Kinder nur mit Festvertrag?

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Beitrag von nele27 - 21.09.10 - 11:55 Uhr

Hi,

angeregt durch eine Diskussion im Schwangerschaftsforum frage ich Euch: Muss man einen unbefristeten Vertrag haben um Kinder in die Welt zu setzen??

Ich finde das etwas sehr übertrieben... Sicherheit ist schön, aber das ginge mir nun doch zu weit.

Ich bekam mein 1. Kind geplant und erwünscht in der Probezeit meiner ersten Arbeitsstelle (mit Mann, der unbefristet eingestellt war, aber keinen Bock mehr auf Schichtarbeit hatte und Elternzeit- und Weiterbildungsabsichten hatte).

Mein 2. bekomme ich im November - habe wieder einen Zeitvertrag, was in meiner Branche absolut üblich ist (ich habe 5 Jahre, absoluter Luxus, 2 Jahre sind rum). Mein Mann hat wieder einen unbefristeten Vertrag, aber als ich schwanger wurde hatte er noch gar keine Arbeit #schwitz Sind mal gnz frech davon ausgegangen, dass er was findet :-) Zum Glück bekomme ich auch einen ordentlichen Batzen Elterngeld, sodass es auch so schon irgendwie gegangen wäre...

Was ist Eure Meinung dazu? Müsst Ihr alle einen Festvertrag haben, um Kinder zu bekommen????

LG, Nele

Beitrag von vwpassat - 21.09.10 - 12:04 Uhr


Von mir gibt's dazu ein JA - aber mit Einschränkungen.

Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis ist ja keine Garantie, da spielen noch viel mehr Faktoren eine Rolle, z.B. was man arbeitet, wie viel man verdient, wie ist die Perspektive...........

Für uns wäre ein Kind nie in Frage gekommen, wenn meine Frau befristet beschäftigt wäre, da ich selbständig bin. 1 sicheres Einkommen ist Pflicht!

Beitrag von jesssy - 21.09.10 - 12:06 Uhr

Hi,

also, bei uns war es folgendermaßen: Beim 1. Kind hatte ich einen befristeten, der wurde dann auch nicht verlängert. Mein Mann hat keinen befristeten Arbeitsvertrag. Als ich mit unserer Kleinen schwanger war, hatte ich wieder einen befristeten, der jetzt (am 01.09.) zu einem unbefristeten Arbeitsvertrag wurde. Da hab ich mehr als Glück gehabt, ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass mein jetziger AG mich auch nicht verlängern wird.

Uns war eigentlich schon wichtig, dass wenigstens einer eine halbwegs sichere Arbeitsstelle hat. Allerdings, wenn ich im Nachhinein überlege, sind ja wenige Arbeitsstellen wirklich sicher. Also dürfte man ja im Endeffekt nie Kinder bekommen.

Nunja, wie gesagt, dadurch, dass mein Mann einen unbefristeten Vertrag hat, konnten wir schon relativ ruhig schlafen. Mir war es eigentlich egal, was aus meinem Vertrag wird, denn wir wollten unbedingt noch ein zweites Kind haben - und wie lange hätten wir denn noch warten sollen?

LG Jesssy

Beitrag von zuckerpuffel - 21.09.10 - 12:06 Uhr

Verkehrt ist es natürlich nicht, wenn ein Festvertrag vorhanden ist. Ist aber nicht - finde ich - Voraussetzung um ein Kind zu bekommen. Ich bin auch schwanger und bekomme unser zweites Kind im März. Mein Vertrag läuft am 31.12.2010 aus. Ich habe aber die Möglichkeit nach meiner Elternzeit wieder bei meinem alten AG anzufangen zu arbeiten (ja, das hab ich auch schriftlich :-)) Mein Mann hat einen unbefristeten Vertrag. Es ist auf jeden Fall machbar :-D

LG Zuckerpuffel

Beitrag von sassi31 - 21.09.10 - 12:12 Uhr

Hallo,

ich finde nicht, dass ein Festvertrag notwendig ist. Es ist doch eh nichts wirklich sicher im Leben. Eine Firma kann in Insovenz gehen und schon stehen alle Mitarbeiter auf der Straße. Ganz davon abgesehen sind Zeitverträge heute doch sowieso schon die Regel, Festverträge inzwischen eher die Ausnahme bei neu geschlossenen Verträgen. Wichtig ist doch, dass man überhaupt arbeitet und in der Lage ist, den Nachwuchs selber zu finanzieren.

