wie soll es nun weitergehen?

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Beitrag von ichbinauchda - 09.09.10 - 22:24 Uhr

im Grunde wußte ich es ja schon lange.....aber heute....schwarz auf weiß.... ein Schreiben vom Arbeitgeber dass ich doch dran denken müsse, mich rechtzeitig bei der Agentur für Arbeit zu melden.....

bin gerad echt fertig.... das mein Vertrag befristet ist, wußte ich ja schon lange, aber immer und immerwieder wurde er verlängert....nun, wo nichts um einen unbefristeten Vertrag rumführt, isses vorbei..... ab Ende des Jahres ist es vorbei....einfach so....völlig grundlos.... und nur, weil die keinen unbefristeten Vertrag ausstellen wollen.... stattdessen darf ich noch meine Nachfolgerin einarbeiten #rofl im Leben nich....

und wißt ihr was das Schlimmste ist ????? mein Arbeitgeber ist der, wo ich dann ab Januar auf dem Flur sitzen darf und nach Geld betteln darf falls ich bis dahin auch weiterhin nur Absagen bekomme ..... dann ist meine Kollegin plötzlich meine Sachbearbeiterin......Hallo ????ich bin echt völlig am Ende...ich kann nicht mehr..... ich muss doch zwei Kinder versorgen...... ich kann doch nicht von heut auf morgen plötzlich da sitzen und Geld beantragen, wo ich vor kurzem noch selbst gearbeitet hab...:-[

Beitrag von arkti - 09.09.10 - 22:36 Uhr

Naja es wird wohl einen Grund geben warum der vertrag nicht verlängert wird oder?

Beitrag von ichbinauchda - 09.09.10 - 22:41 Uhr

na solche Antworten liebe ich ja....jaaa.....es gibt einen Grund...wie schon geschrieben.... er müsste nun auf unbefristet gestetzt werden....meinen Job haben 4 andere noch mit....und wir alle dürfen gehen.... somit ist der Grund wohl klar

Beitrag von imzadi - 10.09.10 - 01:29 Uhr

Ich ersehe jetzt den Grund auf Anhieb nicht, aber sicher kannst du ihn erörtern.

Sehe ich das jetzt richtig das für das Arbeitsamt gearbeitet hast? Falls ja, findest du es jetzt als Vorteil für dich deine Nachfolgerin nicht richtig einzuarbeiten? Glaubst du dein Chef wird es berücksichtigen, ob du beim weiteren Verlauf nach der Kündigung positiv oder negativ für deinen Arbeitgeber mitgearbeitet hast?

Beitrag von mamavonyannick - 10.09.10 - 07:18 Uhr

Hat es denn FÜR SIE einen Vorteil, wenn sie ihre Nachfolgerin einarbeitet? Nein, hat es nicht, außer für den Chef. Was ist denn man bei euch los? Ihr ergreift hier Partei für den AG und findet es scheinbar alle richtig, wie die Vorgehensweise ist? Hier ist ein Mensch, der gerade ohne Möglichkeiten, etwas zu ändern, seinen Job verliert und dabei zu recht erbost ist, weil sie sich jahrelang den ar... aufgerissen hat um aus der befristung evtl doch einen unbefristeten Vertrag zu machen. Sie hat gehofft und zu Weihnachten wird sie ohne da stehen. Was gibt es daran nicht zu verstehen? Oder willst du jetzt hier verlangen, dass sie mit Freuden ihre Nachfolgerin einarbeitet?

Und die Arge wird ihr schon ein vernünftiges Zeugnis ausstellen, schließlich wollen sie sie ja problemlos los werden!

m.

Beitrag von mamavonyannick - 10.09.10 - 07:12 Uhr

Na du scheinst ja ganz schlauzu sein!!! Nein, es hat damit überhaupt nichts zu tun. Ich kenne selbst 3 Leute, die alle bei der Arge gearbeitet haben und ALLE mussten sich nach Ablauf der Fristen nach einer anderen Stelle umschauen. Ich finde deine Antworten sehr oft gehässig und oftmals ohne Hintergrundwissen!

