Ich kann mir meinen Job nicht leisten...

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von justagirl22 - 05.10.10 - 19:48 Uhr

Hallo,

ich hatte vor ein paar Monaten schon einmal geschrieben, dass ich unbedingt aus meinem alten Job raus will. Nach intensiver Suche und unzähligen Bewerbungen habe ich eine neue Stelle gefunden.
Der Job macht mir auch Spaß und das Arbeitsklima ist toll, aber eigentlich kann ich mir den Job nicht leisten.

Als Vergleich...ich hatte vorher 1300€ netto raus und einen Fahrtweg von ca.20km (einfache Strecke). Jetzt bekomme ich netto 900€ raus und hab einen Fahrtweg von 50km (einfache Strecke).

Ich wusste zwar, dass ich im Gehalt etwas nach unten gehe, aber dass es so drastisch ist hätte ich nicht gedacht, zu mal ja jetzt auch die Fahrtkosten extrem gestiegen sind. Allein meine monatlichen Fixkosten liegen schon über 900€. :-(

Einen 400€ Job hätte ich in Aussicht, aber da es dort nur unter der Woche geht, kann ich diesen von meinem Chef aus leider nicht machen.

Bin grad echt verzweifelt, weil ich jeden Monat mehr in die Miesen rutsche. Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Es ist echt ein toller Job, aber auf Dauer nicht finanzierbar.
Mit meinem Chef hab ich schon geredet, aber am Gehalt lässt sich nichts machen. :-(

LG

Beitrag von frau_e_aus_b - 05.10.10 - 19:55 Uhr

Hallo...

ich kenn mich da nicht so gut aus, aber vielleicht kannst du ja ergänzendes ALG2 beantragen oder Fahrtkostenzuschuss (beim AG?)

LG
Steffi

Beitrag von zwillinge2005 - 05.10.10 - 20:09 Uhr

Hallo,

bei so hohen Fahrtkosten lohnt sich das Eintragen eines Freibetrages auf der Lohnsteuerkarte.

Und an Deinen monatlichen Fixkosten solltest Du was machen. Das kann ja nicht funktionieren.

Ausserdem, warum hast Du Deinen alten Job gekündigt bevor Du wusstest, was Du im neuen verdienst?

LG, Andrea

Beitrag von justagirl22 - 05.10.10 - 20:42 Uhr

Hi,

ich wusste ungefähr was ich im neuen Job verdiene..aber eben nur ungefähr. Bin Branchenfremd und als Quereinsteiger da rein und da mein Gehalt nicht nur Festgehalt ist, sondern auch noch mit Provision wurde das wohl von meinem Chef etwas schön geredet am Anfang.

An meinen Fixkosten kann ich momentan nix ändern...sind noch ein paar Sachen, die halt richtig ins Geld gehen,aber die dann zum Glück Ende des Jahres wegfallen...z. B. Kaution für die Wohnung usw...

Beitrag von wemauchimmer - 05.10.10 - 20:51 Uhr

Bei diesem Verdienst sind solche Fahrtkosten einfach nicht drin. Die werden ja all die kommenden Jahre überproportional weiter steigen.
Du musst also von diesen Kosten runter- entweder Fahrgemeinschaft, oder Jobticket, oder zur Arbeitsstelle hinziehen. Also allgemein haben es Leute in schlecht bezahlten Stellen nicht weit zur Arbeit. Wobei ich weiß ja nicht, ob Deine schlecht bezahlt ist - hängt von den Stunden ab! aber ansonsten würde ich sagen, Du solltest Dich intensivst um eine nährere/besser bezahlte Stelle kümmern. Das geht aus ungekündigter Stellung allemal besser als aus der Arbeitslosigkeit heraus.
LG

Beitrag von ppg - 06.10.10 - 08:42 Uhr

Rechnet man sich sowas nicht VOR Unterzeichnung eines Arbeitsvertrages durch????

Meines Wissens rät sogar die ARGE ausdrücklich vor der Annahme solcher Jobs ab, die einen in die Bedüftigkeit hineinbringen und mir wurde erzählt, das sie in solchen Fällen auch die Unerstüzung (ergänzendes ALG II ) kürzen, wenn man vorher ein auskömmliches Einkommen hatte.

Ute

Beitrag von nele27 - 06.10.10 - 11:28 Uhr

Hi,

die Fahrt ist zu weit im Vergleich zum Verdienst!!

Arbeiten sollte sich ja für Dich auch lohnen, daher würde ich lieber weitersuchen, wenn ein Umzug in die Gegend nicht in Frage kommt.

Für die Zwischenzeit, bis Du was Neues hast, lässt Du Dir am besten einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen.

LG, Nele