Schlechtes Gefühl bei Hauskauf

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Beitrag von sonnilein87 - 26.08.10 - 12:54 Uhr

Hallo.
Mein Freund und ich haben ein schönes Haus für 140.000 € gefunden.
Man müsste noch ca. 20.000 € reinstecken.
Eigenkapital ist vorhanden.
Das Haus ist eigentlich genau so wie wir uns das vorgestellt hätten.
Aber leider hab ich ein schlechtes Gefühl dabei.
Wir würden ca. 120 Kilometer weit weg ziehen. (In dieser Gegend kann man sich wenigstens ein Eigenheim leisten.) Mein Freund würde solange er nichts neues hat in unserem jetzigen Wohnort weiter arbeiten und unter der Woche bei seinen Eltern leben, welche uns sowieso schon ständig Steine in den Weg legen und uns alles mies machen. Ich würde mir dort dann was neues suchen.
Habe mir letztens unsere Finanzen angeschaut und festgestellt, dass mein Freund viel zu viel für Versicherungen (auch wirklich unnötige) ausgibt.
Wir hatten in der letzten Zeit auch mehr Ausgaben (Schulung). Mit diesen Ausgaben die im Moment da sind und ohne Einkommen von mir, wäre es nicht zu schaffen. Ich würde mir dort sofort Arbeit suchen, aber leider kann mir ja keiner garantieren ob ich auch gleich was finde.

Hab mir jetzt überlegt ob es nicht sinnvoller wäre erstmal zur Miete in diese Gegend zu ziehen.
Somit könnten wir uns beide in Ruhe neue Jobs suchen, unsere Finanzen klären und beobachten und uns dort schon mal eingewöhnen.
Es wäre zwar wirklich schade um das schöne Haus aber ich habe einfach Angst es nicht zu schaffen.
Ich will nicht das der Traum vom Haus zum Albtraum wird.
Mein Freund würde es lieber wagen. Ich bin die Skeptische von uns beiden.
Was denkt ihr denn darüber? Sind meine Zweifel richtig?
Danke schon mal

Beitrag von alpenbaby711 - 26.08.10 - 12:57 Uhr

Ich habe in den letzten Jahren gut gelernt auf mein Gefühl zu hören egal was die anderen sagen. REchne deinem Freund das ganze vor und dann überlegt gemeinsam. Aber mein Gefühl würde ich auf keinen Fall ignorieren.
Ela

Beitrag von milka2103 - 26.08.10 - 13:02 Uhr

aber du schreibst ja ihr habt eigenkapital.
Dann könnt ihr doch einen Teil davon zur Überbrückung für evtl. Notfälle auf die Seite legen oder?
Klar du solltest dir schon sicher sein, aber rechnet doch nochmal durch und kalkuliert einen Notgroschen mit ein für die evtl. längere Jobsuche

Beitrag von kathi.net - 26.08.10 - 13:28 Uhr

Wie sieht denn der Arbeitsmarkt in der Region aus? Habt ihr da schon nachgeschaut? Ansonsten würde ich das erstmal machen.#aha
Nicht das ihr - nur des Hauses wegen - über einen vielleicht unüberschaubaren Zeitraum eine Wochenendbeziehung führt. Das ist sowohl eine Belastung für die Partnerschaft als auch für den Geldbeutel.

LG Kathi

Beitrag von sonnilein87 - 26.08.10 - 13:43 Uhr

Anhand von den Stellenangeboten sieht es nicht so schlecht aus dort. Aber ich bin einfach so unsicher. Was ist wenn er dann dort in ner anderen Firma anfängt und dann wieder gekündigt wird. Er ist halt der Hauptverdiener.
In der Firma wo er jetzt arbeitet ist er schon seit 9 Jahren und es ist ein sicherer Job.
Deswegen wäre es mir lieber mit dem Hauskauf noch zu warten und erstmal zur Miete dort zu wohnen. Somit hätten wir beide genügend Zeit uns dort Arbeit zu suchen. Eine Wochenendbeziehung würden wir dann die erste Zeit zwar auch führen da er ja seinen Job nicht einfach so aufgeben kann. Aber wenn er dann dort was findet dann lastet nicht gleich ein riesen Druck auf uns. Dann wäre es nicht so schlimm wenn er gekündigt werden würde.
Oh mann wieso bin ich immer so eine Schwarzmalerin...

