erzählt mal - mieten oder bauen/kaufen????????????????????

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Beitrag von sabine7676 - 27.07.10 - 13:57 Uhr

hallo,

wir stehen eben momentan vor dieser frage.

ich bin strickt gegen kaufen/bauen da ich nicht ewig abzahlen möchte. mietkauf ist uns abgeraten worden. kauft man kommen doch im endeffekt mehr kosten auf einen zu, versicherungen und dann ständig reperaturen. ich muss also immer wieder für das haus geld hergeben, dafür gehört es mir wenn ich alt bin und vielleicht keine treppen mehr steigen kann, mein mann gestorben ist, der garten verwildert und ich den ganzen tag nur noch im wozimmer sitze weil ich mich nicht mehr rühren kann. aber ich sitze in meinem haus ;-) (stimmt ich hab nen hang zum übertreiben :-p).
jetzt mal ehrlich, der einzige vorteil ist beim kaufen oder bauen doch, daß mir das haus mal gehört. und ich kann die böden legen die ich will. und weiter? welche vorteile noch?
bin schon ganz neugierig auf eure antworten!

danke

Beitrag von sunny-jamaica - 27.07.10 - 14:02 Uhr

Hallo,

ein Vorteil für mich ist, dass ich machen kann, was ich will. Will ich an der Stelle ein Fenster, kann ich es einbauen. Will ich ein neues Bad, kann ich entscheiden.

Außerdem kann mich keiner rauswerfen wg. Eigenbedarf oder sow.

Und wer sagt mir, dass ich mir die Miete im Alter dann noch leisten kann?

Und der Vorteil Haus im Gegensatz zur Wohnung ist sowieso eindeutig für mich, da brauch ich gar nichts schreiben.

Aber wenn Du nicht kaufen oder bauen magst, ists doch auch ok. Oder will Dein Mann und Du nicht?

VG
sunny

Beitrag von sabine7676 - 27.07.10 - 15:22 Uhr

mein mann möchte evtl. kaufen.

allerdings verdienen wir nicht sooo gut, deshalb gehts wahrscheinlich bei uns dann nicht so leicht mit "ein neues bad" oder ähnliches.

er möchte eben auch hauptsächlich weil er eben angst hat sich im alter die miete nicht mehr leisten zu können.

Beitrag von lisasimpson - 27.07.10 - 14:04 Uhr

ja, ich glaube auch, der Unterschied ist einfach ein emotionaler.
wir haben hier ein reihenhaus gekauft an dem wir nicht wahnsinnig hängen.
wir sind hier aber beheimatet, können uns vorstellen die nächsten 20 jahre hier zu leben und mit kindern ists hier klasse..

vor einiger zeit gab es pläne, 200km weiter weg zu ziehen und die überlegung, dor wieder was zu kaufen oder doch lieber zu mieten.
wir hatten uns dann fürs mieten entschieden, was absolut vernüftig gewesen wäre.
ABER: ich habe bis auf 8 jahre in WGs immer im Eigenheim gewohnt.
für mich ist die vorstellung schon komisch einen vermieter zu fragen, wenn ich mal wieder nen rappel bekomme und nen baum fälllen will, den garten ausheben um nen riesen sandkasten draus zu machen oder den halben sommer ein riesen planschbecken auzustellen, daß mir den kompletten rasen kaputt macht.
ich will mich jederzeit sofort entscheiden können, ob ich einen teil de trennwand zur küche rausreiße oder doch beahlte, ich will mir vorbehalten die zimmer im 3. stock umzubauen, wenn die jungs mal größer sind und und und..

aber ich muß auch viele nachteile in kauf nehmen.
sollten wir doch mal schnell umziehen wollen wäre ds haus ein klotz am bein, wir sind für alle instandhaltsungsmaßnahmen zuständig, nach dem abbezahlen kommen Heizung, fenster, dach, anstrich, sowie allerlei kleinere und größerer Reparaturen auf uns zu- billiger ist das nicht!

