Hallo,
von der Schuldnerberatung habe ich die Auflage bekommen, bis zum ersten Beratungstermin ein Haushaltsbuch zu führen. Das hab ich zwar immer mal gemacht bisher aber immer eher im groben Umfang.
Wie ausführlich müssen die Ausgaben aufgeschlüsselt werden?
Haushalt & Hygiene, kann ich das zusammen fassen oder muß ich das trennen?
Muß ich alle Bons aufheben und mit abheften?
Leider ist unsere Schuldnerberatung sehr schlecht telefonisch erreichbar
Täglich nur eine Stunde und dann ist dort .
LG zp
Schuldnerberatung - Fragen zum Haushaltsbuch
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Beitrag von zuckerpueppchen - 17.08.10 - 07:50 Uhr
Beitrag von mamavonyannick - 17.08.10 - 07:52 Uhr
hallo,
ich würde ALLES auflisten in der ersten Zeit und zur Kontrolle auch alle Bons aufheben.
vg, m.
Beitrag von zuckerpueppchen - 17.08.10 - 08:56 Uhr
Wir sind 5-köpfig und der Termin ist wahrscheinlich im März (9 Monate Warteliste). Dann such ich mir mal einen Container für die Bons
Beitrag von nele27 - 17.08.10 - 08:58 Uhr
Alternative: 9 Schuhkartons
Beitrag von lebelauter - 17.08.10 - 08:33 Uhr
- lebensmittel (brot, eier, gemüse)
- genussmittel /Süssigkeiten (schokolade, kaffee, zigaretten)
- getränke (wasser, säfte, milch)
- auswärts essen (restaurantbesuch, das happy meal für die kids, der döner zwischendurch, das belegte brötchen am bahn hof...)
- haushaltswaren (bodenreiniger, spüli, toilettenpapier)
- Körperpflege (Creme, Shampoo, Duschgel, Tampons)
- Kosmetik (Lippenstift, Haarfarbe, Nagellack)
- Bekleidung (bitte nach Personen aufschlüsseln)
- Gesundheitskosten (Praxisgebühr, Medikamente)
- Freizeit/Spaß (Eintritte, Geschenke, Spielwaren usw.)
- Luxus (Blumen, etc.)
-diverses
evtl kommen noch andere kategorien hinzu...
versicherungen, miete, gez, strom, telefon, handy, zeitschriftenabos usw, was aber normalerweise vom konto abgebucht wird...
hebe alle Kassenbelege auf, zahle nicht mit Karte und sei dir bei jeder ausgabe bewuisst, dass du sie anschliessend eintragen musst. für ausgaben, für die du keinen kasenbon bekommst (zum beispiel bockwurst mit brötchen amb straßenstand) schreibe dir einen eigenbeleg.
dein schuldnerberater bezweckt damit, dass du dir 1. über deine ausgaben bewusst wirst und 2. eben weisst, wieviel du zum leben brauchst.
Beitrag von nele27 - 17.08.10 - 08:44 Uhr
Die Kategorie "Spaß" find ich ja gut
Aber gehören da nicht auch Zigaretten und Alkohol rein?? 
LG, Nele
Beitrag von lebelauter - 17.08.10 - 09:17 Uhr
keine ahnung.... rauche nicht und trinke nicht...
Beitrag von zuckerpueppchen - 17.08.10 - 08:54 Uhr
Ich danke dir
Beitrag von nakiki - 17.08.10 - 09:13 Uhr
Hallo!
So ähnlich haben wir es auch aufgeteilt. Aber *räusper* Milch ist kein Getränk sondern ein Lebensmittel
.
Gruß nakiki
Beitrag von lebelauter - 17.08.10 - 10:08 Uhr
ernährungswissenschaftlich stimmt das, weil man ja seinen calcium, eiweiss und co gehalt nicht nur durch käse, sondern auch durch milch decken kann.
aber: hier gings ja um die ausgaben... und dann sollte man einfach sehen, ob milch wie ein getränk gekauft wird oder wie ein lebensmittel...
LG
Beitrag von seikon - 17.08.10 - 09:56 Uhr
Warum sollte sie nicht mit Karte zahlen? Ich verstehe immer nicht, wieso immer alle glauben, mit der Karte würde man den Überblick verlieren. Im Gegenteil. Ich finde, da hat man sogar die bessere Übersicht, weil ja wirklich alles auf dem Kontoauszug auftaucht. Finde bei Barzahlung hat man viel mehr Möglichkeiten sich selbst zubetrügen. Dann "verschwinden" doch mal 2 Euro in Genussmittel o.ä. die dann nicht im Haushaltsbuch gelistet werden. Frei dem Motto "die 2 Euro machens Kraut nicht Fett."
