Brauche Hilfe wg. Unterhalt usw. (Kind plötzlich weg, etc) Kompliziert

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Beitrag von tortenliesel - 10.09.10 - 13:45 Uhr

Hallo,

also, vor kurzem habe ich hier noch wegen einem Hausbau gefragt... Hat sich damit erledigt (zum Glück ist das alles noch vorher passiert!!!).

Also:
Mein Partner hat einen Sohn aus 1. Ehe, der bei uns wohnt(e). Wir haben erst im Juni eine entsprechend große Wohnung gemietet (4Zi, 100 qm, 920 € warm, 720 € kalt).

Ich bin schwanger und habe ebenfalls eine Tochter aus einer anderen Beziehung.

Wir haben also mit drei Kindern geplant, haben uns vor kurzem noch ein neues Auto gekauft, damit alle drei Kindersitze reinpassen.

Die Kindsmutter wollte ihren Sohn nie bei sich haben, zuerst hat sie null Unterhalt gezahlt und dann zu wenig. Unterhalt ist per Urkunde tituliert. Der Kleine war allerdings relativ viel bei den Großeltern. In den letzten Wochen bzw. Monaten wurde er immer verhaltensauffälliger und wir wollten mal einen Psychologen zu rate ziehen, da in der Schule (2. Klasse) das Thema ADHS angesprochen wurde.

Dies hat eine derart Riesenwelle ausgelöst, dass der Kleien von heute auf morgen ganz zu seinen Großeltern gezogen ist (mein Freund hat dem großen Druck der Schwiegerfamilie nachgegeben, weil wir einfach nicht mehr können). Er ist auch schließlich noch in deren Fa. beschäftigt. Es ist der reinste Psychoterror.

Nun möchte die Kindsmutter, dass wir den Unterhalt einfach so an ihre Eltern überweisen. Natürlich steht dem Jungen das Geld zu, klare sache. Aber wir haben auch anders geplant und sitzen jetzt hier in einer großen Wohnung mit Riesenkeller, únd einem neuen Auto und können sehen, wie wir ohne Kindergeld, ohne Unterhalt und mein Freund wird ja auch Unterhalt zahlen, die ganzen Ausgaben meistern. Zudem hat der Kleine ja noch jede Menge versicherungen und Vereinsbeiträge, das läuft alles weiter. Nahrungsmittel, etc. macht ja nur den kleinsten Teil aus.

Die Frage ist, wie würdet Ihr vorgehen?? Vorschläge? natürlich werden wir jetzt die Ausgaben herunterfahren, z.B. neue Wohnung suchen. Aber das dauert eben mind. 3 Monate.

Mein Partner wird sich eine neue Arbeit suchen, das ist auch klar.

Danke schonmal für die Hilfe.

Sandra

Beitrag von vwpassat - 10.09.10 - 13:48 Uhr

Soll das heißen, ohne Kindergeld und Unterhalt stürzt Eure ganze Finanzplanung ab?

Na da sei man froh, dass Ihr Euch nicht noch mit nem Haus verschuldet habt.

Beitrag von tortenliesel - 10.09.10 - 13:57 Uhr

Hallo,

nein, so ist das nicht gemeint, aber:

Es ist ein Unterschied, ob man 1700,00 € netto (partner) + 184 KG + 272 € KU hat oder ob man 1700 € (netto) - 290 € KU hat.

jetzt sag mir nicht, dass Du 746,00 € Differenz im Monat nicht bemerkst....

Lg, Sandra

Beitrag von windsbraut69 - 11.09.10 - 10:04 Uhr

Sorry, aber mit so geringem - und von den Ex-Schwiegereltern abhängigem - Einkommen und drei Kindern würde ich gar kein Haus planen.
Allein die jetzige Wohnung liegt doch über Eurem Budget - auch MIT KG und Unterhalt.

LG

Beitrag von tortenliesel - 11.09.10 - 19:32 Uhr

Hallo,

also, ich habe ja auch noch Einkommen, so ist es nicht. Wir kommen alles zusammen bisher auf etwa 3000,00 € netto. Bald wieder mehr.

Aber mein Einkommen ist ja für den Unterhalt nicht relevant.

LG, Sandra

Beitrag von myimmortal1977 - 10.09.10 - 13:58 Uhr

Ich finde es auch recht merkwürdig, dass Ihr Kosten wie Kindergeld z. B. mit in Euren Lebensstil mit einberechnet.

Wir können unseren Lebensunterhalt ohne Einnahmen von unserem Kind meistern. Sollte auch so sein.

Ich würde mir nie und nimmer nicht eine Wohnung oder ein Haus zulegen, wo Kindergeld und Unterhaltsleistungen die Unkosten mit decken sollen.

Ein neues Auto, damit 3 Kindersitze reinpassen... Was habt ihr denn vorher gefahren? Einen 2-Sitzer?

