Hallo,
unsere Verbandsgemeinde hat eine Stellenausschreibung veröffentlicht:
Eine Mitarbeiterin für die Telefonzentrale wird gesucht, 24 Stunden die Woche.
Das Aufgabengebiet umfasst den Empfang der Besucher, Telefonzentrale und leichte Verwaltungstätigkeiten.
Die Arbeitszeiten kommen mir seeeehr entgegen 
Ich bin gelernte Einzelhandelskauffrau, allerdings seit ca. 10 Jahren nicht mehr beschäftigt sondern mit der Erziehung meiner 5 Kinder zu Hause gewesen.
Im Mai wurde bei mir MS diagnostiziert.
Bis auf ein paar Kleinigkeiten habe ich zum Glück aber noch keine Einschränkungen.
Im Juli habe ich angefangen, auf 400-Euro-Basis als Stallhilfe zu arbeiten - das macht mir auch total Spaß, aber ich merke schon, dass mich das körperlich schafft.
Jahre könnte ich das sicher nicht mehr machen.
In der Ausschreibung steht u.A., dass Behinderte bevorzugt behandelt werden - allerdings ist mein GdB noch nicht festgestellt. Ist beim Versorgungsamt in Bearbeitung.
Sollte ich meine MS irgendwie erwähnen und die Sache mit dem GdB einfließen lassen? Oder wäre das eher hinderlich?
Ich würde den Job furchtbar gerne machen, aber meine letzte Bewerbung liegt über 20 Jahre zurück und ich hab irgendwie total Angst.
Davor, dass ich nicht genommen werde und es ein persönlicher Rückschlag für mich ist.
Davor, dass ich GENOMMEN werde - und den Anforderungen nicht gewachsen bin?
Wie kann ich mich am Besten verkaufen, incl. meiner MS?
Bitte macht mir Mut 
Danke und
lieben Gruß,
Andrea
Bräuchte mal Hilfe bzgl. einer Bewerbung - Krankheit "zu Nutze machen"
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Beitrag von gedankenspiel - 04.11.10 - 15:45 Uhr
Beitrag von kati543 - 04.11.10 - 16:34 Uhr
Meine Erfahrungen mit dem SBA sind diesbezüglich eher negativ. Du wirst selbst bei öffentlichen Ausschreibungen (auch wenn es da steht) nicht bevorzugt, weil du einen SBA hast. Eher im Gegenteil. Außerdem kommt noch zusätzlich dazu, dass du den SBA noch gar nicht hast. Also ich würde es nicht angeben. Frühestens wenn du den SBA hast, kannst du es angeben, um die Vorteile zu bekommen.
Beitrag von swety.k - 04.11.10 - 16:45 Uhr
Hallo Andrea,
in der Bewerbung würde ich die Krankheit nicht angeben. Wenn Du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, kannst Du es vielleicht erwähnen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
Liebe Grüße von Swety
Beitrag von manavgat - 04.11.10 - 21:44 Uhr
Die müssen das schreiben. Aber es bedeutet nicht, dass es so ist. Ich würde die Behinderung bis Ende der Probezeit für mich behalten.
Gruß
Manavgat
Beitrag von gedankenspiel - 04.11.10 - 22:05 Uhr
Danke euch
Beitrag von myimmortal1977 - 05.11.10 - 13:49 Uhr
Entgegengesetzt anderer landläufiger Meinungen hier, habe ich schon oft gerade wegen meinem Schwerbehindertenausweis Jobmöglichkeiten bekommen.
Das Amt gewährt oft für 1 Jahr einen Eingliederungszuschuss für besonders betroffene Schwerbehinderte, der nicht gerade unerheblich ist. Er beträgt meistens 50 % des gezahlten Gehaltes plus 50 % Zuschuss zu den vom AG zu leistenden Beiträgen zur Sozialversicherung.
Man wird auch nicht nach seiner diagnostischen Behinderung gefragt. Bei MS würde ich es auch nicht unbedingt erzählen, es sei denn, man hat schon ersichtliche Einschränkungen, dass man es nicht verbergen kann.
Meine Schwerbehinderteneigenschaft hat mich seltenst in der Jobsuche behindert, war eher positiv.
Viele Grüße, Janette
