Da jetzt schon zwei Threads zum Thema "Neues Sorgerecht" offen sind und die Meinungen völlig unterschiedlich sind, möchte ich hier mal eine Umfrage starten.
Zur Einführung: Eigentlich ist es doch völlig egal wer das Sorgerecht hat, wünscheswert ist es doch lediglich, das BEIDE sich um ihr Kind kümmern.
Dabei kommt es ständig zu Problemen und gute Gründe es nicht zutun, wenn man es hinterfragt endet es meistens in verletzter Eitelkeit oder anderen Banalitäten. Meistens entsteht so eine Situation wo beide Parteien nur noch über ihre Anwälte kommunizieren.
Mich würde interresieren wer von euch Betroffenen an einer Mediation ernsthaft interessiert ist? Der Hintergrund ist völlig klar, die Weigerung eine objektive Lösung zu finden endet dann im Rechtsstreit.
Mich interressiert wie ihr eure Kommunikationsprobleme gelöst habt, oder ob ihr euch der Problemlösung strikt verweigert habt.
Umfrage im Bezug auf die Ankündigung der neuen Sorgerechtsregelung
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Beitrag von kalle7 - 25.07.10 - 19:48 Uhr
Beitrag von hedda.gabler - 25.07.10 - 21:54 Uhr
Hallo.
1. Keinerlei persönlichen Kontakt seit der Trennung (die im Oktober 2006) war.
2. Vaterschaft musste durch Vaterschaftsfeststellungsklage geklärt werden, da man(n) plötzlich die Vaterschaft anzweifelte
3. Ein dubioser Anruf vor 2 Jahren
4. Bevor Kontakt mit mir aufgenommen wurde, Anfrage beim Jugendamt wegen Umgangsanbahnung und Adressherausgabe (zu dem Zeitpunkt war und wurde kein Unterhalt bezahlt, obwohl durchaus finanziell möglich, KV kann von Glück sagen, dass Titel nur auf Mindestunterhalt läuft und seine Finanzen noch nicht wieder geprüft wurden, ob eine Erhöhung des Unterhalts möglich ist).
5. Drohungen zum Anwalt zu gehen, wenn kein Umgang zugelassen wird (Kind ist zu dem Zeitpunkt 2,5 Jahre alt).
6. Immer wieder Drohungen auf Mailbox und per SMS, um den Druck zu erhöhen.
7. Unterhalt wird seit März diesen Jahres bezahlt (allerdings nicht in voller Höhe), da sämtliche Fristen seitens des Jugendamtes abgelaufen sind und ansonsten ein erneutes Gerichtsverfahren, sowie eine Anzeige wegen Unterhaltspflichtverletzung seitens des Jugendamtes angestrebt worden wäre.
8. Anrufe sind eingestellt worden ... 3. Geburtstag der Tochter wurde sich auch nicht gemeldet, wäre ja eine gute Möglichkeit gewesen, wenn das Interesse wirklich ach so groß wäre.
Fazit:
1. Keinerlei Gespräche, vor allem um mein Kind und mich vor diesem Mann zu schützen.
2. Sollte es zu einer Umgangsklage kommen und fällt irgendein Richter auf die Fassade dieses Menschen rein, verlasse ich das Land.
Wir haben keine Kommunikationsprobleme, da es keine Kommunikation gibt und geben wird ... an einer Problemlösung bin ich nicht interessiert.
Gruß von der Hedda.
Beitrag von zenturio - 25.07.10 - 22:16 Uhr
Was für ein Ars......
Zugegeben. Auch wenn ich um objektiv zu sein, seine Version auch mal hören müßte.
Aber: sollte wegen diesem Mann und seinem Verhalten, tausenden anderen Vätern die Möglichkeit der Elterlichen Sorge, tausenden Kindern das Recht auf einen zweiten verantwortungsvollen Elternteil, tausenden Kindern das Recht AUF WENIGSTENS EINEN verantwortungsvollen Elternteil nicht anerkannt werden?
Beitrag von hedda.gabler - 25.07.10 - 22:25 Uhr
Hallo.
