Ist das so die Regel ?? Gehalt Flexibilitätsabhängig???

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Beitrag von flogginmolly - 09.09.10 - 15:35 Uhr

Hallo,

sooo meine kleine ist seit Mitte August im Kindergarten... ich habe auch schon eine Stelle, da ich noch in der Probezeit bin habe ich heute noch ein weiteres Bewerbungsgespräch wahrgenommen, man weiß ja nie ob sich noch etwas besseres ergibt ;-)

Ich habe mich dort schon im Juni beworben, es ist ein großes Einzelhandelsunternehmen und ich fand die damals Ausgeschriebene Stelle ansprechend. Heute beim Vorstellungsgespräch taten sich mir aber Abgründe auf.
Die Arbeitszeiten sind zwischen 6 und 21 Uhr, Arbeitsbeginn ist immer unterschiedlich, es gibt auch Zwischenschichten.. das ist soweit eigentlich kein Problem, aber es wird nach Flexibilität vergütet, d.h. wenn ich nicht als Springer fungieren kann oder zu bestimmten Schichten nicht einsetzbar bin bekomme ich generell 50ct. weniger Stundenlohn. Auch wird man nicht fest eingestellt, sondern bekommt man nur Zeitverträge und muss sich darauf einstellen dass man nach 6 Monaten mal 2-4 Monate nicht gebraucht wird, aber danach wird man evtl. wieder mit einem 3 Monatigem Vertrag eingestellt, man hat lt. Personal Chef also schon mal einen Fuß in der Tür wenn man dort anfängt. #gruebel

Ich bin heil froh dass ich schon eine Stelle habe, klar wäre es hart auf hart gekommen hätte ich diese Stelle evtl. auch angenommen, aber ich fand das wirklich abstrus was mir dort erzählt wurde#schock

Kennt ihr das, dass man weniger Gehalt bekommt wenn man durch Kinder oder ähnliches nicht so flexibel ist wie eine Alleinstehende Person ohne Kinder???

Finde das echt mies... das ist für Alleinerziehende Mütter ohne Familie die aushilft echt sch**** oder???

LG

Beitrag von cami_79 - 09.09.10 - 15:48 Uhr

Hi,

genau in dieser Form kenne ich es nicht, aber in der Klinik meiner Freundin kann man sich freiwillig auf eine flexible Liste eintragen (muss 5 Tage im Monat angeben an denen man einspringen würde im Bedarfsfall bei Krankheit der Kollegen etc.) und bekommt dann für jeden Einspringer 50% mehr Tages-Vergütung. Da sie Mutter ist, verzichtet sie lieber aufs Geld und steht eben nicht auf der Einspringliste.

Ich persönlich (auch Mutter) finde es legitim einen Bonus zu zahlen für Menschen die sehr flexibel einsetzbar sind. Mich hat es als frühere Nicht-Mutter total genervt, dass einige Mütter immer ne Extrawurst wollten - nicht dass ich nicht gern eingesprungen bin wenn mal ne Schulaufführung o.ä. war oder die Oma als Betreuung ausfiel etc., nein aber diese Grundhaltung: Ich bin Mutter ich MUSS die Extrawurst IMMER haben und alle MÜSSEN das verstehen, finde ich unangebracht.

Aber die Sache mit den Verträgen finde ich auch unmöglich ... ist das rechtens?

LG C

Beitrag von vwpassat - 09.09.10 - 17:33 Uhr

Ich frage mich gerade ernsthaft, was Du mit Deinem Posting bezwecken willst?

Die Lage im Handel ist sehr bescheiden und durch die langen Öffnungszeiten wird der Umsatz nicht mehr, dafür aber mehr gestreckt. Es wird mehr Personal benötigt, welches natürlich auch flexibel sein muss.

Du musst doch da nicht arbeiten.

Du musst das außerdem andesherum sehen, Du bekommst nichts abgezogen, sondern Du bekommst einen Bonus dafür, dass Du flexibel bist.

Versetz Dich doch mal in die Lage eines Arbeitgebers. Wenn alle nur 9:30 bis 12 Uhr arbeiten wollen..........

Außerdem, wo bist Du denn allein erziehend? Deine VK sagt was Anderes.

Beitrag von arkti - 09.09.10 - 17:52 Uhr

Warum sollten flexible Menschen nicht 50 Cent mehr verdienen?
Sie sind nunmal deutlich wertvoller als gebundene Mütter.

Genauso kann ich gut verstehen das unflexible nur Zeitverträge bekommen, dann wird man eben durch was flexibles ausgetauscht wenn nötig.

Beitrag von kati543 - 09.09.10 - 18:49 Uhr

Ich kenne es eher andersherum. Aber letztendlich kommt es auf das selbe. Warum sollen denn deiner Meinung nach Menschen, die zu unbeliebteren Schichten arbeiten, keine Zulage bekommen? Als meine Kinder noch nicht da waren, hat mein Mann ständig im Standby gearbeitet - Tag und Nacht. So gab es eine Menge mehr Geld.

Beitrag von mamavonyannick - 09.09.10 - 19:56 Uhr

Hallo,

auch wenn hier scheinbar alle diese Art von Verträgen GAAAAANZ toll finden... Ich finde sie ätzend, das spiegelt aber leider die heutige Arbeitsmarktsituation und die Abhängigkeit wieder, in der sich Arbeitnehmer befinden. Wobei es mir dabei nicht mal um diese 50ct mehr oder weniger geht sondern vielmehr um die Gesatltung der Arbeitsverträge selbst (Befristung etc.)
Aber du hast ja zum Glück was anderes:-D

vg, m.

Beitrag von vwpassat - 09.09.10 - 21:14 Uhr

Da muss ich Dir mal Recht geben.

Das Problem ist aber der Markt ansich, unsere Politik und die hohen Abgaben tun ihr Übriges.

Als Arbeitgeber hat man sonst kaum eine realistische Überlebenschance.

Gerade im Handel!