Hallo!
Also ich fang mal einfach an. Ich habe zwei abgeschlossene Berufsausbildungen. Im ersten Beruf (Zahnarzthelferin) darf ich nicht mehr arbeiten, also hab ich eine zweite Ausbildung gemacht.
Meine zweite Ausbildung zur Bürokauffrau (schulisch) habe ich mit "gut" (einem Punkt an "sehr gut" vorbeigerauscht) abgeschlossen.
Jetzt wurde ich
und war zwei Jahre zu Haus und seit einem Jahr intensiv auf Arbeitsuche.
Aber - niemand möchte mir eine Chance geben. Ich kann (je nach Anfahrtsweg) Vollzeit arbeiten. Kita hat von 6 - 18 Uhr offen. Mein Mann arbeitet im Schichtdienst, so dass ich zumeist für das Bringen und Holen unserer Tochter zuständig bin.
Ich werd zwar zu Gesprächen eingeladen und mir wird auch oft Hoffnung gemacht, aber niemals kommt es zur Einstellung. 
Ich versauere hier zu Haus. Ich hab mich auch schon auf Teilzeitjobs und Minijobs beworben, aber da ist es ebenso...
Wie habt ihr es geschafft wieder Teil der Gesellschaft zu werden?
Ach menno ich bin momentan echt an so einem Tiefpunkt wo ich echt keine Lust mehr hab morgens auf zu stehen. 
Danke für´s ausheulen und noch ein schönes WE wünscht babysun
Was mache ich nur falsch?!
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Beitrag von babysun1978 - 25.09.10 - 22:34 Uhr
Beitrag von devadder - 25.09.10 - 23:24 Uhr
Also als erstes, es interessiert kaum einen Arbeitgeber, dass Du zwei Ausbildungen gemacht hast, höchstens, warum Du in dem einen Beruf nicht mehr arbeiten kannst. Wir wissen nicht warum, wenn es gesundheitliche Probleme sind, stellt sich die Frage, ob ein Arbeitnehmer vielleicht befürchtet, dass sie auch in diesem Job akut werden können?
Zweitens, hast Du Berufserfahrung im zweiten Job, das geht aus Deinem Beitrag nicht hervor. Falls nicht, oder falls die Pause zu lange ist, ist das auch ein Grund. Jetzt suchst Du gerade mal ein Jahr und willst schon den Kopf in den Sand stecken? Da kannst Du jetzt vielleicht Leute verstehen, die im ALG2 Bezug sind, weil zum Beispiel die Firma zugemacht hat. So schnell sind die 12 Monate des ALG1 Bezuges rum. Was wollen da Leute sagen, die mit über 40 und einer Schwerbehinderung in einem Technischen Beruf arbeitslos werden? Die haben gar keine Chance mehr. Also lass den Kopf nicht hängen, es gibt schlimmeres. Kannst ja auch so lange Dein Kind selbst betreuen und Dich direkt in die Gesellschaft stürzen, sprich Einrichtungen und Spielplätze aufsuchen und kommunikativ tätig werden. Vielerorts werden auch Gruppen angeboten die sich mit ihren Erfahrungen über die Stellensuche oder Arbeitslosigkeit austauschen.
Beitrag von babysun1978 - 27.09.10 - 20:12 Uhr
Hallo!
Den ersten Beruf konnte ich aus gesundheitlichen Problemen nicht mehr ausführen, das stimmt so. Berufserfahrung im zweiten Job habe ich kaum, wie denn auch wenn man keine Chance bekommt?
Das heißt nicht dass ich meinen Kopf in den Sand stecken will, sonst würde ich ja nicht an der Stelle weiter machen.
Ich bin auch aktiv mit meinem Kind, aber das ersetzt mir nicht den Job oder auch Gespräche wo es eben mal nicht um die Kinder geht, sondern um "Ewachsenenthemen".
So what, ich werd also weitermachen und den Kopf nicht hängen lassen.
Beitrag von hedda.gabler - 25.09.10 - 23:25 Uhr
Hallo.
Das Problem ist einfach, dass es Bürokaufleute wie Sand am Meer gibt, davon viele spezialisiert und regelmäßig weiter gebildet.
Du hast keine Berufserfahrung (oder kaum, wenn ich es richtig verstanden habe) und dazu noch eine schulische Ausbildung, die einfach nicht so anerkannt ist, wie eine betriebliche Ausbildung (was mich persönlich auch nicht wundert, wenn ich mir Teilnehmerinnen ansehe, die ich als Dozentin in "Hart IV"-Maßnahmen hatte, und die eine solche schulische Ausbildung hatten und noch nicht einmal ordentlich schreiben konnten).
