Hallo zusammen,
angeregt durch den Thread unten habe ich meinen Stundenlohn soeben ausgerechnet: Rund 14€ brutto.
Ich habe eine Ausbildung, arbeite aber mittlerweile in einem anderen Beruf. Mir helfen meine Vorkenntnisse zwar, bin aber so gesehen doch ungelernt da reingerutscht (Büro).
Wie sieht das bei euch aus?
Umfrage: Wie hoch ist euer Stundenlohn? Was ist ein guter Stundenlohn?
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Beitrag von -lebasi- - 18.09.10 - 16:49 Uhr
Beitrag von fred_kotelett - 18.09.10 - 16:55 Uhr
Hallo,
jetzt geht gleich wieder der Stundenlohnvergleich absolut unvergleichbarer Berufe los.
Wenn du mit deinen 14 € zufrieden bist, ist doch alles ok.
Für meinen Beruf wäre es mir zu wenig.
VG
Fred
Beitrag von ayshe - 18.09.10 - 20:03 Uhr
Eben.
Aber egal, man ja auch eine Verkäuferin mit einer Managerin vergleichen.....
Es ist doch sowas von sinnlos.
Beitrag von schneuzelchen72 - 18.09.10 - 17:29 Uhr
Hallo,
muss Fred da voll zustimmen. Es ist einfach nicht zu vergleichen. Du hast hier die verschiedensten Berufe. Eine Kassiererin würde sich freuen, wenn sie 14 € hätte. Mir und auch meinem Mann wäre es definitiv zu wenig. Wir haben auch beide eine solide Ausbildung. Mein Mann arbeitet allerdings auch nicht mehr in seinem erlernten Beruf und die Kenntnise die er daraus hat, bringen ihn im neuen Job auch nichts.
Ich hingegen bin sogar noch in meinem Lehrbetrieb beschäftigt 
Gruß
schneuzelchen
Beitrag von nineeleven - 18.09.10 - 18:19 Uhr
Tzzz, 14 Euro, davon träumen wir.
Ich geh für 7.70 EUR, 30 Std/Wo, mein Mann ist bei 9,80 EUR, 42 Std/Wo
Und wir sind nicht putzen oder so, mein Mann arbeitet körperlich schwer im Baugewerbe und ich in einem rechtsberatenden Beruf, und das seit meiner Ausbildung in der gleichen Firma.
Wenn wir mehr verdienen möchten müssten wir hier alles stehen und liegen lassen und in ein anderes Bundesland ziehen, kann ja auch nicht Sinn und Zweck sein.
Ein guter Stundenlohn ist meiner Meinung nach der Arbeit angemessen. Jmd der körperlich schwer arbeitet hat meiner Meinung nach mehr Lohn zu verdienen als jmd der einen Bürojob hat. Leider sieht die Realität anders aus.
Beitrag von fred_kotelett - 18.09.10 - 18:29 Uhr
"Ein guter Stundenlohn ist meiner Meinung nach der Arbeit angemessen. Jmd der körperlich schwer arbeitet hat meiner Meinung nach mehr Lohn zu verdienen als jmd der einen Bürojob hat. Leider sieht die Realität anders aus."
Das wäre ja auch absurd.
Der Verdienst richtet sich nunmal nach dem Marktwert. da du mehr Leute findest die Zementsäcke von A nach B schleppen können, als Leute die dir eine neue komplexe Maschine konstruieren können, ist ja wohl klar wer von den beiden in meinem Beispiel mehr verdient. Auch wenn Zementsäcke schleppen sicher körperlich anstrengender ist.
Beitrag von nineeleven - 18.09.10 - 18:48 Uhr
Hm, also ich kenne keinen Festangestellten der den ganzen Tag nur Zementsäcke schleppt.
Und ich rede auch nicht von Leuten die Maschinen kontruieren. Aber wenn ich Leute sehe die in einem Amt sitzen, verbeamtet sind, den ganzen Tag nen Liter Kaffee trinken, nach Stechuhr anfangen, Pause machen und in den Feierabend gehen und damit genügend Kohle verdienen während sich einer wie mein Mann nach nem 9 Stunden Tag, manchmal auch länger wg Überstunden und Fahrzeit, abends kaum noch auf den Beinen halten kann vor Schmerzen, dann finde ich das ungerecht.