lisasimpson

Beitrag von blacknickinblue - 27.07.10 - 14:28 Uhr

Hallo,

ich würde immer nur mieten. Niemals kaufen. Dazu ziehe ich

a) zu gerne um. Ich kann mir nicht vorstellen, bis an mein Lebensende an eine Wohnung/Haus/an einen Ort gebunden zu sein. Sicher kann man verkaufen, aber das wäre mir zu "kompliziert". Eine Wohnung/Haus zur Miete kündigen, geht einfacher.

b) Als Eigentümer habe ich zwar den Vorteil, alles so gestalten zu dürfen, wie ich es möchte, ohne jemanden fragen zu müssen. ABER: Ich bin auch für sämtliche Reparaturen ohne wenn und aber selber zuständig. Für die Finanzierung und die Ausführung. Jetzt rufe ich einfach die Hausverwaltung an und diese besorgt die Handwerker und zahlt auch die Rechnung.

c) Beim heutigen Arbeitsmarkt möchte ich flexibel sein, was meinen Wohnort betrifft. Zwar habe ich einen relativ sicheren Job, aber man weiß ja nie, was das Leben so bringt. Ich möchte jederzeit in der Lage sein, schnell mal von Norddeutschland nach Süddeutschland zu ziehen, wenn die wirtschaftliche Lage es erfordern sollte.

Gruß,

B.

Beitrag von sabine7676 - 27.07.10 - 15:27 Uhr

...genau meine meinung! wir sind schon öfters umgezogen, daher ;-)

Beitrag von schwarzbaer - 27.07.10 - 14:38 Uhr

ich kann mir ein Haus bauen, das zu mir passt. Ich habe z.B. eine riesige Küche (im Vergleich zur Gesamtwohnfläche) - sowas gibt es nicht zur Miete. Ich kann meinen Garten gestalten wie ich will. Ich habe dieses Haus so geplant, daß es genau auf die Bedürfnisse meiner Familie passt. Allerdings gehe ich nicht davon aus, daß wir für immer darin wohnen werden, es ist ein Familienhaus, und wenn die Kinder mal aus dem Haus sind (also in etwa 20 -25 Jahren) werden wir wohl dieses Haus verkaufen und uns einen altersgerechten Bungalow bauen (dann sind wir um die 60). Das Geld, das wir mit unserem Familienhaus erlösen, sollte dafür reichen.

Wir wollen in 12 - 13 Jahren mit dem abzahlen fertig sein, jedenfalls ehe unsere Kinder ggf. ein Studium anfangen. Dann haben wir die Flexibilität, ihnen ein Studium trotz Studiengebühren (und die werden bis dahin saftig sein, da bin ich mir sicher!) zu ermöglichen.

Beitrag von wemauchimmer - 27.07.10 - 15:18 Uhr

Es ist ein alter Aberglaube, daß "im Endeffekt mehr kosten auf einen zukommen, versicherungen und dann ständig Reparaturen".
Ein Haus muß in Schuß gehalten werden und versichert werden. Das kostet was. Wenn jemand das Haus vermietet, gibt er diese Kosten als Teil der Kaltmiete oder Teil der Nebenkosten an den Mieter weiter. Wenn er nicht vermietet zahlt er sie selber.
So oder so zahlt also der, der in dem Haus drinnewohnt, diese Kosten.
Das ist also kein Nachteil oder Vorteil des Eigenheims.

Klar sind diese Kosten normalerweise bei einem Haus höher als bei einer Wohnung. Aber wenn Du eine Wohnung kaufst, bist Du wieder bei vergleichbaren Kosten.

So, nun ist aber folgendes zu bedenken: Der Vermieter will am Ende des Tages auch irgendwo eine Rendite haben. Das heißt, nach Abzug der Kapitalkosten und der ganzen Unterhaltskosten muß von der Miete noch was übrig bleiben. Ist das nicht so, dann legt der Vermieter sein Geld lieber anderso an, anstatt ein Haus zu bauen und zu vermieten.
Und deshalb zahlst Du auf lange Sicht natürlich beim Mieten mehr als beim Eigenheim, wobei Ausnahmen (teure, sehr langlaufende Finanzierung) die Regel bestätigen.

