Was versteht ihr unter gutem Nettoeinkommen?

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Beitrag von bina-lady - 05.08.10 - 22:34 Uhr

Überall wird immer von gutem Nettoeinkommen geredet aber was ist den heutzutage ein gutes Nettoeinkommen?
Eure Meinung ist gefragt..

Liebe Grüße

Beitrag von motte1986 - 05.08.10 - 22:39 Uhr

Hm, ich würde sagen, das liegt im Auge des Betrachters!!!

Ein ALGII-Empfänger wird sicher andere Vorstellungen haben, als ein Topmanager...

Für mich ist ein gutes Nettoeinkommen, wenn wir unseren Lebensstandart so halten können und uns einen 2Wöchigen Zelturlaub im Jahr leisten können, in dem wir jeden Abend was zu Essen bestellen können oder Essen gehen können, wenn ich meinen Söhnen alles kaufen kann, was sie brauchen, ohne rechnen zu müssen und unsere monatliche Ausgaben gedeckt sind.

Luxus (wobei auch das Auslegungssache ist...) brauchen wir keinen...Luxus ist für uns, wenn unser großer Sohn bei Oma schläft, der Kleine im Land der Träume ist und wir gammelig auf dem Sofa RUHE genießen können :-)

LG

Beitrag von bobb - 06.08.10 - 10:43 Uhr

Das ist doch mal ne tolle Einstellung. Vor allem der letzte Absatz!#pro

Beitrag von regentaenzer - 05.08.10 - 22:44 Uhr

Hallo,

die Beurteilung eines "guten" Netto-Gehaltes ist von so vielen verschiedenen Faktoren abhängig, dass es dafür keine allgemeingültige Zahl oder Grenze gibt.

Für mich zum Beispiel ist der Lohn meines Mannes und mein Gehalt gut, weil wir in einem Gebiet mit sehr hoher Arbeitslosigkeit leben.

Aber für uns gehört auch dazu: Unser jeweiliges Arbeitsumfeld ist aufstiegsorientiert, mit viel Eigenverantwortung und Rückhalt von Seiten des Arbeitgebers verbunden.

Ich kann mich bei meiner Arbeit frei entfalten und auch mein Mann hat nahezu absolute Handlungsfreiheit, zumindest soweit das in einem Angestelltenverhältnis möglich ist.

Wir haben gute, uns persönlich zufriedenstellende Jobs. Wir sind ausgelastet, aber nicht überlastet, relativ sicher beschäftigt und durch Eigeninitiative steigt auch das Gehalt. Trotzdem bleibt noch genug Zeit für Freizeit und Familie.

Gerade unser Kind (4 Jahre, hochbegabt, Autist) braucht viel Aufmerksamkeit und Unterstützung. So bin ich in meinem Job so von meinem Arbeitgeber gefördert, dass ich alle Therapien, Arzttermine etc. mit dem Kleinen ungehindert machen kann.

Wir haben also ein "gutes Nettoeinkommen", weil wir zufrieden sind, glücklich im Privatleben und in der Arbeit.

Dabei verdienen wir beide zusammen gerade mal 2200 Euro und dann kommt noch das Kindergeld dazu.

Aber aus einer Arbeit kann man viel mehr Befriedigung ziehen, als ein dickes Bankkonto.

LG und gute Nacht.

Beitrag von myimmortal1977 - 06.08.10 - 00:10 Uhr

Das liegt, wie andere Dir hier auch schon sagten, im Auge des Betrachters. Manche können sich mit "wenig" viel leisten, Andere sind mit "viel" noch am Schwimmen.

Kommt auf die persönlichen festen Ausgaben drauf an. Wie man sich selbst strukturiert, was einem wichtig ist und was nicht.

Im Alter werden sicherlich die Gutverdiener die "Gewinner" sein. Denn an der Rentenhöhe läßt sich schon was mit besserem Gehalt drehen. Zumindest nach heutigem Stand, lassen wir das Unken mal dahin gestellt sein, ob man in 30 Jahren überhaupt noch eine gesetzliche Rente bekommt.

Wenn Du es ganz genau wissen willst, es gibt im Netz öffentliche Statistiken, wer ab welchem Einkommen zu den Besserverdienenden gehört.

