Frauen können sehr egoistisch sein und das Leben kompliziert...

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Beitrag von traurigerpapa - 17.09.10 - 08:37 Uhr

Ein "Hallo" an alle Väter und Mütter und solche, die es werden wollen.

Ich schildere mal kurz meinen ganz persönlichen Fall:

Meine Freundin ist mit Ihrem Ehemann seit 20 Jahren zusammen. Die Kinderwunschproblematik hat die beiden in eine Beziehungskrise hineinschlittern lassen, da er das Problem mit eingeschränkter Fertilität (nicht andrologisch steril, nur eingeschränkt) hatte und alles an ihr haften blieb (Hormonbehandlung) obwohl sie kerngesund ist und auch mit
ihrem Zyklus alles hervorragend funktioniert. Sein ganzer Beitrag beschränkte sich auf das Abgeben von Sperma für die ICSI`s und in Vorwürfe an meine Freundin/seine Ehefrau, dass es auch ihre Schuld sei, weil sie sich erst jetzt mit 36 für Kinder entschieden hat. Er hat über ein Zeitfenster von 2 Jahren definitiv nichts unternommen um die Zweitmeinung eines anderen Arztes einzuholen und hat sich geweigert einen Termin beim Andrologen wahrzunehmen. Erst als ich in Ihr Leben getreten bin, hat er sich nach Monaten dazu bequemt etwas Verantwortung zu übernehmen und hat sich dann doch mal zum Andrologen begeben mit der Aussage, dass er sich durch mich unter Druck gesetzt fühlt. Aus eigenem Antrieb wäre von ihm nie etwas gekommen, weil er einfach nur Angst vor dem Resultat hatte, aber ich bin der Meinung, dass man sich auch solchen Situationen und vor allem auch der Verantwortung seiner Partnerin gegenüber stellen sollte. Meine Freundin konnte sich in einem Zeitraum von einem halben Jahr weder gegen ihn (20 Jahre Partnerschaft, Liebe, Zuverlässigkeit, Vertrauen, Beständigkeit, Kontinuität, Sicherheit) noch für mich ("benutzter" Mann, der schon mit seiner Ex 2 Kinder hat und ungewisse Zukunft mit mir, da sie mich ja kaum kennt) entscheiden. Er hat ihr gesagt, dass er definitiv nicht in eine Scheidung einwilligen wird, falls sie das jemals wünschen würde. Ihr ganz grosses Problem ist, dass sie sowohl mich als auch ihren Ehemann liebt und möchte, dass keiner von uns unglücklich ist (was ja definitiv nicht funktioniert...) Sie hat immer gehofft, dass ihr ihr Ehemann oder ich die Entscheidung abnehmen, weil irgendjemand vielleicht sagt, dass er die Situation nicht mehr ertragen kann und sich von ihr trennt oder, dass von außen irgendein "Zeichen" kommt.

Nun ist der eigentlich wunderschöne Fall eingetreten, dass meine Freundin schwanger geworden ist. Ich hab gedacht, dass dies das Zeichen sein wird, auf das sie gewartet hat und das sie jetzt sich von ihrem Ehemann trennt. Aber nein, das Gegenteil ist passiert. Jetzt redet sie sich mit aller Macht ein, dass das Kind von ihm sein wird, wider besseren Wissens (auch, wenn seine letzten 2 Spermiogramme besser waren als zuvor). Sie hatte mit ihm 2 Tage vor ES GV und mit mir 1 Tag vor ES und am Tag des ES. Nun soll ich mich aus Ihrem Leben zurückziehen und nur ihr "Freund" sein. Ich will ihr nur die Augen öffnen und sie vor dem grössten Fehler in ihrem Leben bewahren. Ich habe ihr gesagt, dass ihr Mann definitiv nach der Geburt einen Vaterschaftstest machen wird, also was bringt es ihr mit ihm die "Einmaligkeit" der Schwangerschaft und der Geburt zu erleben, wenn es dann allen Beteiligten noch mehr Leid und Schmerzen zufügt. Ich bin der Meinung, dass jetzt die Wahrheit entweder auf den Tisch gehört oder Sie zumindest für sich realisiert, dass er definitiv nicht der Vater (Wahrscheinlichkeit liegt ja bei weit unter 5%) ist und sie ihn nicht so eng in die ganze Schwangerschaft einbezieht und dafür Sorge trägt, dass sich bei ihrem Mann nicht schon irgendwelche Vatergefühle einstellen. Ich will Sie davor bewahren, dass Sie in ein ganz grosses Loch fallen wird, wenn er den Vaterschaftstest gemacht hat. Jetzt bin ich in Ihren Augen der "BÖSE" der Druck macht und nur egoistisch ist und nur an sich denkt. Sie meinte nur zu mir, dass sie definitiv nie zu mir kommen würde, selbst, wenn sie sich von ihm trennt. Ich bin der Meinung, dann soll sie sich doch von von ihrem Mann trennen und allein ihr eigenes Leben leben, wenn sie schon nicht zu mir kommen will. Aber damit braucht sie dann keine Lebenslüge leben. ...ich weiß, klingt alles ein bissl kompliziert, aber wie seht ihr das denn als Außenstehende. Vielleicht liege ich ja auch mit meiner Denke falsch...

