Guten Morgen,
wir haben hier ein riesiges Problem. Mein Mann hat am 23. August den Arbeitgeber gewechselt, da die alte Firmal Insolvenz angemeldet hat. Daher gab es bisher auch keinen Lohn von der alten Firma
So, nun hat ihm sein neuer Arbeitgeber schon bei Arbeitsbeginn zugesichert, dass er die Tage die er im August gearbeitet hat zum 15. September bezahlt bekommt incl. der Spesen ( er ist Kraftfahrer). So, nun ist der 22. und es ist noch immer kein Geld in Sicht. Angeblich hat er es am Freitag per Online-Banking überwiesen. Den Kollegen hat er es am Montag überwiesen und die hatten alle gestern ihr Geld
So, und nun? Wir haben in der Zeit in der er dort gearbeitet hat gut 300€ Benzin verfahren, was auch eine Menge Geld für uns ist. Der Chef hatte ihm zugesagt, dass er da nur zwei Wochen zur Urlaubsvertretung hinfahren muss und dann kriegt er die Tour die vom Nachbarort startet.
Da wir jetzt echt keinen Cent Geld mehr haben, konnte er heute nicht in die Arbeit fahren. Von was auch? Wir haben heute und morgen noch was zu essen und dann ist bis zum Kindergeld Schicht im Schacht
Gibt es Mittel und Wege den Chef dazuzubringen das er zahlt? Inzwischen haben wir auch herausgefunden, dass er schon mehrfach genau deswegen vor dem Arbeitsgericht verurteilt wurde. Wie sollen wir damit umgehen?
Habt ihr einen Rat für uns? Bin echt am Ende mit meinen Nerven. Denn die Kinder brauchen ja auch was zu essen. Schulanfang war auch noch, da wäre auch noch einiges zu zahlen und zu besorgen.
Gruß
oberpfälzerin
Keine Lohnzahlung in der Probezeit - fristlose Kündigung????
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Beitrag von oberpfaelzerin - 22.09.10 - 08:14 Uhr
Beitrag von manavgat - 22.09.10 - 09:22 Uhr
Geh sofort zur ARGE und beantrage ALG2!!!!"
Schließlich müsst ihr was essen. Weise ausdrücklich darauf hin, dass nichts zu essen im Haus ist, dann muss sofort ein kleiner Betrag gezahlt werden. Nimm Kontoauszug, Arbeitsvertrag, Ausweis mit.
Beratungshilfeschein beim Amtsgericht holen und ab zur nächsten Anwältin.
Gruß und alles Gute
Manavgat
Beitrag von oberpfaelzerin - 22.09.10 - 09:54 Uhr
Hallo,
für deine Antwort. Nur das ist leider auch nicht möglich. Wir wohnen fast 30 km von unserer ARGE entfernt und da komm ich nicht mehr hin. Weder mit dem Auto noch mit dem Bus 
Anwalt hab ich schon angerufen. Da kann mein Mann morgen nachmittag hin.
Gruß
Beitrag von windsbraut69 - 22.09.10 - 10:04 Uhr
Was hat der AG denn gesagt, als Dein Mann sich dort abgemeldet hat?
Gruß,
W
Beitrag von oberpfaelzerin - 22.09.10 - 10:12 Uhr
Hallo,
der hat ihm ein paar deftige Schimpfworte an den Kopf geworfen und ihn als Vertragsbrecher bezeichnet. Was ja nicht stimmt, denn bis zu dem Zeitpunkt ist er ja immer pünktlich zur Arbeit erschienen. Er wollte ihn dann nur noch mit einer Lohnerhöhung zum Weiterarbeiten bewegen. Mein Mann hat dann nur gesagt, dass es ihm nix bringt, wenn er in ein paar Monaten mehr Geld bekommt. Er braucht es jetzt.
Das war es. Vom Arbeitskollegen wissen wir, dass er keine zwei Minuten später schon einen neuen Fahrer hatte. Zeugt meiner Meinung nach davon, dass es keinen Cent gibt 

Gruß
Beitrag von windsbraut69 - 22.09.10 - 10:43 Uhr
Denk ich auch nicht.
Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass eine knappe Woche Zahlungsverzug sein unangekündigtes Fernbleiben von der Arbeit gerechtfertigt....
Beitrag von oberpfaelzerin - 22.09.10 - 10:50 Uhr
Ganz unangekündigt war es nicht. Er hat ihm bereits am Montag gesagt, dass er noch höchstens zwei Mal in die Arbeit kommen kann, da dann der Tank leer ist und wir kein Geld zum Tanken haben.
Am Freitag hat er ja schon nach gefragt, wann er denn mit Lohn rechnen kann, da war der 17. Da hieß es dann, ja das mach ich heute fertig. Am Abend dann die Info: Hab es per online überwiesen.
Gestern beim Telefonat hat er ihm dann auf einmal einen Vorschuss angeboten. Klar, weil er ja schon am Freitag den Lohn überwiesen hat. Wie hätte er denn auch noch die gut 100 km bis zum AG kommen sollen? Hätte ihm ja auch früher einfallen können.
Mein Mann hat ihm ja auch angeboten, dass er wieder kommt, wenn er sein Geld hat. Er will ja arbeiten, aber wo eine Leistung erbracht wird, erwartet man doch auch eine Gegenleistung. Oder seh ich da was falsch?
Gruß
Beitrag von sassi31 - 22.09.10 - 15:27 Uhr
Auch, wenn es auf den ersten Blick richtig erscheint, ohne Geld nicht arbeiten zu wollen, so ist dein Mann dennoch nicht im Recht. Ein ausstehendes Gehalt (und wir reden hier "nur" von einer Woche) berechtigt nicht, der Arbeit fern zu bleiben.
Unerlaubtes und unentschuldigtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz ist auf jeden Fall ein Grund für eine Abmahnung. Ob man deshalb allerdings gleich fristlos kündigen darf, sei mal dahin gestellt. Und wie dein Mann zur Arbeit kommt, ist sein Problem.
Beitrag von sassi31 - 22.09.10 - 15:23 Uhr
Nein, das rechtfertig ein Fernbleiben nicht. Man darf nicht einfach die Arbeit einstellen, weil man sein Geld noch nicht erhalten hat. Zumal das hier ja auch "nur" eine Woche Verzug ist.
@ TE:
Freunde, Verwandte, Bekannte um Hilfe bitten, damit ihr wenigstens bis zur Arge kommt.
Den AG sofort schriftlich dazu auffordern, den Lohn auszuzahlen. Kommt das Geld nicht, Arbeitsgericht einschalten.
Beitrag von kruemlschen - 22.09.10 - 10:18 Uhr
Wie wärs wenn Du Familie/Freunde/Nachbarn bittest Deinen Mann zu fahren?
Irgendjemand wird Euch doch wohl helfen.
Beitrag von oberpfaelzerin - 22.09.10 - 10:20 Uhr
Hallo,
leider ist die Familie bereits ausgeschöpft
Evtl eine Freundin, aber die ist leider nicht immer zuverlässig und vergisst auch schon mal das sie was zugesagt hat.
dir
Gruß
o.
Beitrag von kruemlschen - 22.09.10 - 11:46 Uhr
Deine Familie ist bereits "ausgeschöpft" um Dich oder Deinen Mann zur ARGE zu fahren um Euch dort Hilfe zu holen?
Traust Du Dich nicht zu fragen, oder haben sie schon konkret gesagt "nein wir fahren Euch nicht, wir haben Euch schon zu oft geholfen"?
Beitrag von nusch - 22.09.10 - 10:33 Uhr
Ganz ehrlich: warum sollte ihr Mann denn alle Hebel in Bewegung setzen, um dorthin zu kommen?
Hätte der Arbeitgeber vertragsgemäß gezahlt, wäre das Problem nicht entstanden.
Ich finde es ganz richtig, dass so ein Verhalten direkte Konsequenzen nach sich zieht. Kein Gehalt = kein Spritgeld = nicht zur Arbeit kommen.
