Hallo,
seit ich aus der Kur (4 Wochen her) zurück bin, ist alles nur noch schlimmer im Büro. Bis auf "guten Morgen" redet keiner was mit mir, war irgendwie ein schleichender Prozess gewesen (kam vor 2 Jahren aus der Elternzeit zurück und hab ein eigenes Büro bekommen - Neid pur unter den anderen 2 Kolleginnen, weil ich mit dem Alltagsgeschäft im Büro nichts zutun habe - arbeite fast nur noch direkt für den Chef - das sehen die anderen natürlich nicht - sind halt sehr private Dinge - so scheint es halt für die anderen, dass ich mich langweile und nichts tue; Cheffe sagt aber nichts - hat total keinen Arsch in der Hose). Ich schlafe nachts schon wieder nicht mehr, bin nur noch gereizt. Mein Rücken macht sich auch wieder bemerkbar.
Die Kur - war wegen burn out - hat mir gut getan, allerdings war deshalb schon die Stimmung schlecht im Büro (im Büro ist nur bekannt, dass es wegen meinen Bandscheibenvorfällen war - "Kranke Menschen würden halt anders aussehen" - so mein Chef - hat überhaupt kein Verständnis, man solle sich nicht immer Krankenheiten vom Arzt einreden lassen). Ich sollte sogar dafür meinen Urlaub einreichen, eine andere Kollegin hat ihre Kur auch in ihren Jahresurlaub gelegt. Habe ich natürlich nicht gemacht. Nun meine Frage, kann ich kündigen, ohne dass ich eine Sperre beim Amt bekomme?
Ich will da unbedingt weg. Hab auch schon ein paar Bewerbungen geschrieben, sieht aber nicht so rosig aus, da ich wegen der Kinder nicht voll arbeiten will. Hab gehört, dass man bei Mobbing keine Sperre bekommt ... weiß jemand genaues? Was muss ich nachweisen? Bin leider nicht immer zum Arzt gegangen, als es mir schlecht ging, sondern hab mich zusammengerissen - halt blöd, dass weiß ich jetzt auch. 
Danke für Tipps.
Gruß Joshas
Mobbing- Kündigung ohne Sperre bei Amt?
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Beitrag von joshesphina - 09.09.10 - 21:39 Uhr
Beitrag von sassi31 - 10.09.10 - 01:40 Uhr
Hallo,
mir hat man damals auf die Frage bei der Arbeitsagentur geantwortet, dass man das überprüfen würde. Es findet quasi eine Anhörung statt, so dass beide Seiten (Chef und Mitarbeiter) etwas zu den Vorfällen sagen können bzw. müssen. Ein Psychologe wird evtl. auch hinzu gezogen. Die SB der Arbeitsagentur sagte, dass es immer sehr schwer ist, Mobbing nachzuweisen und die Entscheidung, ob es eine Sperre gibt, individuell getroffen wird. Hilfreich wären sowohl Zeugen, als auch ein Mobbing-Tagebuch. Und natürlich, wenn man deswegen schon bei einem Psychologen in Behandlung ist.
Ich kann die Vorgehensweise auch nachvollziehen, denn heute wird jeder, der sich mal mit seinen Kollegen zofft, gleich gemobbt. Und statt den Konflikt zu lösen, laufen die Leute lieber weg. Viele scheinen auch nicht zu wissen, was Mobbing überhaupt ist bzw. nutzen es als Vorwand, um kündigen zu können und eben keine Sperre dafür zu erhalten.
Mit letztem Absatz will ich dir nicht unterstellen, dass du nicht gemobbt wirst. Das ist mehr ein allgemeiner Eindruck, den ich gewonnen habe. Speziell hier bei Urbia.
Gruß
Sassi