Beitrag von redrose123 - 17.09.10 - 09:13 Uhr

Ich denke das sie das selbst wissen muss, weiss der Ehemann von dir? Mir tut das Kind leid, das sicher vorgegaukelt bekommt das der Ehemann 100 pro der Papa ist, und vieleicht doch nicht und es kommt sicher mal raus falls es so ist.....

Trenn dich von Ihr und schau dasdu jemand findest der dich liebt und nicht verheiratet ist #augen

Beitrag von traurigerpapa - 17.09.10 - 09:35 Uhr

Natürlich weiß, er von mir, habe ich doch auch oben geschrieben. Im Moment versucht er gedanklich mich auch zu verdrängen und sich einzureden, dass es sein Kind ist und rennt mit stolz geschwellter Brust in der Kiwu-Klinik rum. Könnt ich brechen, wenn ich daran denke... Bei der medizinischen Vorgeschichte muss es jedem Beteiligten mit einem gesunden Menschenverstand klar sein, wie die Wahrscheinlichkeit der Vaterschaft aussieht (deshalb hab ich mal pauschal 5% für Ihren Ehemann geschrieben, weil: könnte sich ja auch ein Glückstreffer durchgemogelt haben...). Sie hätte für sich die Hand ins Feuer legen können, dass ihr so etwas wie mit mir niemals passiert, ich bin ihr erster "Fehler". Auch wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich mit einer verheirateten Frau irgendetwas anfangen würde, den hätte ich komplett für verrückt erklärt. Aber Gefühle sind nicht planbar!!! ...und durch ihre Schwangerschaft spielen natürlich auch ihre Hormone verrückt. Darum verstehe ich ja auch Ihre Stimmungs- und Gefühlsschwankungen bis zu einem gewisssen Grad. Ich will ihr ein guter Freund sein, wie auch bisher, Liebe lässt sich nicht erzwingen, aber die Gefühle sind doch da...

Beitrag von redrose123 - 17.09.10 - 10:05 Uhr

Es wird für dich aber nicht gut gehen, da du doch Gefühle hast und da immer der Gedanke ist, es könnte dein Kind sein. #schmoll viel Glück euch und das es sich zu dem wendet wie es für euch am besten ist....

Beitrag von vater1234 - 17.09.10 - 10:09 Uhr

Sehe ich das richtig: Du bist der Vater eines Kindes und sollst Dich aus allem raushalten?

Sofern Du der Vater bist kannst Du Dich gar nicht raushalten! Immerhin hat das Kind nun auch Ansprüche gegen Dich (nur mal so).

Ich denke es wäre das wichtigste zu klären, wer nun wirklich der Vater ist.

Ich weiß, dass klingt nicht schön - aber ich vermute es ist der einzige Weg. Jetzt heißt es Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Und zwar bei Ihr, bei Dir und auch bei Ihm

Beitrag von falkster - 18.09.10 - 00:11 Uhr

rein rechtlich wäre es ein eheliches Kind und damit ihr Ehemann der Vater. Ganz unabhängig vom biologischen Vorgang.
Nur ein Vaterschaftstest würde das ändern...

Beitrag von wemauchimmer - 17.09.10 - 11:12 Uhr

Ich seh das so: es ist ein krasser Fehler, mit einer verheirateten Frau was anzufangen, zumal wenn sie eigentlich ihren Mann liebt und nur von ihm ihren Kinderwunsch nicht erfüllt bekommt. Das ist ja wohl klar, daß Du unterm Strich nur als Samenspender dienst. Und in zweiter Linie noch als Versicherungspolice für den Kindsunterhalt, falls in der Ehe was schiefgeht.

