Unglücklich in der Beziehung,

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Beitrag von dt80 - 24.08.10 - 15:56 Uhr

Hallo,

vorab vielen Dank für die Zeit die Sie sich nehmen.

Ich bin seid 2 ½ Jahren mit meiner Freundin zusammen und wir haben einen 8 Monate alten Sohn.
Aktuell ist es so das ich sehr unglücklich bin in meiner Beziehung und wäre da nicht
der kleine Schatz, ich auch längst weg wäre.
Meine Freundin ist auch eine super Mama und tolle Frau aber wir haben so grundverschiedene Ansichten was ein Familienleben betrifft.

Meine Freundin möchte das ich ständig zu hause bin (1x im Monat darf ich
1 Wochenende mit meinen Freunden etwas unternehmen) und sonst habe ich ständig da zu sein. Wissen Sie ich bin die ganze Woche abends zu hause und am Wochenende meistens auch aber ich verliere Stück für Stück den Kontakt zu meinen guten Freunden und das tut so weh. Vor allen Dingen meine ich das ich wirklich alles gebe was ich kann aber ich möchte mich nicht ganz verlieren. Sie meinte zum meinem Kompromiss das ich nicht weg gehe, aber ab und zu Freunde mich besuchen kommen , Wenn man ein Kind hat ist es vorbei das Freunde bei einem übernachten“ Das sehe ich aber anders. Ich denke man kann so etwas ohne weiteres verbinden, in einem gesunden Maß. Sie kann ja unter der Woche jederzeit zu Ihren Freunden fahren (macht Sie eher selten, braucht Sie nicht so oft wie ich) aber ich kann das aus beruflicher Sicht eben nicht. Oder ein anderes Beispiel: Ich war seit langer Zeit mal wieder mit meinem besten Freund für 2 Wochen in den Bergen. Da hat Sie sich angestellt, dass glauben Sie nicht. Ich hatte deswegen vor, während und nach dem Urlaub einen unglaublichen Stress.
Ich brauche meinen Freiraum, sonst dreh ich durch. Nur Arbeit und nur Vati sein reicht mir nicht aus und macht mich unglücklich, da ich selbst total zu kurz komme. Es ist sogar schon soweit das sie Schluss machen wollte und mit dem Kind zu Ihren Eltern (600 km entfernt) ziehen wollte. Das klingt alles evtl. undramatisch aber die Beziehung geht dadurch kaputt. Ich habe auch das Gefühl das Sie mich gar nicht sieht wer ich bin und was ich brauche sondern nur was ich am besten machen soll.

Beitrag von petrakel - 24.08.10 - 16:56 Uhr

Hallo dt80,

ich sage immer: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende! Letztendlich haben Sie doch schon längst innerlich entschieden, dass diese Situation mehr von Ihnen erfordert, als Sie zu geben bereit sind.

In einer Beziehung braucht jeder seine Freiräume und Respekt. Davon profitiert die Beziehung auch wieder. Wichtig ist bestimmt, dass Sie sich erst einmal selbst darüber klar werden, was Sie wollen. Dann sollten Sie offen mit Ihrer Frau darüber reden, die ja offensichtlich gar nicht das ganze Ausmaß Ihrer Frustration kennt. Wenn Sie noch "Potenzial" in der Beziehung sehen, dann können Sie auch eine Paartherapie vorschlagen. Das ist bestimmt nicht schlecht, um eine objekte Bestandsaufnahmen zu machen. Das wird Ihnen dann auch helfen, eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Haben Sie keine Angst, offen Ihre Bedürfnisse zu kommunizieren! Petrakel

Beitrag von karna.dalilah - 24.08.10 - 19:52 Uhr

Du hast dich dazu entschieden Vater zu werden.
Das bedeutet allerdings auch Freiheiten aufzugeben.
Du hast eine Verantwortung übernommen.

Ich glaube ihr solltet mal ganz genau definieren, was für euch Familienleben bedeutet.
Wo ihr euch Freiräume geben wollt und könnt.
Wo ihr gemeinsam als Paar was tun wollt.
Wo ihr gemeinsam als Familie erlebt.

In deinem Posting steht immer etwas von dem was du brauchst.
In welchem Rahmen läßt du ihr Freiräume?
Gibst du ihr auch die Möglichkeit allein ohne Kind 14 Tage zu verreisen und du übernimmst euer Kind?

