Hallo,
ich habe eventuell die Möglichkeit, eine neue Stelle zu bekommen. Jetzt geht es um die Frage der Stunden. Es wäre Teil- und Vollzeit möglich.
Bei Gleitzeit wäre es rein von der Zeit her möglich Vollzeit zu arbeiten und vom Geld her wäre es natürlich super.
Aber: Mein Mann kommt als Fahrlehrer egentlich nicht vor 20.00 Uhr nach Hause. Das bedeutet, bis auf die Tatsache, dass er die Kinder (beide knapp 3) morgens in die Kita bringen würde, hinge der Rest an mir, also Haushalt, Kinder ins Bett bringen und dann noch was zu essen kochen wenn Männe abends nach Hause kommt etc.
Ich hab etwas Sorge, dass das ein bisschen viel wird und möchte ja nicht nach ein paar Monaten feststellen, dass ich nicht halten kann, was ich versprochen habe.
Würdet ihr das "wuppen", bzw. macht ihr das?
LG Melanie
Vollzeit mit Kindern und Mann? Schafft ihr das?
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von sternchen1000 - 21.09.10 - 12:10 Uhr
Beitrag von amelily - 21.09.10 - 12:15 Uhr
Hallo Melanie,
das kommt natürlich auch auf Deine Arbeitszeiten an. Könntest Du die Kinder von der Kita abholen?
Ich arbeite schon immer voll, mein Mann hat bei unserem Sohn auch voll gearbeitet und hat jetzt im Moment noch Elternzeit und eine Teilzeitstelle. Ab März wird er auch wieder voll arbeiten.
Er ist beruflich ebenfalls den ganzen Tag ausser Haus, kann aber die Kinder morgens zur Kita bringen.
Ich kann mir die Zeit ganz gut einteilen (arbeitsmässig) und arbeite an drei Tagen in der Woche von zuhause.
Das wird schon klappen, allerdings werden wir eine Putzhilfe einstellen, denn ich verbringe die verbleibende Zeit lieber mit den Kindern als mit dem Haushalt.
Kochen müssen wir nicht jeden Tag, da die Kinder in der Kita bekocht werden.
VG
Amelily
Beitrag von nele27 - 21.09.10 - 12:18 Uhr
Hi Melanie,
also VZ arbeiten, Kinder allein betreuen, Haushalt allein machen und noch jeden Tag kochen - das fiele mir nicht im Traum ein.
ABER das fände ich eh nicht richtig von der Aufteilung her. Wenn beide VZ arbeiten muss der Haushalt geteilt werden. Dann muss Dein Mann eben nach 20 Uhr noch mal ran (wirst Du auch müssen, wenn Du VZ arbeitest). So könnt Ihr Euch das gut teilen - oder engagiert eine Putzfrau. Die kosten ja meist weniger als man in gleicher Zeit verdient, also hast Du Gewinn gemacht.
Naja, und wenn Dein Mann sich werktags eh schon nicht um die Kinder kümmert (ich nehme an, um 20 Uhr sind sie im Bett) ist es mM nach auch ohne Deinen Job wichtig, dass er sich am Wochenende feste Zeiten mit ihnen nimmt - und zwar allein.
In der Zeit hast Du dann Luft um etwas für Dich zu tun.
So kann es gut klappen (wir arbeiten auch beide VZ im Moment). So wie Du es planst, nicht. Und es ist auch keine faire Aufteilung.
LG, Nele
Beitrag von schwarzesetwas - 21.09.10 - 12:29 Uhr
Hallo Melanie!
Habe 1,5 Monate in Vollzeit gearbeitet, die Kids waren 9,5 h bei einer TaMu.
Hab auch alles im HH gemacht, Kinder hinbringen und abholen. Mann war abends zu kaputt und so.
Nicht ohne Grund hab ich nach so kurzer Zeit, mal von Problemen im Job und mit der TaMu abgesehen, von dem Model wieder Abstand genommen.
Ist nicht einfach, grad mit ZWEI Kindern nicht.
Überleg es Dir gut, ob Dir nicht vielleicht doch Teilzeit etwas einfacher erscheint.
Lg,
SE
Beitrag von lebelauter - 21.09.10 - 12:31 Uhr
bei 2 vollen gehältern ist doch sicher ne haushaltshilfe drin?
oder ne babysitterin?
Beitrag von nakiki - 21.09.10 - 12:52 Uhr
Hallo!
Wann fängt denn dein Mann an zu arbeiten? Ist er selbstständig?
Wann kommst du nach Hause?