Es hilft Dir doch nichts, wenn die Dame das selber noch nicht verstanden haben sollte. Es läuft darauf raus, sonst wär sie ja nicht mehr bei ihrem Mann.

Laß sie ziehen, und hoffe, daß Du nicht der Vater bist bzw. daß der Ehemann das Kind trotzdem akzeptiert.

Beitrag von redrose123 - 17.09.10 - 11:58 Uhr

Soweit ich informiert bin, ist der Ehemann auf Papier der Vater und muss somit auch aufkommen solange er die Vaterschaft nicht anfechtet/abstreitet kp wie mans nennt....aber dazu müsste er erstmal wissen das es ein eventuelles Kuckuckskind ist....

Beitrag von wemauchimmer - 17.09.10 - 12:30 Uhr

Ich versteh das nicht... liest Du den Beitrag denn nicht durch, bevor Du antwortest? Offenbar ist der Gatte voll informiert über seinen Rivalen, und daß das Kind evtl nicht seins ist, liegt auf der Hand. Der TE geht ja sogar davon aus, daß der Mann mit Sicherheit einen Vaterschaftstest machen wird...

Beitrag von frischerduft - 17.09.10 - 11:44 Uhr

Hallo,

du hast als Samenspender ausgedient und fertig.

Sie hat jetzt ihr perfektes Familienglück mit Kind und Ehemann. Da ist kein Platz für dich.

Da das Kind der beiden in ihrer Ehe geboren wird, gilt es auch als Kind des Ehemannes. Wäre nur durch einen Vaterschaftstest gegenteilig zu beweisen.

Ich gehe davon aus, dass der Ehemann deiner Freundin bereits ahnt, dass du als möglicher Vater in Betracht kommen könntest.
Wenn er weiter mit ihr auf heile Familie macht, lass sie doch.

Such dir eine unverheiratete Frau, mit der du glücklich werden kannst.

Alles Gute

Nici

Beitrag von arvid-2007 - 17.09.10 - 11:57 Uhr

Sie sollte sich mal entscheiden was sie will! Ich vermute zwar, daß es unter den ganzen Hormonen nicht so einfach ist und sie da wirklich erstmal zu sich kommen muß aber die Entscheidung den anderen zu überlassen ist nicht wirklich fair.

Ich glaube, wenn Du sie wirklich willst, kannst Du nur geduldig sein und immer wieder Deine Unterstützung signalisieren. Wenn Du das nicht mehr schaffst, dann nimm Ihr halt die Entscheidung ab und zieh Dich von Ihr zurück. Aber Dein potentielles Kind hat in jedem Fall ein Recht auf Dich. Also was das angeht würde ich an Deiner Stelle keine Ruhe geben!

Wenn Ihr Mann nicht in die Scheidung einwilligen will, verzögert er das ganze ja bloß und hält es nicht auf... ich weiß nicht, ob ihm das klar ist.
Wirklich problematisch, wenn sie Euch beide liebt. Aber dann sollte sie vielleicht wirklich raus aus aus dem ganzen System (Kur oder so) und mal selber zur Ruhe kommen und zu sich finden wie Du schon andeutest.

Wünsch Euch alles Gute!

Beitrag von marion2 - 17.09.10 - 16:42 Uhr

Hallo,

du suchst dir eine Frau mit unerfülltem Kinderwunsch in Hormonbehandlung, kennst die Spermiogramme, weißt, wann sie mit ihrem Ehemann in die Kiste steigt und verhütest nicht?

Ich glaub, ich les nicht richtig!

Sei froh, wenn es nur eins wird.

Gruß Marion

Beitrag von kati543 - 17.09.10 - 22:16 Uhr

Was heißt hier Lebenslüge? So wie du das hier schreibst, hat jeder von euch 3en von den beiden anderen gewußt. Ich würde sagen, du hast als Samenspender ausgedient. Du kannst dir jetzt nur noch überlegen, ob du dazwischen funken willst oder ob du es läßt.