Wichtig bei Kartenzahlung ist nur, dass man öfter als alle drei Monate seinen Kontostand überprüft.
Ich zahle fast alles mit Karte und nur sehr wenig bar. Wenn ich einkaufen war trage ich das abends immer gleich in meine Liste ein und bewahre die Bons auch nur solang auf, bis es vom Konto abgebucht ist. Ausser ich brauche den Bon noch für Gewähleistung/Garantie.
Beitrag von nele27 - 17.08.10 - 10:01 Uhr
Ich seh es genauso...
ich habe immer nur 10-20 Euro in bar bei mir. Ich versuche, ALLES mit Karte zu zahlen. Natürlich gehört dazu, ca. 1x die Woche einen Kontoauszug zu holen oder alle Zahlungen aufzuschreiben, damit man sie zeitnah im HH-Buch verbuchen kann.
Bargeld versackt bei mir wesentlich häufiger als dass ich überflüssige Kartenzahlungen mache 
Es hat etwas gedauert, bis es nicht mehr zu der Situation "Wo sind denn die 15 Euro hin" kam und ich das HH-Buch lückenlos füllen konnte. Seit einiger Zeit belaufen sich die Fehlbeträge nur noch auf ca. 10 Euro monatlich, das ist ok...
LG, Nele
Beitrag von lebelauter - 17.08.10 - 10:15 Uhr
hallo,
wenn sie bei der schuldnerberatung ist und aufgefordert wurde ein haushaltsbuch zu führen, dann nehme ich an, dass sie konsumschulden hat, nicht mit ihrem einkommen auskommt, weil sie eben mehr ausgibt, als sie hat.
kartenzahlung verleitet deswegen zu mehrausgaben, weil man den betrag eben nicht auf den tisch legen muss, quasi immer geld hat, obwohl man vielleicht keins hat, manche unternehmen erst 2-6 tage später abbuchen.
ausserdem vereitelt es eine geiwsse einkaufsdisziplin:
schuldner werden oft angewiesen, nur mit einkaufszettel einzukaufen, keine spontankäufe zu tätigen. das funktioniert aber nicht, wenn die karte dabei ist.
ICH zahle auch fast ausschliesslich alles mit karte.
aber ich kann mit meinem geld umgehen, bin nie im minus und lebe auch nicht vom 1. bis zum 31. um aufs nächste geld zu schielen... geht bei uns auch gar nicht: stetiger geldfluss (rein und raus) wegen eigener Firma.
als ich mal ein haushaltsbuch geführt habe, ist KEIN geld verschwunden, sondern die kasse hat bis auf den cent genau gestimmt.
Beitrag von seikon - 17.08.10 - 10:38 Uhr
Natürlich hast du nicht ganz unrecht. Ich gehe auch davon aus, dass sie Probleme hat, den Überblick darüber zu haben, was an Geld rein kommt und was an Geld ausgegeben wird. Daher das Haushaltsbuch. Aber es ist halt fraglich, ob sie dann wirklich alles so konsequent einträgt, oder ob nicht doch mal das eine oder andere Produkt unterschlagen wird.
Aber jemand, der derartige finanzielle Probleme hat, hat meist auch keinen "Skrupel" einfach neues Geld von der Bank zu holen, wenn der Geldbeutel leer ist.
Die Gefahr, zu viel Geld mit der Karte auszugeben kann man aber auch minimieren. Bei unserer Bank ist es z.B. möglich, den Verfügungsrahmen der EC Karte sehr genau zu definieren. Je nach Einkaufsverhalten der TE kann man z.B sagen, nicht mehr als 30 Euro pro Tag, oder 80 Euro pro Woche oder so.
Aber es stimmt schon, dass es einem heute fast zu leicht gemacht wird, Geld auszugeben, das man gar nicht hat. Und ich finde es schade, dass es in der Schule nicht so etwas wie Hauswirtschaftsunterricht als Pflichtfach gibt. Denn das ist ein wirklich wichtiges Fach, das offensichtlich immer mehr gebraucht wird. Denn da lernt man ja nicht nur Kochen (was ich aber auch als sehr wichtig empfinde), sondern eben einen Haushalt zu wirtschaften. Und das scheinen immer weniger junge Leute zu beherrschen.