Was meiner Meinung nach aber nicht sein muss, ist, Kinder in die Welt zu setzen und darauf zu bauen, dass der Staat schon niemanden verhungern lässt. Oder aber ein zweites, drittes oder viertes Kind zu bekommen, obwohl man eh schon im ALG II-Bezug ist. Da ist einfach mehr Eigenverantwortung gefragt.

LG
Sassi

Beitrag von amelily - 21.09.10 - 12:20 Uhr

Hallo Nele,

hm, ich habe da noch nie so drüber nachgedacht. Ich selbst bin Beamtin, mein Mann hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag, also haben wir da Glück.

Für mich käme es wohl eher darauf an, welche generellen Berufsaussichten habe ich? Ist es wahrscheinlich wieder einen Job zu bekommen, selbst wenn ich meinen jetzigen verliere?

Schwieriges Thema. Es gibt heute soviele befristete Verträge und soviele Niedriglohnbereiche in denen die Arbeitnehmer kaum ohne ergänzendes SGB-II auskommen, dass man die Familienplanung wohl kaum davon abhängig machen kann.

VG
Amelily

Beitrag von nele27 - 21.09.10 - 12:27 Uhr

Noch ein Gedanke dazu:

Ich meine, die Einteilung unbefristet = gut, befristet = unsicher hat sich überholt bzw. ist dabei, sich zu überholen.

Ich denke, dass ein hochqualifizierter Mensch mit Zeitvertrag (z.B. Ingenieur) sogar bessere Chancen haben kann, nie ohne Arbeit zu sein als eine Person im Allerweltsberuf (z.B. Bürokauffrau), der z.B. nach einer Insolvenz seines AG mit 600 Mitbewerbern um eine Stelle kämpft...

Inzwischen beginnen sogar die Banken solche Kriterien in Erwägung zu ziehen z.B. bei der Kreditvergabe.

Vor 30 Jahren war ein Zeitvertrag vll ein Makel - aber heute? Dass mein Mann nach seiner Weiterbildung sofort einen unbefristeten Vertrag bekam, war echt Glück bzw. lag an der extrem konservativen Einstellung seines AG. Damit hatten wir nicht gerechnet...

LG, Nele

Beitrag von sassi31 - 21.09.10 - 12:36 Uhr

Damit könntest du Recht haben.

Es ist tatsächlich so, dass man als Bürokauffrau (zumindest hier) keine Stelle finden kann, weil der Beruf einfach total überlaufen ist. Ich meine, auf eine Bürostelle bewerben sich ja zusätzlich oft auch noch ReNo-Gehilfen, Großhandelskaufleute und Industiekaufleute.

Qualifikation ist da der Schlüssel, der den Eintritt erleichtert. Und für hochqualifizierte Menschen ist es dann auch kein Problem, mit Zeitvertrag zu arbeiten. Die kommen eh schnell wieder unter.

Beitrag von vwpassat - 21.09.10 - 13:19 Uhr

Seh ich genauso.

Und wer ausreichend qualifiziert ist, der kann auch kurzfristige Arbeitslosigkeit durch entsprechend hohes ALGI überbrücken. Was bei nem Hiwi-Job für 4,50 halt nicht geht.

Beitrag von loonis - 21.09.10 - 12:31 Uhr




Wir haben beide unbefristete Verträge ...
und ja ,für uns war es auch ne Voraussetzung um Kinder zu bekommen...
wir sind beides "Planmenschen" ...
Klar,es ist nicht alles planbar im Leben ...
Ich möchte aber schon wissen ,was morgen ist u. wie wir unser
Leben finanzieren können.

LG Kerstin


Beitrag von demy - 21.09.10 - 12:36 Uhr

Hallo,
ich denke nicht das man unbedingt ein geplantes Kind von einem unbefristeteten Arbeitsvertrag abhängig machen sollte.

Dann könnten manche Frauen ja nie ein Kind bekommen weil sie schlicht und ergreifend keine unbefristeteten Verträge bekommen.

Bei meiner Frau und mir war es sogar so, dass die aus einem unbefristeteten Arbeitsverhätnis gekündigt wurde als wir grade am Kind am "arbeiten" waren.
Man hat sich fadenscheinige Gründe ausgedacht und ihr auf der Arbeit leider eine Falle gestellt in die sie getappt ist.

Meine Frau fragte mich dann auch, ob sie jetzt nicht doch lieber verhüten sollte.
Ich sagte nur, gibt es für ein Kind überhaupt DEN richtigen Zeitpunkt?

