Hallo Ihr Lieben,
es ist etwas länger, ich habe einige Fragen bzgl. der Arbeit meiner Mutter. Hier die Geschichte dazuN
Meine Mutter arbeitet seit fast 14 Jahren (im Dezember wären es genau 14 Jahre) bei einem Drogeriemarkt.
In diesem Markt läuft es schon lange nicht mehr sooo toll. Die Waren, die benötigt werden, werden zwar von der Filialleitung bestellt, kommen aber nur in geringer Anzahl oder gar nicht. Nunja, natürlich kaufen die Kunden dann wo anders. Meine Mutter und ihre Kolleginnen (mittlerweile nur noch zu 3. da die Aushilfe keine Verlängerung erhalten hat) vermuten schon seit längerem, dass der Chef versucht, den Markt und einige andere in unserer Stadt systematisch zu ruinieren.
Nunja, nun ist es so, dass der Markt, in dem meine Mutter arbeitet, vom besagten Chef gepachtet wurde. Der Besitzer ist ein Anwalt der über dem Laden sein Büro hat. Meine Mutter und ihre Kolleginnen haben aufgrund des langen Zeitraums ein recht gutes Verhältnis zu ihm. Vor zwei Wochen kam der Anwalt zu einer Kollegin und meinte, dass der Pachtvertrag zum 30.11.2010 gekündigt wurde.
Meine Mutter und ihre Kolleginen wissen bis heute!!! noch nichts von ihrem Chef. Meine Mutter hat momentan Urlaub und bekam heute einen Anruf von der Filialleiterin ob sie Freitag um 11 Uhr in den Laden kommen könne, da dort wohl die Bereichsleiter und noch irgendwer (kann ich jetzt nicht genau sagen, wer) mit meiner Mutter sprechen wollen.
Wir vermuten nun ganz stark, dass es um eine Kündigung geht. Meine Mutter hat auch einen recht guten Stundenlohn, deswegen gehen wir auch davon aus, dass sie meine Mutter unbedingt vor die Tür setzen wollen.
Nun zu meinen Fragen:
- Hat meine Mutter aufgrund ihrer Berufsjahre nicht eine Kündigungszeit von 5 Monaten?
- Muss meine Mutter, wenn sie die Kündigung erhält, diese sofort unterschreiben oder reicht es, wenn sie den Erhalt der Kündigung auf einen extra Zettel quasi quittiert? Es wäre ihr nämlich sehr lieb, diese Kündigung erstmal auf ihre Richtigkeit überprüfen zu lassen, bevor sie dieser zustimmt.
Für den Fall, dass meine Mutter eine Kündigungszeit von 5 Monate hat:
- Muss der Chef, da ja die 5 Monate Kündigungszeit nicht mehr eingehalten werden können, (Pachtvertrag läuft ja Ende November aus) sie in einem anderen Laden so lange weiter beschäftigen? Und vor allem: Wie weit wäre denn der Arbeitsweg für meine Mutter zumutbar?
Was würdet Ihr im Allgemeinen raten?
Ich hoffe, ich habe alles verständlich genug geschrieben.
Fragen über Fragen, ist ein wenig länger geworden, sorry.
Vielen Dank für Eure Hilfe.
LG Jesssy
Frage zu einer bevorstehenden Kündigung des Arbeitsverhätnisses
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Beitrag von jesssy - 25.08.10 - 23:16 Uhr
Beitrag von sassi31 - 26.08.10 - 01:45 Uhr
Hallo,
die Kündigungsfrist ist doch sicher im Vertrag geregelt? Wenn nicht, greifen die gesetzlichen Fristen. Und dann wären es für deine Mutter 5 Monate. Außer, es gibt Ausnahmen bei einer Geschäftsaufgabe. Die kenne ich dann aber nicht.
Kann es evtl. sein, dass deine Mutter in eine andere Filiale versetzt werden soll? Das ist bei einer Filialaufgabe nicht selten.
Deine Mutter sollte allenfalls den Erhalt der Kündigung quittieren. Das ist eine übliche Vorgehensweise. Damit erklärt sie sich aber nicht automatisch mit der Kündigung einverstanden. Ich würde aber dennoch darauf achten, dass außer "Kündigung erhalten" und Datum nichts weiter drauf steht. Nicht, dass man ihr einen Aufhebungsvertrag unterschieb.
Eine Kündigung ist übrigens eine einseitige Willenserklärung und Bedarf keiner Zustimmung.
Gruß
Sassi