Beitrag von lebelauter - 17.08.10 - 11:33 Uhr
hallo,
ja, das mit den hauswirtschaftsunterricht fände ich auch gut... Kinder und Jugendliche sollten früh lernen, wie man geld einteilt, wie man damit umgeht, wie man (nicht) in schuldenfallen tappt... wie man eben mit sienem einkommen auskommt und nicht noch was und noch was und noch was kauft, wofür man kein geld hat... dass man keine konsumschulden machen sollte, dass auch 0%-finanzierungen teuer sind und und und...
es kann doch nicht sein, dass hier laufend erwachsene (!) Frauen fragen, wie hoch lebenshaltungskosten sein können/müssen. Und ich meine hier niocht den Teenie, der gerade von zuhause ausgezogen ist... Und selbst der ,üsste wissen, was es kostet...
Meine Tochter beispielsweise ist 5 und ich bringe ihr durchaus bei, dass zum Beispiel ein Käsebrötchen (diese überbackenen) fast 4mal so viel kostet wir ein normales Brötchen, wo die günstigen (noname) Produkte im Supermarkt stehen und dass man eben nur das einkauft, was auf dem Einkaufszettel steht. Dafür muss man den Einkaufszettel eben auch gut planen, in dem man sicgh überlegt, was man kocht, was man sonst isst und eben braucht. dazu muss man eine bestandsaufnahme von dem machen, was noch da ist. Ich finde, man kann gar nicht früh genug anfangen, Kindern das beizubringen.
LG
Beitrag von zuckerpueppchen - 17.08.10 - 11:34 Uhr
Ich suche die Schuldnerberatung auf, weil ich Altlasten habe, die ich mit meiner Abzahlung einfach nicht bewältigen kann und die Gläubiger die Geduld nicht unbedingt zum Frühstück löffeln 
Im Allgemeinen kann ich recht gut mit Geld umgehen. Wir haben wöchentlich ein Budget, das nicht überschritten wird. Wir haben keinen Luxus, gönnen uns keinen Luxus.
LG zp
Beitrag von lebelauter - 17.08.10 - 11:38 Uhr
und was sind das für altlasten?
konsumschulden doch wahrscheinlich, oder?
Beitrag von nele27 - 17.08.10 - 08:38 Uhr
Hi, ich führe auch ein Haushaltsbuch und habe folgende Posten:
Einnahmen:
Gehalt Nele
Gehalt Nils (mein Mann)
Kindergeld
Sonstiges (z.B. Steuernachzahlung, Geldgeschenke etc.)
Fixkosten:
Miete mit NK
Strom
Kita
Altervorsorge Nele
Altersvorsorge Nils
Aktienfonds
Sparen
Sparen Anton (mein Sohn)
Monatskarten
Telefon und Internet
Versicherungen
Zeitung
GEZ (erscheint nur alle 3 Monate)
Variable Kosten
Lebensmittel
Auto und Öffis
Nele
Nils
Anton
gemeinsame Freizeit
Haushalt
Anschaffungen (z.B. Klamotten, Möbel)
Hygiene und Kosmetik
Gesundheit
Sonstiges (z.B. Bankgebühr etc)
Ich habe das HH-Buch von der Commerzbank, ist super übersichtlich. Schmeiße die Bons immer nach Abrechnung weg, aber an Deiner Stelle würde ich sie bis zum nächsten Termin mal behalten.
LG, Nele
Beitrag von seikon - 17.08.10 - 10:00 Uhr
Wir haben folgende Kategorien:
Lebensmittel/Getränke
Hygiene/Drogerie
Reinigungsmittel
Babyartikel (Windeln, Einmalwaschlappen usw)
Tierbedarf
Medikamente
Zusätzlich habe ich je eine Spalte für die üblichen Geschäfte, bei denen ich kaufe.
Ich schreibe mir auf, wie viel % vom Budget (wir haben uns ein fixes Budget gesetzt, was wir nicht überschreiten wollen) ich ausgegeben habe. So sehe ich genau, wie ich da stehe. Ausserdem sehe ich genau, wie oft ich pro Monat einkaufen gehe. Da fallen dann Veränderungen sofort auf und können analysiert werden.
