wegkommt, v.a. nicht ohne EK! Eine Immobilie ist eine Kapitalanlage mit Risiken. Oft werden die allgemeinen Risiken des Lebens einfach ignoriert. Viele Dinge ändern sich im Laufe der Zeit, das müsste mitbedacht werden!
LG, andalucia
Beitrag von kati543 - 22.07.10 - 13:30 Uhr
Es kommt immer darauf an, welche Risiken du meinst. Natürlich muß man sich immer überlegen, wie man einen solchen Kredit wieder ablösen kann. Hin und her umschulden kann ja nicht die Lösung sein. Ein Kredit ohne EK macht schon Sinn, bei Menschen mit sehr hohem Einkommen. Und dass es diese Bevölkerungsgruppe gibt, willst du doch nicht abstreiten, oder?
Meine Eltern hatten z.B. nie ein super hohes Einkommen, eher durchschnittlich, aber sie haben sich vor 20 Jahren einen gutgehenden Betrieb gekauft. 1.000.000 DM Schulden. Der Rest war Eigenkapital. Jetzt, nach 20 jahren sind noch 10.000€ übrig. Der Rest ist getilgt. Nun endlich kann insbesondere mein Vater nachts ohne Kopfschmerzen schlafen. Die ganzen Kredite haben ihn massiv zugesetzt.
Mein Großvater hatte damals sein Haus gebaut. 2/3 der Kaufsumme war ein Kredit. Er hat sein Leben lang den Kredit abgezahlt. Ihn hat es nie gestört.
Mein Mann hat vor ein paar Jahren seinen Eltern ein Haus gekauft. Er hat ein sehr hohes Einkommen als Netzwerkspezialist. Innerhalb von 3 Jahren war der Kredit weg. Alle Extrazahlungen haben wir in diesen Kredit gesteckt. Dann ging das eben so schnell.
Warum sollen also solche Menschen nicht einen Kredit aufnehmen. Natürlich ändert sich viel im Laufe des Lebens, aber solange man lebt, braucht man (wenn man es nicht auf eine Laufbahn als Obdachloser abgesehen hat) ein Dach über dem Kopf. Und in vielen Fällen ist nun mal ein Eigenheim günstiger (nicht nur finanziell) als eine gemietete Wohnung. Ein Eigenheim kann man z.B. wesentlich einfacher umbauen lassen falls man z.B. mal nicht mehr so gut laufen kann. Mach das mal mit einer Mietwohnung. Aber einen großen Vorteil hat eine Mietwohnung. Man kann schnell ausziehen. Daher leben wir auch nur zur Miete. Bisher sind wir in 7 Jahren 3 mal umgezogen. Ein eigenes Haus stört da nur.
Beitrag von andalucia05 - 22.07.10 - 13:42 Uhr
Ich bezweifel in keinster Weise, dass es Menschen mit sehr hohem Einkommen gibt! Darum ging es aber auch nicht. Viele Menschen glauben nur, dass sie ein sehr hohes Einkommen haben!!! Dann ist auch noch die Frage,für wielange!?Mich stört einfach nur die generelle Aussage, dass Kaufen günstiger ist, als Mieten! Das ist meiner Meinung nach nicht so, es sei denn, man wohnt in der Einöde oder in einem Dorf. Für Städte, insbesondere Großstädte gilt das nicht, dafür kann man dort gut Eigentum als Kapitalanlage einsetzen, allerdings wahrscheinlich eher nicht ohne Eigenkapital!?
LG, andalucia
Beitrag von nele27 - 22.07.10 - 14:01 Uhr
Nee, das habe ich auch nicht generell gesagt. Ganz im Gegenteil ich schrieb, dass UNTER UMSTÄNDEN Kaufen auch ohne Eigenkapital günstiger sein kann - und führte die Gegenüberstellung von Mieten und der Kauf einer älteren Immobilie mit entsprechenden Eigenleistungen an.
Wir haben mal eine Beispielrechnung aufgemacht und Kauf einer Altimmobilie + Renovierung (daraus ergibt sich die Kreditsumme) + Rücklage für Instandhaltung mit einer Mietzahlung gegenübergestellt. Dabei kam raus, dass es sich für eine bestimmte Immobilie, die wir im Auge haben, langfristig eher rechnet zu kaufen und selbst zu renovieren als die ortsübliche Miete (selbstverständlich in derselben Gegend - sonst wären es ja Äpfel und Birnen) zu bezahlen.
LG
Beitrag von kati543 - 22.07.10 - 14:17 Uhr
Das hat doch alles nie jemand behauptet. Aber es gibt nun mal Menschen für die ist kaufen besser als mieten. Und sogar kaufen ohne Eigenkapital. Wo das Haus steht ist völlig egal. In der Regel werden Häuser über diese Kredite, über die wir hier sprechen nicht zum vermieten gekauft/gebaut, sondern zur Eigennutzung.
