Vorgehensweise? Inkassobüro - RA (Bussek / Mengede) zum Teil unseriös

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Beitrag von nakiki - 03.12.10 - 10:09 Uhr

Hallo!

Ich bräuchte mal Meinungen bzw. Vorschläge wie ihr weiter vorgehen würdet. Ich versuche mich kurz zu halten.

Mein Bruder hat Anfang des Jahres einen Vertrag abgeschlossen, es ging dabei um Internet über Satellit. Leider funktionierte die Technik nicht so, so dass er deren Leistung nie in Anspruch genommen hat. Selbst mit einigen Telefonaten mit deren Technik konnte die Insatllation der Anlage nicht so installiert werden, das es funktionerte.
Ab Mai wurden die Rechnungsbeträge nicht mehr abgebucht, da das Konto im Mai nicht gedeckt war.
Mein Bruder dachte leider naiver Weise, dass sich damit die Sache erledigt hatte, da die Anlage ja eh nicht funktioniert.

Letzten Monat erhielt er einen Brief vom Inkassobüro mr. admonitos, wo die monatlichen Beträge angemahnt wurden und im Septemer gab es wohl eine Rechnung von über 800 Euro die ebenfalls angemahnt wird.

Nun ist es so, dass mein Bruder nie eine Rechnung oder eine Mahnung von dem Anbieter "Internet über Satellit" erhalten hat. Wir haben alle seine E-mails durchgeschaut, ob er etwas übersehen hat, aber es war nichts da.
Wir hatten erstmal Einspruch bei der Firma eingelegt und um Rechnungskopien gebeten. Den Anbieter wollten wir jetzt auch Kontaktieren, da wir keine Meldung erhielten.

Jetzt hat mein Bruder aber einen Brief von den Anwälten "Busseg & Mengede" erhalten. Wieder werden die Rechnungen angemahnt. Kopien lagen nicht bei.
Von diesen Anwälten gibt es jede Menge unseriöse Sachen im Netz zu lesen. Jedoch ist es bei ihm ja nun so, dass es ja wirklich einen Vertrag gibt.

Wir würden die Sache gerne ohne Anwalt lösen. Ich würde die monatliche Grundgebühr, die bis jetzt nicht bezahlt wurde sofort überweisen. Die Anwälte würde ich anschreiben und um Rechnungskopien bitten, da wir 800 Euro ohne Prüfung nicht einfach überweisen. Ebenso soll uns gesagt werden, wo die Rechnungen hingeschickt worden sind, solange wollen wir die Inkassogebühren nicht zahlen. Denn hätte er eine Rechnung erhalten, wäre die Sache ja bereits im Mai schon geklärt gewesen.
Sollte der Fehler mit den Rechnungen doch irgendwo bei meinem Bruder liegen, wird er den Betrag auch bezahlen, aber erst nach Prüfung.
Die Frage ist jetzt nur, wo wir den Betrag hinüberweisen sollen. An diese unseriösen Anwälte? Oder lieber direkt an den eigentlichen Anbieter?

Mir wäre der eigentliche Anbieter lieber, da die Anwälte halt unseriös erscheinen, aber normalerweise tritt der Anbieter ja seine Forderungen an das Inkassobüro ab und hat dann damit nichts mehr zu tun. Daher bin ich leicht überfragt. Der eigentliche Anbieter ist telefonisch leider auch so gar nicht zu erreichen.

Is leider bißchen lang geworden, aber vielleicht hat ja jemand Lust uns zu helfen.
Wir würden es gerne erstmal ohne Anwalt versuchen, würden den jedoch einschalten, wenn wir so nicht weiterkommen. Vielleicht hat hier ja auch jemand schon Erfahrungen mit den Anwälten sammeln können.

Ich bin jetzt leider erstmal weg, melde mich aber heute abend auf eventuelle Rückfragen.

#danke für jede Hilfe.

Gruß nakiki

Beitrag von nakiki - 03.12.10 - 10:12 Uhr

Mist, der Beitrag sollte ins Finanzenforum. Wird hoffentlich gleich verschoben.

Gruß nakiki

Beitrag von grinsekatze85 - 03.12.10 - 10:15 Uhr

Hallo!

Also ganz ganz ehrlich, ich würde mir sofort einen Anwalt nehmen!!!
Wir hatten euch mal so ein Problem, wegen einem angeblichen Gewinnspiel mit einem Gewinn einer Reise, da wir nichts davon wussten, bekam mein Vater eine Rechnung von 1.200 € weil wir die Reise nicht angetreten haben.