Und das bedeutet also: Ein Eigenheim ...kann Dir keiner wegnehmen... kannst Du umgestalten wie Du lustig bist... und ist langfristig günstiger.
Aber Du verlierst ein Stück Flexibilität und wenn Du diese brauchst, bist Du mit der teureren, aber flexibleren Wohnform "Mieten" besser bedient.
LG

Beitrag von blacknickinblue - 27.07.10 - 15:46 Uhr

Meines Wissens gibt es aber auch den ein oder anderen Kostenfaktor, den ein Vermieter nicht auf den Mieter umlegen darf.;-)

So kostet es mich z.B. nicht mehr Miete, wenn normale Reparaturen in der Wohnung anstehen usw.

Beitrag von wemauchimmer - 27.07.10 - 16:48 Uhr

Du verwechselst da was.
Es gibt manche Kosten, die darf der Vermieter nicht als Nebenkosten weiterreichen. Aber selbstverständlich stecken diese Kosten in der Kaltmiete mit drin. Der Vermieter lebt nunmal nicht von Luft und Liebe und hat nichts zu verschenken.
Und klar, wenn Dein Vermieter für 5.000€ eine neue Heizung einbaut, dann steigt Deine Miete nicht plötzlich auf 5000€. Aber die 5000€ entsprechen auf die Lebensdauer der Heizung gerechnet einer gewissen Summe pro Monat, und die steckt eben in Deiner Kaltmiete mit drinne...
LG

Beitrag von heffi19 - 27.07.10 - 18:16 Uhr

Mhm, wir haben Eigentum, aber nur eine Wohnung. D. h. wir konnten nicht bestimmten wo welches Fenster hinkommt und welche Böden gelegt werden, weil wir es vom Erstbesitzer gekauft haben. Trotzdem haben wir gekauft, weil uns die Wohnung gefallen hat. Die Böden hätte ich selbst nicht anders ausgewählt :D

Aber primär ging es darum dass wir für unsere Mietwohnung sehr viel mehr an Geld ausgeben musste und diese für mich persönlich auch nicht so - wie soll ich sagen - passend war. Hier fühle ich mich wohl.

Außerdem ist mein Mann Maurer und war zeitweise schon recht traurig dass er nichts eigenes bauen kann (konnten wir uns nicht leisten), und jetzt wohnt er in einem Haus, dass er gebaut hat :D

Beitrag von mamavonyannick - 27.07.10 - 20:32 Uhr

Hallo,

für mich entsteht der Vorteil nicht erst im Alter. Ich kann JETZT tun und lassen, was ich will. Ich kann in meinem Haus rumtrampeln wenn ich will, Wäsche waschen zu jeder Tages- und Nachtzeit. ...
Ich kann mich raus in den Garten legen, ohne mich vorher herrichten zu müssen. Mein Sohn kann spielen, ohne dass ich erst einen Sandkasten/Spielplatz suchen muss.
Wir zahlen für unser Haus 600€ mtl ab und sind in 15 Jahren damit fertig. Dazu kommen Nebenkosten von ca 250€. Für eine Wohnung in der selben Größe und mit Garten würde ich locker 1000€ hier bezahlen.
klar muss man etwas zurücklegen, um spätere Reparaturen zu bezahlen. Aber die kommen ja auch nicht jedes Jahr und bei einem neuen Haus in den ersten Jahren sowieso nicht.

Wenn wir in 15 Jahren fertig sind, dann fällt ein Großteil unserer Fixkosten weg. Dann kann ich dieses Geld für zusätzliche Altersvorsorge weglegen und Rücklagen für größere Reparaturen bilde. Diese 600€, die uns dann erspart bleiben, die könnte ich durch eine Altersvorsorge in so kurzer Zeit gar nicht leisten.

Tja, und wenn ich dann nicht mehr die Treppe hoch komme, dann habe ich 3 Möglichkeiten:

1) Ich bau mir einen Lift
2) ich verkaufe
3) ich vermiete

Wobei letzteres aus heutiger Sicht nicht unbedingt mein Favorit ist.

vg, m.