Berufsschullehrer? Normales Lehramtstudium an der Uni?

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Beitrag von claus - 25.08.10 - 18:59 Uhr

Hallo zusammen,

muß man als Berufsschullehrer ein "normales" Studium machen? Oder gibt es da verkürzte Formen?

Ich habe Abi und eine kaufmännische Ausbildung mit 4 1/2 Jahren Berufserfahrung, falls das wichtig sein sollte.



Ich finde im Netz keine Antworten.

Danke.

LG

Claudia

Beitrag von wasteline - 25.08.10 - 19:10 Uhr

Nichts gefunden?

http://www.google.de/search?hl=de&client=firefox-a&hs=IAK&rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&q=quereinstieg+berufsschullehrer&aq=3&aqi=g10&aql=&oq=quereinstieg&gs_rfai=

Beitrag von claus - 25.08.10 - 19:31 Uhr

Gegoogelt habe ich auch, die Ergebnisse sind aber Käse.

Beitrag von smurfine - 25.08.10 - 19:11 Uhr

Hallo,

eine Freundin von mir hat das gemacht.

Abi, Lehre als Hotelfachfrau, Studium, Referendariat und danach eine Stelle gefunden und verbeamtet worden.
Die unterrichtet jetzt so "allgemeine Fächer" wie Fachrechnen, Deutsch..
Das Studium hat bei der eine gefühlte Ewigkeit gedauert, also verkürzt war da nichts.

Eine ehemalige Kollegin von mir hat nen anderen Weg genommen.

Abi, Lehre als Köchin, Meisterprüfung, Studium, Fachlehrerin geworden. Die unterrichtet jetzt praktische Fachkunde (in ihrem Fall halt kochen :-)) an der Berufsschule. Bei ihr war das mit dem Studium eine kürzere Sache, aber einen genauen Zeitraum kann ich Dir leider nicht nennen.

Beide haben aber im Kollegenkreis dazu geraten, sich bei Interesse einfach an die nächste Berufsschule mit dem jeweiligen Fachbereich zu wenden. Bei den zweien hat das wohl sehr gut geklappt, und eine konnte dann auch genau an der Schule anfangen. Beide haben ein Praktikum vorab gemacht um sich noch mehr Infos aus erster Hand zu holen.

Viel Glück auf Deinem Weg#blume

smurfine

Beitrag von koerstn - 26.08.10 - 01:09 Uhr

Hallo!

Hm, also das ist bei mir jetzt auch schon etwas her und ich wage es mal zu bezweifeln, dass das so noch richtig ist (oder jemals war? #kratz). Aber ich hab mal gehört, dass man nach mindestens zehn Jahre Berufserfahrung, die Möglichkeit hat nach einem "Crashkurs" Pädagogik als Lehrer einzusteigen. Diese Möglichkeit wäre wohl ins Leben gerufen worden, weil es einen extremen Lehrermangel an Berufsschulen gibt. Wie das genau mit den Staatsexamen etc. aussieht weiß ich nicht.

Beim Studium können dir evtl. Kurse angerechnet werden, dass musst du mit dem Prüfungsamt der Uni klären. Das verkürzt das Studium aber nicht wer weiß wie doll. Evtl. sparst du ein oder wenn es sehr gut läuft zwei Semester.

Ich wollte das auch mal machen, habe auch vier Semester Wirtschaftspädagogik studiert, es dann aber abgebrochen. Falls du was dazu wissen möchtest, kannst du dich gerne per VK melden.

Gruß
Koerstn

Beitrag von __sunrise__ - 26.08.10 - 12:40 Uhr


Das ist ein ganz normales Studium :)!

Diese verkürzte Quereinsteigersache kommt dort eigentlich nicht in Frage. Quereinsteiger werden nur gebraucht, wenn akuter Lehrmangel herrscht. Dies ist oft in folgenden Fächern der Fall: Physik, Latein, Informatik.

Ich kann Dir nur ein paar Infos zum Bachelor-Master-Studium sagen:

Der Studiengang nennt sich BfP, d.h. Bachelor fachwissenschafliches Profil mit Schwerpunkt Berufsschule ( wahlweise auch Gesamt/Realschule oder Gymnasium). Du studierst je nach dem Kernfach und Komplementfach sechs Semester bis zum Bachelor (Fächer sind Deutsch, Mathe, Reli, Sowi, Bio, etc.), darauf folgt die Bachelorarbeit über eine Thematik Deines Kernfaches. Es schließt sich das Masterstudium für vier Semester an, welches den Fokus auf Dein Komplementfach, sowie den Erziehungswissenschaftlichen Bereich setzt.
Danach schreibst Du die Masterarbeit im Komplementfach oder in Pädagogik. Um zu der Masterarbeit zugelassen zu werden, brauchst Du eine mindestens einjährige Berufserfahrung (nicht zwangsläufig eine Ausbildung) in einem sozialem/kaufmännischen etc. Berufsfeld. Diese kann sich auch aus mehreren verschieden Jobs zusammensetzen.

Ich hoffe, dass Ich Dir etwas helfen konnte.
Eine Freundin von mir studiert dies nämlich :)!

Liebe Grüße,

Sunrise