Blöd war nur, das es mein alter Name war und ich schon seid 2 Jahren damals verheiratet war#augen Und 3 Jahren nicht mehr da wohnte.
Naja die wollten aber Geld haben und haben mit Anwalt und so Druck gemacht. Wir haben sofort einen Anwalt genommen. Dieser hat ein Schreiben aufgesetzt und es kam nichts mehr von dieser Firma!!#pro

Stellt euch mal vor, das ist nur eine Abzockefirma und ihr gebt den Geld! Also ehrlich, scheut euch nicht einen Anwalt zunehmen! Da ihr ja schon im Kopien gebeten habt und keine kommen, wäre das für mich schon ein Zeichen, einer Abzockefirma!!

LG
Nadine

Beitrag von nakiki - 03.12.10 - 10:26 Uhr

Danke schon mal für deine Antwort.

Die Sache ist hier ja aber, dass die Forderung zum Teil ja berechtigt sind. Wir nehmen sogar an dass die 800 Euro die gesamte Restforderung ist, da der Vertrag auf 24 Monate läuft. Daher ja meine Verunsicherung.

Wenn ich 100 % wüsste, dass die Forderung nicht berechtigt, ist, würde ich einfach auf den Mahnbescheid warten und dann Widerspruch einlegen. Erst wenn dann noch etwas kommt, würde ich zum Anwalt gehen.

Nur, dass uns halt bis jetzt keine Rechnungskopien gesandt worden sind, macht mich halt ebenfalls stutzig. Wenn die Forderung doch berechtigt ist, und mein Bruder diese ja auch zahlen will, sollte man doch annehmen, dass sie an der "Aufklärung" ebenfalls interessiert sind.

Aber danke erstmal, vielleicht ja doch zum Anwalt, gerade weil die Forderung zum Teil berechtigt ist. Ich denke nochmal drüber nach.

Gruß nakiki

Beitrag von jule2801 - 03.12.10 - 10:26 Uhr

Hallo Nakiki,

ich würde auf jeden Fall noch mal mit dem Inkassobüro telefonieren oder besser ein Schreiben aufsetzen, in dem ihr sie noch einmal auffordert Kopien der angemahnten Rechnungen zu zusenden und fragen wer denn nun die Ansprüche des Unternehmens vertritt (das Inkassobüro oder die Anwälte) - zahlen würde ich erst wenn geklärt ist wofür dein Bruder zahlen soll. (Dabei steht außer Frage, dass die Grundgebühren und die Gebühren für das Inkassobüro gezahlt werden müssen, aber diese eine Rechnung halt nicht).

Wahrscheinlich ist es aber tatsächlich einfacher direkt zum Anwalt zu gehen. Ich hatte damals riesen Probleme mit meiner Krankenkasse. Ich hatte den Vertrag gekündigt, bekam aber munter fröhlich weiterhin Rechnungen von denen. Auch auf diverse Anschreiben haben sie nicht reagiert, dann kam ein amtlicher Mahnbescheid - daraufhin bin ich dann zu einer Anwältin gegangen, die das ganze mit einem Schreiben erledigt hatte.

Viel Erfolg
Jule!

Beitrag von simone_2403 - 03.12.10 - 10:39 Uhr

Hallo

Kompliziert.

Dein Bruder hat zwar einen Vertrag allerdings könnte es durchaus möglich sein,das dieser hinfällig ist,denn die Firma konnte ja trotz Techniker die Leistung nicht erbringen die vertraglich festgelegt war.

Ich würde zum Anwalt gehn,ohne würde ich das in keinem Fall regeln denn ich würde zu allererst wissen wollen ob ich auf Grund dieser Basis überhaupt zur Zahlung der Grundgebühr verpflichtet war.

lg

Beitrag von puenktchens.mama - 03.12.10 - 10:42 Uhr

Hallo,

also, wenn Du schreibst, dass google schon ne Menge fraglicher Infos ausspuckt, dann versuche es doch mal mit einem Anruf bei der Verbraucherzentrale. Die konnten auch mir einmal weiterhelfen, als mein Mann sich für irgendwas im I-net angemeldet hat, was dann plötzlich sehr teuer werden sollte. Wenn diese Anwälte berüchtigt sein sollten, so sind sie auch bei der VZ bekannt und so haben sie vielleicht 'nen Tipp für Dich.

http://www.verbraucherzentrale.de/

Viel Erfolg!

