AG zahlt nicht

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von bobb - 03.08.10 - 13:56 Uhr

Hallo!
Wir wissen grad nicht,was wir machen sollen.
Mein Freund arbeitet ein paar Stunden die Woche,ist auf Minijobbasis.
Nun ist es so,daß er einige Wochen krank war,er ist chronisch krank und hatte wieder nen starken Schub.
er war im ganzen Juni krankgeschrieben,hat aber artig seine Krankmeldungen abgegeben oder ich habs gemacht.Also der AG hat diese definitiv bekommen.Nun weigert er sich ihm das Geld für den Monat zu zahlen,weil er meint,er hätte keine bekommen.Angeblich sei mein Freund auch seit Anfang Mai krankgeschrieben gewesen,war er aber nicht.Wir haben nochmal mit den Ärzten telefoniert,von wann bis wann er genau krankgeschrieben war.Zudem notier ich mir sowas auch immer.
Will mein Freund ihn drauf ansprechen,reagiert er nicht.Ans Telefon geht er nicht,auf SMS antwortet er nur,wenn es direkt um die Arbeit geht,nicht aber auf die Geldfragen.
Vor 1,5 Wochen hatten wir eigentlich einen Termin mit ihm,weil da noch mehr abgesprochen werden sollte,auch dieser Punkt.Wir waren fast da,da rief mein Freund nochmal an und was hört er?Sein Chef war gar nciht vor Ort.Wir uns geärgert wie doof.Er hat den Termin nicht mal abgesagt...
Wir wollen nicht gleich harte Bandagen ziehen,weil mein Freund den Job nicht ganz verlieren will.Durch seine Erkrankung kriegt er nichts anderes und ist froh,daß er so wenigstens ein bißchen machen kann.Aber ein Zustand ist das doch auch nicht.
Hat jemand nen Tip,was wir noch machen könnten?
Ach ja,für Juli hätte er den halben Monat bezahlen müssen,ist auch noch nicht gekommen.
LG,bobb

Beitrag von windsbraut69 - 03.08.10 - 14:18 Uhr

Wie lange war er denn dieses Jahr wegen seiner Krankheit arbeitsunfähig?
Nach 6 Wochen muß der AG ja nicht mehr zahlen...

LG

Beitrag von bobb - 04.08.10 - 08:47 Uhr

Um diese 6 Wochen geht es.Da fällt eben auch der gesamte Juni rein.Und den will er nicht zahlen.
Daß er nach 6 Wochen nicht mehr zahlen brauch,wissen wir,daher fällt der halbe Juli ja auch weg an Gehalt,wobei er noch nicht mal da die Hälfte gezahlt hat.

Beitrag von windsbraut69 - 04.08.10 - 17:02 Uhr

Verstehe ich ehrlich gesagt weiterhin nicht.
Es wird doch addiert, falls er vorher dieses Jahr schon deshalb krank geschrieben war...

Beitrag von nobility - 03.08.10 - 14:24 Uhr

Hallo,

guckst du hier;

http://www.google.de/#hl=de&source=hp&q=lohnfortzahlungsgesetz+minijob&aq=7&aqi=g10&aql=&oq=Lohnfortzahlungsgesetz&gs_rfai=&fp=fc05cd9409e1ebd6

Viel Glück !
Nobility

Beitrag von motte1986 - 03.08.10 - 14:25 Uhr

Hallo!

Was hat dein Freund denn für eine Krankheit? (gerne auch per PN)

Chronisch krank und Schub kenn ich nämlich gut von meinem Dad und da zieht oft noch mehr von der rechtlichen Seite, wenn er nen SchwebA hat...

LG

Beitrag von bobb - 04.08.10 - 08:49 Uhr

Morbus Crohn.
SchwebA ist so'ne Sache.Ob er wirklich einen kriegen würde,wissen wir nicht.Er kriegt nicht den Dreh,den zu beantragen.Er ist eben noch jung,aber ich denke schon,daß er einen kriegen würde.

Beitrag von sternschnuppe215 - 03.08.10 - 14:55 Uhr

im Zweifelsfall kannst Du Dir die Zeit der Krankschreibung von der Krankenkasse bestätigen lassen... Bis 6 Wochen Krankheit muss der Arbeitgeber eh den Lohn zahlen, danach die Krankenkasse...

Weist den Arbeitgeber drauf hin, dass Ihr nach 3 Monaten ohne Lohnzahlung, dies dem Arbeitsamt melden müsst (sagt der Gesetzgeber), denn dann wird Insolvenz gestellt, seitens des Amtes, wenn keine Lohnzahlung erfolgt. Ihr sichert Euch somit ab, dass Ihr das Geld dann nämlich ersatzweise von der Insolvenzstelle des Amtes bekommt...

Wieso Angst um den Job??? Will er denn weiter umsonst dort arbeiten? Ich denke nicht!! Also schleunigst was anderes suchen...

Beitrag von kleinehexe1606 - 03.08.10 - 16:48 Uhr

bei einem Minijob zahlt keine KK nach 6 Wochen

Beitrag von sternschnuppe215 - 03.08.10 - 17:53 Uhr

.... aber sicher doch ... zahlt die KK

Die Umlage U1 ist dagegen eine reale Größe: Sie beträgt 0,1% des gesamten Bruttoarbeitsentgeltes aller im Betrieb Beschäftigten.

Die Umlage U1 wird zusammen mit den übrigen Abgaben an die Minijob-Zentrale [1] entrichtet.