Beitrag von grafzahl - 22.07.10 - 20:32 Uhr
Hallo Nele,
ich würde mit dem Hauskauf noch warten. Spätestens im Frühjahr 2012 findet in Hamburg die nächste Bürgerschaftswahl statt. Hamburg wird dann von einer Koalition von SPD und GAL regiert - möglicherweise unter Tolerierung der Linkspartei.
Gib´ denen zwei bis drei Jahre - und niemand will mehr in Hamburg wohnen. Folge: die Immobilienpreise brechen mal so richtig ein.
Ich kann mich noch an die Blüte von Rot-Grün erinnern. Da lagen am Hauptbahnhof die Crack süchtigen Junkies in der Gegend. War ´ne geile Zeit. Man konnte sich schämen, in Hamburg zu leben.
LG
Christian
Beitrag von nele27 - 22.07.10 - 20:59 Uhr
... na, und der Ronald hat dann so richtig aufgeräumt, ne?

Seitdem liegen die Junkies übrigens in Elmshorn. Sie sind nicht weg, nur für die Elbvorortgesellschaft unsichtbar.
LG, Nele
die auf die Versteigerung wartet
Beitrag von grafzahl - 22.07.10 - 22:52 Uhr
Ich hätte Ron B. bei der Bürgerschaftswahl im September 2001 gewählt. Ich hätte mich nachträglich dafür geschämt, aber ich stehe dazu, dass ich ihn gewählt hätte.
Der Koalition aus SPD und GAL ging die innere Sicherheit in HH am Arsch vorbei. Als dann absehbar war, dass Ron B großen Zulauf bekommt, fing ein Innensenator Olaf Scholz plötzlich an, den Einsatz von Brechmitteln bei Dealern nicht mehr ganz so unzumutbar zu finden. Einen viel größeren Opportunisten als Olaf Sch. wirst du kaum finden. Und der wird Erster Bürgermeister...
Die Junkies können übrigens liegen, wo sie wollen, so lange sie nicht vor meine Füßen liegen. Und Hauptbahnhof Süd ist sicher nicht der Umsteigebahnhof der Elbvorortgesellschaft. Die Elbvorortgesellschaft fährt mit dem Benz direkt in die Tiefgarage an ihrem Arbeitsplatz.
Meinetwegen soll man den Junkies übrigens irgendwo ein nettes Drob Inn anbieten, wo sie - meinetwegen auf Staatskosten - mit Drogen aller Art versorgt werden. Aber wäre nett, wenn dieses Drob Inn nicht am Hauptbahnhof oder in der Mö oder an der Alster eröffnet wird. Billwerder ist doch auch ganz nett...
LG und viel Glück beim Haus ersteigern
Christian
P.S.: hast du eben den Bericht zum Volksentscheid in Panorama gesehen?
Als ich am Sonntag gegen 18:00 Uhr die Karte vom Statistikamt Nord mit der Beteiligungsquote gesehen habe, wusste ich bereits vor Auszählung, wie´s ausgeht.
Beitrag von nele27 - 23.07.10 - 11:45 Uhr
Ich habe damals noch mein Kreuzchen in Niedersachsen gemacht...
Wobei Ronald wirklich eins der größten Brechmittel aller Zeiten ist. Ich war total erschüttert, dass dieser Law-and-Order-Parolenproll es wirklich bis in breite Mittelstandsschichten schafft 
Dann lieber Junkies am Bahnhof - die nur beiseite zu räumen und sich nicht die Ursachen anzuschauen, ist sowieso nur Kosmetik. Und entspricht nicht meinem Verständnis von Gesellschaftspolitik. Die übrigens schnell teuer wird, wenn man sich von den nicht produktiven nur distanziert und sie irgendwie mit durchschleppt.
Den Bericht zum Volksentscheid? Leider nein... schick mal den Link.
Ich war ja für die Reform
Naja, aber es war klar, dass die Mehrheit der Eltern der höheren Töchter und Söhne alles dransetzen, damit ihe Sprösslinge so schnell wie möglich Abstand vom Pöbel bekommen 
In den Elbvororten gab es leider Beteiligungen von 50-60 Prozent. Bei mir im Viertel nur die Hälfte.
Ja, das Häuschen wäre schön ... aber erstmal schauen, was die anderen bieten. Ich kenn ja mein Limit
Beitrag von grafzahl - 23.07.10 - 12:06 Uhr
Hallo Nele,
ich habe seit 1995 mein Kreuzchen in Niedersachsen gemacht.
Ich bin ja ein Fan der Exoten. Habe schon 1993 die STATT Partei in die Regierung gewählt.
