Die Frage beschäftigt mich schon länger: So oft ist die Rede von Menschen, die materiell alles Mögliche ranschaffen, aber menschlich einfach verkümmert sind und auch ihren Kindern nur das bieten können, was mit Geld zu kriegen ist. Ich kenne solche Leute echt gar nicht aus der Nähe. Da frage ich mich, ob sowas überhaupt so häufig ist, wie das gängige Klischee es nahelegt.
Ich hab auch ein paar sehr wohlhabende Bekannte, aber die haben trotzdem herzliche Beziehungen, spielen mit ihren Kindern auch mal Mau-Mau und haben Spaß an einfachen Dingen wie andere auch.
Kennt ihr Leute, die auf Statussymbole richtig heftig Wert legen?
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Beitrag von angelaangela - 11.09.10 - 01:51 Uhr
Beitrag von hoeppy - 11.09.10 - 07:54 Uhr
Doch ich kenne solch ein Ehepaar. Doch die verdienen das Geld dazu nicht mal selbst. Alles ist gesponsert vom Vater/Schwiegervater.
Da muss es das beste Auto sein, das Kind bekommt alles Materielle was es nur gibt.
Da macht man sich sogar Gedanken ob das Kind (Kindergartenalter) nen seelischen Schaden bekommt wenn man mal ein Jahr nicht Urlaub (gezahlt vom Opa) auf Sylt macht.
Die geben an wie 10 Nackige aber verdienen das Geld nicht mal selbst...
Neidisch kann ich auf sowas nicht werden. Ich muss meinem Vater oder Schwiegervater nicht den Arsch graulen damit er mir was gibt. Eigenverdientes ist doch immer noch am schönsten...
LG Mona
Beitrag von marion2 - 11.09.10 - 08:58 Uhr
Hallo,
ich kenne solche Familien auch.
Gruß Marion
Beitrag von liki - 11.09.10 - 09:13 Uhr
Ja, meine eigene Schwester ist so veranlagt.
Beitrag von ayshe - 11.09.10 - 09:27 Uhr
Nein, ich kenne solche Leute nicht und habe auch keinen Bedarf.
Beitrag von hedda.gabler - 11.09.10 - 10:04 Uhr
Hallo.
Nein, ich kenne keine neureichen Proleten näher (nur vom Sehen, sprich ich weiß, wer so drauf ist) ...
... mir ist altes Geld lieber, da pflegt man Unterstatement ... und auch keinen Umgang mit eben erwähnten neureichen Proleten.
Gruß von der Hedda.
Beitrag von fred_kotelett - 11.09.10 - 10:26 Uhr
Hallo,
ich denke es ist aber auch von außen schwer zu beurteilen ob jemand nur weil er ein großes Auto fährt und gut gekleidet ist, gleich emotional verkrüppelt ist.
Beitrag von hedda.gabler - 11.09.10 - 10:33 Uhr
Richtig ... den Schluß würde ich auch nicht ziehen ... und neureiche Proleten sind auch nicht automatisch emotional verkrüppelt. Unser Ex-Kanzler z.B. soll ja ein großes Herz haben ... sieht man ja an den vielen Ehefrauen und Geliebten
Beitrag von ayshe - 11.09.10 - 11:11 Uhr
Ja, das stimmt natürlich.
Ich finde es nur befremdlich, wenn manche damit rumprotzen, arrogant werden.
Ich schätze daher die Freunde, die auch mit sehr gutem Einkommen immer noch genauso drauf sind wie zu "armen" Studienzeiten.
Beitrag von biene81 - 11.09.10 - 11:56 Uhr
Ja Fred, an Deiner Stelle wuerde ich mich jetzt auch verteidigen.
Beitrag von fred_kotelett - 12.09.10 - 11:34 Uhr
Hi Biene,
hast du deine Antwort jetzt mit dem Macbook Pro, deinem Ipad, oder mit dem Iphone geschrieben?
:)
Beitrag von gh1954 - 11.09.10 - 12:05 Uhr
Diese Denkweise entspricht aber dem beliebten Klischee, dass alle "Reichen" Gefühlskrüppel ssind und nur die "Armen" wirklich lieben können...
Beitrag von manavgat - 11.09.10 - 11:14 Uhr
Deine Erklärung: wer Statussymbole für wichtig hält ist ein emotionaler Totalausfall stimmt einfach nicht.
