Hallo,
ich habe während meines Studiums festgestellt, dass diese Fachrichtung nichts für mich ist. Habe das Studium dann mit dem Bachelor abgeschlossen. War mir lieber als einfach so abzubrechen.
Hatte auf eine Umschulung im kaufmännischen Bereich (Industrie- oder Bürokauffrau) gehofft. Aber mein Vermittler behauptete so etwas würde nicht mehr von der ARGE übernommen.
Leider finde ich in meinem jetzigen Beruf nichts. Es gibt wenige Stellen und für die meisten wird der Master benötigt. Die Chancen sind für mich also gleich Null.
Inzwischen habe ich versucht mich auf Ausbildungsstellen zu bewerben, leider ohne viel Erfolg. Da für dieses Jahr auch nicht mehr soviel Auswahl steht.
Nun habe ich gehört, dass man mindestens ein halbes Jahr arbeitslos sein muss, damit die ARGE Erbarmen zeigt und eine solche Umschulung übernimmt. Ist da etwas Wahres dran?
Wann wird Umschulung von der ARGE bezahlt?
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von urenk - 04.08.10 - 13:16 Uhr
Beitrag von sassi31 - 04.08.10 - 13:48 Uhr
Hallo,
so weit ich weiß bekommt man Umschulungen nur dann bezahlt, wenn man aus gesundheitlichen Gründen seinem erlernten Beruf nicht mehr nachgehen kann. Vielleicht noch dann, wenn im erlernten Beruf absolut keine Stelle zu bekommen ist. Lasse mich da aber gerne eines Besseren belehren.
Aber die Tatsache, dass du dich scheinbar für die falsche Fachrichtung entschieden hast, ist kein Grund für eine Umschulung. Warum sollte der Staat für deine Fehlentscheidung zahlen?
Bewirb dich weiter auf Ausbildungsstellen. Es sind noch so enige Stellen frei und vor allem werden noch etliche Ausbildungsstellen wieder frei werden bzw. Azubis die Stellen garnicht antreten.
Gruß
Sassi
Beitrag von urenk - 04.08.10 - 14:12 Uhr
Hallo Sassi!
Es ist auch nicht so, dass es mir vordergründig geht den Entscheidungsfehler auszubügeln. Ich wollte nur damit begründen, warum ich dieses Fach nicht weiter studiere. Natürlich wäre ich bereit eine Stelle in diesem Bereich anzunehmen, aber wie ich schon schrieb, gibt es kaum Stellen.
Eine Ausbildungsstelle wäre mir persönlich viel lieber als eine Umschulung, da ich Geld verdienen würde. Aber wenn mich keiner wegen meines fortgeschrittenen Alters nehmen wird, dann bleibt nur noch die Umschulung.
Danke jedenfalls für deine Meinung! Weißt du auch, wie lange ich arbeitslos sein müsste zur Bewilligung der Umschulung?
Beitrag von sassi31 - 04.08.10 - 15:27 Uhr
Hallo,
nein, das kann ich dir nicht sagen. Ich denke aber schon, dass du dafür einige Jahre erfolglos suchen musst.
Weiter unten habe ich gelesen, du bist noch unter 30. Da kannst du auf jeden Fall noch eine Ausbildung machen. Eine Umschulung ist ja im Grunde genommen das Gleiche. Du bekommst nur zusätzliches Geld von der Arbeitsagentur. Außer, du machst eine überbetriebliche Ausbildung. Was ich persönlich gerade im Bürobereich für wenig sinnvoll halte.
Gruß
Sassi
Beitrag von king.with.deckchair - 04.08.10 - 15:36 Uhr
Leider habe ich gerade nicht viel Zeit, aber guckst du mal da rein ("Umschulung" heißt dat Dingen, was du meinst, nicht):
http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/HEGA-Internet/A05-Berufl-Qualifizierung/Publikation/HEGA-09-2009-AH-FbW-Anlage.pdf
Später ggf. mehr, falls Fragen sind.
Beitrag von urenk - 05.08.10 - 11:42 Uhr
Was genau wäre das denn in meinem Fall?
