Finanziert niemand Eigentum zu 100% aus eigener Kraft?

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Beitrag von nele27 - 04.08.10 - 09:31 Uhr

Moin Ihr Lieben,

nur mal interessehalber: ist es total unüblich, Eigentum komplett selbst zu finanzieren?

Wir hatten im Freundeskreis jetzt öfters das Thema Haus/Eigentum. Dabei stellte sich heraus, dass niemand komplett aus eigener Kraft finanziert. Entweder man baute auf dem Grundstück der Eltern, bekam ein Grundstück geschenkt, hat geerbt oder die Eltern beteiligen sich am Kredit. Manche bekamen auch Eigenkapital von den Eltern, mindestens aber einen zinslosen Kredit.

Wenn wir etwas kaufen sollten (wir liebäugeln, ist aber noch nicht dringend), müssten und würden wir 100% selbst mit unserer Hände und Köpfe Arbeit finanzieren.
Wir dachten früher immer, das ist normal #kratz
Ist es aber nicht! #schock

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

LG, Nele

Beitrag von evebaby - 04.08.10 - 09:35 Uhr

wenn wir bauen würden müssten wir uns dies auch zu 100% selbst finanzieren, es würde sicher niemand auf die idee kommen uns etwas dazu zu geben...


lg eve

Beitrag von curlysue1 - 04.08.10 - 09:45 Uhr

Bei uns ist es unüblich, alles selbst zu machen, Du möchtest doch Deinen Kindern auch eine Starthilfe geben und so ist es bei fast allen.

LG

Beitrag von sini60 - 04.08.10 - 11:27 Uhr

Wie lange sollen die Eltern denn noch Starthilfe leisten? Ich bin froh, wenn wir unser Haus abbezahlt haben und werde ganz sicher nicht bei 3 Kindern Starthilfe für deren Haus leisten.

Beitrag von curlysue1 - 04.08.10 - 11:37 Uhr

Das war an Nele gerichtet, sie möchte ihren Kindern eine Starthilfe geben, wir möchten das auch, in welchem Ausmaß wird sich zeigen.

Beitrag von ichclaudia - 04.08.10 - 16:42 Uhr

Hat man dem Kind nicht eine Starthilfe gegeben, in dem man ihnen eine gute Ausbildung finanziert hat????

LG

Beitrag von curlysue1 - 04.08.10 - 18:50 Uhr

Das legt jeder für sich selber fest, was er als gute Starthilfe versteht.

LG

Beitrag von siebzehn - 04.08.10 - 09:49 Uhr

Keine Sorge, wir stehen auch auf eigenen Beinen - haben unsere Hochzeit selber bezahlt (was scheinbar auch nicht so selbstverständlich ist) und werden auch eventuelles Immobilieneigentum selber finanzieren.

Da wir aber finanziell auch besser gestellt sind als unsere Eltern wäre es ja völlig daneben, wenn diese uns in dieser Hinsicht auch noch unterstützen würden. Ich kann aber auch nachvollziehen, wenn Eltern mit einem gewissen Vermögen ihren Kindern und Enkeln schon zu Lebzeiten was Gutes tun wollen. Für uns ist das kein Grund, darauf neidisch zu sein.

Beitrag von nele27 - 04.08.10 - 09:57 Uhr

Nein, neidisch bin ich auch nicht - nur verwundert. Ich hätte fest gedacht, dass mehr Leute ihr Leben komplett selbst bezahlen...

Wir haben unsere Hochzeit auch selbst bezahlt #huepf Waren damit ebenfalls weit und breit die einzigen.

Naja, und besser gestellt als unsere Eltern sind wir auch, sogar wesentlich besser, sodass wir unseren Kindern später eine Kleinigkeit mitgeben können.
Aber wir haben eben beide nichts bekommen, haben auch nichts mehr zu erwarten und ich wundere mich eben, dass wir damit solche Exoten sind.

LG

Beitrag von wuestenblume86 - 04.08.10 - 09:50 Uhr

Für eine 100% Finanzierung brauch man heute schon ein sehr gutes Finanzierungsmodell.
Eine Freundin berät und vergibt Immobilienkredite und sie sagt, dass sie sehr ungerne 100% Finanzierungen macht und es auch unüblich ist.
Die meisten haben etwa 20 bis 30% Eigenkapital in der Hand oder andere Sicherheiten.