Meine Mum z. b. legt Wert auf ihre Statussymbole. Sie hat sich aber alles selbst erarbeitet und mit nichts angefangen, als sie jung war.
Gruß
Manavgat
Beitrag von ayshe - 11.09.10 - 11:51 Uhr
Vllt sollte man überhaupt erstmal klären, was du unter Statussymbolen verstehst.
Du meinst scheinbar einfach Menschen, die ihre Kinder per Geld "erziehen" lassen, mal bitter gesagt, sie einfach mit Geschenken ruhigstellen, anstatt sich selber mit ihnen zu befassen.
Aber das hätte für mich jetzt nichts mit Statussymbolen zu tun.
Sozial verkümmert kann jeder sein, ob nun mit oder ohne Geld.
Beitrag von nisivogel2604 - 11.09.10 - 11:54 Uhr
Ja, meine Schwiegereltern.
Jeder Mensch der keinen BMW fährt ist nach der Meinung meiner Schwiegermutter eine Null, ein looser und auf dieser Welt absolut überflüssig.
Ales wo nicht BMW draufsteht ist Müll, mit Leuten die sich BMW nicht leisten können/wollen will sie nichts zu tun haben.
So hält sie es sogar bei ihren beiden Söhnen.
Als mein Mann auf der Intensiv lag und man nicht wusste ob er überhaupt durchkommt ist sie lieber zum Tag der offenen Tür eines BMW Händlers gegangen als ihr Kind zu besuchen
lg
Beitrag von mirja - 11.09.10 - 12:15 Uhr
Das ist ja mal übel - mich würd nicht wundern, wenn ihr mit ihr jetzt keinen Kontakt mehr hättet.....
Beitrag von nisivogel2604 - 11.09.10 - 12:54 Uhr
Genau so ist es. Es gibt keinen Kontakt. Leander haben sie einmal gesehen als er 1 Jahr alt war, Lioba kennen sie gar nicht, wissen nichtmal das es sie gibt.
Ich habe so oft versucht den Kontakt zu unterstützen, aber solche Menschen denken eben nicht weiter als das Schwein furzt.
Irgendwann bekommt jeder seine gerechte Strafe
lg
Beitrag von ayshe - 13.09.10 - 08:47 Uhr
Ausgerechnet BMW?
Das ist doch aber reine Geschmackssache.
Es gibt noch genügend andere gute Automarken.
Das finde ich jetzt merkwürdig, BMW... wenn sie jetzt Jaguar gesagt hätten. Selbst die älteren, kleinen Porsche sind ja nicht mehr teuer.
Beitrag von nisivogel2604 - 13.09.10 - 12:14 Uhr
Frag mich nicht WARUM . Das ist einfach ne furchtbare Macke
Beitrag von ayshe - 13.09.10 - 12:18 Uhr
Ja, komisch. Ich finde nicht, daß ein BMW ein Statussymbol ist.
Beitrag von fred_kotelett - 13.09.10 - 13:12 Uhr
Wieso?
Voll krassen 3er BMW, ist doch Symbol von Staus wie Sau.
Beitrag von ayshe - 13.09.10 - 13:21 Uhr

Also für mich nicht.
Aber ich mag sowieso keine BMW, sehen irgendwie alle so blöde aus.
Autos sind eben Geschmackssache.
Beitrag von emily.erdbeer - 11.09.10 - 12:37 Uhr
Hallo Angela
Vielleicht sollte man erstmal klären was Statussymbole sind!
Wir müssen auch nicht aufs Geld achten. Dafür arbeiten wir auch sehr hart.
In 4 Tagen kommen da manchmal 60 Std zusammen.
Ein schickes Auto fahre ich auch. Aber weil es mir gefällt und es meine finanzielle Situation erlaubt. Aber es ist für mich kein Statussymbol.
Luxus ist für mich, wenn mein Kind am Wochenende kommt.Wir kuscheln nachholen und zusammen spielen.
LG
Beitrag von lisasimpson - 11.09.10 - 13:18 Uhr
Ich glaube, da wirfst du einige Begrifflichkeiten durcheinander.