Wer zahlt denn jetzt bei Euch den Unterhalt? Wenn das Kind weder beim Kindsvater noch bei der Mutter lebt, zahlt jeder dann die Hälfte vom Unterhalt an die Großeltern, oder wie?

Armes Kind!

LG Janette

Beitrag von tortenliesel - 10.09.10 - 14:09 Uhr

Warum wusste ich, dass hier alles negativ ausgelegt wird? naja, hab ja ein dickes fell...

Also, das hat nichts mit unserem (alleinigen) lebensstil zu tun, sondern mit dem als Familie. Natürlich braucht man mit mehr Leuten mehr Platz. Weniger leute = weniger Platz! Lässt sich aber alles nicht so schnell umsetzen. Gilt natürlich auch für das Auto. Versucht mal 2 babyschalen und einen richtigen Sitz auf eine normale Rückbank zu bringen. Vorher hatten wir einen 97 Golf Variant, jetzt haben wir einen Fiat Doblo für 18500,00 € neu. Also auch keinen VW Touran oder so, sondern das "Billigmodell". Und im Gesamtunterhalt (Barunterhalt der KM, naturalunterhalt des vaters und das Kindergeld) für das Kind ist ja anteilig alles an Kosten drin (Versicherungen, vereine, Miete, nebenkosten und eben lebensmittel)

das langzeitmodell sieht so aus:

Kindsmutter zahlt vollen Unterhalt, Vater zahlt vollen Unterhalt und Kindergeld geht ebenfalls an die Großeltern. Nur ist eben jetzt der Übergang ziemlich holter die polter.

LG, Sandra

Beitrag von windsbraut69 - 11.09.10 - 10:09 Uhr

Ja, wann seid Ihr denn in die große Wohnung umgezogen und habt vorsorglich ein anderes Auto gekauft, wenn Du jetzt noch schwanger bist und warum soll für das Kind jetzt doppelt Unterhalt gezahlt werden an die Großeltern PLUS Kindergeld???
Was sind das denn für teure Vereine und Nebenkosten, die für eine nicht mehr vorhandene Person beinhalten?

Ob die Entscheidung für einen neuen Fiat so klug war im Vergleich zu einem preis- und wertstabilen Neufahrzeug, wird sich dann demnächste beim Verkauf zeigen....

Auf jeden Fall aber könnt Ihr der Familie prinzipiell dankbar sein, dass das alles vor der Aufnahme des Hausdarlehns passiert ist.

LG

Beitrag von tortenliesel - 11.09.10 - 19:35 Uhr

In die große Wohnung (4 Zimmer) sind wir gezogen, da wusste ich von der Schwangerschaft nichts, also bei Mietvertragsabschluss; vorher haben wir viel, viel kleinere Wohnungen bewhnt (getrennt). Hätte ich das gewusst, wären wir in seine Wohnung gezogen. meine Kleine und das neue Baby sollten sich daher ein Zimmer teilen, das reicht bei so kleinen Kindern. Der Sohn von meinen Freund hat das größte Zimmer der drei Schlafräume für sich gehabt.

Beitrag von elsa345 - 10.09.10 - 16:45 Uhr

Hallo,
aber selbstverständlich rechnet man das Kindergeld mit in seine Planungen ein, DENN es ist KEIN Geschenk vom Staat, sondern ein vorweggenommener ESt-Ausgleich zum Existenzfreibetrag für das Kind. Dieses Geld gehört eindeutig den Eltern und nicht den Kindern. Wenn Du das KG nicht beommst, zahlst Du nämlich bedeutend weniger ESt, so man denn arbeiten geht. Und der Unterhalt ist schon wie ganz richtig bemerkt, nicht nur für Essen und Getränke sondern auch für Wohnung etc. da und wird deshalb auch gebraucht.

Beitrag von windsbraut69 - 11.09.10 - 10:10 Uhr

Du siehst ja jetzt, wie sicher diese beiden Einnahmequellen sind.

Beitrag von polar99 - 10.09.10 - 14:07 Uhr

Hallo,

ich kann das Problem verstehen. Meine Tochter hat bei uns gelebt, wir hatten somit 184,00 +272,00 € mehr beim Einkommen. Sie ist zu ihrem Papa gezogen (im Einvernehmen aller und das ist ok so), nur jetzt zahle ich eben die 272,00 € und habe somit auf meiner Seite

728,00 € weniger.

Das muss man erstmal bewältigen. Gottseidank konnten wir mit dem Papa reden, so dass wir für uns alle eine Übergangszeit gefunden haben (genau diese 3 Monate für eine andere Wohnung), in der mein EX eben nur das Kindergeld bekam. Als wir uns neu organisiert hatten, haben ich dann den Unterhalt bezahlt.