Wir machten weiter und in der "Übungsphase" nach 2 Monaten Arbeitslosigkeit hatte sie sofort wieder einen neuen unbefristeten Job in dem sie dann auch Schwanger wurde.

Ich befand mich zu dem Zeitpunkt und befinde mich immer noch in Leiharbeit, allerdings zum Glück nicht vergleichbar mit "normaler" Leiharbeit.

Man sollte seine Zukunftsplanung und Planung mit Kind eher ein wenig davon abhängig machen, wie die Zukunftsaussichten sowohl privat als auch beruflich generell für einen sind.

Das ein junges "ALG2 Pärchen" ohne Schulabschluss und jeglicher beruflicher Ausbildung da vielleicht etwas anders agieren sollte, als vielleicht eine kurzfristig arbeitslose Maschinenbautechnikerin, oder eine qualifizierte Fachkraft mit befristeteten Arbeitsvertrag liegt doch eigentlich klar auf der Hand.

Erstere spreche ich damit keinesfalls einen Kinderwunsch und deren Verwirklichung ab, nur ist es doch meistens so, dass "solche" Familien in den seltensten Fällen aus der staatlichen Unterstützung herausfallen.

Gruß
Demy

Beitrag von nochmal - 21.09.10 - 12:37 Uhr

Hallo

auch von mir ein Klares JA.
ICh bin ein Mensch der einen Plan braucht und bisher ist in meinem Leben auch alles danach gelaufen.

Bei mir in der Firma ist ein unbefristeter Vertrag viel mehr wert als ein befristeter.
Hier fliegt jeder eher, als einer mit langjährig befristetem Vertrag

Gruß

Beitrag von anyca - 21.09.10 - 12:46 Uhr

Ich finde, man sollte "kein Festvertrag" nicht gleichsetzen mit "keine Perspektiven". Wie schon bei dem anderen Beitrag geschildert, in meinem (akademischen) Umfeld hatte kaum ein Paar Festverträge beim ersten Kind. Viele waren im Studium, im Referendariat oder am promovieren, hatten Zeitverträge, Projektarbeit, waren freie Mitarbeiter irgendwo etc. etc.

Beitrag von cazie71 - 21.09.10 - 14:42 Uhr

Hallo Nele.

Tja, dieses Thema ist natürlich Ansichtssache. ;-)
Ich für meinen Teil wollte/hatte alles "geregelt", bevor es an die Familienplanung ging. Brauche einfach für mich ein gewisses Maß an Sicherheit.

Die meisten Leute allerdings denken da anders, oder teilweise gar nicht.....
Kommt auch immer darauf an, ob man
a) einen Schulabschluss hat
b) eine Ausbildung hat
c) eine reelle Aussicht auf einen (passabel bezahlten) Job hat
d) für sich und seine Familie selber aufkommen kann
usw.
usw.

Verstehe diejenigen nicht, die keinen dieser Punkte erfüllen, aber züchten, wie die Kaninchen.:-[

LG
Carmen

Beitrag von whitewitch - 21.09.10 - 15:50 Uhr

Wenn dem so wäre dann gibt es bald keine Kinder mehr. So viele Menschen haben keinen unbefristeten Vertrag. Ich selbst hatte keinen, bin Mutter geworden, war ein Jahr zu Hause, ein Jahr Minijob in Elternzeit und ab 01.11.2010 noch in der Elternzeit fange ich wieder Teilzeit an zu arbeiten. Bei einem völlig neuen AG. Ich muss aber auch dazu sagen das ich einen Krisensicheren Job habe und in einer Zeitarbeitsfirma für Pflegekräfte anfange zu arbeiten. Man muss Abstriche machen, aber mir ist wichtig nicht auf Kosten Vater Staat leben zu müssen.

Jeder kann wenn er will auch ohne festen Vertrag Kinder bekommen und jeder kann wenn er will dann auch wieder Arbeit finden!!!

