Ich hab mal eine ganz blöde Frage. Wie ist das eigentlich, bekommt jede fertig studierte Frau auch eine Stelle als Lehrerin. Also wen sie Lehramt studiert hat?
Oder wie läuft das genau?
Ich kenne mich null aus -Sorry
Bekommt jede/r Lehrer/in nach dem Studium einen Platz?
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Beitrag von kimberly1988 - 16.08.10 - 23:42 Uhr
Beitrag von sneakypie - 16.08.10 - 23:56 Uhr
Hallo,
mit dem Studium ist es nicht getan. Danach warten nochmal eineinhalb bis zwei Jahre Referendariat. Also erstmal Referendariatsplatz suchen. Kann schnell gehen, wenn man bereit ist, ans andere Ende von Deutschland zu ziehen. Kann jahrelange Wartezeit bedeuten, wenn man auf eine Region oder Stadt versteift ist. Danach kommt das zweite Staatsexamen.
Und natürlich gibt es auch arbeitslose Lehrer. Man hat ja keinen "Rechtsanspruch" auf einen Arbeitsplatz, sondern kann nur hoffen, dass a) die studierten Fächer gebraucht werden und b) auch grade Lehrer eingestellt werden.
Warum fragst du?
Gruß
Sneak
Beitrag von kati543 - 17.08.10 - 00:10 Uhr
Also eigentlich ja. Derzeit ist ein derartiger Lehrermangel in allen Gebieten Deutschlands, dass schon eigentliche Rentner und sogar "unfertige" Lehrer beschäftigt werden. Natürlich kommt es auch auf die Fächer an.
Beitrag von arkti - 17.08.10 - 00:51 Uhr
Das wird wohl auch dran liegen das viele Lehrer nicht bereit sind umzuziehen.
Traurig aber wahr.
Beitrag von sneakypie - 17.08.10 - 01:15 Uhr
Hallo,
"unfertige" Lehrer und Quereinsteiger werden sehr gern genommen, weil die weniger kosten als ein ausgebildeter Lehrer mit 2. Staats-Ex.
Das heißt leider nicht, dass alle fehlenden Stellen besetzt werden, und schon gar nicht, dass sie mit ausgebildeten Lehrern besetzt werden.
Hatte eine Freundin gerade, das Problem: in NRW zum Referendariat nicht zugelassen worden, aber als "Unfertige" hätte sie gerne anfangen können - wäre dann nämlich billiger gewesen.
Gruß
Sneak
Beitrag von schnucki3 - 17.08.10 - 08:10 Uhr
Das ist so nicht ganz richtig. Problem ist, dass die Referendarsstellen begrenzt sind, aber jeder hat den Anspruch innerhalb von 2 Jahren einen Platz zu erhalten.
Im Moment sieht es echt gut aus, zumindest in den alten Bundesländern besonders für die Lehrämter Haupt- , Real, Berufs-schule sowie Gymnasium. In den neuen Bundesländer soll es nahezu keine Stellen geben.
Dabei macht es finanziell einen ennormen Unterschied zwischen angestellten Lehrer und verbeamteten Lehrer (angeblich bis zu 1000€ netto Unterschied).
Ich werde dieses Halbjahr mit meinem Ref in hessen fertig und nahezu alle Refs haben verbeamtete Stellen in Aussicht, wenn sie die Prüfung schaffen. Ich habe auch schon einen Vertrag für eine Planstelle.
Also am besten informiert man sich beim Amt für Lehrerbildung in dem jeweiligen Bundesland, die wissen genau, welches Lehramt und welche Fächer gesucht werden und wie lange das so sein wird. Denn man muss bedenken, wie lange die Ausbildung dauert.
Ich habe 6 Jahre studiert, dann Ref (2 Jahre in Hessen), sind zusammen 8 Jahre Ausbildung.
Vielleicht konnte ich Dir helfen.
Beitrag von demy - 17.08.10 - 13:03 Uhr
Hallo,
du schriebst:
"Dabei macht es finanziell einen ennormen Unterschied zwischen angestellten Lehrer und verbeamteten Lehrer (angeblich bis zu 1000€ netto Unterschied). "
Der Unterschied ist ganz einfach zu merken warum das so ist, es ist auch keine feste Summe.
Beide Lehrer bekommen ein gleich hohes Bruttoentgelt.
Der angestellte Lehrer muss aber von seinem Bruttogehalt neben Steuern noch Sozialabgaben (wie jeder Arbeitnehmer) bezahlen, dazu gehören:
Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung.
Diese Sozialabgaben machen einen großen Batzen der Abzüge aus.
Ein verbeamteter Lehrer zahlt erstmal NUR Steuern, nichts weiter.
Eine verbeamteter Lehrer hat also KEINE Sozialabgaben von seinem Gehalt.
Ein Beamter muss allerdings sich und alle seine Familienangehörigen privat krankenzusatzversichern. Eine private Pfelegeversicherung ist ebenfalls Pflicht, den Abschluss muss er seinem Dienstherren nachweisen, sonst hagelts sogar Bußgelder.
Gruß
Demy
Beitrag von nele27 - 17.08.10 - 13:49 Uhr
***Dabei macht es finanziell einen ennormen Unterschied zwischen angestellten Lehrer und verbeamteten Lehrer (angeblich bis zu 1000€ netto Unterschied)***
Das hast Du richtig gehört. Meine Freundin (Niedersachsen) ist gerade dabei, sich verbeamten zu lassen - die meinte, es wären genau 1000 Euro Unterschied
Beitrag von nele27 - 17.08.10 - 08:48 Uhr
Hi,
es kommt ein bisschen auf die Fächerkombination an. Hast Du z.B. Mathe und Physik oder Latein und Spanisch studiert, kannst Du Dir die Schule aussuchen. An solchen Lehrern herrscht Mangel (wer studiert schon freiwillig Latein
)
Anders sieht es in den "normalen" Sprachen Deutsch und Englisch sowie in den Laberfächern (Geschichte, Politik etc.) aus. Diese Kombis haben sehr viele gewählt - ist halt nicht so speziell wie z.B. Physik.
Da kann es schon passieren, dass Du warten musst oder in irgendeine fiese Pampa ziehen musst 
Natürlich kommt es auch auf die Noten im Studium und Ref. an.
LG, Nele
Beitrag von manavgat - 17.08.10 - 10:03 Uhr
Leider nicht. Es ist immer sehr davon abhängig, welche Fächer/Fachkombinationen gesucht werden. Zur Zeit fehlt: Naturwissenschaften, Musik, Latein (eigentlich immer).
Gruß
Manavgat
Beitrag von nobility - 17.08.10 - 10:33 Uhr
" Derzeit ist ein derartiger Lehrermangel in allen Gebieten Deutschlands, dass schon eigentliche Rentner und sogar "unfertige" Lehrer beschäftigt werden "
Viele Lehrer glauben besondere Ansprüche an eine Arbeitsstelle zu haben.
Viele der Lehrer sind unterqualifiziert. Solche in einem Lehramt zu beschäftigen ist verantwortungslos an den Schülern.
Wer sagt denn, dass es nur dumme Schüler gibt, es gibt auch viele dumme Lehrer.