Und wenn ich dann noch dazu sehe wie sehr Tiefbauer und Straßenbauer unter Zeitdruck stehen, während ich wochenlang auf meine Antragsbearbeitung beim Amt warte, frage ich mich echt, warum ein Beamter es verdient soviel mehr zu verdienen.
Und um auf die Zementsäcke zurückzukommen, wenn du als Bauherr sehen würdest dass die Arbeiter mehr Pause machen als dass sie die Wände deines Hauses hochmauern würde dir das auch nicht gefallen. Womit wir wieder beim Zeitdruck wären, der nunmal in der Baubranche weitaus höher ist.
Meine Meinung.
Beitrag von fred_kotelett - 18.09.10 - 18:58 Uhr
Weißt du da kann man halt immer nur sagen, warum ist dein Mann kein Beamter geworden?
Im übrigen finde ich gerade die Gehälter im öffentlichen Dienst mehr als bescheiden. Ich hätte nach dem Studium zu den dort herrschenden Bedingungen niemals im öffentlichen Dienst angefangen, obwohl ich wegen Studium und Promotion eine Stelle im höheren Dienst hätte bekommen können.
Ich denke auch das der "Nur Kaffee trinkende Beamte" nicht wirklich der Realität entspricht.
Beitrag von nineeleven - 18.09.10 - 19:16 Uhr
Nein sicher nicht, da gebe ich dir recht. Aber da ich jetzt mein zweites Kind erwarte und mich bereits über die Formalitäten bzgl sämtlicher Anträge informiert habe und dann vor verschlossenen Türen stand während sich die Damen dahinter sich über dies und das unterhalten haben anstatt sich einfach mal 5 Min während der Sprechzeit Zeit für mich zu nehmen. Dann warteste ewig auf ne Antwort oder ne Bewilligung für ein Blatt Papier was du wieder dem Träger des Kiga's oder der KK vorlegen musst, da kriegste doch n Hals.
Und mein Mann ruft mich fast jeden Nachmittag an und sagt es wird später weil die Baustelle fertig werden muss und er noch dies und das wohin fahren muss weil morgen dafür keine Zeit ist weil neue Baustelle.
Aber nicht j
>>>Warum ist dein Mann kein Beamter geworden?<<<
Lach, nicht jedem liegt Bürotätigkeit
Du solltest mal sehen wie er ne PC-Maus bedient, obwohl er jeden Tag auf nem Bagger sitzt und den Joystick da mit 99%er Genauigkeit steuern kann.
Und andersrum ist es doch genauso. Warum hast du denn zB studiert? Zwei linke Hände? 
Nein im Ernst, es muss ja für jede Berufsgruppe Leute geben. Mein Mann und meine Brüder arbeiten alle im Baugewerbe weil sie handwerklich eben eher begabt sind als dass sie hinterm Schreibtisch sitzen könnten. Dabei geht es nicht um die Qualifikation.
Ich habe zB nach dem Abi ne Lehre begonnen weil ich arbeiten wollte und nicht noch etliche Jahre studieren wollte. Ich wollte wenn ich mein erstes Kind bekomme nicht mitten in einem Studium sein, sondern eine feste Arbeitsstelle haben oder erst ein Kind kriegen wenn ich Ü30 bin. Das hat nichts mit dem finanziellen Status zu tun.
Schwer zu beschreiben, denn es geht ja eigentlich auch nicht um Einzelschicksale sondern um die Allgmeinheit. Und da finde ich ist der Staat Deutschland ungerecht organisiert.
LG
Beitrag von fred_kotelett - 18.09.10 - 19:24 Uhr
Zwei linke Hände hab ich nicht gerade, mir macht aber das handwerkliche keinen Spaß, daher lasse ich das lieber machen.
Studiert habe ich hauptsächlich um jetzt gute Perspektiven zu haben, so gesehen wsar das ein ganz klares Investment in die Zukunft.
Dieser von dir so ungerecht angesehene Gehaltsunterschied ist aber übrigends nicht nur in Deutschland so, sondern wohl weltweit.
Es zählt nunmal Qualifikation mehr, als die Schwere der Arbeit.