Beitrag von elsa345 - 17.09.10 - 23:17 Uhr

Mach die Augen zu und stelle dir was vor, wenn du sie öffnest stellst du fest, das gibt es. Sagt mein Mann immer und ich stell fest, es stimmt. Alderalderalder

@TE
So wird das nix mein Guter. Du rennst ihr hinterher und machst Dich lächerlich. Zieh Dich zurück, lasse sie links liegen und nerve nicht rum, damit vertreibst Du sie und nix anderes. Wenn Du sone Tante wirklich haben willst #schwitz, mache Dich rar, dann siehst Du ob sie Interesse hat.
Aber ehrlich, ich würde die Beine in die Hand nehmen und vor so einem Charakterschwein reißaus nehmen.

Beitrag von lilja27 - 18.09.10 - 06:57 Uhr

Also ich sehe das so die kriese war wegen des unerfüllten kinderwunsches und nun ist sie eben vorbei weil sie schwager ist, also ist noch mal alles in ordnung gekommen und du bist das überbleibsel das sich ihr als schlechtes gewissen präsentiert.
Kinder die in der ehe gebnoren sind sind automatisch das kind der verheirateten, also wenn er keinen test verlangt und auf heile familie macht dann ist das so, ausser du gehst vor gericht und kämpfst um einen vaterschaftstest.
Eine ehe ist nicht immer leicht und beudetet immer viel arbeit, sie waren in einer kriese, und jetzt konzentrieren sie sich aufs wesentliche.
Du bist verletzt und so geht es vielen frauen die am schluss nur die geliebte waren, und der ehemann seine frau nie verlassen wird.

Alles gute

Beitrag von brille. - 18.09.10 - 11:03 Uhr

Verkauf die Rechte deiner Story an RTL, daraus machen die dann einen drittklassigen Fernsehfilm!
Wahlweise auch Sat1.

Beitrag von marion2 - 18.09.10 - 13:41 Uhr

bei der Qualität der Fernsehfilme heute....

ERSTklassig!

#rofl

Beitrag von manavgat - 18.09.10 - 14:13 Uhr

Einer von Euch ist so bescheuert wie der andere.

Du machst mit einer verheirateten Frau rum und schiebst (gedanklich) die A..karte dem Mann zu.

Der einzige mit dem ich hier Mitleid habe, ist das Kind, was in so ein Chaos geboren wird.

Gruß

Manavgat

Beitrag von carola63 - 20.09.10 - 17:01 Uhr

Wenn auch selten, aber an dieser Stelle muss ich Dir zu hundert Prozent zustimmen.

Das arme Kind...

Beitrag von biele1967 - 18.09.10 - 14:47 Uhr

Großer Gott - manche Menschen scheinen sich zu suchen und auch zu finden #klatsch

Rein rechtlich wird das Kind ehelich geboren. Völlig egal, wer biologisch als Vater noch in Frage kommt.

So wie es aussieht wird der Ehemann auch keinen Vaterschaftstest machen, wenn er jetzt mit stolzgeschwellter Brust daherstolziert. Da würde der doch im Nachhinein niemals zugeben, dass alles ein Irrtum war.

Vielleicht bist du ganz bewusst als Samenspender von der Frau (vielleicht sogar von beiden) ausgesucht worden. Bei unerfülltem Kinderwunsch kommen die Menschen auf die seltsamsten Ideen. Anscheinend hast du nun ausgedient. Die Frau scheint keine Gefühle für dich zu haben, wenn sie kategorisch ausschließt, jemals eine Partnerschaft mit dir einzugehen (auch nach einer möglichen Trennung von ihrem Mann - und danach sieht es ja nicht einmal aus)

Sie ist erwachsen, und du musst ihr weder die Augen öffnen, noch bist du für ihr zukünftiges Leben verantwortlich, noch hast du eine Chance jemals zu erfahren, ob du der biologische Vater bist (Vaterschaftstest ohne Einwilligung sind nicht erlaubt)

Beitrag von mamavonyannick - 18.09.10 - 19:08 Uhr

Hallo,

wo bist eigentlich du in der ganzen Geschichte? Ich meine du willst sie vor ihrem größten Fehler bewahren, sie soll ihn nicht enttäuschen und ihm vorgaukeln, es wäre sein Kind?
Was ist mit dir? Hast du nicht Angst, dass sie dich um dieses Erlebnis des Vaterseins bringt? Dass sie dich nur benutzt hat und dich jetzt abserviert?
Sie hat dir ganz klar gesagt, dass sie dich niemals wählen würde! WAS um Gottes willen bewirkt das in dir?

