Guten tag.
Bin gerade etwas geschockt...vielleicht besser gesagt total bestürzt.
Ich telefonierte gerade mit einer guten freundin. Schon seit längerem kam sie mir so depirmiert vor. Nun waren bei ihr heute die kids ausser haus u mein mann u meine tochter schliefen
von daher konnten wir in ruhe sprechen.
Sie verriet mir, dass ihr man vor 6 jahren seine selbstständigkeit aufgeben musste, weil er keine auträge mehr bekam.
Er versuchte zwar es alleine zu bewältigen, nun ist er aber seit über einem jahr in der insolvenz.
Nun wunderten sie sich warum die nachbarschaft sie irgendwie anders behandelte... keiner hat gelächelt, niemand bleibt kurz stehen um sich zu unterhalten, geschweige denn von den einladungen zu gartenfesten (wohnsiedlung nur mit EFH, sie wohnen im obergeschoss eines EFH) vor allem wurde der vermieter richtig fies, grüßt sie nicht mehr, sachen die vom balkon fallen, werden kommentarlos in den müll geworfen (spielzeug vom sohn) solche sachen halt... Jetzt las sie im netz, dass der vermieter automatisch von einer insolvenz informiert wird.
Ich verstehe das nicht! Sie wohnen dort seit über 10 jahren!!
jetzt werden sie ausziehen müssen, weil sie sich so schrecklich schämen. Meine freundin ist mit den nerven am ende, das tut mir soo leid!
Der ganze ort weiss nun wie schlecht es ihnen geht, ich finde es furchtbar. Ich weiss gar wie ich sie trösten könnte.
Der vermieter wird autom. von der insolvenz informiert?
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Beitrag von sommertraum0884 - 24.10.10 - 16:27 Uhr
Beitrag von misses_b - 24.10.10 - 16:35 Uhr
Hallo!
Ich glaube nicht, das der Vermieter automatisch von der Insolvenz unterrichtet wird. Von wem denn? Und warum?
Ausser, Deine Freundin hat Mietschulden.
Allerdings ist das "schwarze Brett" bei den Amtsgerichten aufgehoben und Insolvenzen sind für alle Welt online auf der Seite des entsprechenden Gerichtes sicht und damit lesbar.
Mit Name, Anschrift usw.
Jetzt umziehen und eine neue Wohnung finden (mit der laufenden Insolvenz) dürfte sehr schwierig werden.
Gruß
misses_b
Beitrag von sommertraum0884 - 24.10.10 - 16:44 Uhr
hmm? warum kann man mit einer laufenden insolvenz nicht umziehen?
nein, sonst haben sie keinerlei schulden, erst gar nicht mietschulden. Wobei, vielleicht weiss ich auch nicht alles. naja... ich musste es nur loswerden, fand es eigentlich unfassbar. So einfach kann man sich das leben völlig zerstören.
Beitrag von misses_b - 24.10.10 - 16:52 Uhr
Hallo!
Natürlich kann man mit einer laufenden Insolvenz umziehen. Allerdings muß man heutzutage diese netten Selbstauskunftsbögen ausfüllen und meist holen sich die Vermieter noch Schufa-Auskünfte ein.
Da dürfte dann meist der Ofen aus sein.
Da hat sicherlich jemand aus der Nachbarschaft mal in die Insolvenzseiten des Gerichtes geschaut.
Oder eben doch Mietschulden (Du sagst ja selbst, Du weißt nicht alles.) Und der Vermieter möchte sie natürlich jetzt schnellstens loswerden.
Gruß
misses_b
Beitrag von sommertraum0884 - 24.10.10 - 17:00 Uhr
Ich finde all das nicht richtig.
Wenn eine firma oder unternehmen (zb. otto versand) bank, oder telefonanbieter oder vermieter sich die auskünfte holen, finde ich es vollkommen richtig!!
Aber dass man es einfach so weitergibt oder gar öffentlich aushängt??? Was ist mit datenschutz??? ich finde es moralisch schrecklich.
Als nächstes hängt die bank meine kontoauszüge an die pinnwand oder wie?? das darf doch nicht wahr sein.
Menschen die sich zig paar hosen u schmuck kaufen, ihre rechnungen nicht zahlen u insolvenz beantragen, finde ich völlig daneben, aber menschen die aufgrund eines schicksalschlages (tod des mitbesitzers, schwerer unfall, naturereignisse, keine ahnung, eben unverschuldet) sowas durchmachen, sind für ihr leben lang keine geschätzten personen mehr. schlimm.
Beitrag von windsbraut69 - 24.10.10 - 17:44 Uhr
Es ist durchaus sinnvoll, dass es diese Aufhänge und Verzeichnisse gibt.
Möchtest Du irgendwelche Geschäfte mit jemandem machen bzw. ihm Deine Immobilie vermieten, der so offensichtlich zahlungsunfähig ist?
Beitrag von sommertraum0884 - 24.10.10 - 18:11 Uhr
ich habe bereits geschrieben, dass ich auskünfte von firmen u vermietern vollkommen unterstütze.
Aber keine öffentlichen aushänge. Das geht niemanden was an.
Beitrag von seikon - 24.10.10 - 18:40 Uhr
Ich finde das schon richtig mit dem öffentlichen Verzeichnis.
Es soll ja Schuldner geben, die absichtlich oder unabsichtlich, nicht alle Gläubiger benennen wenn sie die Inso beantragen. So soll einfach allen Gläubigern die Möglichkeit gegeben werden, ihre Forderungen noch rechzeitig anzumelden.
Beitrag von sommertraum0884 - 24.10.10 - 18:54 Uhr
DAS ist ein argument.