Beitrag von dani001234 - 04.08.10 - 13:57 Uhr
ich weiß nur, dass das amt eine umschulung auf jedenfall übernimmt, wenn man in dem alten beruf (so wie bei mir damals) nicht mehr arbeiten darf aus gesundheitlichen gründen.
wann die es dennoch machen (wenn überhaupt jetzt noch) weiß ich leider nicht. ich weiß ja nicht wie alt du bist, aber die würden dir bestimmt dann auch eher zu ner ausbildung raten (was du ja auch in erwägung ziehst) 
vielleicht antworten hier ja noch leute, die es 100% wissen
Beitrag von urenk - 04.08.10 - 14:13 Uhr
Mein blöder Berater hat mir zu gar nichts geraten, sondern eher gemeint eine Ausbildung wäre wegen meines Alters wohl nicht in greifbarer Nähe für mich. Mir wäre die Ausbildung aber lieber als Umschulung! Ich bin noch unter 30, aber nicht mehr die jüngste.
Beitrag von salome25 - 04.08.10 - 14:55 Uhr
Hi
also die Arge übernimmt die Kosten für eine Umschulung dann, wenn du min. 7 Jahre aus deinem erlernten Beruf raus bist. Früher nur, wenn die Gesundheit nicht mehr mitmacht und das belegt wird durch Gutachten ect...
Und dann ist es so, dass du dir leider nicht aussuchen kannst, in welchem Bereich du deine Umschulung machst. Ich bin gelernte Friseurin und bekomme nun komplett die Umschulung als Altenpflegerin bezahlt. Ich hatte einfach nur Glück damit. Ich wollte immer in den medizinischen oder sozialen Bereich. Ich würde an deiner Stelle am besten mit der Arge darüber reden. Es ist sowieso von Bundesland zu Bundesland anders und es macht auch jede Stadt anders.
Ich war übrigends nie arbeitslos, ausser in der Zeit von Sept.09 bis Mai 10.
lg
salome
Beitrag von king.with.deckchair - 04.08.10 - 15:33 Uhr
"also die Arge übernimmt die Kosten für eine Umschulung dann, wenn du min. 7 Jahre aus deinem erlernten Beruf raus bist. Früher nur, wenn die Gesundheit nicht mehr mitmacht und das belegt wird durch Gutachten ect... "
Quark.
Beitrag von wuestenblume86 - 04.08.10 - 16:04 Uhr
Was hast du denn studiert?
Kannst du nicht den Master machen? Ich meine damit nicht im selben Studiengang, sondern in einem Themenverwandten.
Mit etwas BWL im Studium, kann man zum Beispiel den Master in BWL machen.
Wäre sowas keine Möglichkeit für dich?
Beitrag von urenk - 05.08.10 - 11:40 Uhr
Wenn ich BWL studiert hätte, würde ich nicht davon schreiben, dass es nichts auf dem Arbeitsmarkt gibt. BWL'er sind sehr gefragt.
Ich würde gerne eben in diesen Bereich wechseln, aber da ich finanziell mit 400-€ Jobs und Studium nicht über die Runden komme, wäre eine Ausbildung am besten. Nebenbei studieren würde ich dann ggf. auch.
Beitrag von wuestenblume86 - 05.08.10 - 11:52 Uhr
Hallo!
Nein, mit BWL hat man es schwer zur Zeit, denn es gibt viel zu viele 
Eine sehr gute Freundin hat an der Berufsakademie Int. Business Administration studiert und ihren Master in BWL und ist nun fertig mit dem Studium. Sie hat einen 1er Abschluss, spricht 4 Sprachen flüssig, viel Berufserfahrung auch in renommierten Häusern wie Ernst&Young und bekommt entweder nur schlechtbezahlte Angebote oder Absagen, weil der Markt eben sehr voll ist. Einer anderen Freundin mit langjähriger Erfahrung an der Börse geht es ähnlich 
Und falls du gelesen hast
ich bin nicht davon ausgegangen, dass du BWL studiert hast. Aber wenn du dich mal bei deiner Asta beraten lässt und evtl. in Kontakt trittst mit interessanten Bereichen und Studienberatern, wirst du sehen, dass man den Master auch ohne das passende Bachelor-Studium machen kann.