Mit Freunden kann man sich zu Hause treffen, aber sie müssen nicht zwangsweise übernachten.
Geht ihr gemeinsam bowlen oder was trinken übernachtet ihr doch auch nicht da.

Bei uns ist es so.
Den alljährlichen Skiurlaub hat mein Mann aufgegeben- ist auch finanziell nicht mehr drin.
1x im Jahr geht mein Mann mit seiner Truppe auf Paddeltour eine Woche lang.
1x im Jahr war bisher ein verlängertes Wochenende mit seinen Jungs auf einem Festival.

Ich kann mir genau die Zeit auch nehmen und er übernimmt die Kinder.
Ich gehe da allerdings lieber zu abendlichen Kursen oder treffe mich mal abends mit einer Freundin zum Essen (ca 3Std)

Freunde besuchen uns, manchmal schlafen sie hier (wenn sie von weiter her kommen), dann müssen sie damit rechnen von unseren Goldstücken geweckt zu werden :-p
Andere fahren irgendwann abends wieder heim.

Werf mal neben den Blicken auf dich und deine Bedürfnisse auch einen auf deine Freundin und euer Kind was diese brauchen und was sie sind - vielleicht kannst du dann noch etwas retten.


Alles Gute
Karna#

Beitrag von similia.similibus - 28.08.10 - 16:42 Uhr

#pro

Beitrag von nina_1981 - 25.08.10 - 08:47 Uhr

Hallo dt80,
das erste Jahr mit Baby ist nicht leicht. Ich kann mich noch genau an uns erinnern: ich dachte oft, die Beziehung stände kurz vor dem Ende und war kreuzunglücklich mit meinem Mann, der mich, wie ich es damals empfand, mit allem allein ließ. Er war 12 Stunden am Tag ausser Haus, ich musste alles allein machen: Baby versorgen, einkaufen, Haushalt, essen usw. Pünktlich stand das essen auf dem Tisch und er hielt es nicht mal für nötig, sich zu melden, wenn er später kam.
Ich erwartete einfach, dass er dann am Wochenende mir auch mal Spielraum ließ, damit ich mal von dem Baby "weg" konnte. Ich hatte es ja schließlich 24 Stunden am Tag, non-stop, 5 Tage die Woche. Und dann wollte mein Mann am Wochenende mit Freunden raus: super und wieder saß ich mit dem Kind allein zu Hause. Soviel zu meinem Frust.

Das mein Mann es als unglaublich anstrengend empfand, dass alle finanzielle Last auf ihm lag, dass er nach einem langen Tag auf der Arbeit nach Hause kam und sich erstmal hinsetzen wollte bevor er sich mit seiner Tochter beschäftigte, dass er einfach auch mal "abschalten" musste, war mir nicht bewusst und auch für mich nicht nachvollziehbar.

Schließlich hatte er doch jeden Tag 12 Stunden "Ruhe". So empfand ich es damals, was sicher nicht fair war, aber ich konnte nicht anders.
Ich habe meinem Mann nie verboten, etwas mit seinen Freunden zu unternehmen, er mir auch nicht. Aber ich war dazu einfach nicht mehr in der Lage, wollte auch Zeit mit ihm verbringen und konnte mein "Baby" noch nicht so loslassen.

Wir haben viele viele Gespräche geführt und versucht, den anderen auch zu verstehen. Gelungen ist es uns nicht immer, aber nach dem ersten Jahr ging es steil bergauf. Er hatte nicht mehr so oft das Gefühl "flüchten" zu müssen, ich habe mir mehr Freiräume geschaffen. So sind wir beide zufriedener geworden.

Versuche, mit deiner Freundin über deine Gefühle zu reden und ermuntere sie, auch dir zu sagen, wie es ihr mit der Situation geht, vielleicht versteht ihr euch dann gegenseitig ein bißchen besser. Und gebt euch Zeit: das erste Jahr ist emotional für alle Beteiligten heftig!

Viele Grüße
Nina

Beitrag von dt80 - 27.08.10 - 17:22 Uhr

Danke Nina,

Dein Beitrag hat mir sehr geholfen.

Lieben Dank

dt80

Beitrag von johndoe77 - 25.08.10 - 12:56 Uhr

Es ist nur noch das Kind, das dich bei deiner Freundin hält?
Dann kannst du auch aus Liebe zu diesem Kind auf deine Freiheiten verzichten und dich arrangieren.
Ein Leben mit Kindern ist nun mal anders als es vorher war und entweder du findest einen Kompromiss mit deiner Partnerin, oder aber du musst dich trennen und eventuell in Kauf nehmen, dein Kind für immer zu verlieren.

