kann ich von mobbing reden ?

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von jessik0106083 - 20.09.10 - 21:07 Uhr

hallo,

ich erzähle mal kurz was passiert ist :

arbeitgeber hat mich in elternzeit gekündigt, ich habe geklagt und gewonnen. sie musste die kündigung zurücknehmen.
nun hatte ich heute meinen ersten arbeitstag und es war grausam.
als erstes habe ich eine abmahnung bekommen, weil ich zu spät war !!! ( habe seit drei jahren feste arbeitszeiten und sie hat diese ohne mein wissen geändert. )

Frage : hätte ich mich informieren müssen oder hätte sie mir bescheid sagen müssen ?

keiner von meinen 14 mitarbeitern hat heute mit mir gesprochen !
auser einer, der mir sagen das die chefin mit ihnen gesprochen hätte und meinte ich hätte einen schaden von 12.000 € verursacht und keiner solle mit mir reden.

Frage : zählt dieses als mobbing ?

ich wurde von ihr als lügnerin beschimpft und sie hat meine arbeitszeiten so geändert das ich meine kinder nicht mehr sehen kann. #heul

was habe ich alles für rechte ? ich habe leider erst am mittwoch einen termin bei meiner anwältin!

lg und vielen dank schon mal.

Beitrag von marion2 - 20.09.10 - 21:20 Uhr

Hallo,

das ist Mobbing.

Du kannst um ein Gespräch bitten und ein Protokoll anfertigen.

Eine Abmahnung für einmaliges "Zuspätkommen" ist überzogen. Hast du die Abmahnung unterschrieben? Wenn nicht, ist es lediglich ein Eintrag in die Personalakte und quasi hinfällig. Falls du unterschrieben hast, glaube ich kaum, dass irgendein Arbeitsrichter diese anerkennen wird.

Deine Chefin wird noch zwei Gründe suchen und auch finden um dich erneut zu entlassen. Du kannst wieder klagen oder versuchen dir einen neuen Job zu suchen. Bestenfalls fängst du SOFORT mit der Jobsuche an.

Gruß Marion

Beitrag von jessik0106083 - 20.09.10 - 21:25 Uhr

hallo marion,

das ich mir einen neuen job suche ist klar. ich wollte ja auch nur mein recht bekommen, zwecks kündigung in der elternzeit. d.h. das sie mich kündigen wird aber eben fristgerecht.
ihr schmeckt es halt nicht, das ich jetzt noch bis ende des jahres da bin.

ich weiss nur nicht was ich mit den arbeitszeiten machen soll. ich kann alles drehen und wenden wie ich will,

lea wurde erst eingwöhnt sie ist gestern 1 jahr geworden und mein mann hat auch blöde arbeitszeiten.
ich kann zu diesen zeiten nicht arbeiten gehen!
es ist soooo mies was die da abzieht.

Beitrag von zwiebelchen1977 - 20.09.10 - 21:29 Uhr

Hallo

Denke nicht, das du gegen die Zeiten viel machen kannst.

Wie du die Betreung der Kinder regelst, ist dein Problem.

Da muss jeder der arbeitet durch und es regeln.

Bianca

Beitrag von king.with.deckchair - 20.09.10 - 21:43 Uhr

Quark. Wenn vorher bestimmte Zeiten galten und sie Betreuung danach ausgerichtet hat, kann der Arbeitgeber nicht einfach in Gutsherrenmanier die Zeiten ändern, es sei denn dringende betriebliche Erfordernisse liegen vor und es lässt sich tatsächlich nicht anders regeln.

Was ich in diesem Fall bezweifle.

Es ist wirklich höchst nervig, wie du wirklich JEDEN, der ein Problem hat, kleinzuquatschen versuchst und allen möglilchen Leute ihre Rechte ausreden willst!

Duckmäuser! Nee: Radfahrer, so stellst du dich dar - nach oben buckeln, nach unten treten!

Beitrag von vwpassat - 20.09.10 - 21:32 Uhr

Das sehe ich sogar als Mobbing an.

Ich würde mich an Deiner Stelle sofort krank schreiben lassen. Und zwar solange, bis ich einen neuen Job gefunden habe.

Beitrag von zwiebelchen1977 - 20.09.10 - 21:33 Uhr

Dann bekommt sie aber nach 6 Wochen nur noch Krankengeld.

Ist auch nicht das Wahre

Beitrag von vwpassat - 20.09.10 - 21:36 Uhr

Aber


1. Besser als ALGI / II und zögert es heraus

2. Besser als sich psychisch weiter unter Druck setzen zu lassen

Beitrag von zwiebelchen1977 - 20.09.10 - 21:37 Uhr

ok, das stimmt

Beitrag von jessik0106083 - 20.09.10 - 21:40 Uhr


ich bin ja jetzt nicht die, die sich unterkriegen lässt, aber ist halt schon ein blödes gefühl wenn keiner mit einem redet und man angst hat das man was flasch macht, und dann ne abmahnung kassiert.