Beitrag von lisaj - 03.12.10 - 10:46 Uhr

hallo nakiki,

leider kommt mir das alles furchtbar bekannt vor. Wir hatten genau dasselbe Problem mit star dsl. Allerdings bin ich, als sämtliche telefonate nur leere Versprechungen waren und sämtliche Schreiben unbeantwortet blieben, direkt zum Anwalt,- hat aber auch nichts gebracht, denn alle strittigen Aussagen, wie zB die Erklärung, was eine fair use policy ist und was internet via Satellit zu leisten vermag (oder auch nicht, haha) waren mündlich am Telefon gewesen und wurden hinterher selbverständlich empört bestritten. Es blieb als Rechtgrundlage nur der 2 Jahresvertrag, an dem es rechtlich nichts zu deuteln gibt!! Zu den Rechnungen: man bekommt eine email, in der steht daß eine Rechnung auf der website abgerufen werden kann. Ohne internet bekommt man allerdings ja nicht mal diese mail. Ab dem Zeitpunkt, da wir den RA einschalteten, konnte ich auch nicht mehr diese Rechnungen abrufen, da einfach mein Paßwort geändert worden war...
Die Rechnung Deines Bruders über 800 ist höchstwahrscheinlich die, die bei uns 573 Euro betragen hat. Das ist die Rechnung für die Installationskosten. Bei uns mußte der Installateur 3 mal kommen, da star dsl nicht in der Lage war eine Kiste vollständig zu packen, bzw funktionierende Geräte zu schicken.
Diese Rechnung haben sie dann, dank Anwalt reduziert, aber die Anwaltskosten waren fast genauso hoch, wie der Betrag den stardsl runtergangen ist.
Im Endeffekt müssen wir nun in Raten 1870 Euro bezahlen, ohne irgendeine Leistung jemals dafür bekommen zu haben.
Deshalb: BITTE AN JEDEN DER ES LIEST - FINGER WEG VON SOLCHEN SATELLITENFIRMEN;- DIE SIND, DAS HAT AUCH UNSERE RA GESAGT,- VON GRUND AUF UNSERIÖS BIS HART AN DIE GRENZE ZUM BETRUG UND IST MAN IHNEN EINMAL INS NETZ GEGANGEN, GIBTS KEIN ZURÜCK. WARNT JEDEN; DEN IHR KENNT UND IM BEGRIFF IST, DEN TEUERSTEN FEHLER SEINES LEBENS ZU MACHEN

Ich wünsch Dir mehr Erfolg als wir hatten!!

Lisa

Beitrag von demy - 03.12.10 - 12:32 Uhr

Hallo,
entweder habt ihr eine totale Vollniete als Anwalt gehabt, die gibt es tatsächlich, oder der Sachverhalt stellt sich nicht so da wie du ihn hier schilderst.

Wenn man mit einem Anbieter, von in diesem Beispiel Satelliten DSL, einen Vertrag von 2 Jahren abschließt, dann hat natürlich Sky DSL auch das DSL zu liefern.
Kann Sky DSL das nicht, dann hat man natürlich die Möglichkeit einer fristlosen Kündigung des Dienstleistungsvertrages und damit ist man KEINE 2 Jahre an den Vertrag gebunden.

Anwaltskosten hätte ebenso die Gegenseite tragen müssen wenn sie offensichtlich vertragsbrüchig wurden und man gezwungen war anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Normalerweise wäre man in eurem Fall mit 0,0€ Kosten rausgegangen.
Eher hättet ihr eventuell noch Geld bekommen müssen als Schadensersatz.
Wie gesagt, entweder lässt du wesentliche Details weg die den Fall anders darstellen, oder euer Anwalt war eine Vollniete und hat sein Staatsexamen so mit Ach und Krach geschafft.

Gruß
Demy

Beitrag von myimmortal1977 - 03.12.10 - 15:03 Uhr

http://de.skydsl.eu/downloads/20101118_AGB_skyDSL_Deutschland_V2.1.pdf?affiliate=DEU123001

Da täuscht Du Dich leider. Die AGB sind nur auf den Anbieter günstig, der Endabnehmer macht eine sehr lange Nase in dem Geschäft.

Die AGB sind zwar als schwammig bewertet worden, jedoch nicht als gesetzeswidrig.

Siehe z. B. Punkt 4.4.4 Dort ziehen sie sich schön aus der Sache raus, wenn der Kunde die Voraussetzungen nicht erfüllt.

