Hallo liebe Urbianer,
im Moment befinde ich mich beruflich in einer ziemlich verzwickten Situation und such euren Rat, vielleicht auch jemanden der in einer ähnlichen Situation steckt. Ich bin 30 Jahre alt, habe zwei Kinder und bin seit November 05 (bis Dezember 12) in Elternzeit. Mein Mann ist beruflich bedingt nur am Wochenende zu Hause. Verwandtschaft haben wir hier keine. Mein Arbeitsplatz befindet sich in FFM, nun sind wir aus privaten Gründen ins Rheinland gezogen. Aufgrund der Entfernung werde ich meine Arbeit dort wohl nächstes Jahr nicht mehr aufnehmen können und muss mir hier eine neue Anstellung suchen. Nun frage ich mich immer öfter, ob das Arbeiten unter unseren Vorraussetzungen überhaupt machbar ist. Ich bin unter der Woche alleinerziehend, selbst am Wochenende ist ein Mann nicht verlässlich da. Ich muss Krankheits-/Ferienzeiten etc. komplett allein abdecken können. Ich bin zeitlich total unflexibel. Betreuungsangebote gerade in den Ferien gibt es hier nur unzureichend. Im Schuljahr/Kindergartenjahr sind die Betreuungsangebote und -zeiten sehr starr, zu Lasten meiner Kinder. Ein anderes soziales Netz konnte ich bisher noch nicht aufbauen. Omas und Opas wohnen 500 km weit weg, arbeiten teilweise noch oder sind nicht verlässlich. Finanziell gesehen müsste ich vielleicht nicht unbedingt arbeiten, aber ich möchte es eigentlich schon. Aber irgendwie feht mir im Moment echt ne Idee wie ich die Betreuung meiner Kinder, Haushalt & Garten und Arbeit unter einen Hut bringen kann, ohne dass ich meine Mädels von morgens bis abends in der Schule oder im KiGa lassen muss, mal ganz von Ferien und sonstigen Schließtagen abgesehen.
Vielleicht ist ja jemand in einer ähnlichen Situation und bekommt das alles geregelt.
LG Sonne
Ist das zu schaffen?
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Beitrag von sonne0410 - 12.08.10 - 14:39 Uhr
Beitrag von lebelauter - 12.08.10 - 14:49 Uhr
ich wohne auch im rheinland, unser kiga hat von 7 bis 17 uhr regulär und bis 19 uhr notdienst geöffnet.
schliesszeiten sind nur zwischen weihnachten und neujahr, an gesetzl. feiertagen, rosenmontag und 1 x im jahr 1 tag betriebsauslug...
erkundige dich nach:
tagesmüttern
tagesmütternotdienst
andere kiga/schuleltern, die mal ein kind mitnehmen können (zum beispiel jeden zweiten freitag, dass du auch mal länger arbeiten kannst)
leih-omas
babysitter
studenten, die sich mal was dazuverdienen wollen
evtl arbeitslose oder hausfrauen in der nachbarschaft und und und.
gut machen das auch die praktikantinnen in den kigas... versuchs mal 
wenn dun nicht arbeiten gehen MUSST, such dir halt was in teilzeit... und gönn dir ne haushaltshilfe... zeit mit den kindern ist viel wertvoller als zeit mit dem schwamm in der hand.
LG
Beitrag von maddi35 - 12.08.10 - 14:57 Uhr
Hallo,
ich bin zwar nicht in einer ähnlichen Situation, aber da mein Mann auch von morgens bis abends aus dem Haus ist, muss ich das auch im Prinzip alleine hin bekommen. So wie wohl die meisten, oder?
Ich arbeite 20 Std. in der Woche, evtl. stocke ich demnächst auf 28-30 Std. auf.
Meine Kinder sind bis 14.00 Uhr betreut, die Oster und Herbstferien teile ich mit meinem Mann, heißt er eine Woche und ich eine. Weihnachten habe ich sogar Urlaubssperre, da bin ich immer auf eine gute Freundin angewiesen. Ab und an war Oma dann auch schon für eine Woche hier.
Ansonsten gibt es bei uns noch die Ferienbetreuung, so etwas gibt es bei euch bestimmt auch. Dein Mann hat doch sicherlich auch mal Urlaub?
Ich muss einmal in der Woche mittags arbeiten, da habe ich dann eine Tagesmutter. Diese springt auch ein wenn eines meiner Kinder krank ist.
Es ist alles eine Frage der Organisation, wenn man will geht das schon. Verwandte habe ich hier auch keine, aber ich liebe meine Arbeit und nehme dafür gerne ein wenig (Planungs)stress in Kauf.
lg
maddi
Beitrag von nightwitch - 12.08.10 - 15:18 Uhr
Hallo,
klar ist das regelbar. Was sollen denn sonst bitte alle Alleinerziehenden machen?
Die bekommen ihren Job und ihre Familie ja auch irgendwie unter einen Hut.
Gruß
Sandra
Beitrag von blondesgift81 - 12.08.10 - 15:30 Uhr
Hallo Sonne,
ich kann dich gut verstehen.
Mein Mann ist unter der Woche auch nicht zu Hause. Kommt meist erst Samstags nachmittags nach Hause.
Ist dann nicht immer ganz so einfach und ist SEHR WOHL etwas anderes, als wenn ein Mann abends noch heimkommt und über Nacht bleibt.