Ob einem das jetzt gefällt oder nicht.
VG
Beitrag von falkster - 18.09.10 - 19:43 Uhr
Berechnungen zeigen übrigens, dass jemand der studiert hat unter dem Strich am Ende nicht wesentlich mehr verdient hat, als ein Hauptschulabgänger mit einer vernünftigen Ausbildung.
Der Akademiker hat nur wesentlich weniger Zeit das Geld zu verdienen, da er ja erheblich länger ausgebildet wird.
Schon allein daher ist es nur logisch, dass er mehr verdient.
Weiter ist der Akademiker meist mit erheblich mehr Verantwortung und damit , z.b. im Baugewerbe, auch in der Haftung.
Und das Risiko Entscheidungen zu treffen muss halt entsprechend vergütet werden.
Ich bewerte körperliche Arbeit nicht unter, aber höhere Qualifikation muss besser bezahlt werden, sonst gäbe es keine Ingenieure, die Anderen überhaupt ermöglichen Zementsäcke schleppen zu können...
Beitrag von ayshe - 18.09.10 - 20:11 Uhr
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Der Akademiker hat nur wesentlich weniger Zeit das Geld zu verdienen, da er ja erheblich länger ausgebildet wird.
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Ja, wenn man das mal vergleicht...
Manch einer fängt eben mit 16 eine Ausbildung an und bekommt mit 19 Lohn/Gehalt,
ein anderer fängt erst mit 25 an und VERbraucht vorher nur Geld.
Das muß man sich schon mal klarmachen.
Beitrag von curlysue1 - 18.09.10 - 20:23 Uhr
So sehe ich das auch
Beitrag von ayshe - 18.09.10 - 20:09 Uhr
Du darfst aber jetzt nicht deinen Blick durch deinen Ärger trüben lassen 
Ich ärgere mich auch immer wieder und wieder mit einem Amt herum, kann das echt verstehen.
Und wenn man 2 Jahre mit denen rumstreitet und dann endlich der Richter mal vorbeikommt und einem in 10 Minuten Recht zuspricht, ja, dann haßt man das Beamtentum,
aber nichtsdestotrotz....
Beitrag von sassi31 - 18.09.10 - 22:29 Uhr
Ein ganzer Tag Büroarbeit, bei der man 100% konzentriert sein muss, mit Kundengesprächen, vielen Telefonaten, Meetings usw., ist auch verdammt anstrengend (wenn auch nicht körperlich). Auch, wenn sich das viele nicht vorstellen können.
Beitrag von litalia - 18.09.10 - 18:53 Uhr
wo kommt ihr denn her?
ost/westlöhne kann man einfach in keinster weise vergleichen
von 14 euro brutto träumen hier viele 
wenn ich sehe, mein vater arbeitet seit 20 jahren im selben betrieb, er ist bauarbeiter, also körperlich sehr schwer. er geht auf montage weil die firma oftmals im "osten" zu wenig aufträge hat.
er ist handwerklich sehr begabt, er hat schon einige straßen deutschlands mitgebaut
....er kommt mit 1600 netto nach hause, stkl. 3. hat eine familie zu ernähren.
und genau wegen diesen "abgründen" haben vorallem die ostdeutschen einen immer größer werdenden hass auf alg2 empfänger... weil die das gleiche in der tasche haben, mit geringen abweichungen... aber diese abweichungen machens nicht "fett".
menschen vergleichen sich eben und unterm strich muss vorallem der ostdeutsche feststellen das arbeit für ihn kaum "lohnt" und das es alg2 empfängern zu gut geht - im vergleich zu den arbeitenden geringverdienern.
Beitrag von nineeleven - 18.09.10 - 19:03 Uhr
Kommen aus Brandenburg.
Ich habe keinen Hass auf Alg2 Empfänger, obwohl ich es schon ungerecht finde so wie du es beschreibst.
Ich weiß aber auch dass die Lebenshaltungskosten zwischen Ost und West natürlich auch sehr unterschiedlich sind. Habe eine Freundin in München und weiß schon was da zB ne Wohnung kostet im Gegensatz zu hier.