Und Ron B. ging zum Schluss natürlich gar nicht mehr. Aber am Anfang fand ich den noch wählbar.
Die Beteiligung war beim Volksentscheid das "Problem". Die gut situierten in den Elbvororten haben mit hoher Beteiligung die Primarschule gekippt. Und die Eltern, deren Kinder von der Primarschule profitieren sollten, haben es weder geschafft, die Briefwahl hin zu bekommen noch ihren trägen Arsch ins Wahllokal zu bewegen.
Ich bin ja ein Fan davon, Kinder bereits nach der 4. Klasse leistungsgerecht aufzuteilen. Ich glaube, die Primarschule hätte den schwächeren Schülern nichts gebracht und den stärkeren Schülern einen Nachteil mit auf den Weg gegeben. Dann wären selbst die Abiturienten nicht mehr ausbildbar gewesen. Da meine Kinder in Niedersachsen zur Schule gehen, hätte ich also FÜR die Primarschule sein müssen. Da meine Kinder die Konkurrenz aus Hamburg noch weniger hätten fürchten müssen.
Hier der Link:
http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama524.html
> Bei mir im Viertel nur die Hälfte.
In was für ´ner schäbigen Gegend wohnst du denn?
Ich bin übrigens im "Elbvorort" Wilhelmsburg aufgewachsen. Reiherstiegviertel. Grundschule Fährstraße. Erklärt in meinem Fall vermutlich einiges...
Ich wäre heute vermutlich einer, den man mit der Primarschule hätte beglücken wollen. Und ich kann die Leier mit der sozialen Herkunft und den Schulchancen weder hören noch nachvollziehen. Mag allerdings daran liegen, dass ich schon als Grundschüler meine Schulausbildung organisiert und mich für das Gymnasium entschieden habe. Und der Idee meiner Eltern, ich solle doch nach der 10. Klasse (bei guten schulischen Leistungen) vom Gymnasium abgehen und Fernmeldetechniker werden wenig aufgeschlossen gegenüber gestanden habe.
LG
Christian
Beitrag von nele27 - 23.07.10 - 16:49 Uhr
**Und die Eltern, deren Kinder von der Primarschule profitieren sollten, haben es weder geschafft, die Briefwahl hin zu bekommen noch ihren trägen Arsch ins Wahllokal zu bewegen. ***
Da geb ich Dir allerdings Recht, hat mich auch maßlos geärgert.
Ich halte nichts von der frühen Auslese - ich denke, dass man in der 4. Klasse in vielen Fällen noch keine vernünftige Aussage machen kann.
Wenn es später noch die Möglichkeit gäbe zu wechseln, fände ich das ja noch halb so schlimm.
Aber leider sind die Strukturen sehr undurchlässig. Wir bekamen damals die Realschüler in die 11. Klasse - au weia, die hatten sich aber auf niedrigem Niveau eingependelt.
Naja und mein Mann stammt aus einem Elternhaus, wo es hieß "Hauptschule genügt". Er und sein Bruder mussten sich später mühsam über den zweiten BIldungsweg qualifizieren.
Alles Beispiele für die schlechte Durchlässigkeit - einmal Hauptschule, immer Hauptschule. Muss nicht sein...
Ich stamme übrigens gebürtig aus einem bekannten Militärghetto in der Lüneburger Heide und habe daher die "bildungsfernen Schichten" nicht nur aus der Ferne studiert
Gehöre selbst dazu... hab mich nur befreit
Gruß aus Hamburgs Westend
Beitrag von zeitblom - 23.07.10 - 12:00 Uhr
Nur zu... ich möchte noch ne Wohnung in der Speicherstadt kaufen
Beitrag von elsa345 - 22.07.10 - 12:22 Uhr
Hallo,
ich denke, das ist eine prinzipielle Lebenseinstellung. Für einige gibt es keinen größeren Wunsch als eigene vier Wände. Ganz oft sind das Menschen, die selber in einem Eigenheim aufgewachsen sind. Dann gibt es eben diese Spinner, die es sich eigentlich gar nicht leisten können und rumknabbsen. Und dann gibt es eben Leute die es einfach zur Altersvorsorge machen. Wir denken da auch schon länger intensiv drüber nach, aber bisher haben wir nichts passendes gefunden. Ausserdem möchten wir uns nicht in allen Lebensbereichen einschränken müssen, nur um die Rate zu bezahlen. Haben wir keinen Bock drauf, denn wissen wir, ob wir in 20Jahren noch fit und mobil genug sind um uns unsere Wünsche zu erfüllen?
So ist das eben, der eine denkt so, der andere so.
Beitrag von altehippe - 22.07.10 - 12:24 Uhr
Mein Haus, mein Auto ....