Beitrag von windsbraut69 - 25.10.10 - 07:09 Uhr
Dazu ist es auch gedacht, nicht, um neuen Tratsch über die Nachbarn zu erfahren.
Gruß,
W
Beitrag von vwpassat - 24.10.10 - 22:03 Uhr
Ist schon klar, dass Du da so überreagierst.
Google weiß alles. Am 30.07.2009.............
Beitrag von frotteemonster - 25.10.10 - 08:21 Uhr
völlig daneben vw ![]()
Beitrag von windsbraut69 - 24.10.10 - 17:42 Uhr
Man kann schon, wir aber kaum Vermieter finden, die dieses Risiko tragen möchten!
Gruß,
W
Beitrag von smiley13 - 24.10.10 - 17:33 Uhr
Hallo,
Der aktuelle Vermieter, den man hat, wenn man in die Insolvenz geht, wird von dem Insolvenzverwalter informiert. Das ist richtig.
Wenn man später umzieht, wird der neue Vermieter nicht mehr informiert.
Wenn also keine Schufa-Auskunft verlangt wird, dann bekommt es keiner mehr mit.
Gruß Claudia
Beitrag von pupsik_1984 - 24.10.10 - 18:02 Uhr
Ganauso ist es!!
Beitrag von pupsik_1984 - 24.10.10 - 18:10 Uhr
Das ist richtig, dass der aktuelle Vermieter informiert wird. Denn wenn er sich erst seit 1 Jahr in der Insolvenz befindet, kann es sein, dass seine Insolvenz noch nicht aufgehoben wurde. Heisst, dass gepfändet werden darf.
Der Vermieter wird deshalb informiert, weil alle Ansprüche wie Kaution, Nebenkostenguthaben... in diesem Jahr auf den Insolvenzverwalter übergehen.
Wenn dein Bekannter also umzieht, und die Kaution noch aussteht, wird es gepfändet. Ausser seine Frau kann beweisen, dass sie es gezahlt hat.
Ebenso verhält es sich bei den Nebenkosten.
Deshalb würde ich ihr raten, erst umzuziehen, wenn seine Insolvenz aufgehoben wurde. Und er in die Wohlverhaltensperiode geht. Dann darf nur noch das Gehalt (über dem Pfändungfreibetrag) gepfändet werden.
Übrigens kann man auch im Internet nachlesen, wer insolvent ist. Da steht die Adresse, der Status der Insolvenz und meist auch der Betrag.
Also nichts mit Datenschutz!!
Beitrag von sommertraum0884 - 24.10.10 - 18:15 Uhr
schlimm... find ich.
ah also wenn sie jetzt nicht umziehen sondern erst nach dem ablauf der insolvenz, dann erstattet ihnen der vermieter die kaution zurück?
wo im internet findet man denn solche infos???
Beitrag von pupsik_1984 - 24.10.10 - 18:19 Uhr
Hast ne PN
Beitrag von vwpassat - 24.10.10 - 19:09 Uhr
Hier kannst Du alles nachlesen, bei vielen sogar die Summe, mit der sie in die Insolvenz gingen:
https://www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin/bl_suche.pl
Beitrag von schwarzesetwas - 24.10.10 - 19:39 Uhr
Aber bestimmt keine Privatleute...
Beitrag von vwpassat - 24.10.10 - 19:46 Uhr
Aber klar doch.
Beitrag von werner1 - 24.10.10 - 19:51 Uhr
Probier es doch aus .
Beitrag von stylewriter0815 - 24.10.10 - 21:14 Uhr
Alle Insolvenzen MÜSSEN sogar veröffentlich werden, egal ob gewerblich oder privat. Habe auf der Seite der Insolvenzbekanntmachungen.de schon einige bekannte Leute gelesen.
Gruß Silke
Beitrag von misses_b - 24.10.10 - 22:20 Uhr
Hallo!
Wie ich schon oben geschrieben habe - früher gab es das schwarze Brett beim Gericht, heute ist dieses virtuell im Netz für JEDERMANN nachlesbar.
Auch von Privatleuten!
Google mal...
Gruß
misses_b
Beitrag von hoeppy - 25.10.10 - 10:21 Uhr
Hallo,
ich selbst befinde mich gerade im letzten Monat meiner Insolvenz.
Meine Treuhänderin hat mich damals gleich zu Beginn darauf hingewiesen, dass sie den Vermieter über die Insolvenz informieren wird. Zum einen deshalb, damit der Vermieter die Möglichkeit bekommt bereits aufgelaufene Schulden mit anzugeben und zum anderen, damit sie aus dem Schneider ist falls doch neue Schulden auflaufen sollten.
Das darf allerdings nicht passieren, denn damit gefährdet man seine Insolvenz.
Ich habe mit meiner Treuhänderin allerdings eine Absprache getroffen. Sie informiert meinen Vermieter nicht wenn ich ihr regelmäßig Belege vorlege über die Mietzahlungen.
Ich hatte noch nie Mietschulden und deshalb ist das auch kein Problem.
Zum Umziehen während der Insolvenz: In den letzten 6 Jahren bin ich 6 Mal umgezogen. Einmal mit meinem Mann zusammen in ne größere Wohnung, einmal weil wir ein zweites Kind bekommen haben, einmal wegen Eigenbedarf des Vermieters und die restlichen Male aus beruflichen Gründen.
Wir wohnen nicht in der Stadt und mussten noch nie eine Selbstauskunft ausfüllen oder eine Schufaauskunft abgeben.
Deine Freundin soll sich nicht schämen. Für was denn? Ich gehe mit meiner Insolvenz total offen um. Meinst Du sie ist die einzige in ihrem Umfeld die Schulden hat?
LG Mona
