Wie spart ihr für eure Kinder --> Wunschpolice?

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Beitrag von rose77 - 02.09.10 - 17:46 Uhr

Hallo zusammen

mich interessiert eigentlich direkter: Wie spart ihr für eure Kinder? Ganz normal mit Sparbuch, über ein Konto oder über eine Police.

Mir geht es nämlich um Folgendes:
Wir haben wir unsere beiden Kinder eine sogenannte Wunschpolice (für jeden von beiden extra).
Man kann bei dieser sich bis zu 7 Mal (glaube ich) Geld herausnehmen. Zum Beispiel, wenn das Kind 16 ist und Geld für die Ausbildung o.ä. benötigt.
Wenn beide 18 sind, geht die Police/Versicherung automatisch auf sie selber über und sie können dann entscheiden, diese z.B. weiterlaufen zu lassen, dann wandelt diese sich in eine Rentenversicherung mit BU um.

Im Moment frage ich mich nur, ob das so alles richtig war!? Wer sagt mir, dass unsere Kids mit 16/18/20 Jahren, wie auch immer, das Geld wirklich bekommen?

Also mal her mit euren Meinungen, Erfahrungen und Vorschlägen

Gruß und Danke rose77

Beitrag von silk.stockings - 02.09.10 - 18:07 Uhr

Falsches Forum?

Beitrag von emestesi - 02.09.10 - 18:08 Uhr

Hallo,

du, wir sparen momentan gar nichts für die Kinder - sind halt auch noch klein (5 und 3). Die Kinder haben jeder für sich ein Sparbuch und jedes halbe Jahr kommt der Sparschweininhalt hier drauf (was gar nicht mal so wenig ist, wenn man die Geldgeschenke der Oma's mitrechnet).

Ich habe aber auch nicht künftig vor, für die Kinder irgendwelche größeren Geldbeträge beiseite zu legen. Weißt du warum? Meine Eltern haben das auch nicht für mich gemacht; als ich im Teenageralter war, habe ich in den Sommerferien gearbeitet und mir so ein recht ansehnliches Extra-Geld verdient, wovon ich einen Teil gespart und den anderen Teil für teurere Dinge ausgegeben abe, die mein Taschengeld so nicht hergab. Das brachte mir sehr gut den Umgang mit Geld ein und dass einem nicht die finanziellen Tauben in den Mund fliegen.

Wir sind jederzeit später bereit, unsere Kinder zu unterstützen, wenn sie unsere Hilfe brauchen, aber ich werde ganz bestimmt nicht für sie ein größeres Geldgeschenk zur freien Verfügung absparen. Das sollen sie später schön selbst machen; mir hat es weiß Gott nicht geschadet, zu meinem 18. Geburtstag keinen 5.000,00-EUR-Sparvertrag geschenkt bekommen zu haben. Im Gegenteil. Ich war stolz darauf, meinen Führerschein und die Kaution für meine Wohnung selbst bezahlt zu haben :-).

VLG Emestesi

Beitrag von african_woman - 02.09.10 - 18:23 Uhr

Super Antwort, könnte von mir sein.

Ich habe auch schon früh Ferienjobs gemacht, Zeitungen ausgetragen etc., um mir Sonderwünsche wie Urlaub, Walkman etc. erfüllen zu können.

Meine Eltern haben alles bezahlt, was ich zum Leben brauchte (Führerschein, Ausbildung etc.) und das werde ich für meinen Sohn auch tun, aber darüber hinaus... nein!

Der soll mal schon selber lernen mit Geld umzugehen und sich etwas anzusparen. Habe ich auch.
Das Leben ist schließlich kein Wunschkonzert und wenn er jetzt schon wüßte, dass da eine größere Bargeld-Summe auf ihn wartet, wenn er 18 ist, welcher Anreiz ist denn dann vorher noch da?