Und bzgl. dem Finanziellen
ein Masterstudiengang geht über 2 Jahre inklusive Praxiszeit und es sind nur 2 oder 3 Tage Vorlesung (oft auch Blockunterricht), damit man eben nebenher arbeiten gehen kann. Sollte es dann noch nicht reichen, kann man bei der kfw-Bank auch einen zinsgünstigen Studienkredit beantragen 
lg
Beitrag von urenk - 05.08.10 - 12:05 Uhr
Hi,
ja, ich hatte dich schon verstanden. Mein Studiengang hatte gar nichts mit dieser Richtung zu tun. Ich will ja komplett wechseln. Es ist einfach nicht "mein Ding", wie ich leider festgestellt habe. Ich habe mein Studium überzogen, weil ich es nicht geschafft habe mich zu motivieren endlich den Abschluss zu machen.
Einen Kredit bei der NRW Bank hatte ich und ich habe dank des Studiums schon ein paar Schulden angesammelt. Langsam würde ich sie lieber abbezahlen, statt mehr anzuhäufen und das Geld umsonst aus dem Fenster zu werfen.
Das wäre Verschwendung.
Ich könnte in Verbindung mit einem BWL oder ähnlichem Studium mein bisheriges Studium sicherlich gut anwenden. Aber das was ich bisher habe, bringt mir allein leider nichts.
Nur den Master zu machen wäre Zeit und Geldverschwendung.
Beitrag von urenk - 05.08.10 - 12:17 Uhr
Was ich noch vergessen habe:
Du hast natürlich Recht insoweit, dass kein Studium oder Ausbildung eine sichere Garantie für eine Arbeit bieten. Aber bei BWL, WiWi, VWL gibt es mehr Möglichkeiten.
Ich kenne jemanden, der jetzt seinen Doktor schreibt und anschließend hat gute Aussichten hat an der Uni zu bleiben.
Ein anderer hat bei Thyssen-Krupp angefangen. Eine weitere Person hat eine Controlling-Stelle an der Uni bekommen.
Es ist nicht nur das Studium, Praktika und Sprachkenntnisse, sondern natürlich die Fähigkeit sich zu verkaufen, eine ordentliche Portion Glück und richtige Kontakte.
Das ist mir alles klar. Aber ich rechne mir mehr Chancen aus, wenn ich eine andere Fachrichtung einschlage. Man kann sich auch selbständig machen später und sein Glück versuchen.
Beitrag von motte1986 - 04.08.10 - 23:17 Uhr
Warum studierst du dann nicht einfach deine Fachrichtung, die dir beliebt? Oder hast schon wärend des ersten Studium gewechselt?
Sorry, aber das ist schon echt dreist, dass man davon ausgeht, dass man, weil man keinen Bock auf den erlernten Beruf hat, gleich alles finanziert bekommt!!!!
Da könnte ja jeder kommen!!!!!
Beitrag von urenk - 05.08.10 - 11:42 Uhr
Lern doch mal richtig lesen, bevor du dir mit den Stirnschlägen weh tust.
Dann verstehst du, was ich geschrieben habe.
Beitrag von motte1986 - 05.08.10 - 11:51 Uhr
Ich habe deinen dreisten Text schon gelesen, keine Angst!
Du hast keine Lust mehr auf deinen erlernten Beruf und bekommst im Moment keine Stelle.
Ja, was meinst, wievielen Arbeitnehmern es in DE genauso geht?
Nur weil man keinen Bock hat und grad mal nix bekommt, bekommt man nicht gleich alles hinterher geschmissen!!!!
Es gibt bedürftigere Menschen, die dringend ne Umschulung brauchen, weil sie in ihrem erlernten Beruf gesundheitsbedingt nichtmehr arbeiten DÜRFEN!!!!
Und du hast nur keine LUST!!!!
Merkst du noch was?
Beitrag von urenk - 05.08.10 - 12:12 Uhr
Dreist finde ich hier nur dich. Hast du überhaupt was gelernt oder warst du nur mit Kinderkriegen beschäftigt?
Hier stellt sich nicht die Frage nach der Bedürftigkeit, die stelle ich gar nicht in Frage.
Wenn meine Chancen eine Arbeit zu bekommen gleich Null sind, findest du es also besser von mir mich arbeitlos zu melden und dem Staat auf der Tasche zu liegen anstatt mich um eine Alternative zu bemühen?
Coole Einstellung von dir!