Das Putzen sollte in eurem Fall gemeinsam am WE getan werden oder aber ihr leistet euch eine Putzfrau.
Essen kochen kann man im Voraus und auch einfrieren, dann müsste nicht täglich frisch gekocht werden. Ansonsten gibt es auch viele gute schnelle Gerichte.
Ansonsten fällt in der Woche nur mal Staubsaugen, Geschirrspüler ausräumen und Abwasch an. Das ist machbar.
Was ihr jedoch auch überlegen solltet, wären die Freizeitaktivitäten eurer Kinder. Sollen sie Hobbys haben, sich mit Freunden verabreden? Wie könntet ihr dies vereinbaren?
Gruß nakiki
Beitrag von lady_chainsaw - 21.09.10 - 13:18 Uhr
Hallo Melanie,
also ich arbeite Vollzeit mit zwei Kindern und es funktioniert eigentlich ganz gut.
Okay, zur Zeit ist mein Mann in Elternzeit, aber in ein paar Wochen ist auch das vorbei 
Bei uns läuft es dann so ab:
Morgens aufstehen, mich und die Kinder fertigmachen - die Große in die Schule bringen, den Kleinen bei der Oma vorbeifahren (haben leider keinen KiGa-Platz bekommen
)
Dann arbeiten
und auf dem Rückweg den Kleinen abholen, dann die Große.
Zu Hause wird erstmal gespielt, erzählt.... es zählen die Kinder, der Rest kann warten 
Mein Mann kommt meist zwischen 18 und 19 Uhr nach Hause, dann essen wir Abendbrot. Da aber die Große und der Kleine schon tagsüber warmes Mittagessen bekommen und mein Mann sich auch meistens irgendwo etwas holt, gibt es bei uns am Abend "nur" Stulle mit Brot 
Die Kinder werden bettfein gemacht, Geschichten vorgelesen.... und irgendwann pennen sie dann 
Nun kann auch der Geschirrspüler angeschmissen werden, kurz mal gefegt werden.... und dann wird enstpannt.
Die größeren Haushaltsaufgaben haben wir uns auf´s WE gelegt (Wäschewaschen, Wischen, Einkaufen...) - einer von uns betüdelt dann die Kinder, der andere macht eine Haushaltsaufgabe ![]()
Klar, es sieht nicht alles aus wie geleckt - aber hey, wir haben zwei Kinder!!! Da kann keiner erwarten, dass alles steril ist 
Man muss sich halt nur ein wenig organisieren und absprechen, dann geht es eigentlich ganz gut.
LG
Karen
Beitrag von sternchen1000 - 21.09.10 - 13:19 Uhr
Vielen Dank für die Antworten!
Wahrscheinlich wäre es sicher sinnvoll zumindest einmal in der Woche eine Putzhilfe zu holen, die dann einmal Grund rein bringt.
Aber wenn ich mir so einen Tagesablauf vorstelle.. 
Ich denke ich würde versuchen die Möglichkeit der Teilzeit zu nutzen. Vielleicht kann man ja etwas später noch aufstocken.
Aber ich muss den Job auch erst mal sicher haben, vielleicht drückt ja einer Daumen
Es wäre schon mein "Traumjob"..
LG Melanie
Beitrag von engelchen62 - 21.09.10 - 14:04 Uhr
Wie haben das die Mütter nur früher gemacht??? 
kopfschüttel....
Beitrag von lady_chainsaw - 21.09.10 - 15:16 Uhr
Ehrlich?
Bei den meisten meiner Generation war es doch so, dass die Mutter zu Hause bleiben konnte und der Vater für den Familienunterhalt zuständig war.
Heutzutage können es sich die wenigsten leisten, dass einer voll zu Hause bleibt.
Gruß
Karen, deren Mutter die ersten 10 Jahre Hausfrau war und dann erst langsam wieder anfing zu arbeiten
Beitrag von danymaus70 - 21.09.10 - 16:28 Uhr
die sind mit 3 Kindern den ganzen Tag arbeiten gegangen und haben den Haushalt alleine gemacht.
ich schüttele mit dir den Kopf
Beitrag von jupp43 - 21.09.10 - 22:51 Uhr
Ich weiß ja nicht, wo Du herkommst, aber bei uns hat keine Frau mit 3 Kindern Vollzeit gearbeitet. Ich frage mich, wozu Kinder in die Welt setzen, wenn beide Vollzeit arbeiten wollen.
Beitrag von danymaus70 - 22.09.10 - 11:11 Uhr
Ich kenne viele Freundinen von mir, da war das früher so.
