Alg 2 Erhöhung - Pläne der Regierung

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Beitrag von seikon - 26.09.10 - 20:04 Uhr

Kam grad in der Tagesschau.

Der Alg 2 Regelsatz soll für Erwachsene um 5 Euro angehoben werden auf 364 Euro. Für Kinder sollen die Sätze unverändert bleiben.

Beitrag von zuckerschneggle - 26.09.10 - 20:08 Uhr

Auszug :

Kanzlerin Merkel betont stets, dass alle Bürger am Aufschwung teilhaben sollen. Die 612 Bundestagsabgeordneten scheinen ein bisschen mehr davon zu profitieren. Bis Anfang 2010 soll ihre Entschädigung stufenweise um 820 Euro auf 8159 Euro im Monat steigen, wie Union und SPD bestätigen. Bis zum vergangenen Dezember waren es noch 7009 Euro – satte 16 Prozent Aufschlag oder über 1000 Euro mehr in zwei Jahren.
Bereits zu Beginn dieses Jahres konnten sich die Abgeordneten über die erste Ausschüttung freuen, als ihre Diäten um 330 Euro auf derzeit 7339 Euro im Monat angehoben wurden. Ab kommendem Jahr werden diese in einem zweiten Schritt dann um weitere 607 Euro steigen .....

und hier kann man alles dazu Nachlesen

http://www.welt.de/politik/article1970708/Wie_deutsche_Parlamentarier_sich_selbst_bedienen.html

Beitrag von cherry19.. - 26.09.10 - 20:22 Uhr

Die für Kinder sollen normal eigentlich um 12 EUR geringer ausfallen. Machen sie aber nicht, jedoch wird dies mit etwaigen Steigerungen in folgenden Jahren verrechnet.



Beitrag von elli2803 - 27.09.10 - 01:12 Uhr

Soviel dazu das die Sätze für Kinder zu niedrig und verfassungswidrig sind. Sich selbst aber immer schön das Geld erhöhen. Da kann man echt das kalte Ko.... kriegen.

Beitrag von king.with.deckchair - 27.09.10 - 09:11 Uhr

Das Verfassungsgericht hat NICHT geurteilt, die Sätze seien zu niedrig.

Auch wenn ich selbst diese Erhöhung für einen schlechten Witz halte - bitte richtig infomieren, gell?!

Beitrag von elli2803 - 27.09.10 - 16:38 Uhr

Dann habe ich es vor einigen Monaten falsch mitbekommen und nehme alles zurück :-)

Beitrag von dani11978 - 27.09.10 - 06:59 Uhr

Wer erhöht den Lohn von den Leuten, die arbeiten gehen? :-[

Beitrag von ppg - 27.09.10 - 07:50 Uhr

Na jetzt wohl keiner mehr!

Wäre das ALG II angestiegen, hätten die Löhne im unteren Bereich auch anhebung erfahren.

Da wir aber durch Wegfall der Heizkosten und der RV eine faktische Senkung des ALG II erleben, wird Dein Lohn real auch sinken.

Genau das ist ja die Crux der ganzen Geschichte, gerade Niedriglohnempfänger sprechen sich immer wieder für Senkungen und Kürzungen beim ALG II aus, und sägen damit an dem Ast auf dem sie selbst sitzen. So läuft hier seit Jahren die Politik und Medienberichterstattung: da wird Arm gegen noch Ärmer aufgehetzt.

Ute

Beitrag von anja676 - 27.09.10 - 08:49 Uhr

"Wäre das ALG II angestiegen, hätten die Löhne im unteren Bereich auch anhebung erfahren."

Das sagt Dir Deine Glaskugel? #augen

Beitrag von ppg - 27.09.10 - 10:30 Uhr

Nein der gesunde Menschenverstand: Sichwort Lohnabstandgebot und die Tatsache , das sich Warenkorb im ALG II an den Ausgaben der Niedriglohnempfänger orientiert.

Schau mal bei Fokus und Spiegel online rein - da wurden die Zusammenhänge am letzten Wochende klar erläutert

Ute

Beitrag von anja676 - 27.09.10 - 22:15 Uhr

Ich bin regelmäßige Spiegel-Leserin. ;-) Zum Focus werde ich mich nicht äußern.