Beitrag von zeitblom - 22.07.10 - 12:31 Uhr
Wie sinnvoll ist es, 50 Jahre lang Miete zu zahlen, Geld, das man nie wieder sieht??
Beitrag von vwpassat - 22.07.10 - 12:36 Uhr
Die Kreditzinsen siehst Du auch nie wieder.
Beitrag von zeitblom - 22.07.10 - 12:55 Uhr
das ist richtig, aber die sollten deutlich niedriger als die Kaltmiete sein...
Beitrag von vwpassat - 22.07.10 - 12:58 Uhr
Und woher nimmst Du die Euphorie, dass das Haus in 50 Jahren noch immer von wert ist.
Mal an die Reparaturen gedacht?
Ne Heizung z.B. hält nicht wesentlich länger als 20 Jahre.
Beitrag von motte1986 - 22.07.10 - 13:13 Uhr
genau das meine ich!
wenn hier in meiner schönen 3ziwhg (gemietet) die heizung im eiskalten winter ausfällt, geb ich dem vermieter einen angemessenen zeitraum, die zu reparieren. ob die dann 100 oder 10 000 euro kostet ist mir wurscht!
was aber, wenn ich ein eigenheim habe, nicht viele rücklagen wegen der monatlichen rate habe und dann fällt die heizung aus und ich bekomme warum auch immer keinen neuen kredit bei der bank? dann friere ich mir den arsch ab...
wenn hier was kaputt ist, setze ich ne frist (solange es natürlich nicht von uns verursacht ist) und ende....kosten hab ich hier keine 
lg
Beitrag von wemauchimmer - 22.07.10 - 13:19 Uhr
Tja, der Vermieter bezahlt die Reparatur aber nicht, indem er sein Tafelsilber versetzt, sondern er bezahlt sie aus den Mieteinnahmen. Das heisst, Du bezahlst mit Deiner Kaltmiete eben auch die Instandhaltung mit. Und ein Eigenheimbesitzer kommt genauso für die Instandhaltung der Bude auf. Das ist unterm Strich kein Unterschied...
Der Eigenheimbesitzer, den Du meinst, der das Geld nicht hat, der hat sich übernommen und kann sich das Eigenheim eigentlich nicht leisten. Der könnte es aber wohl auch nicht mieten. Es soll ja aber auch noch Eigenheimbesitzer geben, die sich nicht übernommen haben...
Beitrag von nakiki - 22.07.10 - 13:48 Uhr
Hallo!
Es geht in diesem Thread jedoch um diejenigen, die ohne EK und mit 30jähriger Laufzeit ein Haus kaufen. Und meiner Meinung nach lohnt sich dies nur in den seltensten Fällen.
Die monatliche Belastung ist einfach sehr hoch und wenn man über 30 Jahre finanziert sind auch die Zinsen extrem. Pauschal kann man jedoch nichts sagen, denn es hängt immer von der Region und den persönlichen Lebensumständen ab.
Ein Beispiel: Wenn ich 200.000 Euro aufnehme und 30 Jahre finanziert zahle ich ca. 1.000 Euro monatlich und man kann davon ausgehen dass ich über 200.000 Euro an Zinsen zahle. Somit beläuft sich der eigentliche Kaufpreis auf über 400.000 Euro.
Miete zahle ich jedoch (für ein Reihenhaus) 600 Euro kalt. Lege ich die Differenz von 400 Euro über 30 Jahre an, habe ich über 200.000 Euro.
Mit der zweiten Variante würde ich besser da stehen. Denn bei Variante 1 habe ich das Haus nie zwischenzeitlich renoviert oder saniert und es würde bei einem Verkauf nicht mehr den damaligen Kaufpreis erreichen. Während ich also bei Variante 1 wieder Geld für die Renovierung reinstecke, bezahle ich bei Variante 2 weiterhin Miete.
Außerdem darf man beim Eigenheim nie vergessen, dass dies Zeit kostet und auch die Nebenkosten meist höher sind. Naja und Rücklagen müsste man halt auch bilden, denn auch in den 30 Jahren fallen schon Kosten an.
Die Sache sieht natürlich ganz anders aus wenn Eigenkapital vorhanden ist, oder man es sich leisten kann, das Haus innerhalb von 15 Jahren abzubezahlen.
Ansonsten rechnet sich ein Hauskauf nur, wenn die monatliche Belastung inkl. Rücklagen geringer ist, als die Kaltmiete. Hier in HH ist es für uns nicht der Fall. Davon ab, kosten die Häuser um mich herum ab 400.000 Euro aufwärts, so dass wir auch in eine andere Umgebung ziehen müssten und so einiges was uns wichtig ist, aufgeben müssten.
Gruß nakiki