Beitrag von jessik0106083 - 20.09.10 - 21:38 Uhr

hallo,

krankschreiben hab ich auch schon gedacht aber wie gesagt ich brauch ja das geld.
aber das kann doch echt nicht sein, dass sie mir so eine arbeitszeit gibt. die betreuung meiner kinder ist so nicht gewährleistet, d.h. ich müsste dann kündigen, und das will sie ja.

#kratz#kratz#kratz#kratz

naja ich danke euch für eure antworten und ich werd sehen was passiert.

lg

Beitrag von vwpassat - 20.09.10 - 21:45 Uhr

Du kämpfst gegen Windmühlen.

Dann hättest Du nicht klagen dürfen. Oder hättest einen Vergleich mit ner Abfindung ausgehandelt.

Dass die Dir jetzt das Leben zur Hölle machen, ist eigentlich kriminell, wird aber von unserem Staat gewisserweise noch unterstützt.

Ich würd den Weg des geringsten Widerstandes gehen (siehe oben) und hätte dann Geld + Zeit.

Beitrag von kati543 - 20.09.10 - 21:44 Uhr

Hast du die Mahnung schriftlich bekommen? Dann geh sofort dagegen an. Nach ein paar Mahnungen - insbesondere wenn sie ungerechtfertigt sind und du nicht dagegen angehst - ist das auch ein kündigungsgrund. Und das macht sich ganz schlecht im Zeugnis.
Nimm mal Kontakt zu dem Anwalt auf, der dich damals vertreten hat als sie dich gekündigt hatte.

Beitrag von la1973 - 20.09.10 - 22:07 Uhr

Du musst der Abmahnung auf jeden Fall widersprechen und den Satz "dieser Widerspruch ist Gegenstand meiner Personalakte" dazufügen.
Am besten mit Einschreiben/Rückschein verschicken.

Ich wurde von meinem AG auch aus völlig hanebüchenen Gründen abgemahnt und mein Anwalt hat mir das mit dem Widerspruch so geraten.

Habe alle Widersprüche per Einschreiben geschickt. Damit bin ich auf der sicheren Seite, weil für den Empfang unterschrieben wurde.

Beitrag von manavgat - 20.09.10 - 22:18 Uhr

Ich würde mich grinsend an die Arbeit machen und Protokoll führen über jeden einzelnen Vorfall.

Das braucht Deine Anwältin, da die Arbeitgeberin wohl einen weiteren Prozess will. Außerdem gehst Du am besten zu Deinem Hausarzt und lässt Dich gegen die stressbedingten Kopfschmerzen und was Du sonst noch alles kriegst behandeln. Dann kannst Du die Dame noch auf Schmerzensgeld verklagen.

Das wird teuer. Durchhalten.

Gruß und alles Gute

Manavgat

Beitrag von diamant - 21.09.10 - 08:39 Uhr

und ob das mobbing ist.
wenn eine chefin die mitarbeiter dazu auffordert, nicht mit dir zu reden, ist das unter aller sau.

Beitrag von jessik0106083 - 21.09.10 - 19:31 Uhr

hallo ihr lieben,

ich danke euch für euere zahlreichen antworten.
heute war wieder ein ganz schlimmer tag. #heul
so wie ich gestern noch geschrieben habe, das ich mich nicht so leicht unterkriegen lassen, war wohl nichts ! *heul*

ich bin heute fix und alle.
wie kann man einen menschen nur derart fertig machen ? es wird getuschelt, mich komplett ignoriert und über dritte aufgaben verteilt. #klatsch was will die frau eigentlich damit erreichen ??? #augen
mit meiner hausärztin hat mein mann #verliebt zum glück schon gesprochen, und morgen habe ich ja den termin beim anwalt.

achso, die abmahnung war nur mündlich, soll ich da trotzdem gegen wiedersprechen ??

danke und lg

Beitrag von marion2 - 22.09.10 - 07:43 Uhr

Hallo,

mündliche Abmahnungen sind gar nichts. Dagegen musst du nicht widersprechen.

6 Wochen krank, 1 Tag arbeiten, 6 Wochen krank....#schein

Gruß Marion

Beitrag von manavgat - 22.09.10 - 09:23 Uhr

funktioniert nur, wenn es immer was anderes ist.

Ansonsten gibt es nur Krankengeld.

Gruß

Manavgat

Beitrag von marion2 - 22.09.10 - 09:41 Uhr

na, das sollte doch machbar sein...

Beitrag von jessik0106083 - 23.09.10 - 09:36 Uhr

hallo,

gestern habe ich nun die abmahnung in schriftlicher form erhalten, die ich unterschreiben sollte.
habe ich natürlich nicht gemacht. :-p
nun schickt sie mir diese per einschreiben und rückschein zu und stellt mir die kosten dafür in rechnung!
hallo ? unter solchen bedingungen wundert man sich, das keiner mehr kinder kriegen will. tz tz tz

lg