Du hast die Wahl!

Beitrag von parzifal - 30.08.10 - 00:33 Uhr

Wenn er jeden Tag weg will und sie das er gar nicht geht wo liegt der Kompromiss?

Einmal zusätzlich die Woche weggehen zu können?
Ein Wochenende im Monat?
Oder gar nicht mehr wegzugehen?



Zwei Wochen allein Urlaub muss aber nicht sein.

Beitrag von johndoe77 - 31.08.10 - 14:48 Uhr

Kompromiss bedeutet ein Mittelmaß aus diesen beiden Extremen zu finden. Womit beide umgehen können.
Können sie es nicht, wird er zukünftig alle Freiheiten der Welt haben, falls sein Selbstbehalt das noch zulässt.

Beitrag von lilja27 - 25.08.10 - 14:02 Uhr

Ich hab noch kein Kind, unter anderem wegen dem probelm das du jetzt hast, das mein Mann noch nicht bereit dafür ist, sein art freizeitgestaltung und unabhängikeit aufzugeben.

Ich kann aber gut nachvollziehen wie deine partnerin sich fühlen muss, sie hat ein Kind geboren ihre famile wie du sagst wohnt weit weg sie ist allein den ganzen tag mit einem säugling als gesprächspartner, sie wartet praktisch den ganzen tag auf dich und du kommst heim und hast keinen Bock auf diese Enge.

Also ehrlich ich bin kein Klammeraffe, aber wenn ich noch einen säugling z hause habe, und mein Mann sich mal 2 wochen auszeit nimmt, würde ich total durchdrehen.
Ich sitze monatelang zu haus um UNSER kind zu versorgen und er macht mal schön allein Urlaub#aerger

Deine frau erwartet von dir das du genauso wie sie euer Baby liebt und dafür opfer bringen würdest, das du dich freust wenn wochenende ist, das du endlich mit ihr und dem kind zeit verbringen kannst.
Haben deine freunde Kinder?

Ich finde es ist zeit erwachsen zu werden und die prioritäten anders zu verteilen.
Mann kann auch mit freunden Kontakt halten wenn man sie mal zum gemeinsamen grillen einlädt war doch jetzt sommer, oder einfach mal ne halbe std, telefoniert, man muss sich nicht ständig treffen und dabei ein Bier trinken um eine freundschaft bei laune zu halten.
Ode rmit Frau/kind und freunden und deren familien zusammen an einen see sonntags fahren in die eisdiele fahren oder spazieren gehen in den Zoo etc.
Also so funktioniert das mal in unserem freundeskreis, jeder bringt partner und Kinder mit einer sogar seine mutter welche gerade witwe wurde und diese sonst ganz allein wäre.

Und wenn du wirklich mal auszeit brauchst dann hilft nicht wie deine partnerin deine situation zu verdeutlichen das du einmal im Monat ein Wochenende für dich brauchst, na ja sie wird dabei eben angst haben, das du eine andere kennenlernst bei der das leben mit baby nicht so kompliziert ist.

Alles gute

Beitrag von winnie_windelchen - 25.08.10 - 17:03 Uhr

Also ganz ehrlich -> ein komplettes Wochenende im Monat, was Sie ja nutzen mit ihren Freunden, dürfte ansich doch auch reichen und das mit den 2 Wochen in Urlaub fahren war doch auch super von ihr.

Ich selbst wär da etwas, naja...entäuscht gewesen....ich hätte es sicher auch geduldet aber letzten endes würde ich mich fragen wieso wir nicht zusammen in urlaub fahren, oder warum es ganze 2 Wochen sein mussten???

Wie dem auch sei....man hätte sich vorher bewusst machen sollen was man möchte und was nicht und wenn es letzten endes garnicht mehr geht, weil man zusammen nicht bereit ist aufeinander zu zu gehen und ein Geben und Nehmen aus der Beziehung zu machen, seh ich da auch keine Chance.

Beitrag von borstie2000 - 26.08.10 - 19:51 Uhr

Wärst Du einverstanden, wenn sich Deine Frau diese Freiheit auch in diesem Maße einfordert ?