Beitrag von litalia - 26.08.10 - 13:46 Uhr

warum wollt ihr seinen sicheren? job aufgeben, ein haus kaufen wofür ihr monatlich schulden tilgen müsst und das ganze dann noch mit einem Job in der probezeit der NICHT auf festen füßen steht.

meint ihr nicht ihr geht das grundsätzlich etwas falsch an?

ich würde das nur so machen: entweder da ein haus kaufen wo sich der sicherer arbeitspatz deines mannes befindet ODER erst neuen arbeitsplatz suchen, probezeit etc überstehen und DANN am neuen arbeitsplatz ein haus kaufen.


Beitrag von sonnilein87 - 26.08.10 - 13:54 Uhr

Genau das macht mir ja Sorgen. Mir ist das alles zu gewagt.
Wir wollen auf jeden Fall ein Haus kaufen. Ob nun jetzt oder später.
Wir wohnen jetzt bei München und hier ist es ohne riesen Erbschaft so gut wie unmöglich ein bezahlbares Haus zu finden.
Außerdem gefällt es uns da wo wir hinziehen wollen auch besser.
Aber ich denke auch das wir das besser planen müssen.

Beitrag von jans_braut - 26.08.10 - 14:26 Uhr

Hallo,

ihr gebt einen sicheren Job auf - habt dann Probezeit (Wenn ihr den neuen Job gefunden habt) und bis die abgelaufen ist, musst ihr euch wieder nach einer Traumimmobilie umschauen... - und wenn es die dann nicht gibt? Wenn ihr wieder 100 km weiter weg fündig werdet?

Ich würde empfehlen: arbeitet weiter und sucht euch eine Wohnung als Erstimmobilie oder ein Haus in 50 km Umkreis. So könntet ihr pendeln, hättet eure Job und ein Haus.

Also eure Reihenfolge gefällt mir gefühlsmässig gar nicht.

Gruss

Beitrag von kathi.net - 26.08.10 - 13:57 Uhr

Das hat nichts mit Schwarzmalerei zu tun. Irgendwie finde ich eure Reihenfolge bedenklich.

Für mich wäre das nichts - und nur für ein Haus 120 km umziehen???

LG Kathi

Beitrag von litalia - 26.08.10 - 13:43 Uhr

eure "flapsige idee" (anders kann ich das nicht nennen) das ihr 120 km weg zieht und dein freund/mann arbeitet weiterhin am jetzigen wohnort und "wohnt" die woche über bei mami und papi .... hört sich in meinen augen reichlich unüberlegt, unlogisch und dumm an.

auf welches dorf wollt ihr denn ziehen wenn du sagst dort könnt ihr euch einen hauskauf leisten? .... meisst ist es dann ja auch so das der arbeitsmarkt nicht sooo überragend ist.

Beitrag von jenny-79 - 26.08.10 - 13:57 Uhr

Hallo,

verstehe ich das jetz richtig? Ihr wollt 120 km entfernt weg ziehen, nur weil Ihr Euch da ein Haus leisten könnt? #kratz

LG
Jenny

Beitrag von sonnilein87 - 26.08.10 - 14:02 Uhr

Ja sicher.
Wir wollen nicht unser Leben lang überteuerte Mieten zahlen um nie was davon haben.
Außerdem wollen wir dort wohnen weil es uns dort besser gefällt.

Beitrag von jenny-79 - 26.08.10 - 14:18 Uhr

Ok, wenn es Euch dort besser gefällt, dann verstehe ich das schon eher.

Aber ich würde mir kein Haus kaufen, wenn so viele Fragen noch offen sind. Auf "Teufel komm raus" ein Haus kaufen, kann nämlich ganz schön nach hinten los gehen.

Warum sucht sich Dein Freudn nicht erst einmal dort eine Arbeit und dann kommt der Rest?

LG
Jenny

Beitrag von sonnilein87 - 26.08.10 - 14:26 Uhr

Ja das ist genau das was mir ja auch Sorgen macht.
Er würde am liebsten sofort alle Zelte abbrechen und los.
Aber ich bin diejenige die gern alles genau plant und lieber auf Nummer sicher geht.
So werden wir es dann auch lieber machen. Ihm wird das dann auch noch einleuchten.

Beitrag von wemauchimmer - 26.08.10 - 14:21 Uhr

Ein Hauskauf ist für uns Normalsterbliche eine Rieseninvestition, wo Du einen Großteil von dem, was Du in Deinem ganzen Leben erwirtschaftest, weggibst. Das würde ich nie, nie, nie machen, wenn ich ein schlechtes Gefühl dabei hätte.
LG

Beitrag von manavgat - 26.08.10 - 17:37 Uhr

Hör auf Dein Bauchgefühl.

Gruß

Manavgat