Guten Abend 
für alle Fragenden und zur Verständlichkeit nochmal Folgendes:
wir wohnen in einer Touristenregion, in welcher sich so gut wie jeder Eigenheimbesitzer mit mindestens einer Fewo refinanziert.
Viele machten den Vorschlag, nach was Günstigerem zu suchen oder Miete einer Wohnung eines Hauses in Erwägung zu ziehen.
Wir schauen ja nun schon seit knapp 2 Jahren nach was "Eigenem" in Form einer Wohnung oder lieber eben in Form eines Hauses.
Es gibt hier eigentlich nichts Günstigeres.
Wir würden auch was renovierungsbedürftiges nehmen und ja, mein Mann ist Handwerker, aber diese Häuser fangen hier auch erst bei 165.000 € an und i.d.R. liegt man dann mit den Sanierungs-/Renovierungskosten auch bei 205.000 € wenn nicht sogar höher.
Wir hatten z.B. vor kurzem ein Haus für 180.000 € auch hier im Ort als Angebot. Innen war alles (wirklich alles --> Heizung, Stromleitungen, Fenster, Innentüren) alt. D.h. wir hätten da locker nochmal dicke reingesteckt und ich denke, wir hätten die 205.000 € da noch geknackt.
Fakt ist jedoch generell (Ausnahmen gibts vielleicht immer), dass wenn wir uns dieses Haus nicht leisten können/es absagen, wir den Traum vom Eigenheim wirklich abhaken können, weil es eben nichts Anderes hier gibt.
Noch dazu eben diese Lage bei diesem Haus, die Vorbesitzer an sich (man kennt sich ja, wohnen in einem Ort, sie bleiben auch weiterhin im Ort). Farbe ist noch da von den Zimmern, von der Fassade, Fliesen, falls welche kaputt gehen, sind als Ersatz da. Die Materialen für einen DG-Ausbau liegen oben, die Einbauküche ist drin und und und.
Also das Haus ist seinen Preis dicke wert. Ich sag mal, sie würden es locker für rund 300.000 € los werden können. Der Preis ist eigentlich super.
Naja, die Entscheidung kann uns keiner abnehmen. Theoretisch funktioniert es, haben ja alles mehrmals aufgerechnet und ob wir es richtig gemacht haben oder falsch, wüssten wir wahrscheinlich sowieso erst, wenn wir in dem Haus wohnen würden.
Wir haben ja noch die Woche Zeit zu grübeln 
Hattet ihr denn keine Angst/Bedenken, als ihr den Kaufvertrag oder wie auch immer unterschrieben habt? Ward ihr euch vorher total sicher, alles richtig zu machen?
Danke und Gruß rose77
PS: Sorry, ist halt für uns ne große Entscheidung und ich höre gerne andere Meinungen/Anregungen/Kritiken und hier können wir kaum jemanden fragen, der das annähernd objektiv beurteilen könnte.
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Beitrag von rose77 - 21.09.10 - 20:23 Uhr
Beitrag von werner1 - 21.09.10 - 20:31 Uhr
Hallo,
du hast einen Gedankenfehler.
Wenn es wirklich "locker 300.000" wert ist, geben sie es dir aus lauter Liebe und Wohltätigkeit für 180.000 ?
Ein Haus ist immer genausoviel wert, wie ein anderer dafür bezahlt.
freundliche Grüsse Werner
Beitrag von rose77 - 21.09.10 - 20:51 Uhr
Gedankenfehler nicht, falsch ausgedrückt.
Sie wollen 205.000 € haben, da gibt es auch (noch) Niemanden im Hintertürchen, der freiwillig mehr ausgeben will.
Aber wie gesagt, wir schauen schon länger und Häuser derselben Art (gerade hat der Onkel meines Mannes ein ähnliches verkauft) gehen hier für 280.000; 300.000 Euro weg und das Schlimmste ist, es sind meistens Leute, die das Geld ausgeben und das Haus als Ferienhaus nutzen 
Die Verkäufer würden es uns gerade deshalb auch liebend gerne verkaufen, weil wir aus dem Ort sind, eine Familie mit Kindern, eben keine Neureichen, die einfach mal so ein Ferienquartier für den Sommer suchen.
Sollten jetzt nach uns andere Interessenten kommen, die mehr ausgeben, dann geht es auch für mehr Geld weg. Fakt!
Beitrag von sassi31 - 22.09.10 - 02:20 Uhr
Dann solltet ihr euch vielleicht mal fragen, warum das Haus so billig ist, wenn Vergleichsobjekte so erheblich teurer sind. Das bedeutet doch nur, dass ihr voraussichtlich zusätzlich zum Kaufpreis jede Menge Geld reinstecken müsstet.
Beitrag von vwpassat - 21.09.10 - 22:48 Uhr
Das ist wie mit Autos.
"Alsooooooooo lt. schwacke ist der ja 3500 wert."
Ja, und, kauft der Herr Schwacke Ihnen den für 3500 auch ab?
Fiel mir gerade so ein.
Beitrag von alexa1973 - 21.09.10 - 21:59 Uhr
Hier wird der Regel nach zu viel kritisiert, das mal zu Anfang!
Wir kommen aus dem Norden Deutschlands, da bekommt man für solche Preise fast Villen!
Meine Schwester wohnt im Rhein/Main Gebiet, da ist es entsprechend teurer.
Die Einkommen sind aber (meistens) auch entsprechend höher.
Wir haben weniger Einkommen als Ihr und sind gerade dabei, JAAA ohne EK, ein älteres Häuschen für € 60.000 zu kaufen.
Der Wunschpreis der Eigentümer lag auch mal weit darüber.