Tja, was würde Dir seine Version schon sagen ... dass ich in seinen Augen ein Miststück und eine Schlampe wäre (was aus dem Munde eines sexsüchtigen Psychopathen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung schon fast ein Kompliment ist) ... was aber eigentlich nichts zur Sache tun sollte, wenn sein Interesse dem Kind gilt ... bloß von diesem Interesse war bis jetzt ja nicht viel zu spüren, so dass man davon ausgehen kann, dass es in jedem seines Tun darum geht, mich zu demütigen und mir das Leben schwer zu machen (warum sollte er plötzlich etwas anderes tun, als in er Beziehung?!) ...
... und natürlich gebe ich Dir beim letzten Absatz vollkommen recht ...
... nur verstehe bitte aber auch die Frauen, denen jetzt wirklich der Arsch auf Grundeis geht ... und meine Geschichte ist nun mal leider kein Einzelfall.
Gruß von der Hedda.
Beitrag von asimbonanga - 27.07.10 - 11:26 Uhr
So ist es.
Beitrag von mapue - 25.07.10 - 22:25 Uhr
du brauchst um dich zu sorgen kein Sorgerecht
und ich finde auch zur Sorge gehört bezahlen und das sollte unweigerlich miteinander verknüpft werden
ich verlasse nicht das Land wenn er mir irgendwann doof kommt sondern verscharre ihn irgendwo im Wald 
Beitrag von zenturio - 25.07.10 - 23:07 Uhr
Werden dann auch alle Väter ohne Sorgerecht von der Unterhaltspflicht befreit? Das wäre nämlich der Umkehrschluß. 
Zum Glück ist in Deutschland der finanzielle Versorgung von Kindern NICHT an die elterliche Sorge oder den Umgang geknüpft.
Es gibt schließlich auch Väter, die kein Sorgerecht und keinen Umgang haben, aber seit Jahren still und brav für ihre Kinder bezahlen. Ist das aus ihrer Sicht "gerecht"?
Beitrag von karna.dalilah - 26.07.10 - 14:13 Uhr

dann würde bei uns alles wie gehabt bleiben 
und ihn würde es freuen, weil er dann weiter vor sich hin dumpern kann
Beitrag von redrose123 - 26.07.10 - 15:15 Uhr
Ich weiss nicht ob die Elternteile das so zum lachen finden, die Ihre Kinder nicht sehen dürfen...Ich meine Elternteile die sich nichts vorzuwerfen haben. Und die gibt es leider auch.....
Beitrag von ayshe - 04.08.10 - 10:51 Uhr
Eben.
Es gibt so viele verschiedene Situationen, aber das geht hier leider meistens unter.
Beitrag von holy_cow - 27.07.10 - 06:09 Uhr
" Werden dann auch alle Väter ohne Sorgerecht von der Unterhaltspflicht befreit? "
Warum sollten sie?
Hoeren dann auch die Kinder auf zu essen, nicht mehr zu wachsen und alle Beduerfnisse schrumpfen zu einem Nichts zusammen? Was kann das Kind dafuer, dass seine Eltern sich bekriegen?
Mein Ex zahlt " brav ", nicht mehr und nicht weniger. Wuerde ich das Land verlassen, wuerden die Zahlungen eingestellt.
Sein Kind hat er das letzte Mal vor 2 Jahren gesehen.
Er hat Sorgerecht, denn das wird hier automatisch bei der Vaterschaftsanerkennung erteilt. Ich versuche ihm das Sorgerecht zu entziehen und ich werde, obwohl er mich finanziell an meine Grenzen gebracht hat, nichts unversucht lassen.
Meine Anwaeltin geht morgen in Revision und wenn noetig schalte ich sogar die Presse ein und werde die Richterin die ihm den Umgang erlaubt verklagen.
Warum? Weil seine Frau unser Kind sexuell missbraucht und misshandelt hat und er es nicht nur ignoriert ( sie hat es ihm erzaehlt ) sondern sie als Luegnerin bezeichnet hat. Er steht hinter dieser Frau und versuchte sein Kind dahin gehend zu manipulieren, dass sie nicht mehr gegen seine Frau aussagt.
Fuer unsere Tochter ist es fast noch schlimmer, dass er ihr nicht geglaubt hat. Dieser Mann kann zahlen was er will, er wird es nie mehr gut machen koennen.
