Guten Morgen 
wir könnten (nach längerer Suche) nun unser Traumhaus kaufen. Es kostet 200.000 € 
Muss aber dazu sagen, dass wir das Haus sofort beziehen könnten, ohne einen Batzen Geld zu investieren. Es ist komplett fertig, sehr gut gepflegt, Einbauküche drin, Laminat drin, toll tapeziert usw. Der zweite Pluspunkt ist, dass in dem Haus schon eine separate Ferienwohnung integriert ist, welche wir dann so oft es geht, vermieten würden und dadurch ja auch wieder ein paar Einnahmen haben. Das Material (Dämmung, Fußbodenplatten) zum Ausbau des Dachbodens liegt schon da (hat der Verkäufer schon gekauft, weil er vorhatte, den Dachboden auszubauen.
Mit welcher Rate müssten wir denn ungefähr rechnen (Betrag 200.000 €, Tilgung 1,5%). Sind da die von mir "erforschten" 800-900 Euro realistisch?
Nebenkosten (120 m² Wohnfläche) schätzen wir bisher 200 Euro (Gastherme, Strom, Wasser). Ist auch das so okay?
Letzte Frage: Wir haben ein monatliches Nettoeinkommen von 3.200 Euro. Würdet ihr da eine Rate von 800-900 Euro für machbar halten? Klar kennt ihr jetzt nicht unsere Ausgaben, aber jetzt erstmal pauschal gesehen.
Danke und Gruß
Mit welcher Ratenhöhe muss man rechnen? Realistisch?
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von fragend - 10.09.10 - 09:09 Uhr
Beitrag von falkster - 10.09.10 - 09:21 Uhr
Nur zum Verstaendnis...
Der unausgebaute Dachboden wird die Ferienwohnung??? Das wird sicher nochmal einiges kosten die dann herzurichten. Gleichzeitig waere sicherzustellen, dass fuer den Ausbau und die anschliessende Vermietung die entsprechenden Genehmigungen vorliegen (es koennte durchaus sein, dasgenau aus diesem Grund verkauft wird). Will hier nicht den Teufel an die Wand malen, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Ist irgendwelches Eigenkapital vorhanden?
Nebenkosten wuerde ich persoenlich eher hoeher ansetzen bei 120qm, aber das ist nicht auf EFH Erfahrung basierendes Wissen...
viel Glueck...
Beitrag von rose77 - 10.09.10 - 09:39 Uhr
Hallo!
Also der Dachboden ist nicht die Ferienwohnung, den würden wir für uns ausbauen.
Die Ferienwohnung ist ein Anbau am Haus, welcher besteht und mit allen Anschlüssen versehen ist. Die Genehmigung für das Betreiben der Ferienwohnung ist sicher!
Verkauft wird, weil diese Leutchen sich was Neues mit integrierten Arbeitsräumen (beide selbständig) bauen wollen und sie bleiben auch im Ort und wir kennen sie. Sollten sie uns also übers Ohr hauen, bekommen sie Ärger
Ne im Ernst, das passt schon.
Bei den NK hatte ich mich verschrieben. Wir planen 300 Euro NK ein.
Eigenkapital ist bisher nicht vorhanden. Wir zahlen jedoch die Notarkosten und Grunderwerbssteuer aus eigener Tasche und wir haben noch 1 Jahr Zeit, Geld beiseite zu legen, da erst dann das neue Haus von den Verkäufern fertig ist.
Beitrag von curlysue1 - 10.09.10 - 09:35 Uhr
Hallo,
800-900€ wäre realistisch, aber ich finde es schon viel, allerdings sagt man immer 1/3 vom Nettoeinkommen, was ja wieder passen würde.
Wieviel EK habt Ihr?
LG
Beitrag von rose77 - 10.09.10 - 09:41 Uhr
Zum Eigenkapital: siehe meine Antwort vorher!
(Kaufnebenkosten sind vorhanden, 1 Jahr Zeit zum Sparen haben wir auch noch).
Beitrag von gh1954 - 10.09.10 - 10:47 Uhr
Halte ich eher für unrealistisch. Ich denke, sie kommt über 1000 Euro/Monat.