Es gibt genügend Klein- und Kleinstbetriebe, die es sich bei den Lohnnebenkosten schlicht nicht leisten können, die Gehälter zu erhöhen. Auch, wenn sie das gerne würden. Woher sollen denn genau diese Betriebe, das Geld nehmen, um "mal eben schnell" die Gehälter dem angepaßten Hartz 4-Satz anzupassen? So funktioniert das auf jeden Fall nicht, auch wenn ich das klasse finden würde.

Anja

Beitrag von manavgat - 28.09.10 - 10:00 Uhr

Das ist Unfug.

Wir haben hier einen Unternehmer der gerade einen "Verkaufspalast" gebaut hat. Und der hat ein paar Häuser...

Ich habe mich mal erkundigt, was der so zahlt, seinen Verkäuferinnen. Was glaubst Du?

6! großzügige Euro brutto. für eine gelernte Kraft.

Wenn ich Unternehmer bin und den Mindestlohn nicht zahlen kann, dann bin ich ein schlechter Unternehmer oder raffgierig. Wenn ein solches Unternehmen nicht existieren würde, dann hätten andere die vernüftig wirtschaften können eine Chance auf dem Markt.

Beispiel: einer meiner Konkurrenten zahlt seinen Lehrern die Hälfte dessen an Honorar, was ich bezahle. Im VK liegt dieser Konkurrent 8 % unter meinen Preisen. Jetzt habe ich die Wahl: mache ich das Spiel mit? Ich hätte nichts dagegen, wenn der freiwillige Satz auf den die Unternehmen der Weiterbildung sich geeinigt haben, allgemeinverbindlich wären, da liege ich nämlich immer noch weit drüber.

Gruß

Manavgat

Beitrag von nele27 - 27.09.10 - 09:01 Uhr

Mein AG zum Beispiel #aha und zwar nicht um 5 Euro, da würde ich ja je nach Inflationsrate Verluste machen.

Man kann schlecht allgemein von "den Leuten, die arbeiten" sprechen - das kommt doch ganz auf den Einzelfall an.

LG, Nele

Beitrag von demy - 27.09.10 - 09:27 Uhr

Mein Arbeitgeber?

Kann mich zumindestens nicht beklagen, da ist mein AG eigentlich ganz Fair!

Gruß
Demy

Beitrag von ppg - 27.09.10 - 08:05 Uhr

Zitat:
16 Cent am Tag, für die Kinder gibt es nichts! Der Fehler liegt nicht bei den Arbeitslosen, der Fehler liegt bei den niedrigen Löhnen.
Diese niedrigen Löhne belasten den Sozialetat und sind nichts anderes als Lohnsubventionen, man darf nicht vergessen, dass viele Arbeitnehmer so geringe Löhne erzielen, dass sie zum Aufstocken geschickt werden. Deshalb gehört die Unterstützung für Aufstocker gar nicht in den Sozialetat, sondern in den Wirtschaftsetat.
Ich glaube kaum, dass die Mehrzahl der Unternehmen Konkurs anmelden müssten, wenn sie es sich angewöhnen würden, faire Löhne zu bezahlen, stattdessen möchte man hier gern mit Rumänien konkurrieren.
Viele, die hier lustig nach unten treten, haben nicht begriffen, dass sie sich selbst schaden, denn die Devise muss heißen: Höhere Löhne, damit der Lohnabstand wieder stimmt, dass spült auch mehr Geld in den Staatssäckel u. in die Sozialversicherungen.
Bald jeder 4. vegetiert im Niedriglohnbereich, das ist der Wahnsinn!
Regulär Beschäftigte werden freigesetzt und dann als Zeitarbeiter wieder eingestellt mit Verlusten bis zu 400,00€ netto. Hier liegt der Missstand.

Von der Kohle die den Pleite Bankern und Pleite Grischenland in den Popo geblasen wird wollen wir hier gar nicht reden. Und auch nicht von der schon angesprochenen Diätnerhöhung.

Ich frage mich wirklich, was noch pasieren muß, bevor dem deutschen Michel einfällt, wer hier eigentlich das Volk ist.