Da ich im laufe meines Lebens immer bestrebt nach Unabhängigkeit war, habe ich wahrscheinlich sher viel wert und energie darauf gelegt, keine Symobole meines Status nach außen zu tragen- und bin daher vielleicht auch etwas sensibler in meinem blick auf diese Symbole.
da statussymoble nun einmal eine wichtige funktion haben- nämlich zugehörigkeit zu zeigen (und damit auch abgrenzung zu anderen, die diese zugehörigkeit nicht teilen), legen die meisten menschen wert darauf ihren gesellschaftlichen Status nach außen zu zeigen.
wie dies geschieht ist ja vor allem abhängig vom tatsächlichen gesellschaftlichen stand.
Hier gab es kürzlich heftige diskussionen um ein großes (teures!) tattoo. es gibt also schichten in unserer gesellscahft, in der das tattoo in seiner größe, seinem preis, seiner ausgestaltung zugehörigkeit symbolisiert und damit ein symbol für dne status des trägers ist.
andere müssen ihr tattoo verstecken, weil diese sie eben gerade als nicht zugehörig ausweisen würde zu einer bestimmten gruppe (der sie aber offenbar angehören wollen)
Ich merke, daß es zunehmend schwerer wird, sich diesem symbolen der Zugehörigkeit zu entziehen. und ich merke, daß es für mich schwierig wird für meine kinder zu entscheiden, ihnen diese symoble zu geben oder eben nicht (auch wen nes sich vorerst nur um bob den baumeister handelt:)
ich merke auch, daß es gar nicht möglich ist, ohne diese symbole der zugehörigkeit seinen platz in der gesellschaft zu behapten- spätestens mit einritt ins berufsleben wird dieser gefordert.
ich erleben, daß in meinem bekanntenkreis nach dem boom des Statussymbols "bildung" oder "titel" nun auch langsam schleichend andere symoboole des gesellschafltichen staus wichtiger werden.
ob das die Altbau-stadtwohnung in der großstadt ist oder das geräumige einfamilienhaus, ob das ein großes auto, ein energiesparendes oder der bewußte verzicht auf ein auto- das hängt von jeweiligen Lebensstil, vo nder jeweiligen bezugsgruppe und vom jeweiligen status ab.
aber zugehörigkeit zum ausdruck bringen wollen die meisten mit hilfe ihrer Bildung, ihrers Besitzes (hier vor allem auto, wohnung, kleidung), ihrer aktivitäten (berfuliche tätigekiten, hobbys) oder ihres äußeren (kleidung, körperschmuck/ schuck, frisur...)
und ja klar- jeder sucht sich eine beziugsgruppe, die etwa die gleichen staussymbole wählt - daher fällt es einem selsbt nicht wirklich auf.
auffallen tun uns die symbole, die nicht zu unserr bezugsgruppe passen, die stati (ist das die mehrzahl von stauts?) zeigen, die wir selsbt als minderwertig empfinden oder durch dere nsymbole wir selsbt uns als minderwertig erleben.
insofern- ja, ich kenne bis auf sehr wenige außnahmen (und die sind wieder so verrückt, daß ich mich zugehörige fühle:) nur menschen, die wert darauf legen, ihren sozialen tus auch nach außen zu zeigen. das ist auch grundsätzlich nichts schlimmes.
ich kenne viele menschen, deren symbole ich aberwitzig finde oder die ich nicht nachvollziehen kann.
aber ich kann mittlerweile durchaus verstehen, welchen zweck diese symbole erfüllen und ertappe mich täglich mehr dabei, daß ich mir die frage telle, ob meine art der statusverweigerung mir nicht trotzdem einen status zuweist, den ich unter umständen gar nicht möchte..
Zum thema: erziehung und staussymbol: auch die liebevolle, fördernde und unterstüzende erziehung ist ein statussymbol.
die wahl der bildungseinrichtungen, der freizeitaktivitäten, der kinderkleidung, der räumlichen gestlaltung der wohnung usw.. ist ein symbol für den gesellschtlichen status..
lisasimpson
Beitrag von oberhuhnprillan - 12.09.10 - 13:55 Uhr
Super geschrieben. Wie es scheint, wird "Statussymbol" im allgemeinen Sprachgebrauch nur für Symbole eines hohen Status verwendet, und dann auch eher im materiellen Sinne.
Der Plural von Status ist übrigens Status