1 Wochenende im Monat und ganze 2 Wochen alleine in den Urlaub mit Freunden ohne Partner und Kind?

Klingt für mich nach totalem Luxus #fest

Du kannst wirklich froh sein, wie tolerant Deine Frau ist...und das bei einer Dauerbelastung als Vollzeitmutter ( 24 Stunden/7 Tage die Woche).

Ich verstehe es absolut, wenn man mal raus muss, etwas alleine unternehmen will mit Freunden, aber dieser Umfang, den Du für Dich einforderst finde ich -in der momentanen Situation mit einem Säugling- sehr egoistisch.

LG

Borstie

Beitrag von mumpelkopf - 27.08.10 - 11:54 Uhr

Was ich bei Dir herauslese ist vor allem ICH ICH ICH .

Ich finde DICH egoistisch.

Du schreibst das Deine Freundin ja jederzeit ihre Freundinnen sehen kann , was an sich stimmen kann aber wirklich ungebunden oder mit dem Kind ?

Ich finde es unverschämt, das Du mit Deinen Freunden 2 Wochen in den Urlaub fährst und hab da vollstes Verständnis für Deine Freundin .


Letztendlich denke ich , das sie sich von DIR trennen wird, da Du hier sehr unreif auftrittst.


Gruß Mumpelkopf

Beitrag von dt80 - 27.08.10 - 17:19 Uhr

Hallo Mumpelkopf,

Das ich nur von mir rede kommt daher, das ich diesen Beitrag schrieb und meinen Standpunkt verdeutlichen wollte um für mich Lösungen zu meinen Fragen zu finden.
Zeigt ja wohl auch das Ich mich damit beschäftige um etwas zu ändern.
Hat wohl doch etwas mir Reife zu tun, sonst würde ich nichts ändern wollen.

Gruss

Beitrag von slytherin85 - 27.08.10 - 13:34 Uhr

Denke einfach mal umgekehrt, würdest du deiner Freundin erlauben ein ganzes Wochenende im Monat auf die Piste zu gehen und du kümmerst dich um das Kind??! Wenn ja dann ist das doch super...dann gehst du einmal weg, dann sie!!!

aber meistens ist es so, das die Väter ihre Auszeiten brauchen und die Mütter auf 24 Std. Betrieb laufen müssen egal wann und zu welcher Urhzeit!!

Also ich würde meinem Mann auch was erzählen wenn er einfach mal so für 2 Wochen in den Urlaub fährt ohne mich!!!! Würdest du deine Freundin 2 Wochen in Urlaub schicken mit ihren Freundinnen??? Wenn ja, dann macht es doch so!! Einen Urlaub du weg, und dann sie!! Aber ich glaube du würdest sie das nicht machen lassen oder, sei mal ehrlich?????

Aber mal ein TIPP::: Gebt das Baby doch mal für paar Stunden ab (Freunde, Bekannte, Verwandte) und wenn es nur für ein Kinobesuch ist, Schwimmen oder ein schönes Essen und macht mal was zusammen!! Man hört nur ICH ICH ICH!!!#augen

Da bekommt man gesunde Kinder und dann will man Auszeiten haben!!#klatsch dann bekommt man erst keine!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Beitrag von gingerbun - 29.08.10 - 23:20 Uhr

"Da bekommt man gesunde Kinder und dann will man Auszeiten haben!! dann bekommt man erst keine!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! "
Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun. Man ist doch dann nicht mehr nur Mutter oder nur Vater. Versteh ich nicht. Kommt vielleicht drauf an wie man genau Auszeit definiert. Wenn ich mal ausgehen mag ist das gut und wenn mein Mann mal ein Wochenende mit Freunden machen will ebenso. Mir würde es im Traum nicht einfallen ihm das zu verbieten. Klar, 2 Wochen Urlaub ohne uns macht er nicht mehr, will er gar nicht. Aber paar Tage Motorradfahren - ei warum denn nicht?
Gruß. Britta

Beitrag von georgiasleute - 27.08.10 - 13:39 Uhr

Es klingt für mich so, als hätten Sie vor der Schwangerschaft nicht sehr oft und vor allem ehrlich über Eure Erwartungen an eine Familie gesprochen, also weder über Ihre Rolle als Eltern und als Partner, noch über das Thema Verantwortung und Selbstverwirklichung.
Ich denke, wenn Sie bereit sind, sich als Familie und Ihrer Beziehung eine Chance zu geben, müssten Sie das dringend nachholen, am besten in einer Paarberatung. Vielleicht stellt sich am Ende heraus, dass Sie und Ihre Freundin zu verschiedene Ideen von Familie und Selbstverwirklichung haben. Aber vielleicht kommt auch etwas dabei heraus, das Ihnen eine Basis bietet, auf der Sie Ihre Beziehung neu aufbauen können.