Ich kann Dir nur raten, dass Du Dich kräftig fortbildest ... z.B. im Bereich Buchführung/Finanzbuchhaltung. Entweder privat oder über einen Bildungsgutschein (müsstest Du mal mit dem Arbeitsamt reden, auch wenn Du keine Leistungen erhältst).
Ansonsten wird es schwer für Dich, im kaufmännischen Bereich einzusteigen.
Gruß von der Hedda.
Beitrag von babysun1978 - 27.09.10 - 20:15 Uhr
Hallo Hedda!
Ja das mit den Fortbildungen ist echt ne super Sache. Leider komm ich an der Stelle nicht weiter, da verschiedene Institutionen nicht in der Lage sind zu klären, wer für mich zuständig ist.
Ist alles noch in der Schwebe. Privat fortbilden ist momentan finanziell nicht machbar.
Beitrag von kapdergutenhoffnung - 26.09.10 - 08:52 Uhr
Die erste Hürde (Einstellungsgespräch) scheinst du ja zu nehmen.
Liegt es vielleicht an der Art wie du dich bzw. deine Arbeitsleistung verkaufst?
Weist du den Arbeitgeber evtl. auf deine vermeintlichen Schwächen (wenig Berufserfahrung etc.) hin?
Trittst du zu unsicher auf?
Gehst du zu unvorbereitet zum Vorstellungsgespräch?
Vielleicht solltest du mal ein Bewerbungstraining besuchen oder das lässt sich eigentlich auch ganz gut mit Freunden / Familie trainieren.
Druck dir im Internet die gängigen Fragen aus, übe die Antworten, damit sie flüssig kommen. Kennst du deinen Lebenslauf bis ins kleinste Detail? Es gibt immer wieder Leute, die das nicht wissen.
Kennst du die Firma genau?
Beitrag von babysun1978 - 27.09.10 - 20:22 Uhr
Hallo!
Ja mich selbst einzuschätzen, wie ich bei Gesprächen wirke, ist verdammt schwer.
Ich gehe niemals unvorbereitet in ein Gespräch, schaue mir die Präsenz der Firma (sofern vorhanden) auch an, damit ich weiß mit wem ich es zu tun habe.
Das Ausdrucken der gängigen Fragen ist eine gute Idee, die werde ich gleich mal in die Tat umsetzen.
Vielen Dank!
Beitrag von bruchetta - 26.09.10 - 10:15 Uhr
Die Einladung zum Vorstellungsgespräch ist eine große Hürde, die Du bereits öfters genommen hast.
Warum wird dann immer jemand anders eingestellt?
Daran mußt Du arbeiten!
Beitrag von babysun1978 - 27.09.10 - 20:23 Uhr
Warscheinlich an der fehlenden Flexibilität und der mangelnden Berufserfahrung. Da kann ich schlecht was dran ändern.
Beitrag von sassi31 - 26.09.10 - 15:50 Uhr
Hallo,
das Problem liegt eigentlich auf der Hand. Du hast deine Ausbildung zur Bürokauffrau nur schulisch gemacht und keinerlei Berufserfahrung. Zusätzlich hast du noch ein Kind und viele AG stellen sich da immernoch an.
Bürokaufleute gibt es ohne Ende. Und wenn sich dann jemand auf die gleiche Stelle bewirbt, aber erheblich mehr Erfahrungen hat und evtl. auch noch Weiterbildungen gemacht hat, wird der Bewerber natürlich vorgezogen.
Gruß
Sassi
Beitrag von jill1976 - 26.09.10 - 18:21 Uhr
Hallo
Bitte nicht falsch verstehen...ist auch nicht böse gemeint :Ich hätte ein Problem damit,mein Kind 12 Stunden im Kiga zu lassen .Was ist denn mit Teilzeit? Ich werde meine Tochter auch über Mittag im Kiga ab Oktober lassen .Von 7.30. -14.00Uhr.DAS find ich schon lange genug für ein Kind aber dann hat sie noch ein paar Stunden was von mir.
Ich arbeite von 7.45. bis um 12.00....2 mal die Woche auch bis 13.30..
LG jill
Beitrag von babysun1978 - 27.09.10 - 20:26 Uhr
Hallo jill!
Nein natürlich möchte ich mein Kind nicht 12 Stunden im KiGa lassen. Aber in dieser Zeit könnte ich eben arbeiten, auch Vollzeit.
Ich bewerbe mich natürlich auch auf Teilzeitstellen, also alles von 15 Stunden (erst mal damit ich raus komme und Erfahrungen sammeln kann) bis hin zu 40 Stunden.
LG babysun