Ute

Beitrag von night_wish - 27.09.10 - 09:42 Uhr

DAS IST DER NEUE HARTZ-IV-WARENKORB:

Lebensmittel, alkoholfreie Getränke 128,46 Euro
Freizeit, Kino etc. 39,96 Euro
Telefon/Internet 31,96 Euro
Bekleidung 30,40 Euro
Energie 30,24 Euro
Haushaltsgeräte 27,41 Euro
Sonstiges, z.B. Friseur 26,50 Euro
Verkehr 22,78 Euro
Gesundheitspflege 15,55 Euro
Gaststätte 7,16 Euro
Bildung 1,39 Euro
angen. Teuerungsrate 2,19 Euro
Summe: 364,00 Euro
Quelle: BMAS

Für alle Kinder von Hartz-IV-Empfängern gibt es künftig zusätzlich zum Regelsatz ein „Bildungspaket“. Es umfasst u. a. Ausgaben für Schulbücher, Tagesausflüge, Sportverein etc., bei Bedarf auch für Schulmittagessen, Nachhilfeunterricht. Pro Kind sind mindestens 250 Euro/Jahr vorgesehen, die zunächst als Gutscheine von den Jobcentern ausgegeben werden sollen.

:-[ So gut geht es manchen die arbeiten gehen nicht !!! :-[

LG

Beitrag von ppg - 27.09.10 - 10:33 Uhr

So gut geht es manchen die arbeiten gehen nicht !!!


Ja, darum brauchen wir Arbeit, die auskömmlich bezahlt wird, und nicht noch weiteres Absenken des Existenzminimums - dann haben die in Arbeit nämlich noch weniger wie heute.

Ganz klar: Der Mindestlohn muß her.

Ute

Beitrag von cherry19.. - 27.09.10 - 12:28 Uhr

Essen und Trinken für knapp 130 EUR?
Mach das mal!

Freizeit/Kino kannste knicken, weil das angesetzte Geld eindeutig zu Lebensmittel und Getränken genommen werden muss. Zumindest bei denen, die nicht nur faule Sachen von der Tafel essen möchten, sondern ein wenig versuchen, sich trotzdem gesund zu ernähren. Was nutzt ein kranker und energieloser Mensch, der dann null einsetzbar ist.

Telefon/Internet: find ich auch wichtig. Flat kostet 30 EUR. Ist angemessen. Denn der arbeitslose soll ja auch vn daheim aus, seinen Verpflichtungen der Arbeitssuche nachkommen können.

Bekleidung 30 EUR. Nunja. Was bekommst du dafür? Vor allem wenn Wetterumschwünge sind, wie jetzt? Klar, kannst im KIK einkaufen. Dann brauchst du aber jeden Monat was neues, denn das hält ja nix. Kaufst du im C&A oder H§M, dann bekommst du für das Geld vielleicht 1 Pulli, der auch mal den ganzen Winter hält. Dann brauchst du aber noch Schuhe, ne Jacke, ab und an mal ne Hose. Reicht bei Weitem nicht. Oder reichen dir da 30 EUR? Wenn man das natürlich wieder aufs Jahr rechnet, ist es schon was. Jedoch werden diese 30 EUR auch meist eher zu Lebensmittel gezogen, damit was ordentliches auf dem Tisch steht.

Energie 30 EUR. Lächerlich. Sorry!

Haushaltsgeräte 27 EUR. Nunja. Das ist meiner MEinung nach ok. Kann man sich ja immer zur Seite packen udn hoffen, dass eben die Waschmaschine noch 2 Jahre hält. Wenn nicht, hat man halt Pech und wäscht mit den Händen. Oder Kühlschrank oder Herd. Das ist ne komische Rechnung. Ich denke eher, dass hier einfach Gutscheine gestellt werden sollten für gebrauchte Geräte, sofern jemand sie benötigt.

Frisör und sonstiges. Nunja. geh mal zum Frisör. Da reichen 26 nicht aus. und für Sonstiges bleibt nix übrig.

Verkehr 22,78 EUR find ich mal in Ordnung.

Jetzt kommen wir zu meinem Favorit. Gesundheitspflege 15,55 EUR. Nunja. Aber was soll man da machen?
Wären die Gelder für Lebensmittel höher, bräuchte man den Part evtl. sogar gar nicht, denn eine gesunde Ernährung is eigentlich ok.
Jedoch gibt es LEute, die brauchen Physiotherapie, Medikamente. Wenn ich da an mich denke. Ich habe ne chronische Erkrankung und brauch mind. 2mal im Monat mein Medikament. Dazu die Praxisgebühr. Lächerlich.

