Adoption und Unterhalt

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Beitrag von twindad87 - 31.08.10 - 22:06 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und hoffe, dass dieser Eintrag richtig gepostet ist.
Jetzt meine Frage. Ich bin Vater von Zwillingen und die Kindesmutter bzw. deren Partner will heiraten. Nun meine Frage: Wenn ich beim JA einen Vorschlag zur Adoption mache, muss dieser angenommen werden und wie verhält es sich bei mir im Bezug auf den Unterhalt, wenn die Kinder durch den neuen Lebenspartner adoptiert werden? Bin ich dann vollkommen aus der Unterhaltspflicht raus? Bei mir ist es so, dass ich nicht mehr richtig arbeiten gehen, kann aus gesundheitlichen Gründen. Zudem besteht ein GdB von 30 %.
Die Sache ist u.a. auch die, dass ich zu den Kindern keinen Kontakt habe, da die Kindsmutter ... ist. Um diverse Worte zu umschreiben. Alle meine Rechten und Pflichten würden durch eine Adoption dann auf ihren neuen Partner übergehen oder sehe ich das falsch?


Vielen Dank für eure Antworten.

twindad

Beitrag von arienne41 - 31.08.10 - 23:46 Uhr

Hallo

Will der neue Partner die Kinder adoptieren?

Ansonsten würde ich an deiner Stelle mal arbeiten gehen um deinen Pflichten nachzukommen




Beitrag von manavgat - 31.08.10 - 23:55 Uhr

Nette Idee. Man kann sich von seinen Kindern aber nicht scheiden lassen.

Einziger Weg: die KM und ihren Mann fragen, ob sie das wollen. Wenn alle einverstanden sind, dann geht das.

Du hast aber dann gegen diese Kinder später auch keinen Anspruch mehr auf Unterhalt, egal was sie verdienen, solltest Du arm, alt, klapprig und bedürftig sein.

Gruß

Manavgat

Beitrag von parzifal - 01.09.10 - 08:29 Uhr

Die Frage nach "muss diese angenommen werden" ist schon sehr naiv.

Wenn aber alle einverstanden sind bist Du nach der Adoption von allen Rechten und Pflichten entbunden.

Beitrag von similia.similibus - 01.09.10 - 14:57 Uhr

Darf ich dich mal fragen, warum du nicht mehr richtig arbeiten gehen kannst? #gruebel

Beitrag von tomatenjoe - 03.09.10 - 13:06 Uhr

Haarwurzelkatarrh!

Beitrag von kati543 - 01.09.10 - 15:20 Uhr

Der Adoption müssen alle Beteiligten zustimmen (auch die Kinder, wenn sie im entsprechenden Alter sind). Durch die Adoption sind das dann juristisch nicht mehr deine Kinder.

Beitrag von redrose123 - 02.09.10 - 09:36 Uhr

Furchtbar der Gedanke #schock Würde mein Mann nie in erwägung ziehen um Geld zu sparen

Beitrag von nadja.1304 - 02.09.10 - 11:23 Uhr

Normalerweise les ich hier nur mit und sag nix dazu. Aber als Tochter eines Mannes, der auch jahrelang keinen Unterhalt gezahlt hat und deren Mutter fünf Jahre den Kontakt verhindert hat, kann ich dir Folgendes sagen: Ich habe Kontakt zu meinem Vater seit ich es selbst entscheiden kann. Auch wenn es dank seiner Zahlungsmoral in meiner Kindheit oft schwer war, ist er mein Vater und ich bin dankbar dafür, dass ich heute ein gutes Verhältnis zu ihm habe. Wenn du deine Kinder jetzt einfach zur Adoption frei gibst, nur um nicht mehr zahlen zu müssen und da du sie eh nie siehst, wirst du dir die Chance, jemals ein Verhältnis zu ihnen aufzubauen, komplett zerstören. Denn sowas hätte ich meinem Vater niemals verziehen!!!! Denk mal darüber nach. Wenn es dir natürlich vollkommen egal ist, dann mach der Mutter den Vorschlag.
Nadja

Beitrag von jiny84 - 03.09.10 - 11:09 Uhr

Da mein ex dieses auch gerne möchte und mir das nur recht wäre,habe ich mich schon länger damit auseinander gesetzt und kann dir nur sagen, deine ex und ihr mann müßen mindestens 2 jahre verheiratet sein damit eine adoption überhaupt statt finden kann,egal ob beide seiten es möchten oder nicht.

Also wird es noch etwas dauern,bis ihr das durch bekommt,wenn die KM das überhaupt möchte.

Beitrag von brille. - 03.09.10 - 11:25 Uhr

Wenn du nicht arbeiten gehst und einen Behinderungsgrad von 30% hast, wirst du eh nur verminderten Unterhalt zahlen müssen.
Das bist du den Kindern, die du mit in die Welt gesetzt hast, schuldig.
Kann man nicht einfach ablegen wie eine dumme Angewohnheit.

Sachen gibt´s! #klatsch

Beitrag von anyca - 03.09.10 - 13:40 Uhr

"Wenn ich beim JA einen Vorschlag zur Adoption mache, muss dieser angenommen werden ?"

Du glaubst ernsthaft, man könne jemanden zu einer Adoption zwingen?#kratz

Beitrag von redrose123 - 04.09.10 - 08:42 Uhr

Wahrscheinlich, er wirft die Flinte ins Korn, und kämpft nicht. Mein Mann würde sich vorher umbringen bevor er seine Kinder aufgibt.....

Beitrag von anyca - 05.09.10 - 21:21 Uhr

Es geht doch gar nicht drum, daß er nicht um seine Kinder kämpft, sondern daß ER den Vorschlag zur Adoption machen will, um die Unterhaltsverpflichtung los zu sein!

Beitrag von redrose123 - 06.09.10 - 07:43 Uhr

Weil er die Kinder anscheinend nicht sehen darf, das ist für mich aufgeben und klar hat es den tollen Nebeneffekt das er nicht mehr zahlen muss.....

Beitrag von ich101 - 14.09.10 - 11:48 Uhr

Hallo Twindad,

also erst einmal: ein GdB von 30% ist nicht einmal richtig der Rede wert. Sorry. Das musste jetzt mal sein. Du kannst mit dem GdB ganz normal arbeiten und kommst damit nicht einmal in den "Genuß" vom Schwerbehindertengesetz.

Dir geht es doch offenbar nur darum, aus der Unterhaltspflicht herauszukommen. Das ist zumindest mein Eindruck.

Es ist schade, dass es zwischen getrennten Eltern selten einen Konsens gibt, der fürs Kind optimal ist. Einer von beiden fühlt sich immer benachteiligt. Und du wiegst wahrscheinlich dein Umgangsrecht damit auf, was an Unterhalt fällig ist.

Der Adoption müssen jedenfalls mindestens die 3 betroffenen Erwachsenen zustimmen: die Mutter, der Kindsvater und der Annehmende. Unter Umständen werden auch die Kinder dazu befragt.

Ist es aber nicht immer so, dass derjenige, der adoptieren will, den Antrag stellt?!

Ätzend, solche Menschen... _ Mir fehlen die Worte...