Habt ihr nix angespart oder wollt ihr euer erspartes dafür nicht ausgeben? #kratz

Beitrag von nele27 - 04.08.10 - 09:54 Uhr

Nein, das hast Du falsch verstanden. Ich meinte, mit 100% EIGENEN MÖGLICHKEITEN - unabhängig davon, ob es sich um Geld von der Bank oder Erspartes handelt.

Also Geld, dass ich SELBST habe und/oder abbezahle ohne dass ich etwas geschenkt bekomme.

Beitrag von wuestenblume86 - 04.08.10 - 10:05 Uhr

Achso #schwitz#rofl hatte mich schon gewundert als ich deinen Nick las.

Also #schein ich finde wenn die Eltern/Großeltern dazu in der Lage sind, wieso sollten sie erst warten bis sie sterben. Mein Opa sagt immer, sein letztes Hemd wird keine Taschen haben und er freut sich heute daran seinen Enkeln etwas gutes zu tun (sei es durch eine ordentliche Aussteuer oder einem Anteil am Immobilienkredit)!

In meinem Studium haben meine Großeltern mir auch jeden Monat noch einiges an Taschengeld zukommen lassen #freu weil ich es dort brauchte.
Bei meinen Kindern werde ich das eben so machen, solange es mir finanziell gut geht :-)

Beitrag von nele27 - 04.08.10 - 10:18 Uhr

***wenn die Eltern/Großeltern dazu in der Lage sind, wieso sollten sie erst warten bis sie sterben***

Da geb ich Dir Recht. Es wundert mich halt, dass SO VIELE in der Lage sind, so große Summen zu verschenken... die Deutschen meckern doch immer, dass sie so arm sind :-)

Ich komme aus einfachen Verhältnissen, das ist auch ok so. Das Wichtigste, damit das nicht so bleibt, habe ich: ne super Ausbildung #freu Allerdings nicht durch meine Eltern, sondern durch Euch Steuerzahler finanziert :-)

Beitrag von silsil - 04.08.10 - 10:12 Uhr

Hallo,

ohne Hilfe unserer Familie hätten wir nicht bauen können, haben damit aber auch nie gerechnet.

Weder mein Mann noch ich haben je daran gedacht, einmal Eigenheim zu haben umso überraschter waren wir, als mein Mann von der Tante das Grundstück geschenkt bekommen hat und uns die Schwiegereltern bei der Schenkungssteuer unter die Arme gegriffen haben.

Hauskredit und sonstiges wird von uns bestritten. Hätte dafür unser Einkommen nicht gereicht, hätten wir aufs Bauen, trotz Grundstück verzichtet.
Ich weiß, dass Unterstützung und Hilfe der Eltern hier durchaus üblich ist. Meistens in Form vom Grundstück, da das bei uns in der Gegend schon ziemlich teuer ist. Außer es gibt mal wieder günstige Grundstücke für Einheimische.

lg
Silvia

Beitrag von nusch - 04.08.10 - 10:20 Uhr

Hi Nele,

hier, wir! Wir finanzieren zu 100 % mit unserer eigener Hände Arbeit unsere im letzten Jahr gekaufte Eigentumswohnung.

Wir haben nicht geerbt, weder Geld, noch ein Grundstück ...

Meine Eltern haben in ihrem Leben wahrlich schon genug für mich getan; einen zinslosen Kredit haben sie mir nicht angeboten, hätte ich aber auch ausgeschlagen, sie sollen lieber ihren Ruhestand genießen.

LG
Nusch

Beitrag von neumama79 - 04.08.10 - 10:20 Uhr

Hallo,

wir haben unser Haus und das Grundstück selbstverständlich zu 100 % selber gezahlt.

Wie wären nie auf die Idee gekommen, zu bauen, wenn nicht die eigenständige Finanzierung möglich gewesen wäre.

Gut, wenn jemand ein Grundstück, Haus oder Geld erbt, ist es einfach "Glückssache". Da sagt wohl keiner nein. Wäre schön dumm.