Gaststätte: 7 EUR. Kannste gleich daheim bleiben.

Aber für Bildung satte 1,26. Wenn man da nicht verblödet, weiß ich auch nicht. Da is ja nicht mal ein tolles Buch drin im Monat. Da darfste zwei Jahre sparen, um dir mal ordentliche Lektüre zu kaufen oder gar 10 Jahre sparen, um mal nen Kurs zu belegen.

Ich persönlich finde es einedeutig zu niedrig.

Wo ist hier das Auto, was vorausgesetzt wird? Sollst ja flexibel bleiben. Wo ist hier Versicherung fürs Alter. Wie soll man vorsorgen?

Klar, man soll sich kein fettes Leben mit dem Geld machen können, jedoch sollte man leben können und nicht vor sich hinvegetieren.

Und ich gebe Ute vollkommen recht:
Nicht die ALGII-Beiträge sind zu hoch, sondern die Löhne sind zu niedrig. Der Staat soll sich schämen, Leute auf Niveau des Existenzminimus arbeiten zu lassen und sich dabei noch auf die Schulter klopfen, die Aufstockung eingeführt zu haben. Wie fühlen sich die arbeitenden Leute da? Müssen zum Amt, um aufzustocken, obwohl sie Vollzeit schaffen. Unglaublich. Und das wird immer schlimmer.

Aber so schaffen sie es, die Klufft zwischen Arbeitslosen und Arbeitenden immer weiter auseinander zu treiben. Hier gibts keinen Zusammenhalt mehr, sondern nur noch Gemecker auf Leute, die eigentlich Stützen bräuchten. Wie schlimm ist es geworden, dass sich jemand in Grund und Boden schämen muss, Leistungen zu beziehen, obwohl er alles dran setzt, dem aus dem Weg zu räumen! Es sieht keiner Bewerbungsbemühungen, es sehen viele dann nur: Der arbeitet nicht. Der ist selber Schuld. Dem gehts ja saugut mit AlgII.

Einfach nur Unglaublich.

Den Part Tabak und Alkohol rauszunehmen, finde ich schon fast frech. Wer nimmt sich das Recht, einem Mensch Vorschriften darüber zu machen, was er darf und was nicht. Es sollten Dinge des täglichen Lebens in leichter Form abgedeckt werden. Dinge, die eben dazu gehören zum Leben. Ich selber rauche und trinke nicht, daher ist es mir freilich egal vom Prinzip her. Und von den 18 EUR hat sich sicher keiner totgesoffen oder die Lunge kaputt gequalmt. Da hat sich einer mal ne Zigarette abends "gegönnt" und einmal im Monat mal n Fläschchen Wein. Was für AlgII-Empfänger aber auch! Was der sich wagt!


So, genug ausgekotzt. Eigentlich Schwachsinn, denn ändern werden viele ihre Meinung eh nicht. Dabei ist es so einfach. Wie Ute auch schrieb: Der Mindestlohn muss her. Leute, die schaffen, müssen einfach nur besser bezahlt werden. Der Staat kann es ändern. Und sollte es auch.

Beitrag von windsbraut69 - 27.09.10 - 12:47 Uhr

Du hast aber komische Ansprüche und Kosten...
Warum reichen denn 130 Euro nicht für Lebensmittel und 26 Euro nicht für Frisörbesuche?
Klamotten mußt Du umrechnen, 30 Euro im Monat sind 360 Euro pro Jahr, davon kann man doch Garderobe kaufen, zur Not eben gebraucht...

Gruß,

W

Beitrag von cherry19.. - 27.09.10 - 13:15 Uhr

Nunja. 130 EUR wären, sofern der Monat 4 Wochen hat, gerade mal 32,50 EUR in der Woche für Essen und Trinken. DAS soll reichen? Klar, wenn man eben Fleisch ganz und gar weg lässt und Gemüse aus der Dose isst. Obst kannst du dann aber gleich ganz weglassen. Dann auch nur Wasser trinken und nicht mal Saft oder so.