Könnt ihr da nicht irgendwie "verhandeln" in diesen 3 Monaten?

lg polar

Beitrag von tortenliesel - 10.09.10 - 14:13 Uhr

Hallo Polar,

ich denke, die Seiten sind ziemlich verhärtet. Natürlich werden wir es versuchen. Die Großeltern selber wollten keinen Unterhalt, wir möchten aber zahlen, da so einfach alles sauberer ist. Evtl. ist das ne Lösung mit den 3 Monaten Übergangszeit. Nur die Kindsmutter macht einen Riesenterz.

Es soll eigentlich alles zugunsten des Kindes sein, stattdessen tobt hier der reinste Psychokrieg und ich versuche derzeit nur die sachliche Ebene zu regeln und suche nach Vorschlägen außnstehender Personen.

LG, Sandra

Beitrag von sassi31 - 10.09.10 - 14:11 Uhr

Hallo,

also wenn er die Vereine weiterhin besucht und ihr das auch weiterhin bezahlt, dann würde ich (in Absprache natürlich) die Kosten vom zu zahlenden Unterhalt abziehen.

Ansonsten könnt ihr da wohl wenig machen. Dein Mann ist unterhaltspflichtig, ebenso wie die Kindsmutter.

Gruß
Sassi

Beitrag von kati543 - 10.09.10 - 14:33 Uhr

Hallo Sandra,
an eurer Stelle würde ich langsam das Ganze mal ganz offiziell machen. So geht es doch nicht mehr weiter. Wenn das Kind bei den Großeltern am besten aufgehoben ist und die Großeltern das noch können, dann ist es gut so. Unterhalt muß dann nicht nur dein Mann, sondern auch die Mutter zahlen. Wessen Idee war der Umzug eigentlich?
Ansonsten kann ich - im Gegenzug zu anderen Schreibern hier - durchaus nachvollziehen, dass man das Kindergeld als festes Einkommen mit berechnet. So ein Blödsinn. Das ist doch nicht Geld des Kindes. Das ist das Geld der Personen, die für den Unterhalt des Kindes aufkommen. Laßt den Unterhalt richtig offiziell ausrechnen. Und bedenkt, dass nach Geburt eures gemeinsamen Kindes, der Unterhalt eventuell neu berechnet werden muß.

Beitrag von tortenliesel - 10.09.10 - 16:13 Uhr

Hallo Kati,

also, die Idee des Umzugs war die der Großeltern. Aber damit ist das eigentliche Problem, nämlich die Verhaltsauffälligkeiten, nicht behoben, aber das ist ein anderes Thema. Wir haben eigentlich schlussendlich nur aufgegeben, weil wir den Terror nicht mehr ertragen konnten. Der Sohn meines Freundes wird quasi von den Großeltern "gekauft" mit Lego, etc., im Wert von mehreren 100 € im Monat. Wir geben ihm (7jahre alt) 2 € taschengeld in der Woche, sein Großvater 60,00 €.

da konnten wir nicht mithalten.

Naja, ich hoffe, wir kommen jetzt alle mal zur Ruhe.

LG, Sandra

Beitrag von kati543 - 10.09.10 - 21:30 Uhr

Tja, das Problem wird nur sein, dass er ihnen sehr bald auf der Nase herumtanzen wird. Und dann kann wirklich niemand mehr mit ihm umgehen.

Beitrag von krokolady - 11.09.10 - 14:15 Uhr

hm...aber warum nu ne kleinere Wohnung suchen?
Du hast bereits ein Kind, ein weiteres Kind kommt bald noch dazu.
Da wären 4 Zimmer doch sogar zu wenig gewesen wenn der Junge bei euch geblieben wäre *grübel*
Ausser natürlich das Baby schläft mit der Schwester in einem Zimmer.

Und auch wenn er nicht mehr bei euch wohnt braucht ihr doch ein Zimmer für ihn....bzw. zumindestens nen Bett und so, wenn er an den WEs zu euch kommt.

Ich hab ähnliches durch....nach 2 Jahren bei Psychologen, Erziehungsberatung...10 wöchiger stationärer Aufenthalt in ner Psychatrie gab ich auch irgendwann auf.
Mein Sohn war 12 als er zu Oma zog.
Vater verweigerte jegliche Therapien und Behandlungen......und er prügelte und mobbte munter weiter - liebstes Opfer war seine 3 Jahre jüngere Schwester.

Jedenfalls wohnte er ne ganze Zeit bei Oma - aber inoffiziell.
Offiziell lebte er bei Papa....damit er Lohnsteuerklasse 2 nutzen konnte.

Unterhalt hätte ich "nur" 80 Euro zahlen müssen....zahlte halt 100 Euro dann. Das Geld ging immer an den Vater, weils die Oma so wollte.
Er selber zahlte an seine Mutter nix für den Jungen.....Oma zahlte also alles alleine.