Trotzdem muss man als arbeitende Bevölkerung schauen, wo man bleibt und was am Monatsende übrigbleibt und man keine Möglichkeit hat irgendwo Zuschüsse zu bekommen, weil man dafür als Ehepaar noch zuviel verdient.
Anderes Beispiel, während für viele ein Eigenheim für 180tds noch günstig ist ist unser finanzielles Limit bei 80tsd. Und dann bleibt wirklich nichts mehr am Ende übrig.
Ich gehe gerne arbeiten und möchte (unabhängig vom Geld) nicht zu Hause bleiben. Wäre mir auf Dauer zu langweilig.
Beitrag von falkster - 18.09.10 - 19:46 Uhr
Die Folge daraus kann aber nicht sein, dass ALGII Empfänger weniger bekommen müssten, dann davon ginge es Deinem Vater auch nicht besser, richtig? ;)
Leute sollten lieber mal Anfangengerechte Löhne zu fordern statt mit ALGII-Empfänger-Hass ihre Zeit zu vergeuden...
Beitrag von litalia - 18.09.10 - 20:29 Uhr
da gebe ich dir recht.
die lösung ist natürlich nicht das alg2 zu senken ... sondern mindestlöhne.
aber viele wissen sich wohl einfach nicht zu helfen.... wie soll ein einfacher arbeitnehmer schon gerechte löhne fordern und durchsetzen?
da bleibt es nur über die ungerechtigkeit zu grübeln, zu jammern und sich aufzuregen.
Beitrag von ayshe - 18.09.10 - 20:06 Uhr
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Ein guter Stundenlohn ist meiner Meinung nach der Arbeit angemessen. Jmd der körperlich schwer arbeitet hat meiner Meinung nach mehr Lohn zu verdienen als jmd der einen Bürojob hat. Leider sieht die Realität anders aus.
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Du vergißt die geistige Arbeit zu bezahlen und vor allem auch die Verantwortung.
Ich glaube kaum, daß z.b. ein GF, der die gesamte Verantwortung trägt, aber meist am Schreibtisch sitzt, mit dem gehalt eines körperlich hart arbeitenden Bauarbeiters zufriden wäre
Beitrag von nele27 - 19.09.10 - 13:48 Uhr
***Jmd der körperlich schwer arbeitet hat meiner Meinung nach mehr Lohn zu verdienen als jmd der einen Bürojob hat. ***
Sorry, aber wa sist denn das für ein Unfug??
Ein Bankdirektor sollte also weniger bekommen als ein Maurer, weil er bei der Arbeit im Büro sitzt???
Gehalt hat auch etwas mit geistiger Schwere der Arbeit zu tun 
LG, Nele
würde NICHT für 14 Euro/Stunde arbeiten gehen
Beitrag von saskia33 - 19.09.10 - 06:24 Uhr
Mein Mann hat 20 Euro Stundenlohn 
Ich arbeite zur Zeit nicht,bin Hausfrau 
Habe aber vorher in dem selben Beruf gearbeitet,in Teilzeit(2 tage die Woche) und hatte einen Stundenlohn von 16 Euro 
lg
Beitrag von susanna-andre - 19.09.10 - 09:19 Uhr
Hallo,
wir kommen aus dem Osten ich gehe für sage und schreibe 6,80 arbeiten ( in der Bank --> Call Center Inbound) und meine bessere Hälfte für 7,50 beim "goldenen M" kannst dir ja ausrechnen was da übrig bleibt. Ein ALG2-Emfpänger bekommt genauso viel.
Und wir haben alle beide einen guten Beruf gelernt. Ich bin gerade mit der AUsbildung fertig geworden und bewerbe mich natürlich wieter, denn mein Lohn ist einfach nur Ausbeute. moderne Sklavenhaltung.
Beitrag von susanna-andre - 19.09.10 - 09:20 Uhr
sorry, es soll natürlich weiter heißen
Beitrag von falkster - 19.09.10 - 09:46 Uhr
wow. ich erinner mich noch, dass ich nach meiner Schulzeit füt 8,64DM (inkl. 8% Berlinzulage) beim M gearbeitet hab...
Ansonsten ist der Versuch einen besseren Job zu finden, sicher der Richtige. Nur... Warum der Hinweis auf den Hartz4 Empfänger?