360 EUR im Jahr für Klamotten? Gebraucht. Nunja. Warum sollen Arbeitslosen denn nur gebrauchte Klamotten zustehen? 360 EUR im Jahr für Klamotten finde ich weiß Gott sehr wenig. Winterschuhe und Sommerschuhe, Sommerhose, Winterhose, Übergangsjacke, Winterjacke, 3 Pullover für den Winter, 4/5 Shirts für den Sommer und evtl. mal noch 2/3 Kleider. DAS für 360 EUR? Gebraucht sicher, aber eben nur gebraucht. Warum muss ein Mensch, der Leistungen bezieht, denn gebrauchte Kleidung tragen. Wären hier nicht evtl. 550 EUR im Jahr irgendwo realistischer?

Was sind da komische Ansichten und Kosten?

Allein beim Essen steh ich da voll und ganz hinter meiner Meinung. Wenn ich nur mal losgehe und 500 g Weintrauben und 500 g Tomaten kaufe, dazu ne Gurke, ein paar Äpfel, ein Brot, Wurst, Käse, Magarine und n 6-er Pack Wasser bin ich locker bei 12 EUR (und da hab ich günstig eingekauft). Da is noch nichts warmes zu Essen dabei. Kein Fleisch, kein Gemüse. Und 30 EUR sollen in der WOCHE reichen?

Was isst du? Ich hau mir gern mal n Putenschnitzel oder zwei in die Pfanne, dazu Brokkolie oder anderes Gemüse. Oder auch gern mal Fisch. Aber den kann ich mir kaum leisten. Bei den Zahlen wär Fisch mal gar nicht drin.

Beitrag von cherry19.. - 27.09.10 - 13:20 Uhr

Ahso. Um nochmal kurz auf den Frisör einzugehen. Waschen, Schneiden, Föhnen kostet bei uns beim "Billigfrisör" 30 EUR für lange Haare. Aber stimmt. Als ALGII-Empfänger sollte man kurze Haare tragen. Da ist der Frisör billiger. So kann wenigstens jeder draußen gleich erahnen, wer bezieht und wer nicht :-p

Und gebrauchte Klamotten machen sich sicherlich auch gut bei Bewerbungsgesprächen. Auch ein ALGII-Empfänger sollte das Recht auf ungetragene ordentliche Kleidung haben, oder?

So mein Schatz (:-p), jetzt muss ich meinen Sohn abholen. Keine Zeit für Ratschen mehr #herzlich

Beitrag von nele27 - 27.09.10 - 13:49 Uhr

Bei meiner Frisörin (keine Billigfrisörin, sondern ganz normal mit Termin und so) kostet Haare schneiden 20 Euro für Frauen, 12 Euro für Männer.

LG

Beitrag von windsbraut69 - 27.09.10 - 16:22 Uhr

Dann wäscht man eben selbst und fönt auch selbst und ist unter 10 Euro dabei....
Ich laß immer nur trocken schneiden, weil ich verrückt werde, wenn ich so lange beim Frisör sitze und das kostet beim "normalen" Frisör gerade mal um die 10 Euro....Da ich aber weiß, wie wenig davon bei der Friseurin hängen bleibt, gleiche ich den Preis übers Trinkgeld gezielt aus - weil ich es mir leisten kann.

Was die Klamotten für Bewerbungsgespräche angeht - man bekommt durchaus gut erhaltene Markenklamotten gebraucht für sehr wenig Geld als auch sonst eben günstige Klamotten neu. Dann muß man eben vernünftige zeitlose Dinge kaufen, die man länger tragen kann.

Gruß,

W

Beitrag von windsbraut69 - 27.09.10 - 16:18 Uhr

Du, ich lese hier täglich, dass 4köpfige Familien mit 50 Euro pro Woche locker auskommen für Lebensmittel und das wird teilweise auch sehr nachvollziehbar vorgerechnet.
In Eurem Fall sind ja noch 2 Kleinkinder da, die sicher weniger essen als ein Erwachsener.

Genau so sehe ich das bei den Klamotten. Wenn man am Existenzminimum leben muß, muß man sich als Erwachsener doch nicht für jede Saison jährlich wieder neu einkleiden, da kann man (mache ich auch und ich beziehe keine Sozialleistungen, sondern verdien ganz gut) durchaus mal ne Jacke oder Schuhe mehrere Jahre lang tragen. Auch gebrauchte Klamotten finde ich nicht unzumutbar, wenn schon jede Saison ne neue Ausstattung angeschafft werden soll. Bei Kindern sieht das anders aus, weil sie wachsen aber da kaufen durchaus auch Leute mit gutem Einkommen gebrauchte Klamotten, weil es einfach vernünftiger ist.