Beitrag von arkti - 10.09.10 - 08:48 Uhr

Was hat das bitte mit schlau sein zutun?
So ist das nunmal bei Zeitverträgen und es gibt genügend Leute die rumjammern aber in Wirklichkeit steckt noch was ganz anderes dahinter.
Ich finde es auch ganz schlau immer sofort Partei für den Arbeitnehmer zu ergreifen #augen, vor allem wenn man die Person nicht kennt.

Wenn man im Internet teilweise ließt wie sich die Menschen heute verhalten/benehmen/aufführen kann ich auch gut verstehen das die Arge regelmässig Personal austauscht um zu vermeiden das die Mitarbeiter alle plötzlich in den Krankenstand gehen mit der super Modekrankheit "Burnout. #augen
Ich denke das kommt aber auch drauf an wo man wohnt, hier werden sie z.B nicht ausgetauscht, das weiß ich weil es sozusagen Kollegen von meinem Mann sind.
Unseren Wohnort kann man aber auch sicher nicht mit Köln, Berlin oder sonstwas vergleichen.

Beitrag von zwiebelchen1977 - 10.09.10 - 09:10 Uhr

Hallo

Finde das auch nicht Ok. Es stand gestern noch im Videotext, das die Argen Stellen abbauen, weil sie die Leute nicht mehr brauchen.

Das da zuerst die Angestelletn mit befristetetn Verträgen gehen, ist nunmal so.

BIanca

Beitrag von mamavonyannick - 10.09.10 - 09:56 Uhr

Falls du richtig lesen kannst: Die Stelle der TE wird NICHT abgebaut#aha, sondern es kommt jemand neues, der das selbe macht wie die tE vorher.
Also nichts von wegen: Das ist nun mal so#augen

Beitrag von mamavonyannick - 10.09.10 - 09:46 Uhr

Wenn es danach geht, dann dürften z.B. auch Lehrer niemlas ein unbefristeten vertrag bekommen wenn ich mal überlege, wieviele da dem BurnOut erliegen.
Du unterstellst hier, dass alle MA in den Krankenstand gehen. Und damit das nicht passiert, werden sie ausgetauscht? Wo hast du den den Quatsch her? Fakt ist, dass diese befristungen längstens 2 Jahre gehen. Wobei der vertrag jeweils auf ein Jahr befristet ist. Nach einem Jahr durfte jeder meiner Bekannten die Stelle wechseln, sprich: Die die bisher für ALG1 zuständig waren mussten sich nach einem Jahr um ALG2 kümmern. Jedesmal Einarbeitungszeit, jedesmal wieder Wartezeit, bis sie wußten, was sie zu tun haben, um dann nach 2 Jahren ihren Nachfolger einarbeiten zu dürfen.
DAS ist menschenverachtend und auch sozial unverträglich. Denn mit dieser Methode ist weder dem Ma selbst noch den Kunden der Arge geholfen, die sich ebenfalls immer wieder auf jemanden neuen einstellen müssen. Ich selbst habe früher bei der Allianz gearbeitet, wo ständig die Vertreter wechselten. Die Leute haben sich aufgeregt, weil ständig jemand neues für sie zuständig war, weil sie ihre geschichte IMMER und IMMEr wieder erzählen mussten. Und dabei ging es "NUR" um Versicherungen und nicht darum, die Menschen in Lohn und Brot zu bringen.
Und sicherlich gibt es Stammpersonal, aber es gibt eben auch diese befristeten Stellen. diese gibt es schon seit Jahren, nur der MA der sie innehat, der wird ausgetauscht. Und ich wohne in einer kleinen Stadt. Das ist also auch in kleinen Städten "normal".

Beitrag von tecum - 10.09.10 - 12:57 Uhr

"Was hat das bitte mit schlau sein zutun?"
Deine Antworten jedenfalls haben rein gar nichts mit "schlau" zu tun, insofern gebe ich dir gern recht!
Tatsächlich ist es gängige Praxis, befristete Verträge auszustellen. Um die Grenze nicht zu überschreiten zur unbefristeten Anstellung müssen sie dann halt nach 2 Jahren rausgeworfen werden. Auch an Universitäten läufts so: Un wenn ich einen noch so qualifizierten, engagierten Mitarbeiter habe, nach zwei Jahren muss ich einen neuen suchen! Das ist ineffizient und unsozial.
Aber sicher ists einfacher, dumm daherzureden als sich zu informieren und nachzudenken. Also bleib halt dabei.