Ich gehe auch den ganzen Tag arbeiten und habe ein Kind.
Leider hat so was nichts mit wollen, sondern müssen zu tun.
Beitrag von jupp43 - 22.09.10 - 11:37 Uhr
Naja, füher waren auch die Ansprüche bescheidener...
früher genügte ein Fahrrad und Tagesausflug in denSchwarzwald, heute gönnt man sich den Zweitwagen und den dreiwöchigen Jahresurlaub in Tunesien...
.. so ändern sich die Zeiten...
Beitrag von danymaus70 - 23.09.10 - 21:22 Uhr
es gibt genug, die gehen den ganzen tag arbeiten und auch heute noch um sich ein Fahrrad und einen Tagesausflug leisten zu können.......grade heute.
Beitrag von sternchen1000 - 22.09.10 - 12:58 Uhr
Hast aber selber nur ein Kind, dann kannste wohl kaum mitreden. Zwillinge zu haben ist da eine anderen Hausnummer.
Auf solche "Tipps" kann ich wirklich verzichten 
Beitrag von nakiki - 21.09.10 - 21:12 Uhr
Wie war es denn bei dir bzw. wie macht ihr es?
Meine Mutter ist abends arbeiten gegangen, als mein Vater zu Hause war. Hat jahrelang sehr wenig geschlafen und kaum Zeit mit meinem Vater verbringen können.
Meine Mutter war immer auf sich gestellt, früh schon alleine zu Hause gewesen (mit den Geschwistern). Musste früh selbst kochen und der Haushalt wurde so gut wie nie gemacht.
Mann kann gar nicht alles schaffen. Etwas bleibt immer liegen. Wenn beide Vollzeit arbeiten und nicht zeitversetzt arbeiten können, dann müssen die Kinder meist auf Freizeitaktivitäten verzichten. Dies sollte man sich halt bewußt machen.
Und früher sind die meisten Mütter reine Hausfrauen gewesen!
Gruß nakiki
Beitrag von nele27 - 22.09.10 - 09:03 Uhr
Indem sie Hausfrau waren
Beitrag von danymaus70 - 22.09.10 - 11:34 Uhr
Schwachsinn........ich kenne ganze viele Mütter, die damals mit mehr als einem Kind den ganzen Tag arbeiten waren.
Denn ohne Geld kann man schlecht leben
Beitrag von nele27 - 23.09.10 - 09:36 Uhr
In der Nachkriegszeit (ca. 50er bis 70er Jahre) war das Einverdiener-Familienmodell gängige Praxis sehr weit verbreitet.
Sicherlich gab es auch berufstätige Frauen, aber doch sehr wenige. Das ist heute anders.
Quelle:
http://www.bpb.de/themen/4BUYWG,0,0,Das_Ende_des_Ern%E4hrermodells.html
Auszug:
"Das Modell des männlichen Familienernährers bildete nach 1945 nicht nur in der Bundesrepublik die Grundlage des Sozialstaatskompromisses. Das traditionelle Familienmodell der Nachkriegszeit in Westdeutschland sah eine Differenzierung der Geschlechterrollen vor. Die Übernahme der finanziellen Versorgung der Familie durch den Mann und die Zuweisung der Haus- und Erziehungsarbeit an die Frau. Insbesondere eine berufstätige Mutter entsprach nicht dem Idealbild, war mangels Männern aber häufig unausweichlich. Sie stand unter dem Generalverdacht, dass ihr die Entwicklung ihrer Kinder nicht wichtig genug sei, um auf ihre "Selbstverwirklichung" im Erwerbsleben zu verzichten. Es entwickelte sich ein so genanntes "Drei-Phasen-Modell": Erwerbstätigkeit bzw. Ausbildung der Frau vor der Geburt des ersten Kindes als Phase 1; Mutter und Hausfrau als Phase 2 und erneute Erwerbstätigkeit nach der Zeit der Erziehung als Phase 3. Seit den siebziger Jahren wurde dieses Geschlechterarrangement nicht nur aufgrund der ökonomischen Krisen, sondern auch von Seiten der neuen sozialen Bewegungen, insbesondere den Frauenbewegungen, zunehmend in Frage gestellt."
So, wo ist Deine Gegenquelle?? Nur wen kennen reicht nicht für die Behauptung, dass die Mehrheit sich so verhalten hat...
LG, Nele
Beitrag von danymaus70 - 23.09.10 - 21:20 Uhr
Meine Gegenquelle, sind die Mütter meiner damaligen Freunde und Freundinen......