LG Janette

Beitrag von fraukef - 06.08.10 - 07:37 Uhr

ich kann mich da nur anschließen

"Kommt auf die persönlichen festen Ausgaben drauf an. Wie man sich selbst strukturiert, was einem wichtig ist und was nicht. "

So ist es. Wir haben vor 3 Jahren zB ein Haus gekauft (mit den entsprechenden Unkosten dazu) - sind aufs Land gezogen - und brauchen daher auch 2 Autos. Vermutlich hab ich daher auch andere Ansprüche als jemand, der stadtnah in ner kleinen Wohnung lebt und aufgrund der guten öffentlichen Verkehrsmittel oder einer Entfernung, die mit Fahrrädern zu überbrücken ist, kein AUto braucht...

"Im Alter werden sicherlich die Gutverdiener die "Gewinner" sein. Denn an der Rentenhöhe läßt sich schon was mit besserem Gehalt drehen. Zumindest nach heutigem Stand, lassen wir das Unken mal dahin gestellt sein, ob man in 30 Jahren überhaupt noch eine gesetzliche Rente bekommt. "

Da widerspreche ich ein wenig. Also ich denke schon, dass die Gutverdiener die Gewinner sein werden - unabhängig von der gesetzlichen Rente - ein Wegfall dieser würde das Problem nur noch verschärfen... Ich nehm mal wieder unser Häusschen. Das kostet uns jetzt richtig viel Geld - aber dafür werden wir im Alter mietfrei wohnen. Ob wir hier bleiben oder ob uns das Haus zu groß ist und wir uns zu zweit ein nettes Bungalow oder sowas suchen, lass ich mal offen... So - damit wäre (unabhängig von der Rentenhöhe) ein Rentenbeitrag schon mal erfüllt... Und auch sonst versuchen wir natürlich jetzt schon so viel Geld auf Seite zu legen und anzulegen, dass im Alter was übrig bleibt... Und diese Möglichkeit zur Vorsorge hat man natürlich nur mit nem guten Einkommen - oder anders herum gesagt und ins Extrem gegriffen - ein HArtz IV Empfänger wird sicherlich kein Geld auf Seite legen können - wovon denn auch?

LG
Frauke

Beitrag von my.jessi - 06.08.10 - 21:34 Uhr

Hallo

ich habe auch oft gedacht, auf jeden Fall viel für's Alter sparen. Mittlerweile bin ich aber auf dem Standpunkt, lieber schneller und höher das Haus abzahlen als Geld niedrig verzinst irgendwo zu parken und nicht zu wissen, was man davon in 30 Jahren noch kaufen kann. Ich habe das in meiner Familie erlebt, wir kommen nicht aus Deutschland und meine Tante hatte sehr viel Geld gespart. Da kam plötzlich die riesen Inflation und ihr Geld war noch so viel wert, dass Sie sich ein Brot kaufen konnte! Klar, wenn ich da noch Schulden hab lösen sie sich auch schnell auf. Lieber ein bezahltes Haus als viel Geld auf der Bank, denn das Haus bleibt immer und kostenlos wohnen kannst du nirgendwo anders!

Beitrag von lilja27 - 06.08.10 - 06:27 Uhr

HM ein gutes Nettoeinkommen
Also kommt natürlich auch auf den beruf lebensstandart und bildung an etc.
Also ich finde ein nettoeinkommen von 1500€ -1700€ als gut.
Denn damit kommt man als auch single gut zurecht, wenn man selbst und allein alles an kosten bewältigen muss wohnung auto etc oder alleinerziehende mutter ist.

Wenn man mal löhne und gehälter betrachtet, von bäckerei oder metgereifachverkäuferinnen , frisuren verkäuferinnen in discountern die auch ihre 40 std in der woche arbeiten und dabei nicht mal auf 1000€ netto kommen, wie soll man damit gut leben?

lg

Beitrag von curlysue1 - 06.08.10 - 07:26 Uhr

Hallo,

für mich ist ein gutes Nettoeinkommen ab 2300€ (Alleinverdiener).

LG

Beitrag von sonntagsmalerin - 06.08.10 - 08:14 Uhr

Gut oder zufriedenstellend? ;-)

Also ein gutes Nettoeinkommen sind für mich 3.000 Euro - das wär schön ;-)

Aber zufriedenstellend ist auch schon weitaus weniger. Und klar kommt man auch mit noch einmal weniger ;-)

LG
Clarissa

Beitrag von mausebaer2009 - 06.08.10 - 09:00 Uhr

Für unser Empfinden (wir leben im teuren Rhein-Main-Gebiet) ist unser momentanes Nettoeinkommen (zusammen 1 x Vollzeit und 1x Teilzeit inkl. 1 x Kindergeld = 3000 EUR) schlecht....

