Drama im Buero

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Beitrag von chaussmann - 16.08.10 - 05:00 Uhr

Suche nach Rat,

zwei meiner Kolleginnen werden in den naechsten Tagen kuendigen. Wir haben ein freundschaftliches Verhaeltniss und treffen uns oefter privat. Die Gruende fuer deren berufliche Situation konnte ich immer verstehen und habe sie immer unterstuetzt. Naechste Woche gehe ich in den Urlaub. Diese beiden sind meine Vertretung. D.h meine Vertretung ist im Eimer. Soll ich zu meinem Chef gehen und ihm die Situation gestehen? Ich bin privat mit der Familie meines Chefs und ihm selbst auch gut befreundet. Wo faengt hier Loyalitaet an und wo hoert sie auf? Die beiden Kolleginnen sind natuerlich schon mit ihren Gedanken im neuen Job-kann ich auch verstehen-aber ich stehe da wie bloed (Urlaub verschieben ist nicht das ist der Familienurlaub meiner Family). Wie wuerdet Ihr handeln?
Danke

Beitrag von diamant - 16.08.10 - 06:37 Uhr

wenn dein urlaub genehmigt wurde, ist es doch nicht deine sache, wer die vertretung übernimmt.

da muß sich doch der chef drum kümmern.

Beitrag von parzifal - 16.08.10 - 08:17 Uhr

Hören die Kollegen denn von heute auf morgen auf?

Wäre die Arbeitsstelle während Deines Urlaubs also unbesetzt?

Beitrag von knutschka - 16.08.10 - 06:53 Uhr

Hallo,

haben denn beide Kollegen keine Kündigungsfrist?

Wie ich selbst handeln würde, weiß ich nicht, aber ich finde es merkwürdig, dass beide Kolleginnen Knall auf Fall kündigen wollen und dass das dann auch durch geht...

LG Berna

Beitrag von anja676 - 16.08.10 - 08:44 Uhr

Hallo,

ich verstehe auch nicht so ganz, wieso das ein Problem sein sollte. Sind die Beiden noch in der Probezeit? Ansonsten müssten sie eine Kündigungsfrist haben. Ich würde das mit denen zuerst klären. Ansonsten wäre von mir aus auch ein Gespräch beim Chef fällig. Ich fühle mich für meine Arbeit insoweit verantwortlich, als dass ich schon wissen möchte, dass meine Urlaubsvertretung klappt.

Fürs nächste mal: Freundschaften sucht man sich weder auf Arbeit noch beim Nachbarn. Dann kann es auch nicht zu solchen Problemen kommen. ;-)

LG Anja

Beitrag von manavgat - 16.08.10 - 08:54 Uhr

Da wirst Du Pech haben. Der Chef kann aus wichtigem Grund die Urlaubsgenehmigung zurückziehen, allerdings muss er eventuelle Stornokosten dann tragen.

Wenn Du mit ihm privat auch bekannt bist, dann würde ich mit ihm sprechen. Machst Du das nicht, können eventuell höhere Stornokosten an Dir hängen bleiben.

Man kann nicht einfach sagen: mir doch egal, wie und ob der Laden läuft, mein Urlaub geht vor. Das deckt sich übrigens - und das ist gut so - nicht mit dem Arbeitsrecht (was auch Pflichten beinhaltet).

Gruß

Manavgat

Beitrag von wemauchimmer - 16.08.10 - 11:17 Uhr

Daß Deine Kolleginnen Dir gesagt haben, daß sie kündigen werden, bevor sie es getan haben, ist äußerst unprofessionell und sie bringen Dich in eine beschissene Lage, wie Du gerade merkst. Ich habe in meinem mittlerweile ca. 20jährigen Berufsleben noch niemals erlebt, daß jemand so dumm, egoistisch und gedankenlos war.
Du mußt ja praktisch jetzt zum Chef gehen und es ihm sagen. Denn was willst Du sonst machen, wenn er, nachdem er die Kündigungen hat, Dich fragt, ob Du es schon vorher wußtest? Ihn anlügen? Das kann aber ganz schnell rauskommen, dann hast Du ein Riesenproblem.
Ich finde, Du kannst höchstens folgendes machen. Du gehst zu diesen "Kolleginnen" und sagst ihnen, Du mußt diese Sache dem Chef melden, sie können dem zuvorkommen, indem sie noch heute ihre Kündigungen einreichen.
Das mit Deinem Urlaub ist wirklich das kleinere, wenn auch unmittelbarere Problem. Wie schon geschrieben, erstmal ist Dein Urlaub genehmigt, es ist nicht Deine Sorge, wie das funktioniert, sollte der Urlaub gestrichen werden, muß die Firma die Stornierungskosten tragen. Da Dein Chef es ja wohl zu schätzen wissen wird, wenn Du Loyalität beweist, wird er an einer Lösung interessiert sein, die Dich zufriedenstellt.
LG

Beitrag von inblack - 16.08.10 - 11:23 Uhr

Komische Situation.
Müssen die beiden keine Kündigungsfrist einhalten?

Ich würde die beiden bitten, mit dem Chef zu sprechen - wenn sie wirklich Freunde sind, dann verstehen sie den Grund mit deinem Urlaub.

Tun sie es nicht, dh sie sind so egoistisch, dann sind sie auch keine Freunde. Dann würde ich selbst mit dem Chef sprechen und auch die beiden pfeifen.

DU musst künftig mit deinem Chef klarkommen.

Beitrag von vwpassat - 16.08.10 - 11:26 Uhr

Ich würde mich da raushalten.

Wie der Chef Deine Vertretung organisiert, ist nicht Dein Problem.

Beitrag von chaussmann - 16.08.10 - 13:39 Uhr

Vielen Dank fuer Euren Rat. Ich arbeite in den USA und hier gibt es keine Kuendigungsfristen, auch keine Arbeitsvertraege.

Ich werde mit meinem Chef reden.
Danke nochmal

Beitrag von vwpassat - 16.08.10 - 13:56 Uhr

Das hättest Du auch im Eröffnungspost schreiben können.


Beitrag von parzifal - 16.08.10 - 15:26 Uhr

"Ich arbeite in den USA"

So eine wesentliche Info lässt Du einfach weg?

Ich hoffe im Büro (in den USA) bist Du etwas sorgfältiger.

Beitrag von woodgo - 16.08.10 - 17:07 Uhr

Hallo,

Du machst garnichts und bereitest Dich auf Deinen Urlaub vor.
Es sollte doch eine Kündigungsfrist geben, so mir nichts, Dir nichts können die doch nicht einfach kündigen und verschwinden#kratz

LG und einen schönen Urlaub

Beitrag von chaussmann - 16.08.10 - 19:44 Uhr

Tja so ist das eben in den USA - hire und fire.
In meiner Position kann ich mich nicht zuruecklehen und warten dass ein Wunder geschieht und andere meinen Job organisieren. Aber so sollte ich eigentlich jeder verhalten der in Lohn und Brot steht.

Ich habe mir schon meine Vertretung organisiert und meinen Chef in seinem Urlaub gestoert-er war aber froh ueber meine Offenheit
;-)