Hallo,
ich wollte mal für jemanden anfragen ob man als Beamter (nichttechnischer Dienst) eine kaufmännische Ausbildung hat?
Bei vielen Stellenausschreibungen (z.B. Bürokaufmann) steht immer nur kaufm. Ausbildung, kann er sich da auch drauf bewerben?
schon mal!
Bigal60
Beamter, kaufmännische Ausbildung?
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Beitrag von bigal60 - 20.09.10 - 13:04 Uhr
Beitrag von zwiebelchen1977 - 20.09.10 - 13:11 Uhr
Hallo
Was für eine Ausbildung hat den dein Bekannter?
Bianca
Beitrag von bigal60 - 20.09.10 - 13:13 Uhr
Beamter im mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst
Beitrag von zwiebelchen1977 - 20.09.10 - 13:18 Uhr
Hallo
Ein bisschen Rechnungswesen ist schon drin, aber nicht für den Beruf dann.
Und wieso will er sich neu bewerben? Er hat doch einen festen Job.
Bianca
Beitrag von bigal60 - 20.09.10 - 13:24 Uhr
Nein leider nicht... Er hat seine Ausbildung mit gut abgeschlossen und wurde nicht übernommen - jetzt steht er immer noch ohne eine Aussicht auf eine Beamtenstelle da - hat Bewerbungen an Landratsämter, Gemeinden, Städte geschickt. Nun will er sich mit seiner Ausbildung noch andersweitig bewrben, weis aber nicht auf welche Stellen.
Beitrag von zwiebelchen1977 - 20.09.10 - 13:29 Uhr
Oh je. das ist natürlich doof.
Er kann sich im Verwaltungsbereich bewerben mit der Ausbildung
BIanca
Beitrag von 96kati - 20.09.10 - 13:55 Uhr
Hallöchen!
In der Regel haben Verwaltungseamte keine Ausbildung.
Er wird wahrscheinlich den Vorbereitungsdienst für den allgemeinen Verwaltungsdienst abgeleistet haben und das kein anerkannter Ausbildungsberuf.
LG
Kati
Beitrag von bigal60 - 20.09.10 - 16:34 Uhr
Öhm, er hat 2 Jahre ne Ausbildung durchlaufen, ganz sicher!
Beitrag von 96kati - 20.09.10 - 16:59 Uhr
Er hat den zweijährigen Vorbereitungsdienst durchlaufen, ganz sicher!
Beitrag von missypepermint - 20.09.10 - 16:35 Uhr

Beamte haben sehr wohl eine Ausbildung.... 
Es kommt auf die genau Bezeichnung an, welche Ausbildung dafür erforderlich ist....
Beamte werden i.d.R. mit sog. hoheitlichen Aufgaben betraut... daher benötigt man sehr wohl eine fundierte Ausbildung.
Die für den mittleren nicht-technischen Dienst dauert 2 Jahre; Voraussetzung ist "nur" die mittlere Reife.
Beamte im gehobenen nicht-technischen Dienst haben sogar ein Hochschulstudium hinter sich... Dipl. Verwaltungswirte....
Das ist zumindestens die Regelung in NRW...
Wenn Du weitere Fragen zum Thema hast, kannst Du mich gerne per VK anschreiben...
*tse*.. keine Ausbildung.... man wundert sich doch immer wieder....
LG
Missy, Stadtobersekretärin - somit ausgebildete Verwaltungsbeamte in NRW
Beitrag von 96kati - 20.09.10 - 16:59 Uhr
Es handelt sich definitiv nicht um einen Ausbildungsberuf, wie z.B. beim Verwaltungsfachangestellten.
Nach Durchlaufen des Vorbereitungsdienstes kannst du dich lediglich im ö.D. bewerben.
Ich selber habe den zweijährigen Vorbereitungsdienst durchlaufen und weiß, dass ich keine Ausbildung gemacht hatte.
Anschließend habe ich den Verwaltungsfachwirt gemacht, ohne Hochschulstudium, also spiel' dich hier nicht so auf!
Dein
kannst du dir sparen.
PS: Obersekretärin mit 30.... Wow!
Beitrag von danaz - 20.09.10 - 17:56 Uhr
Hallo,
das würde mich jetzt mal interessieren, wie das im mittleren Dienst läuft. Habe selbst den Diplom-Verwaltungswirt (FH) gemacht und das war ja eine dreijährige "Ausbildung" über meinen Arbeitgeber. Da bekommt man ja auch ein zeugnis und die Diplim-Urkunde. Mit was schließt dann ein beamter im mittleren Dienst ab? Wir haben das bei uns in der Stadt nicht; deshalb habe ich keinen Plan.
danaz
Beitrag von 96kati - 20.09.10 - 18:21 Uhr
Ich hatte seinerzeit die Laufbahprüfung abgelegt und war anschließend geprüfte Regierungsassistentin.
Unser Land hatte seinerzeit aber keine Beamten mehr übernommen und so wurde ich als Angestellte eingestellt.
Ich wollte damit auch nur ausdrücken, dass man mit der Urkunde, dass man die Laufbahnprüfung abgelegt hat, in der freien Wirtschaft nichts anfangen kann.
Man lernt verschiedene Rechtsgebiete kennen, etwas Wirtschaft, aber für den kaufmännischen Beruf bringt es nichts.
Beitrag von danaz - 20.09.10 - 18:27 Uhr
Hallo,
da hast Du recht; in der Wirtschaft wird es auf jeden Fall schwierig. Ich glaube, ich würde mich gar nicht trauen, mich dort zu bewerben, auch wenn ich mich für sehr lernfähig halte. Aber der Arbeitgeber möchte ja jemanden, der das meiste bereits kann und nicht eigentlich noch mal die Schulbank drücken müsste. Krass eigentlich!
Aber dennoch hast Du ja eine Ausbildung gemacht, wenn der Beruf auch eher ein ganz spezieller ist, oder? Eben ausschließlich und vorrangig für den ÖD?
danaz
Beitrag von 96kati - 20.09.10 - 20:14 Uhr
Ich habe hier mal was gefunden (Quelle:http://www.ausbildung.info/index.php?id=143):
Als Beamtenanwärterin oder Beamtenanwärter solltest du dir darüber im Klaren sein, dass nach deiner Ausbildung ein Wechsel in die Privatwirtschaft schwierig werden könnte. Denn die Beamtenausbildung ist keine nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) allgemein anerkannte Ausbildung. ver.di setzt sich deshalb für eine Ausbildungsreform ein - damit eine breit gefächerte Grundausbildung nach dem BBiG auch eine Beschäftigung in der Privatwirtschaft ermöglicht. Bis dahin ist es umso wichtiger, dass du nach deinem Vorbereitungsdienst übernommen wirst. Natürlich kannst du aber auch noch eine andere Ausbildung machen.
Beitrag von danaz - 20.09.10 - 22:41 Uhr
Hallo,
na, da bin ich ja froh, dass bei mir alles so reibungslos verlaufen ist. Bin ja mittlerweile auf Lebenszeit verbeamtet im gehobenen Dienst. Ich sag ja, ich würde mich vermutlich gar nicht trauen, mich in der Privatwirtschaft zu bewerben, weil man einfach wirklich sehr speziell ausgebildet wurde. Und wenn ich so sehe, wie es meinem Mann geht (der im Übrigen gleich zwei kaufmännische Abschlüsse hat), dann ist es ja auch ganz gut, dass wenigstens einer sicher Geld nach Hause bringt
.
Danke für die Info; das war mir so nicht wirklich klar.
danaz
