Privatinsolvenz-was erwartet uns??

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Beitrag von brixi2003 - 01.09.10 - 14:16 Uhr

Hallo zusammen,

nachdme ich hier schon so manchen Trost gefunden habe,richte ich mich heut ein meinem Kummer auch an euch.

Mein LG un dich kennen uns seit 12 Jahren,haben zwei Kinder(4,2)und besitzen ein Einfamilienhaus,welches meinem LG gehört.Mein LG war bis 2007 selbstständig,leider hat das nicht geklappt und uns sind eine Menge Schulden geblieben und durch den Lohnausfall entstanden.Anschließend war er bei seinem Bruder angestellt,aber die Firma gab es auch nicht mehr lange,wieder Lohnausfall+Schulden.
Ich habe meine Arbeit nach 8 Jahren verloren und bin seit gut einem JAhr arbeitslos,Habe wohl mittlerweile einen 400€job.Jetzt ist mein Anspruch erschöpft und ALGII Leistungen stehen mir nicht zu,da mein LG zu viel verdient....

Seit längerem überlegen wir ob mein LG eine Privatinsolvenz beantragt,weil wir den Schulden nicht mehr Herr werden...bei uns herrscht nur noch Stress,Ärger Geldnot und jede Menge Tränen...
ICh kann einfach nicht mehr,durch meine jetzige Situation überlegen wir erst recht ob wir es machen sollen.
Was erwartet uns??Was passiert mit unserem Haus(ist belastet),könnten wir es irgendwie retten??Was passiert mit dem gemeinsamen Konto??
Was bleibt uns zum Leben??

Wer kann mir hier meinen ersten Kummer nehmen,bevor wir zur Beratung gehen??

LG eine traurige Nadine

Beitrag von ppg - 01.09.10 - 14:21 Uhr

Es wäre diesbezüglich schon wichtig, zu erfahren wie hoch die Schulden sind und wie hoch das Einkommen Deines LG.

Eine PI ist nicht immer möglich, sondern nur wenn absehbar ist, das Ihr Eure Schulden nicht aus eigener Kraft tilgen könnt.

Ute

Beitrag von brixi2003 - 01.09.10 - 14:36 Uhr

Hallo Ute,

allein bei der Bank haben wir schon mehr als 180,000€ Schulden plus alles drumherum wie Versandhäuser,Elterngeldrückzahlung(weil falsch berechnet),Versicherungsrückstände,Gasrückstände und und und...ich könnte die Liste noch fortsetzen...
Mein LG hat 1640€ raus.

LG Nadine

Beitrag von zwiebelchen1977 - 01.09.10 - 14:22 Uhr

Hallo

Du willst in die PI aber das Haus halten?
Das wird kaum gehen.

Beitrag von brixi2003 - 01.09.10 - 14:33 Uhr

Hallo,

nein ich will es nicht mit allen Mitteln.Es ist nur schade drum,denn es ist das Haus vom Opa meines LG,und da hängen halt Erinnerungen dran,und man tut sich noch schwerer.

LG Nadine

Beitrag von vwpassat - 01.09.10 - 14:40 Uhr

Vom Haus werdet Ihr Euch trennen müssen, außer es kauft ein Euch nahestehender "Investor" bei der Zwangsversteigerung, die höchstwahrscheinlich unumgänglich sein wird, und vermietet es Euch dann.

Lt. Deinen bisher gemachten Angaben solltet Ihr die PI anstreben. Ist Eure einzigste Chance.

Beitrag von brixi2003 - 01.09.10 - 14:47 Uhr

Danke für deine Antwort...es ist nur schwer und tut verdammt weh...

LG

Beitrag von kati543 - 01.09.10 - 15:02 Uhr

Wieviel ist das Haus wert und mit wieviel ist es belastet? Ihr müsst vielleicht keine PI machen, wenn ihr das Haus verkauft.

Beitrag von inchen76 - 01.09.10 - 15:13 Uhr

Hallo,

es gibt eine tolle Seite inkl. Forum wo Dir Betroffene und auch Rechtsanwälte antworten.

Alles Gute

http://www.insosoft.de/index.html

Beitrag von brixi2003 - 01.09.10 - 15:13 Uhr

Hallo,

das haben wir schon abgecheckt.Das Haus deckt die Summe nicht.

LG Nadine

Beitrag von ppg - 01.09.10 - 17:59 Uhr

Aber wenn dann die Restschuld so gering ist, das ihr den Rest theoretisch alleine stemmen könntet.
Oder aber ihr ja mit den Gläubigern verhandeln könnt, wenn ihr eine größere Summe zu Verfügung habt - ich meine das es doch durchaus sein kann, das Gläubiger auf einen Teil Geld verzichten. Vergleichsverhandlung nennt man das. Mit einem Anwalt oder Schuldnerberater an seiner Seite hat man gute Chancen nur 25 - 50% der Forderung zurückzuzahlen und ist dann Schuldenfrei.

Aber wir sind hier alle keine Profis, wende Dich an eine Schuldnerberatung oder einen Fachanwalt.

Ute

Beitrag von hoeppy - 01.09.10 - 18:57 Uhr

Hallo,

ich selbst bin gerade im letzten Jahr meine PI.

Zuerst wird alles verwertbare Vermögen eingezogen. Ich musste sogar ein Sparbuch mit 30 Euro drauf meiner Treuhänderin übergeben. Man hat nur einen gewissen Freibetrag der einem jeden Monat bleiben muss.

Wenn ihr Lebensversicherungen, Bausparer oder anderes Vermögen besitzt so ist das dann weg. Es wird alles zur Masse gezogen. Später wird es dann unter dem Gläubigern aufgeteilt.

Wenn ihr künftig Steuererklärungen macht und dort eine Rückerstattung bekommt ist sie weg.

Euer Haus ist auch weg.

Ihr werden um es ganz krass auszudrücken die nächsten Jahre am Existenzminimum kauern.

Man bekommt jährlich eine Aufforderung alle Einnahmen des Jahres lückenlos zu belegen. Danach errechnet dann der Treuhänder wie viel davon pfändbar ist. Manche Treuhänder machen es auch 2 mal im Jahr.

Das ganze kostet natürlich Geld. Ich musste dem Anwalt der für mich die PI angeleiert hat einmalig 150 Euro pro Gläubiger überweisen. Ich hatte Gott sei dank nur einen.

Die Gerichtskosten in meinem Fall sind etwas über 1000 Euro. Bei mir wurden sie bin zum Ende des Verfahrens gestundet.

Der Treuhänder bekommt natürlich auch sein Geld dafür das er Dich betreut. Ich zahle für den Treuhänderbericht der einmal pro Jahr ans Gericht geschickt wird pro Jahr etwa 130 Euro.

Dann steht man logischerweise negativ in der Schufa. Wenn man umzieht und eine Selbstauskunft geben muss, dann muss man es angeben. Steht ja wie bereits erwähnt auch in der Schufa. Oftmals hat man dann schlechtere Karten.

Man darf hinterher UND DAS IST DAS WICHTIGSTE keine neuen Schulden machen. Sonst kann die gesamte PI in Gefahr sein oder es kommt gleich dazu dass sie hinfällig ist.

Man ist eben einige Jahre lang total gläsern. Man legt alles offen.

Wenn Du noch Fragen hast dann gerne über VK.

LG Mona

Beitrag von zwiebelchen1977 - 01.09.10 - 19:54 Uhr

Selbst wenn ihr keine Pi macht, könnte es passieren, das das Haus Zwangsversteigert wird