Noch etwas:
Mein Mann sagt, dass er das erste Jahr mit unserer Tochter schwierig fand, weil er noch Mühe hatte, seine Vaterrolle zu finden - im 2. Jahr hat er stundenreduziert gearbeitet (Elternzeit genommen) und dadurch einen ganzen Tag pro Woche allein mit unserer Tochter verbracht. Das hat die beiden auch eine wunderbare Weise miteinander zu einem ganz tollen Vater-Tochter-Team gemacht. Demnächst muss er wieder voll arbeiten und ist deswegen schon traurig. Was ich damit sagen will: ich sehe da zwei Ebenen: 1. die Beziehung zu Ihrer Freundin, wo ich meine, es fehlt an ehrlicher, guter Kommunikation und gemeinsamen Lösungen, die sicherlich beiderseits auch Kompromisse beinhalten werden. Und 2. die Beziehung zu Ihrem Kind. Ihr Kind ist ebenso Ihres wie das Ihrer Freundin - und das Aufgaben von gewissen Freiheiten ist Teil eines veränderten Lebens. Es ist aber so, dass man dafür etwas anderes bekommt, und vielleicht haben Sie das noch nicht in dem Maße erlebt wie Ihre Freundin, weil Sie u.a. berufsbedingt wenig zu Hause sind. Nehmen Sie sich doch mal ebenso viel Zeit allein mit Ihrem Kind wie Sie sich an Zeit mit Ihren Freunden wünschen. Nur mal so als Experiment. ;-) Und zwar wirklich allein - ohne die Freundin.

Alles Gute! georgiasleute

Beitrag von simone_2403 - 27.08.10 - 16:43 Uhr

Hallo

>>Wenn man ein Kind hat ist es vorbei das Freunde bei einem übernachten“<<

Öhm...das hätte ich mal den 5en erklären sollen die letztes Wochenende bei uns waren und wir haben 4 Kinder zu Hause #rofl

>>Ich habe auch das Gefühl das Sie mich gar nicht sieht wer ich bin und was ich brauche sondern nur was ich am besten machen soll.<<

Dann wird es Zeit,das du ihr das erklärst.

lg

Beitrag von sharizah - 28.08.10 - 18:57 Uhr

Um deine Freundin besser verstehen zu können, solltet ihr einfach einmal Rollen tauschen. Du verbringst deinen Urlaub mal 24 Std am Tag zuhause mit Baby und Haushalt als einziger Beschäftigung und deine Freundin nimmt sich für 2 Wochen mit ihren Freundinnen frei.

Männer denken immer, sie hätten die harte Arbeit und die Frau wäre "nur" zuhause. Aber verstehen oftmals nicht, wie anstrengend es sein kann als Vollzeitmutter und Hausfrau und wie schnell einem alles über den Kopf wächst.
Da entsteht sehr schnell Frust.

Wenn du von deiner Freundin mehr Freiheiten erwartest, musst du bereit sein, ihr dasselbe zu gönnen.

Beitrag von parzifal - 30.08.10 - 00:39 Uhr

Dann müsste sie aber auch voll arbeiten gehen, wenn es ein echter Tausch sein soll.

Man darf sich beim Tausch nicht nur die zwei Wochen frei rauspicken (die auch meiner Meinung nach viel zu lang waren).