Beitrag von emestesi - 02.09.10 - 18:46 Uhr

Jepp, sehe ich genauso. Ich befürchte dann halt auch, dass die Kinder dann keinen Anreiz mehr haben, selbst etwas dafür zu tun ODER - sofern sie nix vom Sparbetrag wissen - das Geld verjuxen :-(. Wenn man aber schon früh lernt, dass man für sein Geld etwas tun muss und dass es ein gutes Gefühl ist, eine gewisse Summe aus eigener Kraft angespart zu haben, bekommt man ein besseres Gefühl für Geld, als wenn man es einfach so in den Schoß gelegt bekommt.

Beitrag von dominiksmami - 02.09.10 - 18:26 Uhr

Huhu,

ich denke das machts nicht allein.

Meine Stieftochter hat immer Ferien- und Wochenendjobs gehabt und kann bis heute nicht mit Geld umgehen, leider.

lg

Andrea

Beitrag von emestesi - 02.09.10 - 18:38 Uhr

Hmm ... aber glaubst du, es wäre anders, wenn du ihr zum 18. einen gut angezahlten Sparvertrag schenkst ;-).

VLG Emestesi

Beitrag von dominiksmami - 03.09.10 - 22:13 Uhr

nöp das denke ich nicht, denn dass das schiefgegangen ist hat sie ja bewiesen.

Aber ich denke...das es keinen Unterschied macht ob jemand einen bekommt oder eben nicht.

Beitrag von mami05-08 - 02.09.10 - 19:36 Uhr

Dies kann ich voll und ganz Unterschreiben #pro

Beitrag von marion2 - 02.09.10 - 21:26 Uhr

Gut, dass du mit 16 (nach der 10.) nicht in ein anderes Bundesland ziehen musstest um deine Ausbildung anzutreten und noch besser, dass du dann natürlich einen Wohnheimplatz bekommen konntest und nicht in dein erstes unmöbliertes Einraumappartment beziehen musstest... es schadet ja nicht, auf ner billigen Matratze zu nächtigen und aus dem Umzugskarton zu leben




aber schön ist anders

Beitrag von emestesi - 02.09.10 - 23:03 Uhr

Ähm ... ich bin von meinen eigenen Erfahrungen ausgegangen. Nicht von deinen. Und ich sichere meinen Kindern alle Unterstützung zu, die sie brauchen. Was ist dein Problem bei meinem Statement?

Beitrag von cool - 03.09.10 - 06:32 Uhr

vielleicht ist das ihr neid!?

finde gut was du machst,ich machs auch so...;-)

lg nicole

Beitrag von marion2 - 03.09.10 - 17:03 Uhr

Das sind nicht MEINE Erfahrungen.

Das Problem ist der Ton.

Beitrag von litalia - 03.09.10 - 08:39 Uhr

ich geb dir da recht, man muss nich zich tausende für die kinder ansparen.

dennoch, ein kleines startkapital ist schön!

ich hab mit 16 jahren (da bin ich ausgezogen) 1000 euro bekommen und war mehr als glücklich darüber und konnte es auch gut gebrauchen.

Beitrag von dominiksmami - 02.09.10 - 18:25 Uhr

Huhu,

wir haben hier in NL sogenannte Schulwegsversicherungen.

Passiert etwas auf dem Schulweg, so ist dies extra versichert.

Gleichzeitig läuft das Ganze aber wie ein Sparvertrag.

Hmpf...irgendwie kann ich sowas nicht gut erklären.

Wichtig war und ist mir das erstmal nur ICH, bzw. mein Mann und ich an das Geld kommen und nicht meine Kinder.

Ich erinnere mich nämlich mit Schrecken an den 18. Geburtstag meiner Stieftochter....sie bekam von ihren Großeltern 3000,- Euro geschenkt.

Gut, 1600,- steckte sie in einen Führerschein den sie bis jetzt nicht hat ( sie ist 24, hat aber nach zwei verpatzten Theorieprüfungen einfach aufgehört und das restliche Geld verfallen lassen), aber der Rest war einfach nur für MIST weg und zwar 2 Monate nach ihrem Geburtstag.