Aber von den Eltern oder Schwiegereltern Geld dafür anzunehmen, da hätte ich niemals zugestimmt. Diese sollen sich mit ihrem Geld selber ein angenehmes Leben machen. Wir sind erwachsen und somit für uns und unser Leben selbst verantwortlich.

Neumama

Beitrag von siebzehn - 04.08.10 - 10:27 Uhr

"Diese sollen sich mit ihrem Geld selber ein angenehmes Leben machen. Wir sind erwachsen und somit für uns und unser Leben selbst verantwortlich."

#pro

Beitrag von wuestenblume86 - 04.08.10 - 10:44 Uhr

Dem stimme ich zu ;-) die Oma sollte nicht verhungern, weil der Enkel ein Haus bauen will #zitter

Aber wenn ich jetzt auf meine Familie als Beispiel schaue, dann weiß ich, dass es denen an nix fehlt. Sie fahren weiterhin ihren Traumwagen, gehen zig Mal im Jahr in Urlaub, tragen nur gute Kleidung und haben ein abbezahltes Haus ohne offene Rechnungen. Es bleibt jeden Monat mehr als genug übrig.

Und nein #aha ich würde sie niemals nach einem Haus-Zuschuss fragen #zitter da würde ich mir nicht gut bei vorkommen, aber wenn sie es selber anbieten von sich aus?!

Beitrag von siebzehn - 04.08.10 - 10:51 Uhr

Leider gibt es genug Leute, die das nicht so sehen. Die meinen, sie hätten ein Recht auf das von den Eltern schwer verdiente Geld, nach Möglichkeit schon zu deren Lebzeiten. Da wird gemeckert, dass die Eltern das "Erbe verprassen", wenn diese sich eine Kreuzfahrt oder ein Ferienhaus im Süden gönnen - während die Kinder sich kein eigenes Haus leisten können.

Diese Anspruchshaltung ist mir jedenfalls zuwider.

Beitrag von likefiredragon - 04.08.10 - 10:24 Uhr

Hi,

wir sind auch mit 100% dabei.

Ist in unserer Gegend aber auch selten.

MfG, likefiredragon

Beitrag von sooderso - 04.08.10 - 10:51 Uhr

Hallo,
ich kenne eine Familie die ihr Eigentum nur finanzieren kann, weil Schwiegermutter jeden Monat 500,- Euro überweist, sie hoffen alle das Schwiegermutter noch lange lebt, obwohl sie die 70 auch schon weit überschritten hat und nicht mehr ganz fit ist. Beide in der Familie sind auch schon Anfang 40 und ich denke, wenn ich es bis dahin nicht durch eigene Leistung geschafft habe, ordentlich zu sparen damit ich etwas finanzieren kann, dann lass ich es bleiben!

Beitrag von snoopster - 04.08.10 - 10:54 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht, ob das gilt, meine Oma ist vor über 15 Jahren gestorben, und hat mir das was vereerbt, aber auch keine Millionen, das Geld hatte ich halt noch. Und dann ist noch mein Schwiegervater gestorben, und wir haben auch ein bisschen bekommen, aber alles im niedrigen 5stelligen Bereich. Aber sonst kein Grundstück, kein anderes Geld, meine Eltern haben uns immerhin 5000 Euro zinslos geliehen...

Von daher machen wirs doch irgendwie selber.

Ich merke aber auch, dass wir da zur Minderheit gehören. Ab und an wärs mir anders lieber ;-)

LG Karin

Beitrag von ayshe - 04.08.10 - 11:12 Uhr

Ich dachte schon, du meinst zu 100% Eigenkapital #schock


Bei uns lief es so, wir beim ersten Haus jeweils 10.000 von unseren Eltern bekamen, das zweite haben wir selber finanziert.

Beitrag von nele27 - 04.08.10 - 11:21 Uhr

#schock Neeeeee - wenn ich 100% Eigenkapital für ein Haus in Hamburg hätte, würde ich mich bei solchen Fragestellungen glücklich und diskret zurückhalten ;-)

Beitrag von ayshe - 04.08.10 - 12:00 Uhr

#rofl
Du hättest sicher gar keine Fragen ;-)