Hallo ihr Lieben!
Vielleicht könnt ihr ja helfen, wir wissen nicht mehr weiter!
Folgende Situation:
Mein Mann arbeitet seit 4 Jahren als LKW-Fahrer bei einer Spedition. Er hat sehr unregelmäßige Arbeitszeiten, kommt oft nicht nach hause. Das Gehalt für seine 80-Std-Woche ist auch echt mies.
Jetzt haben wir in der Zeitung eine Stellenausschreibung entdeckt, eine Firma sucht einen Fahrer. Wir haben gleich Kontakt aufgenommen, wenn er diesen Job bekommen würde, hätten wir folgende Vorteile:
- er hat geregelte Arbeitszeit und kommt täglich heim zu seiner Familie
- durch die geregelten Zeiten kann ich meinen Berufseinstieg nach der Elternzeit besser planen
- 400 Euro mehr in der Tasche.
Die Firma hätte großes Interesse an meinem Mann, allerdings bräuchten sie ihn schon spätestens in 2 Wochen... und da ist der Hacken: Mein Mann hat eine Kündigungsfrist von 4 Wochen!
Mit seinem Chef brauchen wir erst garnicht drüber reden, ob er ihn früher gehen lassen würde, es ist ein 'Symphatie-chef' *ironieoff*
Ohmann, das wäre alles so toll, wenn nicht diese sch*** 4 Wochen Frist wären. 
Mit dem Chef der Fahrer-suchenden Firma hab ich schon gesprochen, sie brauchen dringend jemanden und können nicht bis zum 1.1. warten. 
Hat jemand ne Idee???
LG, Sonja
Kündigungsfrist vermasselt Jobstart!
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Beitrag von sonja178 - 24.11.10 - 00:25 Uhr
Beitrag von sonne_1975 - 24.11.10 - 00:52 Uhr
Die Frage ist, was passiert, wenn er nach 2 Wochen nicht mehr kommt (mit Ankündigung)? Normalerweise fristlose Kündigung, da will er ja sowieso weg.
Zeugnis wird halt nicht so toll ausfallen, aber das würde ich in Kauf nehmen.
LG Alla
Beitrag von yorkiejacky - 24.11.10 - 00:56 Uhr
Ohje, da hätte der (Ex-) chef guten Grund auf eine Klage, da sonja's mann dann den Vertrag nicht eingehalten hätte und somit 'geschäftsschädigend' gehandelt hätte!
Also einfach so 'tschüss' geht auch nicht!
LG
Beitrag von rosaundblau - 24.11.10 - 06:24 Uhr
Guten Morgen!
Ein seriöser AG kennt die gültigen Regelungen zum Thema Kündigungsfrist.
So groß kann das Interesse an Deinem Mann nicht sein, wenn es dem neuen AG nicht möglich ist 4 statt 2 Wochen zu warten.
vg rosaundblau
Beitrag von raena - 24.11.10 - 09:59 Uhr
Einfach nicht kommen ich doof.
Hat er noch Urlaub? Dann den nehmen!
Oder unbezahlten Urlaub?
Oder Überstunden abbauen?
Aber grundsätzlich hab ich auch so mein Problem mit einem "neuen" Arbeitgeber, der erwartet, dass er innerhalb von 2 Wochen jemand kündigen und bei ihm anfangen kann! Das ist echt unrealistisch! Wenn er wirklich so ganz dringend jemanden braucht, der LANGFRISTIG beim ihm arbeitet, dann hat man auch die Möglichkeit extrem kurzfristig von heute auf morgen für 1,2,3, 4 Wochen jemand von der Zeitarbeit zu holen (darauf sind die Firmen ja spezialisiert) um eben solche Zeiten zu überbrücken.
Irgendwie hat das für mich ein bißl den Beigeschmack "wir brauchen dringend jemanden für das Weihnachtsgeschäft" und danach können wir ihn ja in der Probezeit wieder einfach loswerden!
LG
Tanja
Beitrag von anarchie - 24.11.10 - 10:17 Uhr
Hallo!
Öhm, aber ihr seid schon sicher, dass der neue Chef ihn auch langfristig möchte?
Also keine 2 Wochen überbrücken zu können ist schon komisch..
ICH würde beim alten Chef kündigen und resturlaub/Überstunden/etc..anregen.
Oder um unbezahlten Urlaub bitten.
Einfach nicht hingehen, geht garnicht, kann böse Folgen haben.
lg
melanie
Beitrag von nobility - 24.11.10 - 15:18 Uhr
" ICH würde beim alten Chef kündigen und resturlaub/Überstunden/etc..anregen.
Oder um unbezahlten Urlaub bitten. "
Kein guter Rat.
Der neue Chef sollte erst einen neuen Arbeitsvertrag vorlegen in welchem genau das Tätigkeitsfeld beschrieben wir. Z.B. Kraftfahrer im Örtlichen Verkehr Umkreis beispielsweise 50 km, oder Deutschland- oder Internationaler Verkehr. Dann wird man daraus sehen können inwieweit eine geregelte Arbeitszeit vom AG tatsächlich zugesicherte Eigenschaften und nicht nur leere Worte sind. Natürlich Lohn,Lohnzahlung, Urlaub, etc. Und natürlich unbefristeter Arbeitsvertrag. Erst wenn das alles geregelt ist, daaaaannn kann er dem alten Chef kündigen.
Beitrag von anarchie - 24.11.10 - 18:28 Uhr

Natürlich setz ich mal voraus, dass beim neuen Chef alles geregelt und in trockenen Tüchern ist,. bevor man zum alten Chef geht, kündigt und um Freistellung oder whatever bittet - das ist doch logisch!
Alles Andere wäre ja komplett bescheuert..
Beitrag von manavgat - 24.11.10 - 10:41 Uhr
Ich würde mit einem Anwalt sprechen. Wenn er wirklich eine 80 Stunden-Woche schiebt und das nachweisen kann, dann würde hier eventuell eine Kündigung aus wichtigem Grund ohne Einhaltung der Frist möglich sein. Aber das muss im Einzelfall geklärt werden.
Vielleicht kann man ja mit ein wenig Druck (z. B. durch die Blume angesagte Meldung bei den Aufsichtsbehörden) einen Aufhebungsvertrag ertrotzen. Da müsst ihr aber den anderen Vertrag schon unterschrieben vorliegen haben.
Gruß
Manavgat
Beitrag von vwpassat - 24.11.10 - 12:21 Uhr
Genau so kann (und wird es) funktionieren.
