Frage Kündigung bei unter 10 Mitarbeitern

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Beitrag von peanutbutter - 05.12.10 - 21:43 Uhr

Hallo,

hätte mal eine Frage, die mich aber nicht persönlich betrifft. Mitarbeiter war 1 Jahr angestellt und Vertrag wurde im Herbst um ein weiteres Jahr verlängert. Mitarbeiter wollte Führungsaufgaben übernehmen. Daher wurde sein Gehalt erhöht. Diese Erhöhung wurde nicht schriftlich festgehalten, aber seit der Verlängerung immer wie besprochen gezahlt.

Mitarbeiter sagte nun der Leitung, daß er den Vertrag dann im Herbst wohl nicht mehr verlängern wird. Sind diverse Gründe, die ich z.T. nachvollziehen kann, zum anderen Teil aber auch nicht. Zumal er noch nicht mal was neues hat....Mitarbeiter will aber noch den Vertrag einhalten und bis Herbst 2011 arbeiten, vielleicht hört er aber doch ehr auf...

Für die Geschäftsleitung ist diese Aussage natürlich blöd, da man so nicht weiß ob er nun doch jederzeit kündigt. Das Vertrauensverhältnis zur Leitung ist gestört. Es wurde über ein räumliche Erweiterung nachgedacht Anfang 2011, weil ein neuer Mitarbeiter eingestellt werden sollte. Wenn dieser Mitarbeiter geht, dann wäre das aber erstmal nicht unbedingt nötig, weil ja wieder ein Platz frei ist.
Leitung weiß nun nicht für welche Projekt sie diesen Mitarbeiter noch einplanen kann bzw. ob diese Projekte überhaupt angenommen werden können, da er es auch offen gelassen hat eventuell ehr zu gehen, wenn sich was neues ergibt.

Nun überlegt die Leitung die Gehalterhöhung zurück zunehmen, da das Vertrauensverhältnis gestört ist und es keinen Sinn macht diesen Mitarbeiter in die Leitung einzuarbeiten, wenn er ehr in ein paar Monaten geht. Er sollte sowas wie die rechte Hand vom Chef werden. Ist ein kleiner Familienbetrieb mit 9 Angestellten.
Die Gehaltserhöhung war an die neuen Aufgaben geknüpft. Ist das rechtens?

Kann das Arbeitsverhältnis seitens des Arbeitgebers aufgrund dieses Vorfalls vor Vertragsablauf gekündigt werden? Wären das dann persönliche Gründe bezogen auf den Arbeitnehmer?


Danke schonmal,

Peanut

Beitrag von peanutbutter - 05.12.10 - 22:02 Uhr

Nur nochmal kurz zum Verständnis. Mitarbeiter sollte vermehrt mit der Leitung/chef zusammenarbeiten. Teilte dem Chef aber nun mit, daß er zwar mit vielen Menschen klar kommt und sich gut versteht, aber nicht mit dem Chef und daher u.a. auch aus diesem Grund aufhören will.

Weiterer Grund war, daß er eigentlich beruflich was anderes machen will.

Chef fragt sich, wie er nach dieser Aussage noch bis Herbst 2011 mit dieser Person zusammenarbeiten kann/soll?!

Beitrag von sassi31 - 06.12.10 - 01:45 Uhr

Hallo,

eine Gehaltserhöhung muss nicht schriftlich festgehalten werden. Auch ein mündlicher Vertrag ist bindend. Die Erhöhung kann nicht einfach so wieder zurück genommen werden, weil der Mitarbeiter evtl. irgendwann geht. Das kann einem bei jedem Mitarbeiter passieren. Pfiffiger wäre es wohl gewesen, den Mitarbeiter erst auf seine neue Position als rechte Hand vom Chef vorzubereiten und ihm die Gehaltserhöhung dann zu geben, wenn er den Posten übernommen hat.

Erledigt der Mitarbeiter seine Arbeiten vernünftig? Wenn ja, dann dürfte es schwierig werden, einen Grund für eine Kündigung zu finden. Die Tatsache, dass der Herr seinen Vertrag wohl nicht verlängern möchte, ist kein Grund, ihn vorzeitig zu entlassen.

LG
Sassi

Beitrag von peanutbutter - 06.12.10 - 09:50 Uhr

Hallo,

die Lohnerhöhung war aber an die Zusage geknüpft, daß er Führungsarbeiten übernehmen wird. Diese "Abmachung" ist gerade mal 2 Monate her.
Off Topic: Ich persönlich verstehe nicht so ganz, wie auf einmal alles "schlecht" sein kann, selbst mit dem Kollegen Umfeld ist er nicht so zufrieden usw. Dann hätte er sich m.E. gleich was anderes suchen sollen und nicht erst irgendwelche Zusagen machen sollen, die er sich dann nach nicht mal einem Vierteljahr schon wieder anders überlegt....

Arbeit ist wohl soweit okay. Nur der Einsatz allgemein für das Unternehmen läßt zu wünschen übrig. Da kommt manchmal echt mehr von Mitarbeitern, die einfache Sachbearbeiter sind....
Chef fragt sich nur, wie er nun bis September mit jemanden zusammenarbeiten soll, der eventuell doch schon vorher gehen will und ihm auch gesagt hat, daß er mit ihm (Chef) einfach nicht zusammenarbeite kann...ist halt aus menschlicher Sicht echt schwer so zusammen zu arbeiten.
In weitere "Betriebsgeheimnisse" möchte Chef diesen Mitarbeiter daher selbstverständlich nicht einweihen und weitere Vollmachten zugestehen. Kann ich auch nachvollziehen.

Ist eine echt schwierige Situation. Bisher gab es in dieser Firma keine Entlassungen oder Kündigungen.

Peanut

Beitrag von sassi31 - 07.12.10 - 02:43 Uhr

Hallo,

nachvollziehen kann ich auch, dass der Chef dem Mitarbeiter nun kein Vertrauen mehr schenken kann. Würde ich mich auch sehr schwer mit tun.

Das Problem an der Abmachung wird sein, dass man sie nicht nachweisen kann. Die Lohnerhöhung hat er aber bereits ausgezahlt bekommen und somit in der Lohnabrechnung stehen.

Ich würde einen Fachanwalt befragen. Die Angelegenheit scheint mir arg kompliziert.

Zu dem Genörgel fällt mir nur ein, dass der Mitarbeiter vielleicht Angst vor der Verantwortung hat und nun versucht, irgendwie wieder aus der Abmachung heraus zu kommen.

LG
Sassi