Beitrag von gingerbun - 29.08.10 - 23:28 Uhr

Hallo,
so wie Du das schilderst ist diese Beziehung zum Scheitern verurteilt. Ich denke genau das ist das Problem bei vielen Beziehungen die in die Brüche gegangen sind. Ich unterstelle Dir jetzt einfach mal dass es für Dich auch selbstverständlich wäre dass deine Frau sofern Sie das möchte auch ausgehen kann wenn sie mag oder ein Mädelswochenende verbringen könnte.
Ich seh das ganze so: Wenn ein Kind in eine Beziehung tritt dann ist man ja nicht nur noch Vater und Mutter, man ist immernoch der Mensch der man vorher war. Gut ich habe das Bedürfnis nicht eine Woche ohne meine Lieben zu sein, mein Mann auch nicht. Aber durchaus fährt mein Mann mal 4 Tage am Stück Motrorrad oder besucht mit Freunden einen Bikepark. Warum auch nicht? Ich seh das Problem nicht und ich habe nicht das Recht ihm soetwas derart zu verbieten. Nur leider bekomme ich auch in der Nachbarschaft oft so Diskussionen mit. Beispiel von letztens: Alle sind auf einem Kindergeburtstag in der Nachbarschaft, Nachbar kommt zu seiner Frau mit den Worten: Ich habe gerade einen Anruf bekommen und gehe nahcher noch mit Freund XY in den Biergarten. Frau reagiert total sauer und stellt den Mann vor versammelter Mannschaft blos. Warum? Er will nur in den Biergarten gehen. Ist das der Neid dass die Frau zuhause bleiben muss an dem Abend? Ich versteh es einfach nicht. Da ich beide kenne weiss ich übrigens dass besagter Nachbar nicht "dauernd" ausser Haus Verabredungen hat.
Redet miteinander und arbeitet dran - sonst gibt das nichts auf Dauer!
Gruß!
Britta

Beitrag von kybra - 30.08.10 - 15:56 Uhr

Hi,
war bei uns eine ähnliche Situation. Der Papa von meinem Sohn ist dann letztenendes gegangen. Ihm ist die Freiheit wichtiger und seine Freunde ohnehin. Er hat auch gleich wieder ne neue Freundin gehabt. Tja, ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man ein Kind bekommt und dann plötzlich merkt, dass das Leben nicht wie vorher weiter geht.
Aber ich kann nur sagen, besser offen ansprechen und trennen, als sich jahrelang durchquälen, wenn man denn wirklich so unterschiedliche Auffassungen hat. Aber denk dran, dass es deine Partnerin danach nicht leicht haben wird (falls dich das interessiert).
LG

Beitrag von catch-up - 31.08.10 - 09:23 Uhr

Also ich kann dein Leid auch durchaus nachvollviehen!

Ich finds immer n bisschen schade, wenn Frau sich nicht in Mann hineinversetzen kann.

Mein Mann schraubt z.B. gern an seinem Calli. in dem "Milieu" hat er auch seinen Freundeskreis. Und den braucht er, auch, um einfach mal Druck ab zu lassen. Ist für mich auch völlig in Ordnung!

Vor der Geburt unseres Sohnes meinte Roland auch, dass er seine Aktivitäten am Wochenende dann wohl runter fahren, bis einstellen wird. Wir haben aber schnell gemerkt, dass das nicht funktioniert. Roland war unausgeglichen, nörgelich und ungeduldig. Wir haben viel gestritten, bis mir mal aufgefallen ist, woran es liegen könnte. Seit dem er wieder regelmäßig seine Zeit in der Werkstatt verbringt, ist wieder alles gut.

Vielleicht solltest du deine Ängste, deine Frau verlassen zu müssen, mit ihr mal besprechen. Ich hab Roland damals gefragt, ob er mich denn noch liebt und er meinte "Zur Zeit ist es schwierig". Das hat mir die Augen geöffnet.

Männer sind eben keine Frauen und können sich oftmals nicht nur um die Famlie kümmern! Meiner Ansicht nach völlig in Ordnung, solang keine Vernachlässigung stattfindet!

Beitrag von stormkite - 31.08.10 - 17:30 Uhr

Sorry, aber die ersten ein-zwei Jahre mit Kind steht nun einmal Häuslichkeit und Famileinmensch sein im Vordergrund. Mit einem 8 Monate altes Baby habt ihr immer noch Ausnahmezustand bei euch zuhause.

Das geht nicht nur dir so, deine Freundin ist da noch schlimmer dran. 24/7 Rufbereitschaft ohne Urlaubstag und das seit 8 Monaten.

Mit einem freien Wochenende bist du da schon gut versorgt. Natürlich vermisst man seine Freunde, seine Freiheit, und es ist ein echtes OPFER, das man da bringt, wenn man nicht gerade zufällig sowieso ein daheimhockender Familientyp ist.

Andererseits scheint deine Freundin auch zu hohe Erwartungen an die Art und Weise zu stellen, wie so ein Familienleben auszusehen hat. Vermutlich hält sie alles dann für "richtig" wenn es läuft wie sie es als Kind (nicht als 8 Monate altes Baby) zuhause erlebt hat.