Mit allen anderen Geldgeschenken zusammen ( ausser unserem) hat sie 1800,- Euro für praktisch nix ausgegeben...Runden in ihrer Stammkneipe geschmissen, Klamotten gekauft...Kinkerlitzchen eben.

Das war für meinen Mann und mich vorher absolut abzusehen.

Das ist einer der Gründe warum ich bei meinen Kindern erstmal warte wie sie sich entwickeln, sollten sie ebensolche Ambitionen entwickeln, dann kaufe ich lieber etwas vernünftiges für das Geld, zumal auf den Sparverträgen der Beiden wesentlich mehr Geld sein wird.

Wenn sie bis dahin vernünftig mit Geld umzugehen wissen ists prima, wenn nicht dann bezahle ich ihnen lieber Führerschein und Auto davon, oder wahlweise etwas anderes ( Wohnungseinrichtung o.ä.)

lg

Andrea

Beitrag von curlysue1 - 02.09.10 - 20:04 Uhr

Sehe ich genau wie Du, möchte nicht meinen Kindern mit 18 einen Batzen Geld hinlegen, sondern lieber sinnvoll dosieren, Auto, Führerschein, Haus usw.

Wenn die Kinder nicht so werden wie wir wünschen, müssen sie sich dieses Leben eben selber finanzieren.

LG

Beitrag von steffi140788 - 02.09.10 - 18:54 Uhr

Hallo,

meine Tochter hat eine Unfallversicherung mit Beitragsrückerstattung.

Ich bin mir jetzt nicht so sicher, aber mit 18 oder 21 Jahren bekommt sie eine menge Geld ausgezahlt. Das kann sie dann nutzen, um sich ein Auto, Führerschein und ihre Wohnung einrichten.

Die letzten paar Jahre läuft die Versicherung stillschweigend weiter, das heißt, die Versicherung bezahlt dann den monatlichen Beitrag.

Sollte mir in diesem Zeitraum was passieren, läuft die Unfallverersicherung auch weiter und die Versicherung zahlt bis zum Ablauf.

Ich bin der Meinung, bei 184 Euro Kindergeld sollte sowas drin sein.

Lg Steffi

Beitrag von mami05-08 - 02.09.10 - 19:34 Uhr

Ich finde diese ganzer Sparerei fürs Kind mehr als überflüssig.

Hast du von deinen Eltern alles in den "A..." bekommen?
Warum soll ich 18 Jahre für mein Kind sparen damit es wenn es 18 wird ein dickes Konto bekommt...
Kein Parade Beispiel, statt dem Kind eher zu zeigen das es selber für Geld etwas tun muss.

Wie gesagt ich halte das alles für Übertrieben. Unsere Kinder erleben eine schöne Kindheit wir unternehmen viel und sie bekommen hier und da mal ihre Wünsche. Mit 18 bezahlen wir dann den Führerschein und das war es dann. Sie sollen selber lernen Geld zu schätzen und es nicht wohin geschoben zu bekommen.

Ach und die Beispiele wegen Studium und so, wenn es wirklich so weit sein sollte werden wir als Eltern da auch sicher Helfen aber nicht jetzt schon sagen unsere Kinder studieren und dafür Sparen wir. Das halte ich für irrelevant.

Zu der Wunschpolice die ihr da habt, meint ihr wirklich das eure Kinder mit 18 sinnvoll entscheiden können was mit dem Geld passieren soll??
Ich denke eher nicht.


LG

Beitrag von steffi140788 - 02.09.10 - 20:19 Uhr

Hallo,

nein, ich habe gewiss nicht alles in den "Arsch" bekommen, aber wäre dankbar für ein bisschen Geld gewesen.

Ich musste während meiner Ausbildung alles alleine finanzieren und dazu war ich noch Schwanger und trotzdem habe ich auf das Geld von den Ämtern verzichtet.

Ich will meinem Kind besseres bieten.

Sie soll eine kleine Starthilfe bekommen.

Was ist, wenn du später arbeitsunfähig bist, Trennung von deinem Mann oder irgendwas anderes passiert, wie willst du dann deinem Kind sowas finanzieren, wie du oben geschrieben hattest?

