Konsequenz bei unentschuldigtem fehlen b.d. bundeswehr

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von fariana - 07.09.10 - 17:12 Uhr

hallo Ihr lieben,

mich würde mal interessieren was passiert wenn mein Mann seinen dienst bei der bundeswehr nicht antritt sprich unentschuldigt mal ein paar tage fehlt.

also er ist bei der BW seid april und hat noch nie gefehlt-was auch gut ist;-) ich frag auch nur aus interesse.



Danke für die auskunft

LG#torte#tasse

Beitrag von sandra7.12.75 - 07.09.10 - 17:19 Uhr

Hallo

Nach dem 3.Tag kommen dann die Feldjäger.

lg

Beitrag von rittmeisters - 07.09.10 - 18:40 Uhr

Nach 3 Tagen kommen die Herren der Feldjäger und werden ihn einsammeln, danach gibt es dannn ein Verfahren wg. Fahnenflucht, welches mit Sozialstunden oder Haftstrafen geahndet wird, und in den allermeisten Fällen kommt es dann zur Unehrenhaften entlassung im zusammenhang damit gibt es danach keine Sozialleistungen in der 3 monatigen Sperrfrist bei der Arbeitsagentur....


Ich weiß wovon ich Rede, mein Mann ist kurz bevor wir vor 10 Jahren zusammen kamen auch 3 Tage Fahnenflüchtig gewesen, ich durfte das ganze Theater mit Anklage,Verhandlung etc. damals mit machen...

Der Grundwehrdienst beträgt doch eh schon nur noch 9 Monate, die sollte dein Mann doch wohl mal auf einer Arschbacke absitzen können und so Verkehrt ist der Verein Bundeswehr doch nun auch nicht, man lernt dort einiges über ich!!!

Beitrag von fariana - 07.09.10 - 19:09 Uhr

ja er will auch nicht flüchten :-D

ihm gefällt es dort sehr gut-hatte nur vorhin eine diskussion mit meiner Mutter darüber:-)

aber vielen dank für die antwort#liebdrueck

Beitrag von stadtindianer - 07.09.10 - 22:57 Uhr

jaja, so verkehrt ist das nicht...
man nimmt menschen aus ihrem leben und schränkt (mit hilfe der verfassung) die grundrechte ein. dann bringt man ihnen das töten bei und macht sie in vielen fällen zum roboter. als entschuldigung dafür gibt es oben drauf noch eine lüge, dass es gut für die gesellschaft wäre.
so ein bullshit!

wenn jemand zu etwas gezwungen werden sollte, dann ist es wirklich für die gesellschaft zu arbeiten. es gibt im zivilen leben genug zu tun. im sozialdienst lernt man wirklich besseres über das leben. ich weiß wovon ich rede. wenn man sich um bedürftige kümmert, dann weiß man erst, worum es im leben geht.

Beitrag von sanne2209 - 08.09.10 - 06:41 Uhr

naja übertreib mal nicht, man hat immernoch die Wahl...

Beitrag von wemauchimmer - 08.09.10 - 08:41 Uhr

"und so Verkehrt ist der Verein Bundeswehr doch nun auch nicht, man lernt dort einiges über ich!!! "
Jaja, man lernt, was passiert, wenn man seine Grenzen beim Saufen überschreitet. Man schaut in die Abgründe einer reinen Männergesellschaft. Man lernt die Zeit totzuschlagen. Man lernt warten, warten, warten. Man lernt, wie wenig Rückgrat man hat, wenns drauf ankommt.
Ganz tolle Erfahrungen.

Was soll bitteschön an dem Verein nicht verkehrt sein? Daß es ein Auffangbecken für Leute ist, die sich schwertun, eine vernünftige Ausbildung und einen vernünftigen Job zu machen? Nur, das könnte man ohne die Flugzeuge, Panzer und Kriegsschiffe weitaus kostengünstiger realisieren. Daß die rechten Spinner und Waffennarren eine Heimat finden, wo sie sich austoben können? Denen wäre wohl mit einer psychatrischen Behandlung mehr geholfen...
LG (ex-W15)

Beitrag von lichtchen67 - 08.09.10 - 10:05 Uhr

Als Ex W15 hast Du wohl keine guten Erfahrugen gemacht?

Nun ja, es gibt auch andere.. und wenn man selber im gesteckten RAhmen aktiv ist/wird und sich kümmert kann die Bundeswehrzeit durchaus eine interessante zeit mit guten Erfahrungen sein.

Meinem Sohn haben 3 Jahre Bundeswehr durchaus sehr gut getan und meinem Ex-Mann haben 12 Jahre UND ein Studium auch nicht geschadet für sein berufliches Weiterkommen ;-)

Kommt eben immer drauf an was man(n) draus macht. wie überall im Leben.

lichtchen

Beitrag von wemauchimmer - 08.09.10 - 11:08 Uhr

Na ja, weißt Du, normalerweise studieren nur Leute beim Bund, die auf normalem Weg in absehbarer Zeit keinen Studienplatz bekommen, oder die einen an der Waffel haben, siehe oben ("rechte Spinner...").
Aber Ausnahmen bestätigen wie immer sicher die Regel ;-)

Beitrag von cludevb - 08.09.10 - 10:22 Uhr

Hi!

Nach ca 3 Tagen stehen die Feldjäger vor der Tür.

...soll er gucken ob er sich schon Urlaubstage nehmen kann, entweder normalen oder Sonderurlaub falls ihr umzieht oder sowas, es ist auch gewöhnlcih kein Problem mal auf vorherige Absprache erst Montags Mitttags zu kommen oder Donnerstags abends schon nach Haus zu fahren wenn man zu Hause irgend einen Anwaltstermin hat, zum zivilen Facharzt muss usw usw usw (wenigstens wars bei mir nie n Problem ;-))

was man natürlich nicht sollte, was aber auch geht: KzH schreiben lassen, das hieße aber nur im heimatort bleiben.

Einfach zu Hause bleiben wegen "kein Bock" ist keine gute Idee, das ist kein Spielplatz wo man den Chef immerschön mit Telefonaten hinhalten kann, wer unentschuldigt nicht kommt, wird geholt und hat gewöhnlch auch noch ne disziplinarstrafe am arsch und das ist nicht so witzig (selbst nie probiert, aber bei kameraden mitbekommen) ;-)

LG Clude

Beitrag von fivetonine - 09.09.10 - 12:38 Uhr

Eigentlich ganz einfach,

3 Tage hat er Zeit sich wieder bei seiner Einheit zu melden, danach geht eine Meldung raus an das zuständige Dienstkommando ( Feldjäger / MP).

Rechtlich ist das noch das:
§ 15 WStG Eigenmächtige Abwesenheit Wehrstrafgesetz

sollte das öfter vorkommen wird schnell das draus:

§ 16 WStG Fahnenflucht Wehrstrafgesetz

und da hört der Spass auf.

Viele Grüsse