Beitrag von curlysue1 - 10.09.10 - 11:00 Uhr
lt. Diba Rechner würde sie für 900€ pro Monat 216 000€ bekommen.
Aber es ist auch immer eine Sache der Laufzeit.
Beitrag von gh1954 - 10.09.10 - 11:17 Uhr
Mit welchem Zinssatz hst du gerechnet? Bin jetzt zu faul, zurückzurechnen.
Beitrag von curlysue1 - 10.09.10 - 11:39 Uhr
eff. 4,07 % mit 10 Jahren Zinsfestschreibung.
Restschuld nach 10 Jahren 189400€ (Ausgangskredit 216000€)
Beitrag von gh1954 - 10.09.10 - 13:59 Uhr
Hm, die TE wollte 1,5% tilgen, da komme ich immer noch auf ca 1000 Euro/Monat.
Beitrag von smartysandra - 10.09.10 - 09:37 Uhr
hallo!
ja, das wäre okay, denke ich. die nebenkosten würde ich etwas höher ansetzen. evtl. 250 euro. kommen ja auch noch vers., grundsteuer etc. dazu.
die nebenkosten (evtl.makler,notar,grunderwerbssteuer) solltet ihr auf jeden fall als eigenkapital mitbringen.
die fewo-einnahmen würde ich nicht so "einplanen", sondern das eher als zubrot sehen, wenn sie mal vermietet ist.
lg sandra
Beitrag von rose77 - 10.09.10 - 09:42 Uhr
Ja, wir hatten auch gedacht, ohne Einnahmen zu kalkulieren und das eher als Plus anzusehen.
Notar- und Grunderwerbssteuerkosten haben wir.
1 Jahr sparen können wir auch noch.
Beitrag von kathi.net - 10.09.10 - 09:39 Uhr
Naja, zu den 200 Tsd. kommen noch die Erwerbsnebenkosten. Die solltet ihr als Eigenkapital mindestens haben.
Bei den Nebenkosten fehlen ja auch noch einige Posten (Müll, Grundsteuer, Kabel etc.) Und was GANZ WICHTIG
ist - Rücklagen!!!!
Wie hoch die reine Kreditrate ist/sein wird hängt ja schlussendlich von mehreren Dingen ab (Beleihung, Laufzeit, Tilgung.....)
LG Kathi
Beitrag von lebelauter - 10.09.10 - 10:03 Uhr
Also,
was ich mich bei solchen Rechnungen immer frage:
Wer kauft/baut, der muss immer in der lage sein, neben der rate fürs haus und den Abgaben auch Geld zurückzulegen.
Wenn ihr jetzt kein Eigenkapital habt, dann habt ihr nichts zurückgelegt oder eben nicht zurücklegen KÖNNEN.
warum?
habt ihr laufende Kredite? hohe Unterhaltskosten für Kinder aus früheren beziehungen?
Wie erwirtschaftet ihr dieses Einkommen?
LG
Beitrag von rose77 - 10.09.10 - 10:22 Uhr
Deine Frage ist berechtigt:
wir hätten zurücklegen können, haben es aber aus folgenden Gründen nicht gemacht:
- wir haben uns Luxus geleistet
- wir haben bis vor einem halben Jahr nie im Leben damit gerechnet (ich schon, mein Mann wollte nie), dass wir überhaupt mal ein Haus kaufen oder bauen
- wir haben unseren Kindern bisher immer alles gegönnt, was machbar war
Nun, da wir wissen, dass das mit dem Haus klappen könnte und finanziell auch machbar wäre, sagen wir schon, gut man hätte vorher sparen können, aber wie oben beschrieben, wir haben eigentlich nie daraufhin gearbeitet.
Fakt ist aber auch, dass wir die Nebenkosten (Notar, Grunderwerbssteuer) ja haben (EK) und auch etwas mehr. Es ist also nicht so, dass wir rein gar nichts an Geld haben.
Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich, dass wir dieses Haus sowieso erst in ca. 1 Jahr beziehen können und bis dahin natürlich auch jeden Cent (der geht) beiseite legen werden.
Beitrag von lebelauter - 10.09.10 - 10:51 Uhr
hallo,
ich meine, es ist eben was anderes, als ob man sparen KÖNNTE oder ob man es tut. es gibt so naturen, die kriegen das nicht hin, obwohl sie es wollen..-
probiers einfach aus...
