Stundenlohn als Tagesmutter???

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Beitrag von jovilover74 - 19.09.10 - 12:52 Uhr

Hallo Zusammen!
Meine Frage steht ja schon fast oben;-)
Wollte mal fragen was Ihr als Tagesmütter so für einen Stundenlohn habt, da ich ab Oktober das Kind einer Freundin als Tageskind nehme, da sie wieder arbeiten kann. Ich will sie natürlich auch nicht "ausnehmen", aber das Sozialamt möchte ich auch nicht sein, da ich ja dann doch auch eine große Verantwortung habe. Die Kleine kommt teilweise auch schon zum Mittagessen usw...
Würde mich über zahlreiche Antworten sehr freuen!
Liebe Grüße
jovilover74

Beitrag von hedda.gabler - 19.09.10 - 12:59 Uhr

Hallo.

Hier bekommen die Tagesmütter, die übers Jugendamt qualifiziert sind, von der Stadt um die 3,20 die Stunde (die Eltern bekommen dann eine Kostennote von der Stadt), wurde letztes Jahr von 2,86 erhöht.

Die Tagesmütter handeln es unterschiedlich, ob sie noch extra Essensgeld nehmen. Meine hat kein Essensgeld genommen und auch nur den Stundensatz der Stadt (wovon sie sich versichern musste, Steuern bezahlen etc).

Gruß von der Hedda.

Beitrag von pamelamaria - 19.09.10 - 14:24 Uhr

Ich bekomme vom JA in unserem Landkreis 3,90 € die Stunde. Privat nehme ich je nach Einkommen 4-8 €.

Aber mal ne andere Frage: Bist du ausgebildete TM ? Also mit 160 Std. Kurs usw. ? Weil wenn nicht, kann das ärger bedeuten.

Beitrag von hedda.gabler - 19.09.10 - 16:19 Uhr

Hallo.

Inwiefern soll das Ärger bedeuten?
Natürlich kann die TE die Kinder betreuen, auch ohne den Kurs.
Es gibt übrigens eine Menge Tagesmütter, die den Kurs nicht haben, da er noch nicht allzu lange Pflicht ist. Und auch diese Tagesmütter werden vom Jugendamt vermittelt, wenn sie überprüft worden sind, werden nur geringer bezahlt.
Und schlußendlich ist der Kurs nur Pflicht, wenn man durch das Jugendamt bezahlt werden möchte, sprich dort als qualifizierte Tagesmutter geführt werden möchte.

Wenn die TE ganz normal Steuern und Versicherungen bezahlt oder als Kindermädchen im Rahmen eines 400,- Jobs von der Familie angestellt wird, kann sie das auch ohne den Kurs tun.

Klär mich bitte auf, warum Du meinst, dass dem nicht so ist.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von pamelamaria - 19.09.10 - 16:34 Uhr

Leider geht deine Antwort an der derzeitigen rechtlichen Gegebenheiten vorbei.

Ich kommentiere mal deine Antwort:

Inwiefern soll das Ärger bedeuten?
- Sollte die Betreuung über mehr als drei Monate oder mehr als 15 Stunden in der Woche mit Bezahlung gehen, muß man eine Pflegeerlaubnis vorweisen. Wenn man die nicht hat, hat man Ärger am Hals, so ist das nunmal in unserem Staat.

Natürlich kann die TE die Kinder betreuen, auch ohne den Kurs.
- Stimmt teilweise. Ich selbst habe auch nur 120 Std. absolviert und darf Kinder betreuen und habe eine Pflegeerlaubnis. Meine Einschränkung ist jedoch, daß ich nicht in fremden angemieteten Räumen Kinder betreuen darf.

Es gibt übrigens eine Menge Tagesmütter, die den Kurs nicht haben, da er noch nicht allzu lange Pflicht ist. Und auch diese Tagesmütter werden vom Jugendamt vermittelt, wenn sie überprüft worden sind, werden nur geringer bezahlt.
- Bei uns wird keine TM geringer bezahlt, nur weil sie nicht alle Stunden absolviert hat. Aber das ist ja von JA zu JA unterschiedlich. Und ja, natürlich dürfen diese TM arbeiten, wenn sie den Kurs absolviert haben und geprüft sind. Das habe ich ja auch nie bezweifelt. Ich ging davon aus, daß die TE erst noch einen Kurs machen muß bzw. gerade gemacht hat und das wäre ja dann nach den neuen Richtlinen/Gesetzen.

Und schlußendlich ist der Kurs nur Pflicht, wenn man durch das Jugendamt bezahlt werden möchte, sprich dort als qualifizierte Tagesmutter geführt werden möchte.
-Stimmt nicht! Wo kämen wir denn da hin, wenn hinz und kunz ohne Pflegeerlaubnis, den das JA ausstellt und ohne den man nicht als TM arbeiten darf, sich als TM selbstäntig machen könnte. Der Kurs ist Grundvoraussetzung um überhaupt eine Pflegeerlaubnis zu erhalten.

Wenn die TE ganz normal Steuern und Versicherungen bezahlt oder als Kindermädchen im Rahmen eines 400,- Jobs von der Familie angestellt wird, kann sie das auch ohne den Kurs tun.
-Also, erstens: Wenn die TE als TM bei sich zu Hause oder in fremden angemieteten Räumen ein Kind betreuen möchte muß sie vorweisen: Pflegeerlaubnis, Kurs I und II (in unserem Landkreis), Rotkreuzkurs, Hausbesuch mit Persönlichkeitsbeurteilung, pol. Führungszeugnis. Dann kann sie sich selbständig machen als TM.
Was das Thema Kinderfrau angeht, gehst du gerade in eine völlig andere Richtung. Da ist man nicht selbständig, sondern Arbeitnehmer und die Eltern sind Arbeitgeber und führen Lohnnebenkosten ab. Bei uns im LK ist auch für Kinderfrauen der TM-Kurs Pflicht.