Du wirkst so emotionslos#kratz

m.

Beitrag von traurigerpapa - 18.09.10 - 23:15 Uhr

Ich bin so emotionslos, dass ich heute meinen 40.Geburtstag habe und alle meine Gäste gestern ausgeladen habe! "Ironie off" Ich bin nur am weinen, ich liebe diese Frau und habe mich riesig gefreut als ich gemerkt habe, dass sie schwanger ist. Ich wusste es schon nach wenigen Tagen, dass Sie schwanger ist, ich habe es gespürt, ich habe sie angeschaut und wusste es einfach. Und ich war superglücklich. Am 29. Zyklustag hat sie dann von sich aus einen SS-Test gemacht und es mir sofort mitgeteilt, dass er positiv ist. Ich hab mich riesig gefreut und sie hatte nun Angst vor der Zukunft. Sie weiss, dass Sie mit dem Feuer gespielt hat, aber sie hat wirklich nicht damit gerechnet, dass sie auf Gund ihres Alters so schnell schwanger werden würde... Ich hab schon damit gerechnet und auch darauf gehofft... Ihrem Ehemann hat Sie es dann ein paar Tage später mitgeteilt. Bis jetzt fühlt sie überhaupt nichts für das Kind das sie jetzt unter ihrem Herzen trägt. Wenn sie 10 Jahre jünger wäre würde sie es sofort abtreiben, weil ihr Traum war ja immer eine intakte Familie mit ihrem Ehemann, aber so tickt auch bei ihr die biologiche Uhr. Trotzdem ist eine Abtreibung bei ihr auch noch nicht komplett aus ihren Gedankengängen verbannt. Auch wenn einige der Meinung sein mögen als Moralapostel fungieren zu müssen, es ist doch wirklich nichts ungewöhnliches (leider) in der heutigen Zeit. Nicht umsonst sind ja mindestens 10% der Kinder Kuckuckskinder. Der Fehler ihres Ehemannes war, dass er der Part in der Beziehung mit eingeschränkter Fertilität ist, aber rein gar nichts getan hat, weder Zweitmeinung eines anderen Arztes, geschweige denn ein Besuch beim Andrologen noch mit ihr sich ausführlich über die Thematik assistierte Reproduktion zu informieren und zu diskutieren. Da war es doch viel einfacher etwas in den Becher zu geben und aufbereiten zu lassen für ne ICSI. Ich könnte es ja verstehen, wenn er ein unterbelichteter Hinterwäldler wäre, aber nein, er ist selber Arzt, sollte also auch um die ganzen Risiken, Nebenwirkungen, Spätfolgen von Hormonbehandlungen Bescheid wissen. In meinen Augen war das einfach vorsätzliche Körperverletzung, was die Kiwu-Klinik (Aussage hier: andrologische Sterilität des Mannes) gemacht hat und was Ihr Mann getan haben. Aber er hat sich der kompletten Verantwortung entzogen, selbst bein Einsetzen der befruchteten Eizellen war er nicht zugegen. Alles musste sie komplett allein mit sich ausmachen. Ich hab ihr die Augen dafür geöffnet und ich habe sehr intensiv mit ihr darüber geredet. Ihr Ehemann hat das Thema von sich fortgeschoben und seine einzigen Beiträge waren Sperma abzugeben und Vorwürfe gegen seine Frau, dass es Ihre Schuld sei, weil sie so alt sei und nun keine Zeit mehr zum basteln ist. Er war für sie als Partner einfach in dieser für sie sehr schwierigen Phase nicht als Partner da. Ich bin erst zu dieser Zeit in ihr Leben getreten und war für sie in dieser schwierigen Situation da, ich war ein guter Zuhörer und ein guter Gesprächspartner. Ich wollte diese Frau einfach glücklich sehen, ich habe einen grossen Beitrag dazu geleistet, dass sie ihren Mann dazu motiviert hat, dass er zum Facharzt (Andrologen) gegangen ist und oh Wunder, komischerweise, war da sein Spermiogramm erheblich besser (mittelgradig eingeschränkte Fertilität), was sich dann auch nach dem Wechsel zu einer anderen Kiwu-Klinik bestätigt hat.

