tagesmutter die 2.

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Beitrag von banane2008 - 24.09.10 - 23:13 Uhr

ich hab nochmal eine frage zur tätigkeit als tagesmutter...

empfiehlt es sich eher über das jugendamt als tagesmutter zu arbeiten oder eher privat?

lg christiane

Beitrag von arienne41 - 25.09.10 - 07:58 Uhr

Hallo

Ich hab auch ne Frage

Wieviele Diskussionen öffnest du noch

Beitrag von banane2008 - 25.09.10 - 14:34 Uhr

glkaub so ne antwort kann man sich sparen, oder?

wozu gibts denn hier ein forum...solche dummen menschen wie dich brauch die welt net!!!

Beitrag von a79 - 25.09.10 - 11:22 Uhr

Hallo,

erstmal solltest Du Dich vielleicht informieren, wie bei Euch in der Gegend die Ausbildung zur Tagesmutter aussehen muss, damit Du überhaupt eine Pflegeerlaubnis beim Jugendamt beantragen kannst.
Ich bin nicht sicher, wie es derzeit geregelt ist aber Deine Logopädenausbildung hilft Dir zumindest nicht weiter. Du mußt eine Weiterbildung zur Qualifikation in der Tagespflege machen. In manchen Gegenden werden Basiskurse von 80stündigem Umfang angeboten, auf die man dann noch einen weiteren Kurs von 80 Stunden aufsetzen muss, manchmal werden auch 160stündige Kurse angeboten.
Bei uns war es so, dass ich den Kurs über 160 Stunden bei der VHS machen konnte, hinzu kamen noch 80 Stunden Praktikum (am besten bei einer niedergelassenen Tagesmutter, Krippe oder Kindergarten geht aber auch) und ein Erste-Hilfe-Kurs am Kind.
Wenn Du das alles hast, kannst Du eine Pflegeerlaubnis beim Jugendamt beantragen. Dazu brauchst Du von Dir und allen in Deinem Haushalt wohnenden Personen über 18 ein Führungszeugnis. Dann kommt jemand bei Dir vorbei, der sich die Räumlichkeiten anschaut und dann auch bestimmt, für wie viele Kinder Du eine Pflegeerlaubnis bekommen kannst.
Was die Kosten angeht, das ist in jedem Bundesland und jeder Region total verschieden. Ich habe meinen Kurs in Niedersachsen im Kreis Soltau-Fallingbostel gemacht. Er kostete mich 400Euro, von denen aber 200 von einer Organisation, die Frauen im Beruf fördert, übernommen wurde und 200 Euro hätte das Jugendamt übernommen, wenn ich mich verpflichtet hätte, zwei Jahre als Tagesmutter zur Verfügung zu stehen...soviel zum Selber bezahlen...

Das Jugendamt bezahlt insgesamt eher bescheiden. Meistens läuft es so, dass die Tagesmütter zwischen 2,35 (glaube ich, bin nicht sicher) und 4,20 (so ist es hier in Kerpen) pro Stunde vom Jugendamt bekommt, wenn sie einen höheren Stundenlohn haben möchte, kann sie sich entweder von den Eltern die Differenz zuzahlen lassen oder eben in Form von Essensgeld, Bastelgeld etc. zusätzlich berechnen (von den Eltern).
Da man jetzt aber die Einnahmen für Tageskinder auch versteuern muss, wird man damit sicher nicht reich. Es ist viel Idealismus dabei und man hat eben auch viel Arbeit, da der Arbeitsplatz eben zu Hause ist und man alles unter einen Hut bringen muss, die eigenen Kinder, Haushalt und die Flexibilität, die von Dir als Tagesmutter erwartet wird.
Trotzdem kenne ich zwei Tagesmütter, die von ihrer Arbeit tatsächlich leben (können) bzw. sich damit zumindest ein gutes Taschengeld dazuverdienen.

Bitte informiere Dich vorher gründlich bei den zuständigen Ämtern, sprich evtl. mit anderen Tagesmüttern und mache Dir ein gutes Bild von Nachfrage und Angebot in deiner Gegend.

LG und viel Erfolg!

Andrea, die sich jetzt für ein Studium der Pädagogik der Kindheit und Familienbildung entschlossen hat;-)

Beitrag von banane2008 - 25.09.10 - 14:38 Uhr

vielen dank für die ausführliche antwort, das hat mir schon mal viel weiter geholfen!!!

Beitrag von dany2308 - 25.09.10 - 19:46 Uhr

Hallo Christian,

bei uns in Bayern ist es so, dass jede Tagesmutter sich selbst versichert, selbst Steuern abführt etc.

Sie kann selbst entscheiden, ob sie (auch bei Kindern, die ihr übers Jugendamt vermittelt werden) zu deren Satz arbeitet oder was extra verlangt.

Ich habe z.B. meine Tagesmutter zwar übers Jugendamt gefunden, zahle sie aber privat und habe auch einen privaten Vertrag mit ihr.

Wenn es über das JA laufen würde, würden die ihr den üblichen Pflegesatz zahlen (und von uns zurückfordern, da wir über den Einkommensgrenzen liegen), und wir würden die Differenz direkt an die TM zahlen.

Erkundige dich einfach mal, wie das bei euch so ist.

Unsere Tagesmutter verdient übrigens nicht schlecht, allerdings gibt es hier insgesamt zu wenige Betreuungsplätze und unsere TM arbeitet auch ganztags mit sehr flexiblen Betreuungszeiten. Ein echter Vollzeitjob eben, halt nur daheim.

Liebe Grüße,
Dany

Beitrag von caro300 - 26.09.10 - 07:42 Uhr

Hallo Christiane,

ich habe über das Jugendamt als Tagesmutter gearbeitet. Das hat erstmal den Vorteil, dass du deinem Geld nicht hinterher rennen musst und die Eltern nur einen geringen Teil selber zahlen müssen.

Bevor man fürs Jugendamt tätig sein kann, muss man verschiedene Kurse besuchen. Meine Qualifizierung zur Tagesmutter musste ich selber bezahlen, damals 400 Euro. Dann wird durch das Jugendamt noch geklärt, ob du und wie viele Kinder du betreuen darfst. Danach bekommt man eine Pflegeerlaubnis für bis zu 5 Kindern.

Man erhält pro Kind einen festen Betreuungssatz vom Jugendamt der im Monat zwischen 350 und 500 Euro liegen kann. Das variiert von Bundesland zu Bundesland.

Früher war man als Tagesmutter noch familienversichert, heute ist man es nicht mehr. Die Krankenkassen verlangen eine selbsständige Versicherung, dass sind ca. 170 Euro im Monat, dazu kommt andere Versicherungen, die ich jetzt aber nicht genau weiß. Du bist steuerpflichtig.

Es kann passieren, dass man am Ende des Jahres vom eingenommen Geld eine kräftige Rückzahlung ans Finanzamt hat und das dann wesentlich weniger rüber kommt als man denkt. Besonders wenn man noch einen Ehemann hat, der vielleicht gut verdient.

Ich habe nur kurz als Tagesmutter gearbeitet und es hat mir mit den Kindern viel Spaß gemacht. Aber es sind nicht nur die Kinder, die man betreut, sondern auch die Eltern. Da können die Ansichten manchmal weit auseinander gehen. Man muss also von der Persönlichkeit her viel Toleranz mitbringen und sehr offen sein. Privates und Berufliches vermischen sich sehr.

Hoffe, ich konnte ein paar Infos geben.

LG
Carola