Klär mich bitte auf, warum Du meinst, dass dem nicht so ist.
-Warum ich das weiß ? Ganz einfach: Ich bin Vorstand eines Tageselternvereins und habe mit der Materie täglich zu tun.

Gruß von der Hedda.

Auch einen Grüße zurück.

Beitrag von hedda.gabler - 19.09.10 - 17:03 Uhr

Hallo.

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung.

Wenn Du im Übrigen meinst "Wo kämen wir denn da hin, wenn hinz und kunz ohne Pflegeerlaubnis, den das JA ausstellt und ohne den man nicht als TM arbeiten darf, sich als TM selbstäntig machen könnte", halte ich dagegen, dass ich den Kurs und die Erteilung der Pflegerlaubnis für völlig überbewertet halte, da Hinz und Kunz den Kurs machen kann (als ich noch als Dozentin für Berufsrückkehrerinnen-Maßnahmen gearbeitet habe, sollte ich möglichst alle Teilnehmerinnen in diese Kurse stecken, das war die Ausbildung für die wirklich jeder einen Bildungsgutschein vom JobCenter bekam) und das Jugendamt hier auch sehr schnell im Ausstellen der Pflegeerlaubnis ist, da Tagesmütter Mangelware sind ... und so lange es noch nicht genug Krippenplätze gibt, die Tagespflegebörse auf eine große Anzahl von Tagesmüttern angewiesen ist, zumal den Tagesmütter hier automatisch 30 Krankheitstage aufgeschrieben werden und dafür muss es Notbetreuungen in der Hinterhand geben.

Ganz ehrlich ... wenn ich mir so angucke, was sich hier Tagesmutter schimpft, würde ich mein Kind lieber zu Hinz und Kunz ohne Pflegeerlaubnis geben.

Beitrag von pamelamaria - 19.09.10 - 17:47 Uhr

Solche Zustände gibts bei uns zum Glück nicht. Wir haben genügend TM, sogar soviele, daß wir zwischenzeitlich auch nicht ganz passende aussortieren können.

Ich finds Schade, wenn die Arbeitsagentur meint, hier irgendwelche Leute auf einen Kurs schicken zu können, die überhaupt nicht qualifiziert sind, für solch einen Job.

Glücklicherweise wohnen wir in einem Landkreis, in dem fast alles über das JA und uns als Verein läuft. Natürlich haben auch wir unter den TM schwarze Schafe, die gibts überall.- Aber sobald wir davon erfahren, handeln wir auch.

Beitrag von hedda.gabler - 19.09.10 - 18:00 Uhr

Ach ja, und der Tagesmutter-Verein bei uns ist der inkompetenteste Haufen überhaupt ... ;-)

Beitrag von pamelamaria - 19.09.10 - 19:59 Uhr

Da sieht man mal wieder die Unterschiede. Wir reißen uns hier den Allerwertesten auf und das noch ehrenamtlich und stellen teures, qualifiziertes Personal ein, damit andere Vereine den Ruf kaputt machen.

Beitrag von hedda.gabler - 19.09.10 - 20:20 Uhr

Sind hier ganz merkwürdige Gestalten ...

... die Tagesmutter meiner Tochter wollte für die Kinder einen Krippenwagen. Hat viele Aktionen gestartet und "Bettelbriefe" geschrieben, um das Geld zusammen zu bekommen. Der Bürgermeister unseres Stadtteiles wollte auch etwas dazu geben. Er hätte das aber dem Tagesmutter-Verein geben müssen (weil er wohl so keine Privatperson unterstützen kann, war ja Geld vom Rat).
Der Verein sollte es also nur an die Tagesmutter weiterleiten.

Das hätten sie auch getan, wenn meine Tagesmutter sich verpflichtet hätte, den Wagen rauszurücken, wenn eine andere Tagesmutter Bedarf gehabt hätte.

Das muss man sich mal vorstellen ... meine Tagesmutter hätte den Hauptteil des Wagens aus eigener Tasche bezahlt und der Tagesmutter-Verein versucht dann so, sich den Wagen unter den Nagel zu reißen.

Das ist doch keine Art.

Beitrag von jovilover74 - 19.09.10 - 16:58 Uhr

Hallo!
Bin keine ausgebildete Tagesmutter, aber gelernte Kinderkrankenschwester und habe selber eine knapp zwei jährige Tochter!
Meine Freundin ist ebenfalls Kinderkrankenschwester und ich würde ihre Tochter nur wenige Stunden in der Woche betreuen, außerdem läuft das zwischen uns als "Freundschaftsdienst", also nichts offizielles oder so... Würde auch keine fremden Kinder nehmen...
Hätte ja auch nach einem Stundenlohn für einen qualifizierten Babysitter fragen können...
Liebe Grüße
jovilover74

Beitrag von sechisi - 19.09.10 - 17:05 Uhr

Hallo,

für diesen "Freundschaftsdienst" (offizielle Stellen bezeichnen es als Schwarzarbeit!) bekommt man in meiner Region wohl durchschn. 5 €/Std.

sechisi