Möchten so gerne ein kleines Reihenhaus kaufen und noch ein zweites Kind aaaaber dafür muss erstmal ein kleiner Geldsegen in Form von Gehaltserhöhungen her... ;)

Andere wiederum, die vielleicht auch im ländlicherem Raum wohnen werden mit 3000 EUR sehr gut zurecht kommen?!

Also ich finde ein Gesamteinkommen ab 3.500 EUR gut....wie gesagt es kommt auch auf die Gegend an....

LG

Beitrag von nele27 - 06.08.10 - 09:18 Uhr

Hi,

bevor ich nach Hamburg zog, habe ich ein Familieneinkommen ab ca. 3000 Euro netto als gut bezeichnet.

Hier erhöhe ich mal auf 3800 bis 4000 Euro - wegen der teureren Lebenshaltungskosten, vor allem für Wohnraum. Wir lagen 1,5 Jahre lang deutlich drunter, weil ich Alleinverdiener war. Jetzt gehts uns zum Glück ganz gut #freu Kenne also beides...

LG, Nele

Beitrag von manavgat - 06.08.10 - 11:15 Uhr

Ein gutes Einkommen bedeutet, ich werde für meine Leistung angemessen bezahlt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von derhimmelmusswarten - 06.08.10 - 19:03 Uhr

Das kommt doch ganz auf die Region, in der man lebt und auf den Beruf an.

Ich muss mir von meinem Gehalt ein Auto leisten können, Lebensmittel und später die Kosten für mein Haus (also die Unterhaltungskosten). Ich brauche keinen Luxus. Ich möchte hier bleiben, wo ich bin. Da ich zugegebenermaßen zu faul bin, um weit zur Arbeit zu fahren, werde ich wohl nie ein Top-Einkommen haben. Da ich aber dadurch weniger Fahrtkosten habe, relativiert sich das schon wieder.

Beispiel: Meine Freundin hatte eine 40 Stunden-Woche plus Überstunden 70 km entfernt. Ich eine 35-Stunden-Woche, nie Überstunden, 15 km entfernt. Sie verdiente 600 Euro netto mehr, hatte aber mindestens 250 Euro höhere Benzinkosten. Hinzu kam der Verschleiß am Auto und damit verbundene Reparaturkosten. Auf den ersten Blick mochte sie ein gutes Nettoeinkommen haben; auf den zweiten hatte ich nur ein geringfügig schlechteres (wenn man mal die Rente außer Acht lässt).

"Gut" lässt sich für mich nicht in Zahlen ausdrücken. Das kommt auf die Lebensumstände an. Mir reicht ein altes Auto, ein stinknormaler Job, Lebensmittel aus dem Discounter und billige Klamotten. So lange ich mir das leisten kann, ist mein Nettoeinkommen für mich persönlich gut.

Beitrag von bettibox - 06.08.10 - 19:25 Uhr

Das kann man sicherlich nicht pauschal beantworten.

Ein gutes Nettoeinkommen ist in teuren Städten wie Stuttgart, Frankfurt oder München sicherlich anders zu bewerten als irgendwo auf dem Land.

30 km von uns entfernt ist das Leben um einiges billiger und daher auch die Einkommen.

Beitrag von litalia - 06.08.10 - 19:27 Uhr

im osten sind 1800 netto ein gutes gehalt!.... da träumen viele von.

in anderen bundesländern sind 1800 eher schlecht als recht.

kann man also meiner meinung nach garnicht vergleichen.

im "osten" sind die lebenshaltungskosten auch etwas günstiger

vergleiche die mieten mit leipziger vorort mit der miete für münchen.

sind auch zwei paar verschiedene schuhe.


mein Bekannter fängt ab montag einen neuen Job an, 40 stunden woche, 3 schichten, in einer auto zulieferer firma und verdient 5,50 die stunde.
er ist übrigens 35 und hat etwas gelernt ;-)
die ersten zwei wochen laufen als "trainingsmaßnahme" über die arbeitsagentur wo er also zwei wochen 40 stunden arbeitet und GARNIX verdient

da kannst du dir ausrechnen was ihm netto übrig bleibt. er hat 2 kinder die er im osten nie alleine ernähren könnte trotz vollzeit arbeit dank den niedriglöhne und ausbeuterei was von der arbeitsagentur dank rainingsmaßnahmen wunderbar unterstützt wird.

darum resignieren auch gerade im osten viele und leben gut von alg2.
ich kann es sehr gut verstehen.



Beitrag von wuestenblume86 - 06.08.10 - 22:30 Uhr

Meinem Empfinden nach um unseren Standard zu halten und dennoch zu sparen, brauch man etwa 3.500 Euro und mehr #freu