Alles was vorher gelaufen ist war schon schlimm und sehr oft verletztend fuer unsere Tochter. Ich habe immer einen Weg gesucht. Es gibt keinen Weg mehr, keine Kompromisse, es sei denn unsere Tochter entscheidet sich dafuer ihm zu verzeihen.
Ich hoffe das sie mal ihren Frieden schliessen kann. Ich werde das nicht so einfach koennen. Ich habe einen riesen Vertrauensbruch erlitten, ein Trauma, dass ich mein Kind nicht schuetzen konnte.
An dem Tag an dem Anklage erhoben wird gegen diese kranke Person, werde ich dem Herrn auf Knie danken, dass man es im Umkreis von 1 km hoeren kann.
Saludes
Beitrag von zenturio - 27.07.10 - 20:08 Uhr
Ein wirklich schlimmer Fall. Aber noch einmal die Frage:
wegen des Fehlverhaltens deines Exmannes und seiner neuen Partnerin, soll auch allen guten und anständigen Vätern ohne Trauschein das Sorgerecht für ihre Kinder verwehrt werden?
Oder meinst Du, dass im Einzelfall geprüft werden muss? (Dass die Verfahren hierfür besser werden müssen, unterschreibe ich sofort)
Wie ist das mit verheirateten Vätern, die das Sorgerecht ohnehin haben? Sollte man es denen auch nicht geben? Was ist mit Müttern? Müssen die nicht auch überprüft werden? Im Fall oben geht es immerhin um Mißbrauch durch eine FRAU. Auch wenn ich zugeben muss, dass das wohl ehr selten vorkommt, so gibt es dennoch genug andere Vorwürfe die man gegen manche Mütter erheben kann.
Wäre ich in Deiner Situation, würde ich genau so kämpfen. Das sollte jeder einmal tun, sich fragen, was er in der Lage anderer Menschen täte. Also versetzt Euch mal in die Gedanken- und Gefühlswelt eines Papas, der mit einer Frau ein Kind gezeugt hat, aus irgendwelchen Gründen aber keine Beziehung zu ihr aufbauen konnte. Er will seiner Verantwortung für das Kind aber nachkommen, finanziell, pädagogisch und mit seiner Liebe. Die Mutter aber hat das Scheitern der Beziehung vielleicht nicht so gut überwunden und will den Mann aus ihrem Leben drängen. Würdet ihr nun sagen, dann sehe ich mein Kind eben nie wieder und werde nie mehr wissen, ob es ihm gut geht, werde nie sein Lachen hören, es nie trösten wenn es weint?
Beitrag von kalle7 - 25.07.10 - 22:38 Uhr
Wie sehen denn die Drohungen aus??? Sowas kann man doch ganz leicht unterbinden...
Beitrag von hedda.gabler - 25.07.10 - 22:41 Uhr
Jo, ich habe das auch leicht unterbunden ... Mailbox ist deaktiviert und auf Anrufe mit unterdrückter Nummer nehme ich nicht entgegen (seine Nummer hat einen bestimmten Klingelton und da gehe ich einfach nicht ran) ...
... die Drohungen sind leider so subtil, dass man da rechtlich nichts machen kann ...
... Menschen wie er wissen schon sehr genau, was sie tun.
Beitrag von kalle7 - 25.07.10 - 22:45 Uhr
Wie wäre es mit den Schritt nach vorne und dem gemeinsamen Gespräch beim JA? Dort hast du doch nichts zu befürchten und es kann nur besser werden.
Beitrag von hedda.gabler - 25.07.10 - 23:10 Uhr
Das wäre kein Schritt nach vorne, sondern der Schritt zurück in einen sieben Monate währenden Albtraum mit einem schwer gestörten Menschen, den ich nicht in unser Leben lassen kann und will ... um mein Kind und mich zu schützen.
Glaub man nicht, dass ich auch schon darüber nachgedacht habe, ihm entgegen zu kommen, als die ersten Drohungen kamen ... da ich aber weiß, dass es nur darum geht, mich wieder zu kontrollieren und zu demütigen und mein Kind zu manipulieren (so wie er alle in meiner Umgebung manipuliert hat), kann ich dieses Risiko nicht eingehen.