Beitrag von karin3 - 21.09.10 - 16:17 Uhr

Hallo,

Von mir gibt es auf die Frage ein ganz klares NEIN.
Denn mir persönlich hat die Arbeitslosigkeit, im letztem Jahr, geholfen schwanger zu werden. Ich habe nicht mal im Traum daran gedacht wieder mit dem verhüten anzufangen. Bis jetzt kann ich keinen Fehler in der Entscheidung feststellen.
Im ersten halben Jahr gab es selbst von den Zeitarbeitsfirmen nur Vertröstungen. Im August hatte ich dann eine, auf wenige Wochen, befristete Stelle angenommen. Davor und danach hatte ich keine positiver Rückmeldung von den Firmen.
Inzwischen hat sich der Arbeitsmarkt (im meinem Bereich) ordentlich erholt. Ja auch Finazkrisen gehen vorbei. :-)
Wir haben eine Tagesmutter die unsere Tochter nimmt sobald meine Elternzeit im November um ist, das Arbeitsleben kann wieder kommen. Spätestens im neuem Jahr habe ich wieder Arbeit.

Gruß Karin

Beitrag von snoopster - 21.09.10 - 18:45 Uhr

Hallo,

für mich sind und waren Kinder nie eine finanzielle Entscheidung, sondern eine emotionale.

Es gibt für mich wesentlich mehr Faktoren, die ich beim Kinderkriegen beachte:
Hält das unsere Beziehung aus, ist z.B. eine davon. Kann ich meinem Kind eine sichere, stabile Umgebung bieten, und bin ich bereit, noch weitere 3 Jahre zurück zu stecken, und mich um ein Kind zu kümmern...

Meine Kinder werden sich später glaub ich kaum dran erinnern, ob sie mit drei Jahren die neuesten Puppen hatten oder ob ihre Klamotten neu oder gebraucht, mit Marke oder ohne waren.
Aber sie würden sich vielleicht an andere Dinge erinnern. Dass ich oft genervt war, dass ich keinen Bock auf sie hatte oder so...

Bei uns wars so, dass mein Mann selbstständig war, aber es lief nicht wirklich. Es war eher eine Übergangslösung, bis ein neuer Job in Aussicht war.
Dann wurde ich schwanger, und von einen auf den anderen Tag hatte er wieder Arbeit (vorher hat er ein Jobangebot sogar ausgeschlagen).
Inzwischen arbeitet er da vier Jahre, kein Ende in Sicht :-)
Wir haben ein Haus gekauft, und auch wenn wir ein größeres Auto bräuchten, aber wahrscheinlich uns nicht leisten können, bekommen wir ein drittes Kind.

Wir sind uns auch beide sicher, dass wir Fenster oder KLo putzen gehen würden, wenn es soweit kommen sollte. Aber mein Mann hat schon immer die Jobs angeboten bekommen, ich tu mir da - trotz Studium - ein wenig schwerer.
Aber auch bei McD gibts immer wieder Jobs, also warum sollte das nicht funktionieren...

Es ist schön, wie andere ihr Leben planen, die Ausgaben kontrollieren oder vorher auf der Excel-Liste nachschauen, ob noch ein Kind "drin ist".

Ich bin eher der Typ, der sein Leben lebt, nicht zu viel nachdenkt. Was ist, wenn mein Mann morgen vom Bus überfahren wird? Wenn er einen Herzinfarkt hat?? Wenn meine Kinder totkrank werden? Wenn ich zusammenbreche und zum Pflegefall werde??
Sicher sind wir dagegen abgesichert, aber das ganze Geld, das wir dann bekämen wär doch auch nix gegen dem, was wir dann wirklich verloren haben.

Von daher: Ich liebe meine Kinder, ich habe Spaß an ihnen, und ich war mir sicher, dass da noch eines fehlt, das ich jetzt noch im Bauch hab.

LG Karin

Beitrag von kikpower - 21.09.10 - 19:00 Uhr

Ich verstehe garnicht was das gerede von unbefristeten Arbeitsverträgen soll.Man kann sein Leben nicht planen,ihr habt da alle keinen Einfluß drüber.
Mein Mann hatte immer arbeit und hat auch nicht schlecht verdient.Und plötzlich stehen wir da 6 Bandscheiben o.p´s und Frührentner mit 39 Jahren.
Und dann der nächste Schock ,ungewollt schwanger obwohl es hätte garnicht gehen dürfen bei der Medikamenteneinnahme meines Mannes.
Was soll ich sagen wir haben uns trotzdem für unsere Tochter entschieden,es geht irgendwie immer auch wenn es schwer fällt.

Tja wenn es also nach euch ginge,dürften wir wohl nie Kinder in die Welt setzten.Achso vor der Krankheit meines Mannes hatte wir übrigens schon 2 Kinder.

Lg
Tanja(und nein wir leben nicht vom Amt):-p

Beitrag von marion2 - 21.09.10 - 19:33 Uhr

Hallo,

ich bin einmal während eines befristeten AV schwanger geworden und einmal zwischen den Arbeitsverhältnissen.