Beitrag von willnix - 10.09.10 - 08:39 Uhr

Zu Deinem Beitrag fällt mir echt nichts mehr ein.............
Leider fehlt mir hier jetzt der passende Smilie dazu....

Beitrag von mamavonyannick - 10.09.10 - 07:25 Uhr

Oh man, es tut mir sehr leid. Aber wie ich schon geschrieben habe: Diese Praxis ist bekannt und ich finde es eine Schande. Wie lange warst du jetzt da? 2 Jahre? Ich versteh auch den Sinn nicht und ich glaube, dass es dem Ziel, die Kunden der Arge effektiv zu vermitteln, zu wider läuft, wenn regelmäßig die Sachbearbeiter ausgetauscht werden. Das setzt das falsche Zeichen und wenn ich daran denke, wie lange "die Neue" brauchen wird, um sich richtig einzuarbeiten und ihre Kunden kennenzulernen. Meiner Freundin haben sie damals auch einen Job gleich nach dem Studium angeboten. Der Hammer: Sie hatte Geographie studiert. Tolle Voraussetzungen um als Arbeitsvermittler zu arbeiten#klatsch
Ich kann deinen Frust und deine Existenzangst verstehen. Aber steck den Kopf nicht in den Sand. Schau dich um, verzweifle nicht, denn bei allem schlechten: Vllt kannst du deine jetzige Tätigkeit auch für deine zukünftige nutzen, zb bei anderen Personaldienstleistern. Du schaffst das!

vg, m.

Beitrag von nusch - 10.09.10 - 08:56 Uhr

Hallo,

so langsam wundert mich im Staate Deutschland gar nichts mehr.

Ich hatte mich kürzlich noch total gewundert, dass diese Praxis der verlängerten Verträge bis unbefristet nicht mehr zu umgehen ist und dann Kündigung bei einem der größten Konzerne Deutschlands vollzogen wird (meine Freundin ist betroffen) und dass das Arbeitsamt auch immer fleißig weiter die Nachfolger vermittelt, obwohl diese Praxis bekannt ist.

Aber da das Arbeitsamt selbst diese Praxis übt, wie Du es nun beschreibst, wundert mich gar nichts mehr. Melde Dich mal bei Monitor oder Panorama o.ä. und mach das publik.

Dass private Firmen so mit ihren Angestellten umgehen ist schon unmöglich, dass aber die Arbeitsagentur als Behörde so vorgeht, darf einfach nicht sein!

LG
Nusch

Beitrag von kathi.net - 10.09.10 - 09:07 Uhr

Was sollte es denn ändern, wenn sie es publik macht? Ob Unternehmer, Weltkonzern oder eben ARGE/AA ..... alle nutzen lediglich die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu ihren Gunsten aus.

LG Kathi

Beitrag von vwpassat - 10.09.10 - 09:18 Uhr

Das ist ja eben der Punkt.

Der AN ist eigentlich einen Dreck wert.

Einerseits verzockt der Staat Milliarden und andererseits ist er nicht imstande, eine effektive Arbeitsagentur aufzubauen, die nicht nur Arbeitslose verwaltet, sondern sie intensiv in Arbeit bringt.

Das wäre mit ordentlichem Stammpersonal, leistungsorientierter Entlohnung und anderen Gesetzen durchaus möglich.

Aber lieber werden dann neue AN eingestellt, die dann wieder weniger verdienen, neu eingearbeitet werden müssen, etc......

Ich wollte mich jetzt eigentlich nicht auf die AN-Seite stellen, aber bei sowas geht mir die Hutschnur hoch. So kann aus unserem Land nichts werden, die Schere reich zu arm wird immer größer werden. Und das ist mehr als tragisch.

Beitrag von kathi.net - 10.09.10 - 09:32 Uhr

Ja klar, es gibt immer mindestens zwei Seiten der Medaille und noch zig verschieden Blickwinkel. Aber das wäre eher was fürs Politik-Forum. ;-)

Beitrag von nusch - 10.09.10 - 10:00 Uhr

Lieber im Stillen Motzen bringt auch nichts.

Erst wenn öffentlicher Druck erzeugt wird, wird die gängige Praxis möglicherweise geändert.