Beitrag von nakiki - 03.12.10 - 18:52 Uhr

Hallo!

Bei uns handelt es sich in der Tat um skydsl. Bei meinem Bruder ist es jedoch so, dass er nie eine Leistung in Anspruch nehmen konnte, da die Technik nie funktioniert hat. Auch nach mehrmaligen Telefonaten mit deren Technik.
Leider hat er sich dann einfach nicht mehr darum gekümmert und die Grundgebühr gezahlt.

Wie sieht es auf dieser Grundlage aus, eventuell jetzt noch vorzeitig aus dem Vertrag zu kommen?

Was für einen Anwalt sollte man denn kontaktieren?

Gruß nakiki

Beitrag von lisaj - 03.12.10 - 17:39 Uhr

na du mußt es ja wissen...
unsere Anwaltskanzlei ist Ufer und Partner, auf diese Kanzlei vertrauen Leute, die sich jeden Anwalt leisten können... so viel dazu!
Die Firma, um die es geht hieß star dsl und man muß bei Vertragsabschluß eine fair use policy unterschreiben, die besagt, daß zu "Stoßzeiten" die download rate runtergeht und daß viel-Nutzer gedrosselt werden können.
Die Realität sah so aus daß wir NIE die vertraglich vereinbarte Geschwindigkeit erreichten, tagelang überhaupt nicht ins i.net kamen, online banking unmöglich war, download von Musik grundsätzlich fehlende Dateien hatte, Telefonieren zwar grundsätzlich möglich, aber unzumutbar war, da die Übertragung immer ca 5 Sek dauerte und man sich ständig gegenseitig ins Wort fiel. Aber dank fair use policy ist all das versteckt abgesegnet.
Anwaltskosten trägt die Gegenseite nur, wenn der Fall vor Gericht war; Klage hätten wir in Hamburg einreichen müssen, mit herzlich wenig Aussichten auf Erfolg, da wir ja im Vertrag unterschrieben hatten, daß all diese Ausfälle möglich sind,- das stht natürlich so nicht drin und im Beratungstelefonat wurde alles ganz anders und völlig harmlos dargestellt, aber ein Telefonat nützt halt vor Gericht gar nix.
Ich versteh nicht, wie gscheit Du sein mußt, wenn Du glaubst wir wären tatsächlich inkl Anwalt 8 Monate lang zu blöd gewesen unsere Interessen zu wahren und hätten aus lauter Lust und Laune 1863 Euro Schulden auf genommen.
Vielleicht solltest Du Dich erst mal selbst ein wenig über Recht und Gesetz informieren, bevor Du solche Parolen ins Netz stellst. Vielleicht gibst Du auch einfach mal bei wer-weiß-was star dsl ein und stellst fest, daß viele andere genauso hohl wie wir waren und diese Leute genauso unfähige Anwälte hatten wie wir. Hätt ich Dich nur früher getroffen, Du hättest die ganze Sache sicherlich mit einem einzigen Schreiben für mich geklärt.

#augen Lisa

Beitrag von demy - 07.12.10 - 09:35 Uhr

Siehst du, dass ist genau dass was ich meine!

Du hast wesentliche Details weggelassen und nicht das geschrieben woran man deinen Fall überhaupt beurteilen konnte.

Nichts anderes habe ich geschrieben.
Ich habe geschrieben entweder schreibst du nicht alles, oder dein Anwalt war eine Pfeife.

Nun gehst du auf meinen 2. Absatz ab wie ein Zäpchen und kommst jetzt erst mit Details die sich ganz anders darstellen und nichts mit dem Fall aus der Threaderöffnung gemeinsam haben und gibst Infos!

Die Threaderöffnerin sprach von keiner Leistung seitens des DSL Anbieters da die Technik nicht funktionierte, da gibt es ganz klar ein Sonderkündigungsrecht.
Du schreibst dann das hättet ihr probiert und seid nicht dagegen angekommen.
Du hast aber das wesentliche Detail weggelassen, was du erst jetzt hinterhergeschoben hast, nämlich dass euch eine Leistung zur Verfügung stand, ihr nur nicht zufrieden gewesen seid, was ich natürlich auch nachvollziehen kann.

Es besteht aber eine rechtlicher Unterschied zu gar keiner Leistung und einer Leistung, wenn auch eingeschränkt, das müsstest auch du erkennen.

Gruß
Demy