Die Familie hat durch die Insolvenz der vorherigen Firma schon gelitten und scheinbar ist der Mann wieder einem AG "zum Opfer gefallen", der versucht, seine AN auszubeuten.
Irgendwann ist für jede Familie die Grenze der Zumutbarkeit erreicht.
Beitrag von oberpfaelzerin - 22.09.10 - 10:41 Uhr
Hallo,
doch wir werden alle Hebel in Bewegung setzen um dahin zu kommen. Bleibt uns ja nix anderes übrig. Da wollte ich NIE im Leben hin 
Ihm blieb ja nix anderes übrig. Der Tank vom Auto ist so gut wie leer und der Weg in die Arbeit ist einfach immerhin gut 50km.
Ich bin so sauer. Weiß nicht mal, wie und was ich morgen zum essen auf den Tisch bringen soll. Hab zwar noch Vorräte, aber es mangelt an allem frischem 
Gruß
o.
Beitrag von sassi31 - 22.09.10 - 15:29 Uhr
"Ganz ehrlich: warum sollte ihr Mann denn alle Hebel in Bewegung setzen, um dorthin zu kommen? "
Weil ein ausstehender Lohn nicht dazu berechtigt, die Arbeit einfach niederzulegen. Auch, wenn das unlogisch erscheint, ist es dennoch so.
Beitrag von vwpassat - 22.09.10 - 11:13 Uhr
Und was soll das bringen?
Der AG scheint ein notorischer Lügner zu sein, wenn die Geschichte so stimmt.
Beitrag von oberpfaelzerin - 22.09.10 - 11:20 Uhr
Hallo,
da sind wir ja leider auch schon am Limit. Meine Eltern haben auch nicht viel und haben uns echt schon geholfen. Wenn ich nur wüsste, wie ich es ihnen zurückzahlen soll.
Das der AG ständig seine AN belügt ist inzwischen bekannt. Ist auch hinreichend im Netz zu finden. Leider hat man uns das erst gesagt, als es zu spät war 
Und ja, das ist genauso vorgefallen
Beitrag von vwpassat - 22.09.10 - 12:08 Uhr
Ich glaub das schon.
Habt Ihr eigentlich keinen Fahrtkostenzuschuss bei der ARGE beantragt?
Ist die ARGE bereits informiert über das Ganze?
Beitrag von oberpfaelzerin - 22.09.10 - 12:11 Uhr

Nein, was ist das?
Wir haben inzwischen mit dem Callcenter telefoniert. Da wurde uns mitgeteilt, dass wir innerhalb der nächsten 48 Stunden einen Rückruf erhalten. Und das es gar nichts bringt, da aufzutauchen, da die einen ohne Termin nicht dran nehmen.
Gruß
o.
Beitrag von kruemlschen - 22.09.10 - 11:42 Uhr
ich mein doch zur ARGE und nicht zum AG, sonst hätte ich meinen Beitrag unter das Ursprungspost gesetzt
Beitrag von berta.in.schwarz - 22.09.10 - 11:55 Uhr
Beitrag von manavgat - 22.09.10 - 10:56 Uhr
Ruf den örtlichen Pfarrer/Pfarrerin an und bitte um Hilfe!
Alles Gute
Manavgat
Beitrag von oberpfaelzerin - 22.09.10 - 10:58 Uhr
Also betteln wollte ich nicht gehen 
Der war schon so nett und hat uns erstmal den KiGa-Beitrag gestundet
Beitrag von manavgat - 22.09.10 - 11:58 Uhr
Also:
hätte ich nichts zu essen im Haus, ich würde!
mit "betteln" hat das nichts zu tun.
Pfarrer haben Spendengelder und was viel wichtiger ist, viele ehrenamtliche Helfer, die dann eben dafür sorgen, dass man zur ARGE kommt!
Gruß
Manavgat
Beitrag von berta.in.schwarz - 22.09.10 - 11:57 Uhr
Und dann betet er ein Ave maria und alles wird gut?
Was "um Himmels Willen" hat jetzt die Kirche damit zu tun?
Spendengeld sammeln?