Wenn ein Minijobber krank wird, erhalten Sie aus dem Umlagetopf ab dem 29. Tag der Erkrankung 80% des an den Minijobber fortgezahlten Gehaltes zurück. Darin enthalten sind bereits die Arbeitgeberbeträge zur Sozialversicherung des Minijobbers

http://www.minijob-anzeigen.de/pages.php?page=24

Beitrag von kitty1979 - 03.08.10 - 20:54 Uhr

Stimmt nicht.....

Man hat zwar Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, aber nach den 6 Wochen zahlt die Krankenkasse KEIN Krankengeld!!

http://www.internetratgeber-recht.de/Arbeitsrecht/frameset.htm?http://www.internetratgeber-recht.de/Arbeitsrecht/GerinfuegigeBeschaef/gba4.htm

Beitrag von sassi31 - 03.08.10 - 22:04 Uhr

#pro

Beitrag von sassi31 - 03.08.10 - 22:04 Uhr

Das ist nicht richtig, was du da schreibst.

Über die Umlage erstattet die KK dem AG bis zu einem bestimmten Prozentsatz die geleistete Lohnfortzahlung während der ersten 6 Krankheitswochen (42 Tage). Bei Minijobbern scheint es eine Einschränkung zu geben, wenn ich deinem Link glauben darf. Dann muss der AG nämlich die ersten 28. Tage der Erkrankung selber zahlen und erhält auch ab dem 42. Tag keine Erstattung mehr. Aber dann sind die 6 Wochen, in denen der AG zahlen muss, ja eh um.

Zitat aus deinem Link:

"Nicht erstattet bekommen Sie…

* die Lohnfortzahlung für die ersten 28 Tage der Krankheit.
* die Lohnfortzahlung ab dem 42. Tag der Krankheit.
* freiwillige Leistungen an Ihren Minijobber."

Dauert die Erkrankung länger an, erhält der AN kein Geld mehr. Weder vom AG, der nur 6 Wochen lang Lohnfortzahlung leisten muss, noch von der KK, da er keiner sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht.

http://www.minijob-zentrale.de/nn_38320/DE/2__AG/8__arbeitsrecht/4__Entgeltfortzahlung/Entgeltfortzahlung.html

Beitrag von kleinehexe1606 - 04.08.10 - 07:59 Uhr

Ich bin aber nicht AG sondern AN und bekomme nichts von der KK oder sonst wem. Wenn schon links gesetzt werden dann auch richtig lesen

Beitrag von bobb - 04.08.10 - 08:57 Uhr

Daß danach die KK nicht mehr zahlt(also nach den 6 Wochen),wurde wohl schon geklärt,wissen wir auch.
Es geht aber eben um die ersten 6 wochen.ich war gestern eh bei der Arge,hab denen das auch schon mitgeteilt,weil die das natürlich auch anrechnen.

Natürlich will er nicht weiter umsonst arbeiten.Aber er kriegt nichts anderes mit der Erkrankung und ist froh,daß er überhaupt etwas machen kann.Er kann seinen ursprünglichen Beruf gesundheitsbedingt nicht mehr ausüben.Ist dann in diese Sparte umgestiegen.Durch häufige fehlzeiten war er meist die letzten Jahre nur auf Minijob.Dann war er zwischendurch fest angestellt,also auch so daß er vom Amt wegkommt,dann wurde er wieder schlimm krank,lag über zwei Monate im KH,dann zu Hause und war den wieder los.Der Chef hat ihn nun im letzten Jahr wieder genommen,aber eben nur auf diese Minibasis.
Er hat soviele Firmen angeschrieben,egal welche Sparte,aber man sieht ihm an,daß er krank ist und dann wird gefragt und dann heißt es nur noch:Wir melden uns, oder, Danke für die Bewerbung und das wars...
Er ist definitiv gut in dem,was er macht,aber eben diese Erkrankung.Es ist ätzend...

Beitrag von sassi31 - 04.08.10 - 11:53 Uhr

Ich kann ja verstehen, dass dein Mann gerne arbeiten möchte. Allein das Gefühl, irgendwo gebraucht zu werden, kann schon sehr wichtig sein.

Dennoch würde ich mir gut überlegen, ob ich mich ausbeuten lassen würde. Genau das hat der AG deines Mannes nämlich vor. Er weiß, wie es um deinen Mann steht und nutzt das Wissen schamlos aus.

Gibt es nicht die Möglichkeit, dass dein Mann sich beruflich umorientiert?

LG
Sassi

Beitrag von bobb - 04.08.10 - 13:25 Uhr

Oh ja,der Chef meines Freundes weiß das sehr wohl auszunutzen,leider.er weiß nämlich,daß er der Beste in seinem Laden ist.Ich will ihn jetzt nicht zu hoch loben,aber er bekommt von den Kunden dementsprechendes Feedback und das ist das beste Lob,was man bekommen kann.Manche kommen nur an dem Tag,an dem mein Freund arbeitet.Ist er nicht da,gehen sie oft wieder...
Aber wir leben von der Arge,durch seine Krankheit lebt er schon solange vom Amt,daß er einfach etwas tun möchte und muß.
Er hat sich auch schon anderweitig umgeguckt und beworben.Aber ne Umschulung kriegt er nicht,überhaupt keine Unterstützung vom Amt.Und wie schon gesagt,wenn er zum Vorstellungsgespräch kommt,wird er schnell drauf angesprochen,daß er wohl krank sei und lügen bringt ihm auch nichts.