Für alle die denken, dass sie es sich oder mir leicht gemacht hat, es hat bis zum ersten Kuss 2 Monate gedauert. Nachdem es bei ihr richtig KLICK gemacht hat, war ihr Mann für Sie fast komplett tabu, da gab es nur nocch 1-2x im Monat ... für ihn und das nur an den Tagen an denen der Fertilitätsmonitor dies signalisierte. Da sie ja mit ihm in der Kiwu-Behandlung war, konnte sie ja da schlecht NEIN sagen. Und in der Zeit war ich dann eigentlich tabu. Sie konnte das auch für sich nicht so einfach verarbeiten, dass sie 2 Männer gleichzeitig liebt, wobei sie mir in den letzten Monaten in Bezug auf die körperliche Liebe absolut den Vorzug eingeräumt hat.

Und noch etwas: Der Kinderwunsch ging schon seit vielen Jahren von ihrem Mann aus, sie fühlte sich eigentlich immer als zu jung dafür... Selbst heute weiss sie nicht, ob sie wirklich ein kind WILL!!

Beitrag von brille. - 19.09.10 - 09:14 Uhr

Ich revidiere.
RTL nimmt das nicht.
Rosamunde Pilcher läuft im ZDF.
:-)

Beitrag von mamavonyannick - 19.09.10 - 10:26 Uhr

Oh man, mir qualmt der Kopf. Grundsätzlich denke ich, hast du dir da eine ziemlich "kranke" Partnerin ausgesucht und ich halte es für falsch, diese Frau als Opfer ihres Ehemannes hinzustellen.
Mag sein, dass es sein Wunsch war,ein Kind zu bekommen. Mag auch sein, dass er sich zum Zeitpunkt der künstlichen Befruchtung nicht genügend um sie gekümmert hat. ABER: Das sind alles Aussagen, die du von IHR hast. Du kennst seine Seite gar nicht. Und die fehlt dir, um die Geschichte objektiv zu betrachten.
So wie du diese frau beschreibst, scheint sie aber grundsätzlich NIE zu wissen, was sie eigentlich will. Ihr Mann will Kinder, sie läßt sich künstlich befruchten und beschwert sich, dass er ihr nicht genug den Rücken stärkt für ein Kind, welches sie eigentlich gar nicht will.#kratz
Sie beschwert sich über ihn, wie schlecht er doch ist, fängt mit dir eine Affäre an und schläft mit dir ohne Verhütung, ist sich aber sicher, niemals mit dir eine Beziehung eingehen zu wollen. Und ob sie dieses Kind will, dass weiß sie eigentlich auch nicht.
Ich persönlich empfinde sie aus deinen Erzählungen heraus als ein verwöhntes Prinzesschen, welches aus der Fülle von Angeboten und Möglichkeiten heruas, nie gelernt hat, sich zu entscheiden. Alle entscheiden für sie und wenn was nicht richtig ist, dann macht sie diese Entscheidung nicht etwa rückgängig sondern heult sich lieber beim Nächsten aus, wie gemein der andere doch ist. Und ihr Männer hüpft um sie herum, streichelt ihr das Köpfchen und bedauert sie. Du versuchst es ihr Recht zu machen und merkst dabei gar nicht, wie du dich zum Hampelmann machst.
Hau auf den Tisch. Lass endlich mal deine Wünsche und Gefühle raus und fordere sie, damit sie sich endlich wie eine erwachsenen Frau benimmt. Und wenn sie dann immer noch nicht schnallt, dass es hier nicht darum geht, eine neue Lampe fürs Schlafzimmer zu kaufen, dann zieh dich zurück und gib ihr die Zeit, sich selbst zu finden. Aber dieses permanente auf sie einreden um ihr zu zeigen, das sie einen Fehler macht und sie auf den richtigen weg zu bringen, bewirkt nur, dass sie sich eingeengt fühlt und sich zurückzieht. Behandle sie nicht wie ein Kleinkind. Sie ist erwachsen, sie ist für ihr Handeln verantwortlich und sie ist auch alt genug, Verantwortung für ihre Mitmenschen zu tragen. sowohl für dich als auch ihren Ehemann.

Alles Gute zum Geburtstag#torte

vg, m.

Beitrag von kristina22 - 08.11.10 - 11:14 Uhr

#pro#pro#pro