Ständig befristete Verträge, die nie auf einen unbefristeten Vertrag hinauslaufen, bedeuten: Unsicherheit, keine Zukunftsperspektive, keine Lohnerhöhungen während der Befristung, keine Möglichkeit, bei Banken Kredite für Hausbau etc. zu bekommen - dies alles schadet der Binnenwirtschaft enorm.

Beitrag von kathi.net - 10.09.10 - 10:11 Uhr

Sorry, aber da gehe ich nicht ganz mit:

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag ist heutzutage auch keine Garantie für Sicherheit und Lohnerhöhungen.... wo bitte ist der Unterschied, ob ich schon bei Vertragsabschluß weiß, am Tag X läuft der Vertrag aus oder ich bekomme eine ganz normale ordentliche Kündigung? Welche Variante ist für den einzelnen AN wohl schockierender?

Und ganz ehrlich, öffentlicher Druck wird wohl eher nicht zu Änderungen bei der Arbeitsmarktpolitik führen.

Beitrag von nusch - 10.09.10 - 10:18 Uhr

Nein, Garantien gibt es für gar nichts im Leben.

ABER: habe ich einen unbefristeten Vertrag, traue ich mich auch mal, nach einer Lohnerhöhung zu fragen. Bei einem unbefristeten unterlasse ich dies doch lieber, um die Verlängerung nicht zu gefährden.

Das ist ein riesiger Unterschied, ob ich weiß, ich kann möglicherweise die nächsten 5, 10, 15 Jahre in einem Unternehmen arbeiten, oder meine Befristung läuft in 6, 12 Monaten aus. Wenn Du diesen Unterschied nicht erkennst, weiß ich auch nicht, wie ich Dir das erklären soll.

Was, außer öffentlichem Druck, sollte denn zu einer Änderung der Arbeitsmarktpolitik führen? Die Pro-Arbeitgeber CDU-Politik, die plötzlich ein Einsehen bekommt? Das ich nicht lache ...

Beitrag von mamavonyannick - 10.09.10 - 10:21 Uhr

Aber er ist ein Stück mehr sicherheit. Und niemand kann bei Unbefristung einfach so kündigen, schließlich gibt es das Kündigungsschutzgesetz. Und wie würdest du es denn finden, wenn du Jahr für Jahr immer nur Befristungen hättest und jedesmal zum Ende dir was neues Suchen müsstest. Ich will nicht mit dieser ständigen Existenzangst leben müssen.
Und warum sollte öffentlicher Druck zu nichts führen? Richtig: Weil wir Deutschen eh nicht glauben, dass Widerstand zu irgendetwas führt.

Beitrag von vwpassat - 10.09.10 - 10:12 Uhr

Und ich bin dann der Dumme, der den Leuten sagen muss, dass sie nichtmal ein 3T€-Auto finanziert bekommen mit nem befristeten Arbeitsvertrag.

Hier muss es Gesetzesänderungen geben, wenn wir nicht total an die Wand fahren wollen.

Beitrag von mamavonyannick - 10.09.10 - 10:13 Uhr

Und um es zu ergänzen: Ständig wechselnde MA bei der Arge dürfte weniger effizient sein, die Kunden in Arbeit zu bringen. Was das an Geld kostet, die Leute immer wieder neu einzuarbeiten. Was da an Zeit verloren geht.

Beitrag von liki - 10.09.10 - 16:42 Uhr

genau! Und mehr noch: ständig befristete Verträge ermutigen auch nicht gerade dazu, eine Familie zu gründen.

ich sehe es bei uns an der Uni: junge Wissenschaftler ( Landesstellen!) hangeln sich von Zeitstelle zu Zeitstelle und können letztlich kein dauerhaftes, sesshaftes Leben planen. Gleichzeitig wundert sich die Politik, dass die Deutschen zu wenig Kinder bekommen.

Dass selbst die Arbeitsagentur mit solchen befristeten Verträgen arbeitet, schockiert und frustriert mich ziemlich.

Gruß, liki

Beitrag von nusch - 10.09.10 - 10:09 Uhr

Ach ja: und nur bekannte Missstände bei gesetzlichen Rahmenbedingungen können torpediert werden.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu Befristungen, Zeitarbeit und 400-EUR-Jobs stimmen doch schon lange nicht mehr im Staate Deutschland. All dies zerstört unbefristete, gut bezahlte Vollzeitstellen.