Auch Erbrecht... Ausschlagen

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Beitrag von liebeszauber2807 - 02.09.10 - 14:35 Uhr

Hallo,
meine Frage ist:

Meine Oma ist gestorben und mein Papa hat das Erbe ausgeschlagen-damit das Haus in der Familie bleibt. Da wohnt sein Bruder mit Familie.
Das Haus ist nicht mit Schulden belastet. Falls das wichtig ist.
Also, es geht darum-Papa hat seinen Erbteil ausgeschlagen-geht das dann auf seine Kinder (4 an der Zahlt) weiter? oder hätten wir auch auschlagen müssen?

Lg liebeszauber

Beitrag von bibuba1977 - 02.09.10 - 14:37 Uhr

Hi,

das geht dann an die Kinder und Kindeskinder (usw.) ueber.
Ich durfte damals sogar das Erbe fuer meine noch ungeborene Tochter nach dem Tot eines Grossonkels ausschlagen.

LG
Barbara

Beitrag von liebeszauber2807 - 02.09.10 - 14:39 Uhr

Also würde mir theoretisch ein Teil des Hauses gehören?

Habe aber nie eine Nachricht bekommen?

#kratz

Beitrag von bibuba1977 - 02.09.10 - 14:43 Uhr

Wie die Ablaeufe sind, kann ich dir nicht sagen...

LG
Barbara

Beitrag von kati543 - 02.09.10 - 14:57 Uhr

"das geht dann an die Kinder und Kindeskinder (usw.) ueber. "
Nur wenn niemand näheres vorhanden ist. Und der Sohn der Erblasserin ist nun mal wesentlich näher verwandt als die Enkelin, Urenkelin,...

Beitrag von kati543 - 02.09.10 - 14:56 Uhr

Wenn dein Papa das Erbe ausgeschlagen hat, hat er damit auch den Platz ausgeschlagen. Das Erbe wäre erst deines (teilweise oder ganz), wenn alle näher verwandten als du, also Geschwister deines Papas, ebenfalls das Erbe ausgeschlagen hätten. Hat der Bruder das Erbe angenommen, hast du eigentlich keine Möglichkeit mehr, je durch ein Erbe an das Haus zu kommen, denn wie du schreibst, hat der Bruder eine Familie - also Kinder.
Und wie du geschrieben hast, hat dein Papa ausgeschlagen, damit der Bruder es ganz bekommt. Daher wird er ja nicht abgelehnt haben. Damit musst du nicht ausschlagen, den du stehst hinter deinem Vater und deinem Onkel in der Erbfolge. Und wenn jemand vor dir annimmt, bekommst du es nicht. Damit bekommst du auch nie ein Schreiben über ein Erbe.
Ich hoffe es war einigermaßen verständlich ausgedrückt...
Ihr hättet nur alle ausschlagen müssen, wenn das Erbe hoch verschuldet ist und ihr es alle nicht haben wollt.

Beitrag von liebeszauber2807 - 02.09.10 - 15:00 Uhr

Danke,
das ist doch mal eine vernünftige Antwort.
Alles was ich im Netz gefunden habe, ging eher um Schulden ausschlagen...

Naja, schade-ist ein tolles Haus mit toller Lage!!#schein

Aber Papa wußte schon, was er tut-denk ich...

Ok, danke nochmal.

Beitrag von bezzi - 03.09.10 - 08:07 Uhr

"Aber Papa wußte schon, was er tut-denk ich... "

Das wage ich zu bezweifeln, wenn der Bruder NICHT im Vorfeld einen angemessenen Anteil ausgezahlt hat, hat er sich übern Tisch ziehen lassen.
Er hätte das Erbe annehmen und sich als Teileigentümer im Grundbuch eintragen lassen können. Das Haus bliebe im Familienbesitz, solange Dein Vater nicht auf Barauszahlung seines Anteils bestanden hätte.


Beitrag von kati543 - 03.09.10 - 09:33 Uhr

Familiensituation nicht kennst, kannst du auch nicht darüber urteilen, ob der Vater wußte, was er mit der Ausschlagung tut. Da er das Ausschlagen richtig erklären muß beim Notar, wurde er auch dort über alle möglichen Folgen informiert.

Beitrag von manavgat - 02.09.10 - 17:11 Uhr

Die Linie ist unterbrochen. Die Ausschlagung war nicht besonders klug, ist aber jetzt wohl nicht mehr zu ändern.

Anstelle Deines Vaters hätte ich dem Bruder mit Familie lebenslangen Nießbrauch ins Grundbuch eingetragen, nach der Annahme des Erbes. Vorteil wäre gewesen, dass nach dem Ableben des Bruders, also Deines Onkels, der Teil deines Vaters an seine Kinder weitervererbt worden wäre.

Leider ist es in Erbfällen oft so, dass - aus Unkenntnis - falsch gehandelt wird.

Gruß

Manavgat

Beitrag von liebeszauber2807 - 02.09.10 - 17:21 Uhr

Hallo, danke für deine Antwort. Mein Onkel wohnt schon so lang ich mich zurückerinnern kann, in diesem Haus.
Es war wohl so, das es hieß, ausbezahlen ist nicht und wenn jeder was erben möchte sollte das Haus verkauft werden,das wollte mein Papa nicht. Er wollte, das es in der Familie bleibt. Also,es gab nicht nur meinen Papa und den Onkel sondern auch noch eine Tante.Was die drüber gedacht hat,weiß ich nicht.
Tante und meine Papa sind leider schon verstorben.#heul

Aber ich denke, das war schon gut so, denn wir sind auch vier Schwestern... Und das haus läßt sich ja nicht ewig weit aufteilen.
Meinem Papa hätte ja dann ein drittel gehört-und als er starb hätte meine Mama die hälfte von dem Drittel und die andre wäre durch vier geteilt worden...Hab ich doch richtig verstanden?

Naja, ist ok so wie es ist...

Beitrag von bezzi - 03.09.10 - 08:12 Uhr

"Meinem Papa hätte ja dann ein drittel gehört-und als er starb hätte meine Mama die hälfte von dem Drittel und die andre wäre durch vier geteilt worden...Hab ich doch richtig verstanden? "

Ja, hast Du.

Das das ganze wohl schon lange zurückliegt, konnte man aus Deinem ersten Beitrag nicht rauslesen.
Ich finde es ungerecht, wenn einer von 3 Geschwistern alles bekommt und die anderen nichts, deswegen kann ich mir nicht vorstellen, dass die beiden anderen damals ganz ohne Entschädigung das Erbe ausgeschlagen haben.

Beitrag von liebeszauber2807 - 03.09.10 - 08:16 Uhr

Tja, ob meine Papa irgendetwas bekommen hat glaub ich nicht.
Soweit ich weiß, wollte er nur ein einziges Teil haben und selbst das hat er nicht bekommen.

Es war ein wunderschöner runder Rauchtisch, da stahd immer Aschenbecher und Feuerzeug und Zigarrettenspender drauf bei meiner Oma,obwohl nicht geraucht wurde.
Naja, diesen Tisch hat mein Opa damals selber gemacht, mit ganz feinen
einlegearbeiten aus Holz.und auf Hochglanz poliert- ein wunderbares Stück. Mein Papa ist jetzt 4 Jahre tot. Meine Oma bald 12Jahre.