Ich ess keine zwei Putenschnitzel pro Mahlzeit und auch nicht zu jeder Mahlzeit Fleisch oder Wurst. Das ist gesünder und - wenn man eh sehr knapp rechnen muß - auch günstiger. Dann kommt man sicher auch mit 30 Euro pro Nase und Woche aus. ALGII soll ja kein Dauerzustand sein, da finde ich es durchaus zumutbar, auf Preise achten zu müssen und auch saisonale Angebote zu nutzen.
Ne Tüte TK-Fisch kostet bei ALDI übrigens so um die 5 Euro, das reicht locker für ne 4köpfige Familie und liegt mit Kartoffeln und z. B. Spinat durchaus im Budget.

LG



Beitrag von cherry19.. - 27.09.10 - 17:47 Uhr

Es ging hier nicht um mich, sondern um alleinstehende Personen. Dass das mit dem Essen einfacher ist, wenn mehrere Leute im Haushalt leben, versteht sich von selbst.

Nein, man muss sich natürlich nicht für jede Saison neu einkleiden, aber was, wenn man eben genau in der Saison was neues brauch. Man kann doch nicht davon ausgehen, dass Herr X oder Frau Y passende Sachen schon vorher im Schrank haben. Man wird fett, man nimmt ab, Kleidung geht kaputt (gerade, wenn sie billiger war). Schuhe sollte man schon jährlich neu kaufen.

Ich habe nicht gemeint, dass zu jeder Mahlzeit Fleisch oder Wurst her muss. Jedoch sind dies Gewohnheiten eines jeden Einzelnen. Ich finde, dass man hier bei einem Satz für Lebensmittel nicht so rangehen darf, dass man eben kein Fleisch und keine Wurst essen sollte. Wenn du das so machst, ist das natürlich dein Ding. Jedoch gibt es sicher genug Menschen, die ungern auf Fleisch und Wurst verzichten und auch gern einmal nen anderen Fisch als den aus dem Aldi verdrücken würden.

Nehmen wir mal 30 EUR.

Einzelperson:

7 Tage. Das macht also 4,20 EUR am Tag.

Nungut.

Wie ist es da möglich, Gemüse und Obst und Brotaufstrich und Brot zu kaufen und dabei gesund zu leben. Vergiss hierbei die Getränke nicht. Wenn du Zeit und Lust hast, liste mir das mal bitte auf. Am Besten aber nicht für nur eine Woche, sondern mal für 4 Wochen, denn ausgeglichen sollte es ja auch sein.

Eine 4-köpfige Familie, die für Lebensmittel 50 EUR ausgibt. Sei mir nicht böse Maus, aber das find ich lächerlich. Klar, das schaff ich auch. Da gibts aber nur Nudeln und Tomatensoße. Ab und an mal ein Gemüse. Jogurt fällt flach, Obst kannste knicken. Brot dann sicher nur Toastbrot. Dann geht das vielleicht. Ob das im Sinne der gesunden Ernährung ist, ist fraglich. Und behaupte bitte nicht, dass ein Leistungsemfpänger nicht das Recht drauf hat, gesund zu essen.

Ich bin schon Sparfuchs. Keine Sorge. ;-) Außerdem arbeite ich auch nebenbei und mein Mann auch. Von daher bezieh ich diese Dinge nicht persönlihc auf mich, sondern verallgemeiner da eher.

Ich kaufe auch gebrauchte Sachen oder im KIK. Ich geh auch nur einmal im Jahr zum Frisör. Davon mal ab. Mehr kann ich mir auch nicht leisten. Und weißte warum nicht? Weil ich Wert auf gesunde Ernährung lege und Wert darauf lege, mir auch mal Lektüre zu besorgen, die mich ein wenig bildet oder den ein oder anderen Kurs doch noch belegen zu können, wenn meine Motte älter ist. Desweiteren wird von dem Geld noch etwas für die Kinder angelegt. Kino und dergleichen ist nicht drin. Muss auch nicht unbedingt. Aber ich könnt über diesen Posten einfach lachen. Denn welcher AlGII-Empfänger kann es sich von dem Geld leisten 40 EUR für Kino oder dergleichen zu verprassen. Sicher keiner.