Und obwohl wir nur eine Rate von € 350,-- monatlich haben, waren wir uns nicht sicher.
Es ist, so oder so, ein großer Schritt!
Wir haben Donnerstag den Termin bei der Bank zur Unterschrift des Darlehens und Freitag die Beurkundung und mir ist total schlecht.
Wenn Ihr alles durchgerechnet habt und es gut machbar ist, macht das doch!
Beitrag von litalia - 22.09.10 - 06:36 Uhr
die antworten die hier kommen sind meisst sehr kritisch und stets "optimal"
das leben ist aber nicht immer optimal 
meine eltern haben auch, mit wenig eigenkapital und alleinverdiener ein haus für 60.000 gekauft
Beitrag von vwpassat - 21.09.10 - 22:50 Uhr
Ich finde, so langsam sollte es genug sein mit Deinen Threads "nur" zu diesem einen Thema.
Die Leute, die Dir hier antworten, helfen Dir bei finanziellen Engpässen garantiert nicht.
Antworten hast Du genug bekommen, die Entscheidung solltest Du mit Deiner Familie alleine treffen, das kann Dir hier keiner abnehmen.
Ich würde es nicht machen.
Beitrag von baerchen110403 - 22.09.10 - 08:18 Uhr
Hallo rose77,
eine Entscheidung für ein Haus ist immer eine große Sache.Doch was anfänglich so schwer aussieht, wird nach der Entscheidung leichter und richtiger, es sei denn man steht nicht dahinter.
Schau mal, Ihr wollt dort in Gegend bleiben. Es ist eine Urlaubsgegend, d.h. die Einnahmen durch eine vermietete Ferienwohnung kommen doch reion. Natürlich kannst Du die nicht mit einrechnen, aber jedes Jahr eien Sondertilgung damit machen. Deine Kinder werden größer, Du kannst wieder/mehr arbeiten gehen. Da kommt wieder Geld rein.
Ich würde es wagen, Wenn ich richtig in Erinnerung habe, wohnt Ihr doch recht beengt. Das macht doch auf Dauer auch keinen Spaß.
Weißt Du, wir wohnen im Rhein-Main-Gebiet. Hier kosten die Häuser alt und renovierungsbedürftig auch mind. 200.000,00 -250.000,00 Euro, die etwas besseren fangen dann bei 320.000,00 an, nach oben alles offen.
Da überlegst Du auch lange, ob Du Dir so eine Kredit an die Backe bindest.
Grüße
Baerchen
Beitrag von rose77 - 22.09.10 - 08:26 Uhr
Hallo Baerchen,
vielen Dank für deine Antwort. Hast ja recht.
Natürlich sind wir in unseren jetzigen vier Wänden auf Dauer nicht glücklich, eben weil es so beengt und teilweise Durchgangszimmer sind und wir nachher den Kleiderschrank z.B. im Wohnzimmer stehen haben, damit unsere Tochter wenigstens ein vernünftig großes Zimmer hat.
Der einzige, jedoch schwerwiegende Nachteil für das Haus ist für uns eben das Finanzielle. Wir mussten noch nie für eine Wohnung Miete bezahlen, wir haben schon immer (seitdem wir zusammen sind) bei meinen Schwiegereltern gewohnt und nur unsere NK getragen.
Wenn wir z.B. eine Mietwohnung hätten, würde uns die Entscheidung wahrscheinlich nicht ganz so schwer fallen, denn dann hätten wir wahrscheinlich ne 4-Raum-Wohnung, die hier eben mal eben 650 € und aufwärts kostet.
Ach man, theoretisch kommen wir ja hin mit unseren Finanzen (muss jedoch dazu sagen, wir haben unsere Finanzierung wirklich auf beide Gehälter aufgebaut) wir haben eben einfach nur Angst, dass wir nachher trotzdem nicht klar kommen und (übertrieben gesagt) uns Geld leihen müssen, wenn eines unserer Kinder z.B. mal ins Ferienlager möchte.
Naja, heute Abend wollen wir uns nun entgültig entscheiden und es ist sehr sehr schwer.
Gruß rose77
Beitrag von vwpassat - 22.09.10 - 10:41 Uhr
Ihr habt noch nie Miete bezahlt?
Dann müsstet Ihr ja theretisch riesige Salden auf dem Konto haben...........
Noch ein Grund, der dafür spricht, dass die Belastung von Euch nicht tragbar sein wird.
Beitrag von rose77 - 22.09.10 - 08:28 Uhr
Ach so, hatte ich noch vergessen.
Mehr Geld werden wir die nächsten Jahre nicht verdienen (kleine Gehalts- und Lohnerhöhungen mal außen vor), da wir beide bereits jetzt schon 40 Wochenstunden arbeiten.
Gruß rose77
Beitrag von kathi.net - 22.09.10 - 09:45 Uhr
Guten Morgen,
ich hoffe, das Haus hat sich auch mal jemand angesehen, der Ahnung hat. Ohne Gutachter würde bei mir gar nichts gehen. 180.000 € + Sanierung....... hoffentlich wird das nicht ein Fass ohne Boden 
Und so am Rande: wenn das Haus mehr wert wäre, warum will der Verkäufer dann nicht mehr haben? Samariter? Ich wäre da seeeeehr skeptisch.
LG Kathi
Beitrag von sternschnuppe215 - 22.09.10 - 16:53 Uhr
hier kannst Du schauen, was Vergleichsobjekte in der Region derzeit wert sind...
http://www.immobilienscout24.de/de/finden/wohnen/haus_kauf/index.jsp
so machens die Banken nämlich auch