Da habt ihr sicher Redebedarf, und sie muss wieder lernen, nicht nur Mutter- und Familientier zu sein. Da muss sich der eigene, beide Seiten zufriedenstellende Weg erst noch herausarbeiten.

Kannst du dir für dich vorstellen, für die kommenden 8 Monate deine eigenen Aktivitäten weitestgehend einzuschränken, deinem Baby und deiner Freundin zuliebe? Das ist zwar lange, aber ein überschaubarer Zeitraum. Auch deine Freunde werden deine "Auszeit" so lange verkraften. Sell dir einfach vor, du hast eine Krankheit, die dich für die nächsten Monate sehr an dein Zuhause bindet.

Ich weiß, das fühlt sich jetzt an, als ginge das ewig so weiter. Tut es aber nicht. Versprochen. Es wird wieder leichter, unkomplizierter, lockerer. Es wird nur nie mehr so, wie es war. DAS musst du akzeptieren, oder auf Kind und Frau verzichten.

Bis dahin ist euer Kind 16 Monate - es kann laufen, braucht keine Fläschchen mehr, schläft Nachts hoffentlich schon durch, der Kinderwagen ist durch den mobileren Buggy ersetzt ... alles ist wieder einfacher, und der Stress läßt nach. Auch der Druck auf deine Freundin.

Bis dahin REDET ihr miteinander, und überlegt gemeinsam, wie die rare Freizeit, die man als Mama und Papa hat gerecht aufgeteilt werden kann: Wie viel Zeit hat jeder für sich alleine, wie viel Zeit als Paar wollt ihr miteinander verbringen? Vie viel Zeit möchtest du als Papa mit deinem Kind zu zweit verbringen?

Wer erledigt welche Aufgaben? Wer kann Arbeit abnehmen? Wie oft könnt ihr euch einen Babysitter leisten? Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es, ab welchem Alter (frühzeitig anmelden)? Wann kann deine Freundin wieder in den Beruf einsteigen?

Steck jetzt ein paar Monate zurück, und findet für die Zeit nachher einen für beide Lebbaren Kompromiss - an den du dich dann auch bitte hältst.

Wär schade um dein Kind und deine Partnerschaft. Jedenfalls, wenn du Kind und Frau wirklich liebst.

Kite

Beitrag von bibi-ssw - 30.09.10 - 22:47 Uhr

Hi!

Ich habe selber gerade entbunden, vor 4 Wochen! Mein Partner und ich waren vorher 650km weit auseinander. Wir haben auch unsere Differenzen gehabt. Aber ein Kind und eine Schwangerschaft sind ja nunmal auch Belastung und am Anfang scheint das gar nicht einfach zu sein! Aber wenn du mein Freund wärst würdest du mir mit dem Wunsch mich jetzt zu verlassen das Herz brechen. Ich kann da nicht für Deine Beziehung sprechen, aber du hast nun ein Kind nur deswegen zu bleiben ist natürlich Gift für eine Beziehung, das Kind wird das merken. Aber wie wäre es wenn du mal den Hintern zusammenkneifst und kämpfst für das was du ja schließlich aufgebaut hast. Frauen sind glaube ich komisch in diesem Stadium, ich selber auch. Das ist doch nun auch erstmal eine Phase die vorbeigeht. Und ich würde es auch nicht begrüßen, wenn mein Partner ständig weg wäre in dieser Zeit, verzichten für das Kind gehört auch dazu! Im Wochenbett alles alleine zu machen ist ja auch anstrengend.
Nunja bedauerlicherweise scheint dieses Kind ja nicht in Liebe entstanden sein, denn wenn du nun gehen willst, dann ist es damit ja nicht weit her. Schade, meine Freundin und ihr Partner versuchen es seit 7 Jahren und hätten sich über Deinen Stress mit Sicherheit noch gefreut.

Wenn Deine Frau Dir nach und vor dem Urlaub Stress macht, dann hat das meistens einen Grund! Da scheint es ja ein grundsätzliches Problem zu geben.
Und in solchen Zeiten, in denen man sich wenig bis gar nicht melden kann, merkt man im Allgemeinen ja auch wer seine wahren Freunde sind;) Die bleiben trotzdem und kommen vielleicht auchmal vorbei!

Schönen Abend noch!