Hallo,
ich habe nach einem Jahr meinen Job im Büro wieder aufgenommen. Mein Arbeitgeber hat mir großzügiger weise eine 4 Tage Woche für ein halbes Jahr zugesprochen. Ich muß dazu sagen, ich habe 1 Stunde Fahrweg.
Seitdem ich aber wieder arbeite, kriege nicht nur ich, sondern auch die anderen Frauen die aus ihrem Mutterschutz kommen zu hören, wie unmöglich er es doch findet, das wir arbeiten obwohl wir Kinder haben. Seiner Meinung kann man entweder arbeiten oder Kinder erziehen und das läst er uns jeden Tag spüren. Seit dem wir Kinder haben können wir nichts mehr, wir wären unfähig. Jetzt verändert er sogar so die Arbeitszeiten, so dass einige Mutti´s gar nicht anders können, als zu Kündigen. (wir sind im Einzelhandel)
Letzte Woche hatte meine Tochte eine schwere Mittelohrentzündung beidseitig. Mo-Di bin ich noch arbeiten, da war sie bei meiner Mutter aber ab Mittwoch hat sie noch Fieber dazu bekommen, sodaß ich nicht anders konnte als zu Hause zu bleiben. Heute wieder auf Arbeit konnte ich mir anhören daß das so nicht geht und ich nicht einfach zu Hause bleiben kann, nur weil das Kind krank ist. Ich solle mir doch dann ein Kindermädchen suchen.
Was sagt man dazu??? Das ist der Dank für 8 Jahre Arbeit in dieser Firma. Ich gehe nur noch mit Magenschmerzen hier her es macht keinen Spass mehr. Von wegen Firmen werden immer Familienfreundlicher.
Wie ist es bei Euch??
Danke fürs zuhören. Mußte das mal loswerden. Muß ich ein schlechtes Gewissen haben weil ich mich mit 32 entschlossen habe Mutter zu werden.
Gruß Betti
Arbeiten nach 1 Jahr Elternzeit und Arbeitgeber Moppt. SiLo
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Beitrag von betti78 - 20.09.10 - 12:24 Uhr
Beitrag von myimmortal1977 - 20.09.10 - 13:27 Uhr
Woanders bewerben?
Mütter sind oftmals nicht gern gesehen in Betrieben. Nicht immer, es gibt auch viele Ausnahmen.
Ich würde mir ein dickes Fell für die kommende Zeit anlegen und mich anderweitig bewerben.
LG Janette
Beitrag von betti78 - 20.09.10 - 14:15 Uhr
Hallo Janette,
Mütter werden nicht gerne gesehen. Wir sind ja hier die Deppen der Nation. Ich habe eigentlich ein dickes Fell, aber irgendwann ist ja mal Schluß. Meiner Kollegin wurde am Wochenende gesagt sie solle überlegen was wichtiger ist. Der Beruf oder ihr Kind. Was für eine Frage.
Frechheit überhaupt so eine Frage zu stellen.
Ich bin so wütend. 
Danke für´s zuhören.
Beitrag von myimmortal1977 - 20.09.10 - 14:24 Uhr
Es gibt auch andere Beispiele.... Nicht so
- lich sein, gibt nur schneller graue Haare 
Ich habe mir während der EZ einen neuen Job gesucht und bin auch gleich fündig geworden. Ich hätte zwischen 2 Jobs wählen können, hatte diverse Vorstellungsgespräche. Keiner der einlandenden AG's war kinderfeindlich.
Das es mal hier und da einen AG gibt, wird normal sein. Ich würde mir die Erfahrung nur zu nutze machen und Fersengeld geben. Dann kann er sich ne andere "Dumme" suchen.
Er darf es auch nicht so deutlich verbalisieren. Das ist Diskriminierung. Man kann ihn dafür anzeigen, nur ob es was bringt, ist die andere Sache.
Die Praxis liegt aber oft darin, dass ein AG mit einem Check winkt, wenn die Muddi aus der EZ wieder zurück kehren möchte..... Das ist dann die nonverbale Abfuhr
Mit Schmerzensgeld
Beitrag von myimmortal1977 - 20.09.10 - 14:26 Uhr
"AG mit einem Check winkt"
Sorry, ich meinte natürlich mit einem SCHECK winkt.... 
Die geistigen Auswirkungen der SS-Demenz lassen grüßen