Ich hab allerdings das Glück das meine Eltern und Großeltern sich gut um meine Tochter gekümmert haben. Ich habe schon im Juni eine Teilzeitstelle (Zu Glanzarbeitszeiten von halb 9 bis halb 1) bekommen.
Der Kindergarten ist allerdings letzte Woche erst angefangen.
Hätte ich meine Familie nicht gehabt, wäre es definitiv NICHT gegangen.
Meine Freunde gehen auch arbeiten, wir sind im Freundeskreis die einzigen mit einem Kind.
Wir wohnen SO auf dem Land, dass ich 9km fahren muss bis zum Kiga und da gibt es keine Krippe oder so.
Und wenn man einen Basisjob machen möchte, fordern die meisten Chefs auch Flexibilität. (Ich arbeite noch 30Std im Monat im EH)
Wie gesagt, ich kann dich gut verstehen und einfach ist das sicher nicht.
LG
Mary
Beitrag von manavgat - 12.08.10 - 17:46 Uhr
Warum zum Kuckuck seid ihr ins Rheinland gezogen, wenn Dein Mann nur am WE da ist und Dein Arbeitsplatz in FFM ist?
btw: unter der Woche alleinerziehend gibt es nicht. Du bist nicht allein erziehend, ihr habt Euch nur schlecht geeinigt, wer was macht.
Gruß
Manavgat
Beitrag von sonne0410 - 12.08.10 - 18:18 Uhr
Vielen Dank erstmal für die Antworten. Wir sind ins Rheinland gezogen mit der Perspektive, dass es hier vielleicht einmal die Möglichkeit gibt, dass mein Mann für ein Paar Jahre bei seiner Familie sein kann. Mein Mann hat einen Beruf, der auch ins Privatleben eingreift. Er ist Offizier bei der Bundeswehr und wir sind daher eher fremdbestimmt. Ja und wie eine TE schrieb ist es sehr wohl ein Unterschied, ob der Mann jeden Abend nach Hause kommt oder nicht. Sicher hat mein Mann auch Urlaub, aber es wäre nicht das erste Mal, wenn dieser kurzfristig verschoben werden müsste. Es gibt auch Zeiten, da kann er einfach keinen Urlaub nehmen, wie z.B. gerade jetzt. Oder er muss mal eben für 4 Monate in den Auslandseinsatz. Das sind alles Eventualitäten, die nicht eintreten müssen, aber mit denen ich trotz allem kalkulieren muss. Nein, und wir haben uns nicht schlecht geeinigt. Wir hatten die Wahl zwischen alle 2 Jahre umziehen, die Kinder ständig aus ihrem Umfeld herausreißen, oder ihnen ein stabiles zu Hause zu bieten.(mit der Hoffnung, dass der Papa hier auch einmal ne Stelle bekommt). Leider sind auch in unserer Gegend die Kindergartenöffnungszeiten nicht so toll. 3 Wochen Sommerferien, 1 Woche im Winter, diverse Schließtage wegen Veranstaltungen etc....Notbetreuung in anderen KiTas wird leider nicht angeboten.
Beitrag von maryam1410 - 13.08.10 - 07:41 Uhr
das sieht hier aber ganz genauso aus.
ich decke mit meinen 6 wochen jahresurlaub die gesamten zeiten ab - das kommt hin.
es ist also machbar.
achja, ich arbeite 30 stunden die woche, familie die mal einspringt, haben wir nicht - und es geht. es ist stressig, aber es geht.
Beitrag von sonne0410 - 13.08.10 - 09:50 Uhr
Ja, dann hat man die Sommerferien abgedeckt. Meine Große kommt aber im September in die Schule, dann gibt es noch Herbst und Winter und Osterferien.Hier noch ein Schließtag der KiTa, da mal eben Schule zu. Und ich kann mich nicht darauf verlassen, dass mein Mann frei bekommt oder hier irgendwer die Kinder nimmt. Aber danke
Beitrag von susanne85 - 13.08.10 - 00:31 Uhr
hallo
kennst du mich noch?
wir sind ja genau aus dem grund raus aus der stadt. arbeitsplätze sind rar, die hinfahrt und rückfahrt vom kindergarten ist langwierig und schlecht .
die kita öffnungszeiten sind einfach blöd...
aber eins möchte ich dir sagen, deine stadt bietet sehr wohl ferienbetreuung an, wende dich mal ans jugendamt. die geben kinder dann in andere kitas wenn du nicht frei bekommst.
alles in allem empfand ich es bei euch nicht wirklich " machbar"
die wenigen tagesmütter die dort hinten sind, holen nicht von der kita ab oder bieten miserable zeiten an.
lg
Beitrag von sonne0410 - 13.08.10 - 10:06 Uhr
Hallo,
schön von Dir zu hören. Na klar kenn ich Dich noch. Ich finde es auch echt schade, dass wir uns aus den Augen verloren haben. Das es eine Ferienbetreuung gibt wusste ich wirklich nicht. Ich habe mich mit einigen Müttern aus der KiTa unterhalten und die haben alle gemeint, dass sie die Kinder nirgendwo anders unterbringen könnten. Aber danke für die Info.... Geht es Euch denn ansonsten gut?
Liebe Grüße