Lg Steffi

Beitrag von emestesi - 02.09.10 - 23:08 Uhr

Daher sage ich z.B. auch: Ich spare nichts für meine Kinder, aber wenn sie uns später einmal brauchen, werden wir da sein. Mir ist es nur wichtig, meinen Kindern beizubringen, dass das Geld nicht wie die gebratenen Tauben in den Schnabel fliegt. Wenn sie uns aber wirklich nötig haben und Hilfe brauchen, werden WIR da sein.

LG Emestesi

Beitrag von curlysue1 - 03.09.10 - 09:49 Uhr

Richtig so.

Ich spare doch nicht, damit sich meine Kinder mit 18 ein BMW Cabrio kaufen #nanana

Die sollen auch wissen, was sparen heißt.

Beitrag von steffi140788 - 03.09.10 - 09:50 Uhr

und meine frage war, was ist, wenn irgendwas passiert? du und dein mann werdet arbeitslos und könnt es euch nicht leisten? krankheitsfall oder, oder, oder.

wäre es da nicht schön, irgendwas gespart zu haben?

Beitrag von kikou - 03.09.10 - 10:51 Uhr

Hallo,

wir sparen für unsere Kinder je 50Euro im Monat und haben auch einen gewissen Betrag festgelegt für sie. Das hat nichts damit zu tun, dass wir ihnen alles hinterhertragen wollen, sondern eher damit, dass man nicht weiss, woraus die Zukunft gemacht ist.

Heute kann ich mir 50 Euro pro Monat pro Kind (also 100Euro) prima leisten, ohne Probleme, aber wer weiss, vielleicht werden wir mal arbeitslos, haben einen Unfall und müssen geringer bezahlte Arbeit annehmen etc.pp. und dann geht das vielleicht nicht mehr.

Ich habe mit von meinen Eltern für mich gespartes Geld mein Studium finanziert, dafür bin ich heute noch sehr dankbar. Natürlich habe ich auch immer nebenher für meinen "Bedarf" gearbeitet, ohne Frage, das war für mich Ehrensache.
Ich würde meinen Kindern auch auf jeden Fall ein Studium ermöglichen wollen oder einen Auslandsaufenthalt oder so etwas und es wäre für mich selbstverständlich, ihnen ihre Ausbildung bis zum Ende zu finanzieren. Allerdings wird es für mich wesentlich "stressfreier", wenn ich nicht in 10 - 15 Jahren jeden Monat richtig viel Geld raushauen muss, da ist es mir lieber, beizeiten etwas anzusparen, damit es nicht allzu hart wird, wenn's dann mal soweit ist.

Daran kann ich nichts Verwerfliches finden und schon gar nichts "in den Hintern Geschobenes". Ich empfinde das als beruhigend zu wissen, dass ich bis dahin ein kleines Kapital angespart habe und meinen Kindern den Start ins (Berufs-)Leben erleichtern kann.

Es wäre für mich auch selbstverständlich, wenn ich das irgendwie kann, meinen Kindern finanziell unter die Arme zu greifen, wenn sie eine Wohnung/ein Haus kaufen.

Ich empfinde es fast als ein bisschen rücksichtslos, wenn man sagt, nein, ich bin nicht dazu da, den Kindern ein feines Leben zu ermöglichen und gebe mein Geld für mich aus. Denn wenn ich irgendwann mal alt und krank bin, müssen die Kinder für mich aufkommen, wenn kein Geld mehr da ist. Das ist für mich eine schlimme Vorstellung. Daher spare ich jetzt für mich und für meine Kinder, in der Hoffnung, dass dann für alle noch was da ist, wenn's mal soweit sein sollte.

Kikou

Beitrag von steffi140788 - 03.09.10 - 13:02 Uhr

Super geschrieben!!!!! Bin ganz deiner Meinung.... :-)

lg steffi

Beitrag von summer2005 - 03.09.10 - 19:19 Uhr

Das würde ich so Unterschreiben somachen wir es auch !!!!