Beitrag von ganya02 - 21.09.10 - 15:28 Uhr
Hallo,
ich gehe auch Vollzeit arbeiten, plus Schule und Klausuren schreiben. Mein Lebensgefährte ist auch jeden Tag mindestens 12 Std arbeien. Daher weiß ich nie wann er Feierabend hat. Kann nachmittags sein oder auch erst Nachts um 22Uhr, oder auch mal die ganze Nacht nicht wenn er irgendwo steht und nicht mehr wegkommt wegen der Lenkzeiten. (LKW Fahrer)
Haushalt wird so gut es geht geteilt, klar wenn er in der Woche erst Abends zurück kommt kann er nicht mehr viel machen, aber sobald er früher da ist hilft er mit sowie auch an den Wochenenden.
Um meine Kids von Kiga und Schule abzuholen, helfen mir aber meine Eltern 2 mal die Woche, sonst würde ich garnicht auf meine Stunden kommen und 2 mal bringt mein Partner beide Morgens weg. Meine Eltern gehen mit den Kids dann schonmal zu mir nach Hause und versorgen die da.
Bin es auch nicht anders gewöhnt. Meine Mutter ist auch wieder Arbeiten gegangen als ich 6 Monate alt war, da gabs auch noch nicht so ein Betreuungsgeld wie heute geschweige denn soviel Kindergeld. Ich war dann nach dem Kiga/ Schule immer bei meinen Großeltern, die praktischer weise unter uns gewohnt haben.
Von daher, alles geht irgendwie, man muss sich nur organisieren.
lg
Beitrag von lexa8102 - 21.09.10 - 19:58 Uhr
Hallo Melanie,
wir arbeiten beide Vollzeit und mein Sohn ist jetzt 21 Monate alt. Seit er 10 Monate alt ist, geht er zu einer Tagemutti (9 Stunden). Wir müssen das schaffen, denn wir brauchen beide Gehälter.
Ich bringe ihn früh hin, mein Mann holt ihn ab (ich hab 45 Minuten Arbeitsweg) und spielt dann mit ihm. Wenn ich nach Hause komme, gibt es Abendbrot und dann spiele ich noch mit ihm bis er ins Bett geht.
Wenn er dann im Bett ist, mache ich was im Haushalt. Allerdings nur das Nötigste (wie Küche und Aufräumen). Einen "Großputz" mache ich Samstags Vormittags oder Freitags Abends (je nachdem wann wir unseren Wocheneinkauf machen). Die Bäder reinige ich nach Bedarf. Die Bügelwäsche mache ich dann vor dem Fernseher (wenn welche anfällt). Mein Mann hilft leider nur sehr selten und nur nach mehrmaliger Aufforderung im Haushalt.
Wenn man nicht zu hohe Erwartungen und Ansprüche an sich stellt und alles gut organisiert, dann ist es zu schaffen. Am Ende musst du es aber für dich selbst entscheiden.
Viele Grüße,
Lexa
Beitrag von derhimmelmusswarten - 21.09.10 - 20:38 Uhr
Nee, also das könnte ich mir nicht vorstellen! Deine Kinder sind noch keine 3 Jahre alt laut VK. Du wirst zwar hier auch andere Antworten bekommen, von Frauen, die das befürworten, aber für meine Begriffe kann es nicht schön sein, sich zwischen Kita, Job und Haushalt aufzureißen. Klar, hättest du mehr Geld. Aber nur mehr Geld macht auch nicht glücklich. Du hättest ja noch nicht mal Zeit, es auszugeben. Wie willst du das denn machen? Mann bringt Kinder in die Kita, die dann sehr lange dort sein müssen, sofern du keine Omas oder Verwandte hast, die sie abholen, dann holst du sie ab und abends musst du noch kochen und den gesamten Haushalt schmeißen? Und nebenbei die Kinder dabei, die auch noch beschäftigt werden wollen, essen müssen, gebadet werden müssen, ins Bett gebracht?!!!! Überleg dir das mal. Für mich hört sich das nach dem direkten Weg zum Nervenzusammenbruch an.
Beitrag von ikarya - 21.09.10 - 20:58 Uhr
Für mich hört sich diese Rollenverteilung sehr antiquiert an.
Mein Mann und ich arebiten auch beide Vollzeit. Und teilen uns die Kinderversorgung, den Haushalt, Kochen und auch die Freizeit je zur Hälfte auf. Das klappt super und alle sind glücklich.