Von einem Stück Papier, dass relative Sicherheit vorgaukelt, weil man sich unbefristet in Sicherheit wiegt, hab ich noch nie irgendeine wichtige Entscheidung in meinem Leben abhängig gemacht.

Nun hab ich drei Kinder und gehe wieder arbeiten. Ich kann sogar den Job wechseln, obwohl ich soooo viele Kinder hab. Da gibts immer mal wieder irgendwo ne Stelle auf die nur ich pass :-p im Büro - als -kauffrau...;-)

Gruß Marion

Beitrag von jupp43 - 21.09.10 - 22:55 Uhr

Ich Frage mich ernsthaft, was das eine mit dem anderen zu tun hat.. #kratz

Kinder bekomme ich weil ich Kinder liebe, aber daz brauche ich keinen Festvertrag.....

Beitrag von nusch - 22.09.10 - 08:49 Uhr

Hi Nele,

bei der Diskussion im SS-Forum ging es ja nicht nur um Festvertrag oder nicht.

Sie: befristetes Arbeitsverhältnis, von dem sie wusste, dass es endet, während sie schwanger wird/ist. ALGI iHv nicht mal 600 EUR, dementsprechend ja auch sicher nicht mehr Elterngeld.

Er: in Ausbildung, auf Festanstellung danach gehofft, aber nicht bekommen. 1 Jahr Erweiterungsausbildung drangehängt und nur ca. 700 EUR Brutto-Verdienst.

Sie: bereits 2 Kinder, die aufgrund Platzmangels beim Vater leben.

Dann die Frage nach staatlicher Hilfe.

Jetzt aber zu Deiner grundsätzlichen Frage, die man m.E. nicht pauschal beantworten kann.

Klar wünschenswert finde ich, dass mindestens einer der Partner einen Vollzeit-Festvertrag hat.

Ebenso wünschenswert finde ich, dass, wenn man einen Zeitvertrag hat, dieser nicht Mitte/Ende der Schwangerschaft endet, so dass man nach der Elternzeit komplett neu mit der Jobsuche beginnen muss, sondern zurückkehren kann.

Natürlich ist es immer möglich, dass man auch mit Festvertrag nach der Elternzeit zu seinem Arbeitgeber zurückkehrt und dann gekündigt wird. Aber nur, weil immer ein worst-case-Szenario möglich ist, muss man ja nicht gleich denken: Es kann immer schlimmer kommen, also ist es doch egal, wenn schon die Ausgangslage nicht gut ist.

Außerdem empfinde ich es als Riesenunterschied, mit welcher Ausbildung wie lange befristete Verträge hier zu Diskussion stehen. Eine Akademikerin mit 5-Jahres-Befristung geht doch, ganz ehrlich, ein viel geringeres Risiko ein, als eine z.B. Handwerkerin, die einen auf 12 Monate befristeten AV hat.

Und ich sage es gerne nochmal: nein, ich finde nicht, dass nur Akademikerinnen Kinder bekommen sollten. Wenn z.B. bei der Diskussion im SS-Forum der Mann schon einen festen Vollzeit-Arbeitsplatz gehabt hätte, wäre dort auch die Situation eine ganz andere gewesen. Aber mit 2 existierenden Kindern, sie erst 30 Jahre alt (biologische Uhr?), keiner der beiden einen einigermaßen sicheren Job, finde ich, sind die Grundvoraussetzungen eben nicht gegeben.

Fazit: Deine Frage kann ich nicht pauschal beantworten, sondern finde, dass man da einzelfallbezogen differenzieren muss.

LG
Nusch

Beitrag von unicorn1984 - 22.09.10 - 10:04 Uhr

Dann wäre ich ja bis heute Kinderlos :D

Sicherheit ist zwar echt schön und gut aber kein Muss beide Prinzessinnen sind gewünscht, geplant, gewollt.

Als wir für unsere erstes das Üben anfingen war ich noch in der Probezeit und es stand nicht mal fest ob sie mich auch wirklich übernehmen, taten sie dann aber mit nochmals 6 Monate Probezeit aber auch egal hat ja leider länger gedauert mit dem Kinderkriegen.

Und das zweite entstand wärend meiner Elternzeit :D und mein Mann wurde wenige Tage nach der Geburt gekündigt. Aber was solls mittlerweile verdient er wieder Geld :D