LG
Beitrag von moeriee - 10.09.10 - 12:05 Uhr
"Wenn ihr jetzt kein Eigenkapital habt, dann habt ihr nichts zurückgelegt oder eben nicht zurücklegen KÖNNEN."
Das würde ich jetzt mal bezweifeln. Nicht jeder zahlt sein Geld monatlich auf ein Sparkonto ein. Es gibt heute sehr viele Möglichkeiten, sein Geld (sinnvoll) anzulegen. Wir haben z.B. mehrere Bausparverträge gehabt, bevor wir unser Haus gekauft haben. Zwei über jeweils 16.000€ und einen über 100.000€. Allesamt waren diese jedoch noch nicht so weit angespart, dass sie zuteilungsreif waren. Bei den kleineren war dies dann noch mit verfügbarem Geld möglich, aber bei dem großen eher nicht.
Zudem machen wir sehr viel für die Altersvorsorge und haben diverse Fonds. Und nicht immer will man diese Dinge dann auflösen.
Für die TE kann ich kurz unsere finanzielle Situation schildern, um ein realistisches Bild zu bekommen. Wir haben monatlich ebenfalls 3.000 bis 3.200€ zur Verfügung. Mein Mann ist Alleinverdiener. Ich muss nicht arbeiten gehen, könnte dies aber nach der Geburt unseres Kindes tun. Wir haben ein Haus für 150.000€ gekauft und zahlen monatlich ca. 600€ ab. 150€ sparen wir monatlich in unseren großen Bausparvertrag, damit dieser zuteilungsreif ist, wenn die Zinsfestschreibung ausläuft. Die Wohnfläche beträgt 106 qm + 60 qm im Keller, die noch ausgebaut werden könnten. Die Nebenkosten für zwei Personen belaufen sich auf:
- 60€ Strom (3.000 kW/h im Jahr bei der Mainova)
- 33€ Wasser und Abwasser (4 Kubikmeter im Monat)
- 85€ Heizöl
- 18€ Müll
Dazu kommen noch die jährlichen Kosten, wie Grundsteuer (ca. 14€ im Monat), sowie außerplanmäßige Kosten (z.B. Erneuerung des Abwassersystems Ortsdurchfahrt). Letzteres schätze ich mal auf ca. 300-400€ im Jahr, bei einer Grundstücksgröße von 630 qm.
Trotz allem haben wir unser "Sparprogramm" weiter beibehalten. Monatlich gehen ca. 650€ für Altersvorsorge und Fonds ab. Wir unterhalten zwei Autos, haben zwei Hunde und leben sicher nicht schlecht, da wir auch des Öfteren essen gehen. Wir können uns überwiegend Markenkleidung leisten (allerdings kaufen wir da nicht sooo viel, weil wir unsere Sachen sehr pfleglich behandeln und deshalb nicht so häufig neue Dinge benötigt werden). Momentan haben wir auch eine Reinigungskraft, die einmal pro Woche zum Putzen kommt, da meine SS nicht so verläuft, wie wir es uns gewünscht hätten.
Wenn ihr tatsächlich mit 1.200€ hinkommt (Raten + NK) und euer Einkommen sich auf 3.200€ beläuft, dann sind die Raten in der Tat zu bestreiten. Es ist natürlich eine Umstellung und gerade am Anfang wird es hart, denn es kommen viele Kosten auf euch zu, die ihr sicher nicht eingeplant habt (glaub' mir: Ich hatte auch soooo viel bedacht! Und trotzdem kamen noch Rechnungen, mit denen wir dann nicht rechnen konnten). Aber wenn ihr das bei DER finanziellen Situation nicht schafft, dann weiß ich auch nicht! Ihr müsst halt vorher genau durchrechnen.
Beitrag von pfefferminza - 13.09.10 - 12:22 Uhr
Hallo, habt ihr gar keine Versicherungen für das Haus bzw. für euch?
Ich finde die Beträge, die wir beispielsweise für Gebäudehaftpflicht, Feuer-Wasser-Sturm etc. zahlen nicht unerheblich. Auch GEZ-Gebühren müssen hinzu gerechnet werden.