Beitrag von kalle7 - 25.07.10 - 23:18 Uhr
Meinst du jetzt wirklich Manipulation, oder sein Recht mit seiner Persönlichkeit auf sein Kind einzuwirken?
Wir beide hatten schon mal deswegen eine Diskussion, ich möchte sie hiermit nicht aufrischen.
Schön wäre mal, wenn du mir einen tatsächlichen Grund nennen könnstest, der deine Ängste untermauert.
Beitrag von hedda.gabler - 25.07.10 - 23:33 Uhr
>>> Meinst du jetzt wirklich Manipulation, oder sein Recht mit seiner Persönlichkeit auf sein Kind einzuwirken? <<<
Beides ... und beides wäre gleich fatal.
Es würde jetzt hier den Rahmen sprengen, alles nieder zu schreiben ... und auch zur Definition einer Cluster-B-Persönlichkeit fehlt mir die Lust (es fällt mir nicht sooo leicht, mich damit auseinanderzusetzen und ich weiß jetzt schon, dass die Nacht traumtechnisch für mich nicht angenehm werden wird).
Jeden einzelnen Punkt habe ich erlebt:
http://www.re-empowerment.de/include.php?path=content/content.php&contentid=15&PHPKITSID=274e35a02514bfdd213ed12d2d9e0679
Und nebenbei hat er mich von Freunden und Familie isoliert ... und alle eingelullt ... Menschen wie er tragen perfekte Masken.
Beitrag von kalle7 - 25.07.10 - 23:36 Uhr
DU SCHEINST IHN SEHR GELIEBT ZU HABEN....
Beitrag von hedda.gabler - 25.07.10 - 23:43 Uhr
1. Warum schreist Du so ...
und
2. Und ja, ich habe mich blenden lassen und war sehr verliebt ... sonst hätte ich es wohl früher geschafft, diesen Albtraum zu beenden.
Beitrag von kalle7 - 25.07.10 - 23:47 Uhr
Ich könnte jetzt schreiben: "Dachte ich mir es doch..." Aber nein das mache ich nicht!
Vielmehr verstehe ich nicht, du zeigst dich hier als starke und kämpferische Frau, warum nicht ihm gegenüber?
Beitrag von hedda.gabler - 25.07.10 - 23:52 Uhr
Du willst es nicht kapieren ...
... dieser Mann hat mich fast mein Leben gekostet ... ich war fertig ... wenn das weitergegangen wäre, würde ich nicht mehr leben oder im Gefängnis sitzen ... sei froh, dass Du offensichtlich noch nie mit einem solchen Menschen zu tun hattest ...
... erst der Verdacht, schwanger zu sein, hat mir meine Stärke wiedergegeben und ich konnte mich emotional aus dieser Falle lösen, da es nicht mehr um mich ging (ich war mir eh schon egal), sondern vor allem um dieses werdende Leben ...
... und natürlich bin ich ihm gegenüber jetzt stark und kämpferisch, aber ich muss mir da nichts beweisen, in dem ich ihn in unser Leben lasse.
Beitrag von carrie23 - 26.07.10 - 10:05 Uhr
Vielleicht ist sie erst durch die Trennung stark und kämpferisch geworden?
Manche Menschen lernen aus der Situation heraus sich zu behaupten wenn sie es müssen und aus einem Duckmäuschen kann dann auch eine Kämpferin werden.
Beitrag von hedda.gabler - 26.07.10 - 10:24 Uhr
Hallo.
Es gab eine starke, taffe Hedda vor der Beziehung ... eine gebrochene Hedda während der Beziehung ... und eine Hedda nach der Beziehung, die der von vorher sehr ähnelt, mit ein paar Narben und ganz neuen Erkenntnissen über sich selbst und andere Menschen ... plus einem Trauma, was aber inzwischen mehr oder weniger überwunden ist.
Ich bin aus der Beziehung sehr viel stärker, aber auch härter, unversöhnlicher, weniger großzügig und null vertrauensvoll (alles was ich auch mal war) hervorgegangen.
Gruß von der Hedda.
Beitrag von kerstinmitlea - 26.07.10 - 12:50 Uhr
Dieser text könnte 100% von mir stammen! Du sprichst mir aus der Seele!
